{"id":373056,"date":"2025-08-25T22:47:26","date_gmt":"2025-08-25T22:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373056\/"},"modified":"2025-08-25T22:47:26","modified_gmt":"2025-08-25T22:47:26","slug":"die-ukraine-braucht-frieden-aber-nur-wenig-dringender-als-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373056\/","title":{"rendered":"Die Ukraine braucht Frieden \u2013 aber nur wenig dringender als Russland"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Die momentanen Friedensverhandlungen gehen an den Wurzeln des Konflikts vorbei. Doch wenn Europa nicht zu einer Stimme findet, droht eine Scheinl\u00f6sung.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Die Ukraine trotzt den Widrigkeiten, leidet aber zusehends unter den russischen Angriffen. Einwohner Kiews nach einem Luftschlag, der am 31. Juli 2025 Wohnbl\u00f6cke traf.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"6000\" height=\"4000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/db5b252c-3e1b-4411-888e-53dce6aeb0d5.jpg\" loading=\"eager\"   class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Die Ukraine trotzt den Widrigkeiten, leidet aber zusehends unter den russischen Angriffen. Einwohner Kiews nach einem Luftschlag, der am 31. Juli 2025 Wohnbl\u00f6cke traf. <\/p>\n<p>Thomas Peter \/ Reuters<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5f1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Die Ukraine steht vor paradoxen Entscheidungen. Keine der vorhandenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Waffenstillstand ist gerecht, ehrenhaft oder w\u00fcrde einen langfristigen Frieden sichern. Aber um einen Friedensvertrag ging es gar nicht beim Treffen von Donald Trump mit Wladimir Putin in Alaska. Gegenstand war das Schweigen der Waffen, weil die Ukraine langsam, aber stetig Territorien verliert. Doch der amerikanische Pr\u00e4sident ist eingeknickt und hat die Narrative des Kremls \u00fcbernommen.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5f2\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Putin forderte in Alaska den R\u00fcckzug der Ukraine aus den Regionen Donezk und Luhansk. Die Ukraine soll ein Gebiet von der Gr\u00f6sse S\u00fcdtirols abgeben, das die Russen bisher nicht erobern konnten. In den beiden anderen bereits annektierten Gebieten, Saporischja und Cherson, scheint der russische Pr\u00e4sident einem Grenzverlauf entlang der Frontlinie zugestimmt zu haben.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5f3\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Warum aber ist es f\u00fcr Moskau zentral, dass Kiew den ganzen Donbass aufgibt? Der Grund d\u00fcrfte sein, dass sich hier der Angelpunkt f\u00fcr die Verteidigung der Ukraine gegen etwaige zuk\u00fcnftige Angriffe befindet. Im Gegenzug f\u00fcr den neuen Grenzverlauf soll Russland zugesagt haben, die Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine anzuerkennen und auf Aggressionen gegen andere europ\u00e4ische L\u00e4nder zu verzichten.<\/p>\n<p>Keine echten Garantien<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5f5\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Als Beobachter k\u00f6nnte man nun meinen, das sei hart, aber damit k\u00f6nne man leben. Sofort stellt sich aber die Frage, wozu Putin die Befestigungsanlagen in der Region Donezk in die Hand bekommen will, wenn er keine weiteren Angriffe plant. In diesen beanspruchten Gebieten hat die Ukraine tats\u00e4chlich die l\u00e4ngsten, besten, gr\u00f6ssten Verteidigungslinien ihrer Front.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5f6\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Zudem fragt es sich, warum die jetzige Zusage einen h\u00f6heren Wert haben soll als die bisherigen Erkl\u00e4rungen und Vertr\u00e4ge \u2013 die Russland Mal um Mal gebrochen hat. Dem Vernehmen nach steht Putin amerikanischen Sicherheitsgarantien gegen\u00fcber der Ukraine nicht im Wege \u2013 unter Ausschluss einer Nato-Mitgliedschaft, aber in \u00e4hnlicher Gestalt wie Artikel 5. Welche Garantien aber gibt es, dass es Putin diesmal ernst meint? Keine.<\/p>\n<p>Das Hauptziel: eine Rumpf-Ukraine<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Russland hat nicht die Kraft, die Ukraine ganz zu erobern. Stattdessen hat sich der Kreml als Zwischenziel eine Rumpf-Ukraine gesetzt. Langfristig geht man in Moskau weiter davon aus, Kiew eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter doch noch zu einem Vasallen machen zu k\u00f6nnen. Deshalb sollen keine oder nur schwache Garantien den Frieden mit der Ukraine sichern. Und man wird auch einkalkulieren, wie viel der Schutz eines amerikanischen Pr\u00e4sidenten wert ist, der fast t\u00e4glich seine Meinung \u00e4ndert.<\/p>\n<p>Blinde Flecken im Weissen Haus<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g3\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Es ist bewundernswert, wie lange und mit welchem Erfolg Kiew dem russischen Angriff entgegentrat. Das \u00e4ndert jedoch nichts an der Tatsache, dass der kleinere, j\u00fcngere Staat seinem neoimperialen Nachbarn personell und materiell unterlegen ist.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g4\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Den einzigen Ausweg h\u00e4tte die Unterst\u00fctzung aus dem Ausland bieten k\u00f6nnen. Diese gab es bekanntlich fr\u00fch; sie erfolgte jedoch nie in der n\u00f6tigen Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t. Westliche L\u00e4nder erkannten zwar, dass gegen\u00fcber diesem Russland nur eine Politik der St\u00e4rke hilft \u2013 aber aus Angst, selbst in den Krieg hineingezogen zu werden, handelte man nie entschlossen nach dieser Maxime.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g5\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Dann kam Donald Trump zur\u00fcck ins Weisse Haus. Bei ihm dreht sich alles um \u00abAmerica first\u00bb (und das heisst nat\u00fcrlich auch \u00abTrump first\u00bb). Langfristige strategische \u00dcberlegungen scheinen dem neuen Pr\u00e4sidenten fremd zu sein. So fehlt allem Anschein nach ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass das Beispiel eines Territorialkrieges Schule machen k\u00f6nnte. Oder dass bei einem Diktatfrieden mit revanchistischen Kr\u00e4ften in Kiew zu rechnen ist \u2013 und unvorhersehbaren Sekund\u00e4rfolgen f\u00fcr das ganze politische Gef\u00fcge Osteuropas. \u00dcberhaupt k\u00f6nnte sich ein alleingelassenes Europa aus der amerikanischen Umarmung befreien wollen und wieder ein geopolitischer Akteur werden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g6\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">So weit scheint der US-Pr\u00e4sident nicht zu denken. Seine Administration mutiert immer mehr zu einem Hofstaat, an dem man Bedenken besser f\u00fcr sich beh\u00e4lt \u2013 auch wenn man es besser w\u00fcsste. Die Folgen sind klar. Es geht dem Weissen Haus haupts\u00e4chlich um schnelle Resultate, um wirtschaftliche Vorteile \u2013 und am Ende d\u00fcrfte eine Scheinl\u00f6sung stehen.<\/p>\n<p>Kein gerechter Frieden m\u00f6glich<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g8\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Man kann viel von einem fairen, nachhaltigen Frieden reden; solange die Bedingungen daf\u00fcr fehlen, ist nur ein ungerechter Frieden ohne Stabilit\u00e4t m\u00f6glich. Trump hat nach Alaska die russischen Narrative vom Friedensvertrag ohne vorherigen Waffenstillstand \u00fcbernommen. Russland fordert dabei auch, dass zuerst die Ursachen des Krieges beseitigt werden m\u00fcssten. Letzteres w\u00e4re eigentlich richtig. Nur besteht das eigentliche Problem nicht darin, dass in der Ukraine Nazis an der Macht w\u00e4ren, oder wie \u00e4hnliche Pseudoargumente lauten, die der Kreml regelm\u00e4ssig vorbringt.<\/p>\n<p>Historische \u00c4ngste bis in die Gegenwart<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g10\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die zwei zentralen Gr\u00fcnde f\u00fcr den Konflikt lauten anders. Der eine findet sich in der historischen Kontinuit\u00e4t einer russischen Bedrohungsphobie, die seit Jahrhunderten ein Leitmotiv aller Kremlherrscher darstellt. Man sieht sich st\u00e4ndig bedroht, und seit Jahrzehnten stellt nach Moskauer Interpretation der Westen die grosse Gefahr dar. Wie seit je meint man, das Territorium des Reiches erweitern zu m\u00fcssen, um gen\u00fcgend Zeit und Raum f\u00fcr die Abwehr nach einem \u00dcberfall zu haben. Die Erfahrungen aus den Kriegen gegen das revolution\u00e4re Frankreich und gegen Nazideutschland haben eine lange Halbwertszeit \u2013 obwohl Russlands Atomwaffenarsenal solche Szenarien seit langem v\u00f6llig unm\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Angst vor der Demokratie<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g12\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der andere Grund ist j\u00fcngeren Datums. Es geht um den Gegensatz von Demokratie und Autokratie. Die mehr schlechte als rechte Demokratie der Ukraine war in der postsowjetischen \u00c4ra eine direkte Gefahr f\u00fcr die neue Moskauer Autokratie. Kiew gelang der Beweis, dass die Diktatur nicht die einzig m\u00f6gliche Gesellschaftsform nach dem Zusammenbruch der UdSSR war.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g13\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Dieses Vorbild stellt f\u00fcr den Kreml die eigentliche Gefahr dar. Und solange es in Russland eine Autokratie gibt, kann sich daran nichts \u00e4ndern. Zu milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen mag es deswegen nur in Ausnahmef\u00e4llen kommen. Aber bis zu dieser Schwelle verwendet Russland hemmungslos alle Mittel des hybriden Krieges \u2013 und baut die eigenen F\u00e4higkeiten in dem Bereich st\u00e4ndig aus.<\/p>\n<p>Europas falsches Selbstbild<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g15\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Ukraine kann diesen Kampf nicht allein f\u00fchren \u2013 und Europa ist unweigerlich verstrickt in diese Auseinandersetzung. Anderes gilt inzwischen vielleicht f\u00fcr die Vereinigten Staaten; Amerika schwebt mit einem Fuss \u00fcber dem Abgrund des Autoritarismus.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g16\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Europa selbst ist mit der Ausnahme der Atomwaffen und fossiler Rohstoffe in allen Bereichen st\u00e4rker als Russland. Die Schw\u00e4che des Kontinents gr\u00fcndet in einem falschen Selbstbild: Man h\u00e4lt sich f\u00fcr schwach. Hinzu kommt die Zersplitterung seiner Kr\u00e4fte, die unter dem unzeitigen Slogan nationaler Selbstbestimmung aufrechterhalten wird. Sie f\u00fchrt dazu, dass eine kleine Minderheit die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit paralysieren kann. Die Politik der Souver\u00e4nit\u00e4t vernebelt nicht nur die gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten, sondern auch die tats\u00e4chliche St\u00e4rke Europas.<\/p>\n<p>Falsche Beurteilungen, falsche Schl\u00fcsse<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g18\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Ukraine wird unter den heutigen Bedingungen, ob sie will oder nicht, de facto Territorien aufgeben m\u00fcssen. \u00abSelbstbestimmt\u00bb und doch eigentlich unter ausl\u00e4ndischem Zwang. Ob ihr das Feigenblatt einer De-iure-Ablehnung der Abtretungen bleiben wird, ist ungewiss \u2013 und beinahe gleichg\u00fcltig.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g19\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ein Waffenstillstand entlang der russischen Eroberungen ist das H\u00f6chste, was einigermassen realistisch ist. Doch auch daf\u00fcr wird es keine verl\u00e4sslichen und nachhaltigen Garantien geben. W\u00fcrde die Ukraine zum Vasallen, oder gar Teil der Russischen F\u00f6deration, kehrte Friedhofsruhe ein, so wie in ganz Russland.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g20\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wenn man es in Kiew aber schafft, demokratisch zu bleiben \u2013 trotz der Schmach eines Diktatfriedens und trotz dem darauf unweigerlich folgenden hybriden Krieg \u2013, bleibt das Land f\u00fcr die Moskauer Autokratie ein gef\u00e4hrlicher Unruheherd. Die Ukraine w\u00fcrde weiterhin vormachen, dass es f\u00fcr ehemalige Sowjetrepubliken eine demokratische Alternative zu Putin und Co. gibt. Hierin findet sich die wahre Ursache f\u00fcr den Krieg, weil es aus Moskauer Sicht die Legitimit\u00e4t der Autokratie kraft seines Beispiels infrage stellt.<\/p>\n<p>Drohende Geldnot an der Moskwa<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g22\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nicht nur die Ukraine befindet sich in einem paradoxen Zustand. Dasselbe gilt auch f\u00fcr Russland, obwohl das Gegenteil behauptet wird. Auch die Russen brauchen 2025 einen Waffenstillstand \u2013 weil Moskau das Geld f\u00fcr den Krieg ausgeht. Intern ist man sich der tickenden Uhr bewusst, doch nach aussen markiert man den starken Mann.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g23\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Russland ben\u00f6tigt einen Waffenstillstand, doch die Ukraine braucht ihn noch dringender. Trump sieht dies nicht, hilft Putin aus der Patsche und st\u00e4rkt damit einen Hauptfeind der USA. Es stimmt nicht, dass Europa allein zu schwach w\u00e4re, Putin zu einem Waffenstillstand zu zwingen. Seine einzigen Schw\u00e4chen sind sein Selbstbild und seine Uneinigkeit \u2013 weswegen es sowohl in Washington als auch in Moskau nicht ernst genommen wird. Doch es k\u00f6nnte sein, dass dem Kreml-Herrscher der Jubel ob dem Treffen in Alaska im Hals steckenblieb \u2013 als er die versammelten Europ\u00e4er im Weissen Haus aufmarschieren sah.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1j38r3k5g24\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\"><strong>Janos I.\u00a0Szirtes<\/strong> ist Politikwissenschafter und lebt in Budapest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die momentanen Friedensverhandlungen gehen an den Wurzeln des Konflikts vorbei. 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