{"id":373308,"date":"2025-08-26T01:08:12","date_gmt":"2025-08-26T01:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373308\/"},"modified":"2025-08-26T01:08:12","modified_gmt":"2025-08-26T01:08:12","slug":"premier-stellt-vertrauensfrage-steht-frankreich-vor-der-naechsten-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373308\/","title":{"rendered":"Premier stellt Vertrauensfrage: Steht Frankreich vor der n\u00e4chsten Krise?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.08.2025 00:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Frankreich beginnt das Ende der Sommerpause mit einem Paukenschlag: Premier Bayrou will im Parlament die Vertrauensfrage stellen. Er erhofft sich dadurch R\u00fcckendeckung f\u00fcr seinen Sparkurs. Doch seine Chancen stehen schlecht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/carolin-dylla-105.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Carolin Dylla\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756170492_451_carolin-dylla-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFran\u00e7ois Bayrou geht\u00a0all in\u00a0&#8211; und stellt seine eigene, politische Zukunft zur Disposition. Bei einer Pressekonferenz k\u00fcndigte der Premierminister an, am 8. September im Parlament die Vertrauensfrage zu stellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gehe darum, Klarheit zu schaffen, sagte Bayrou. Er habe deshalb den Pr\u00e4sidenten gebeten, eine Sondersitzung des Parlaments einzuberufen. &#8222;Dann werde ich nach einer Regierungserkl\u00e4rung die Vertrauensfrage stellen&#8220;, so Bayrou.\u00a0&#8222;Dabei wird es um die zentrale Frage gehen, ob eine Gefahr f\u00fcr die Nation besteht &#8211; ob wir dringend handeln m\u00fcssen &#8211; und um einen Weg, dem Unheil zu entgehen, indem wir unsere Finanzen in den Griff bekommen.&#8220;<\/p>\n<p>    Zinslast wird gr\u00f6\u00dfter Haushaltsposten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen ganzen Sommer \u00fcber hatte Bayrou angemahnt, dass Frankreich massiv sparen muss. Ungew\u00f6hnlich fr\u00fch hatte der Premier deshalb im Juli die Eckpunkte f\u00fcr den Haushalt des kommenden Jahres vorgestellt. Darin sollen rund 44 Milliarden Euro eingespart werden. Andernfalls drohe die akute \u00dcberschuldung, das Land wirtschaftlich und auch politisch handlungsunf\u00e4hig zu machen. In diesem Jahr werde die Zinslast zum gr\u00f6\u00dften Haushaltsposten, betonte Bayrou w\u00e4hrend der Pressekonferenz.\u00a0Bayrou hatte au\u00dferdem vorgeschlagen, den 8. Mai und den Ostermontag als Feiertage abzuschaffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch gegen die Haushaltspl\u00e4ne gibt es Widerstand &#8211; nicht nur politisch, sondern auch in der Zivilgesellschaft. Seit Wochen formiert sich unter dem Namen Bloquons Tout (auf Deutsch: alles blockieren) eine Bewegung, die das Land am 10. September lahmlegen will.<\/p>\n<p>    &#8222;Bayrou hat selbst sein Abschiedsdatum gew\u00e4hlt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Linksau\u00dfenpartei LFI hat sich dem angeschlossen und zum Generalstreik aufgerufen. Und nat\u00fcrlich werde die Partei der Regierung das Vertrauen entziehen, sagt LFI-Fraktionschefin Mathilde Panot. Bayrou spreche sich gewisserma\u00dfen selbst das Misstrauen aus, so die Politikerin. &#8222;Er hat sehr wohl verstanden, dass er nach der parlamentarischen Sommerpause ohnehin gest\u00fcrzt w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngesichts des Widerstands, den auch die Zivilgesellschaft angek\u00fcndigt habe, h\u00e4tte Bayrou also selbst sein Abschiedsdatum gew\u00e4hlt.\u00a0&#8222;Wir freuen uns \u00fcber diesen ersten Sieg des Protestes und werden f\u00fcr den Sturz des Premierministers und der Regierung stimmen&#8220;, so Panot.<\/p>\n<p>    Macron ist das eigentliche Ziel der Opposition<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die Fraktionen der Gr\u00fcnen und der Kommunisten, die mit der LFI zur sogenannten Neuen Volksfront, dem Linksb\u00fcndnis im Parlament, geh\u00f6ren, haben angek\u00fcndigt, Bayrou das Vertrauen zu entziehen. Ebenso der rechtsradikale Rassemblement National (RN).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nThomas M\u00e9nag\u00e9 ist Sprecher der RN-Fraktion in der Nationalversammlung und sagte im Sender France Info: &#8222;Er wei\u00df, dass eine Vertrauensfrage dazu da ist, um sich einer Mehrheit zu versichern. Die hat Fran\u00e7ois Bayrou weder in der Nationalversammlung, noch im Land. Es w\u00e4re ein Verrat an unseren W\u00e4hlern, dieser Regierung das Vertrauen auszusprechen.&#8220; Deshalb werde Bayrou wahrscheinlich gehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei ist das Ziel &#8211; sowohl des RN als auch das von LFI &#8211; nicht Fran\u00e7ois Bayrou, sondern Emmanuel Macron. Indem sie Regierung um Regierung st\u00fcrzen, wollen beide Parteien den Pr\u00e4sidenten zum R\u00fccktritt dr\u00e4ngen und vorgezogene Pr\u00e4sidentschaftswahlen erzwingen.<\/p>\n<p>    Kampf gegen &#8222;ungerechtesten aller Haushaltsentw\u00fcrfe&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinmal mehr kommt es also auf die Sozialisten an. F\u00fcr sie ist die Situation eine Zwickm\u00fchle: Denn entweder sichern sie das politische \u00dcberleben einer unbeliebten Regierung und vertiefen die Risse im linken Lager. Oder sie bringen Bayrou gemeinsam mit der extremen Rechten zu Fall &#8211; und st\u00fcrzen damit das Land m\u00f6glicherweise ins Chaos.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Parteichef der Sozialisten, Olivier Faure, lie\u00df im Fernsehsender TF1 allerdings wenig Zweifel am Abstimmungsverhalten: &#8222;Nein, die Sozialisten werden Fran\u00e7ois Bayrou nicht das Vertrauen aussprechen.\u00a0Das wei\u00df er sehr gut &#8211; und er hat eine Entscheidung getroffen: n\u00e4mlich zu gehen.&#8220;\u00a0Bayrou habe einen Haushalt vorgelegt, den niemand unterst\u00fctzen k\u00f6nne: weder das Parlament noch die Gesellschaft oder die Gewerkschaften, so Faure. &#8222;Wie k\u00f6nnen Sie auch nur denken, dass wir &#8211; wenn es um den ungerechtesten aller Haushaltsentw\u00fcrfe geht &#8211; eine Mehrheit st\u00fctzen, gegen die wir politisch k\u00e4mpfen?&#8220;<\/p>\n<p>    Wer soll Frankreich noch regieren?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd so d\u00fcrfte es f\u00fcr den Premierminister und seine Regierung eng werden, sehr eng sogar. Die Verantwortung liege nun bei den Abgeordneten, so Bayrou. Am 8. September habe das Parlament die Entscheidung in der Hand &#8211; und jeder sei vor den Franzosen verantwortlich, sagte Bayrou bei der Pressekonferenz. Das gr\u00f6\u00dfte Risiko sei es, nichts zu tun.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollten er und seine Regierung st\u00fcrzen, stellt sich allerdings die Frage, wer Frankreich &#8211; mit der aktuellen Zusammensetzung des Parlaments &#8211; \u00fcberhaupt noch regieren kann. Und ob Pr\u00e4sident Macron die Nationalversammlung ein weiteres Mal aufl\u00f6sen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.08.2025 00:06 Uhr In Frankreich beginnt das Ende der Sommerpause mit einem Paukenschlag: Premier Bayrou will im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":373309,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[81670,156,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-373308","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bayrou","9":"tag-frankreich","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115092397006503759","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=373308"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373308\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/373309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=373308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=373308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=373308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}