{"id":372943,"date":"2025-08-25T21:45:18","date_gmt":"2025-08-25T21:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372943\/"},"modified":"2025-08-25T21:45:18","modified_gmt":"2025-08-25T21:45:18","slug":"kretschmer-und-die-saechsischen-behoerden-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372943\/","title":{"rendered":"Kretschmer und die s\u00e4chsischen Beh\u00f6rden schweigen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">In der Nacht zum Sonntag wurde ein 21-j\u00e4hriger Amerikaner in einer Dresdner Stra\u00dfenbahn Opfer eines Messerangriffs. Er erlitt Schnittwunden im Gesicht. Der Vorfall machte nicht nur in Deutschland, sondern auch international Schlagzeilen: Die New York Post titelte \u201eBloody Hell\u201c, zu Deutsch \u201eBlutige H\u00f6lle\u201c. Wenige Stunden nach der Tat ver\u00f6ffentlichte das Opfer mit einer blutdurchtr\u00e4nkten Bandage an Mund und Nase\u00a0ein Video, in dem er sagt: \u201eWenn ihr nicht glaubt, dass Europa, speziell Deutschland, ein Einwanderungsproblem hat, dann lasst mich euch was erz\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Er f\u00fcgt hinzu, dass einer der Beteiligten in wenigen Minuten aus dem Polizeigewahrsam entlassen werde \u2013 ein Umstand, der in den sozialen Medien f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis sorgt und Fragen aufwirft: Wie sicher sind Fahrg\u00e4ste im \u00f6ffentlichen Nahverkehr noch? Und welche Lehren ziehen die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden, das s\u00e4chsische Innenministerium und Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer aus dem Fall?<\/p>\n<p>Einer der mutma\u00dflichen T\u00e4ter soll bereits mehrere Straftaten ver\u00fcbt haben<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">R\u00fcckblick: Nach Angaben der Polizei sollen in der Nacht zum Sonntag in der Stra\u00dfenbahnlinie 7 weibliche Fahrg\u00e4ste von zwei M\u00e4nnern bel\u00e4stigt worden sein. Der 21-j\u00e4hrige Amerikaner griff ein und versuchte, die Situation zu schlichten. Dabei wurde er offenbar von einem der M\u00e4nner mit einem Messer verletzt. Die beiden mutma\u00dflichen Angreifer flohen, doch die Polizei konnte wenig sp\u00e4ter einen Tatverd\u00e4chtigen, einen 21-j\u00e4hrigen Syrer namens Majd A., in der N\u00e4he einer Haltestelle festnehmen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Er war mit einem E-Roller gefl\u00fcchtet und ist laut Bild polizeibekannt, unter anderem wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung, r\u00e4uberischen Diebstahls und unerlaubter Einreise. Laut Polizei soll Majd A. den Messerangriff selbst nicht ausgef\u00fchrt, sondern zun\u00e4chst mit Faustschl\u00e4gen auf das Opfer eingewirkt haben. Die schweren Schnittverletzungen werden seinem noch fl\u00fcchtigen Mitt\u00e4ter zugeschrieben.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der festgenommene Syrer wurde vorl\u00e4ufig in Gewahrsam genommen; die Staatsanwaltschaft setzte ihn jedoch wieder auf freien Fu\u00df. Oberstaatsanwalt J\u00fcrgen Schmidt erkl\u00e4rte, es gebe keine ausreichenden Haftgr\u00fcnde, da dem 21-J\u00e4hrigen der Messerangriff nicht nachgewiesen werden k\u00f6nne. Au\u00dferdem verf\u00fcge er \u00fcber einen festen Wohnsitz, und es bestehe weder Flucht-, Verdunkelungs- noch Wiederholungsgefahr.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Berliner Zeitung hat das s\u00e4chsische Innenministerium nach m\u00f6glichen Konsequenzen gefragt, die aus dem Fall gezogen werden k\u00f6nnten. Dazu teilte Pressesprecher Martin Strunden mit: \u201eDie polizeilichen Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an. Bewertungen oder Schlussfolgerungen setzen eine stabile und valide Kenntnis des Tatherganges voraus.\u201c Unabh\u00e4ngig von der in der Nacht zum Sonntag geschehenen Tat setze Sachsen jedoch auf klare Regeln in puncto Migration.<\/p>\n<p>S\u00e4chsischer Ministerpr\u00e4sident schweigt bislang zur Messerattacke in Dresden<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch der s\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident wurde um eine Stellungnahme gebeten, bislang blieb jedoch eine Antwort aus.<\/p>\n<p>Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden dauern an und werden nach Auskunft der Polizei \u201enoch einige Zeit in Anspruch nehmen\u201c. Aus \u201eermittlungstaktischen Gr\u00fcnden\u201c \u00e4u\u00dfern sich Staatsanwaltschaft und\u00a0 Polizei zum Stand der Ermittlungen derzeit nicht konkreter. Auch von m\u00f6glichen Statements sehe man derzeit ab.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Zahl der Messerangriffe hat in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 2024 wurde in Deutschland laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) bei rund 29.000 Straftaten ein Messerangriff polizeilich erfasst. Im Bereich gef\u00e4hrliche und schwere K\u00f6rperverletzung stieg ihre Zahl um circa 10,8 Prozent; bei Raubdelikten hingegen sank sie um etwa 2,6 Prozent.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Es handelt sich nach polizeilicher Definition um Taten, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgef\u00fchrt wird. Das blo\u00dfe Mitf\u00fchren eines Messers reicht hingegen f\u00fcr eine Erfassung als Messerangriff nicht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Nacht zum Sonntag wurde ein 21-j\u00e4hriger Amerikaner in einer Dresdner Stra\u00dfenbahn Opfer eines Messerangriffs. 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