{"id":373695,"date":"2025-08-26T04:53:15","date_gmt":"2025-08-26T04:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373695\/"},"modified":"2025-08-26T04:53:15","modified_gmt":"2025-08-26T04:53:15","slug":"lieferando-lieferdienst-streikt-am-mittwoch-und-donnerstag-in-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/373695\/","title":{"rendered":"Lieferando: Lieferdienst streikt am Mittwoch und Donnerstag in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer am Mittwoch oder Donnerstag \u00fcber den Lieferdienst Lieferando Essen nach Hause bestellen will, k\u00f6nnte l\u00e4nger warten als sonst. Das zumindest prognostiziert Marc Kissinger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) der Region K\u00f6ln, die Lieferando-Fahrer zum 48-Stunden-Streik aufgerufen hat. K\u00f6ln, Leverkusen und Bonn sind nicht die einzigen Orte, in denen gestreikt wird. Zuletzt sind die Besch\u00e4ftigten in weiteren deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten\u00a0in den Ausstand getreten, darunter Dortmund, Hamburg und Hannover. Dort sei es zu Lieferschwierigkeiten gekommen, so Kissinger.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Lieferando hingegen geht davon aus, dass Kundinnen und Kunden auch w\u00e4hrend des Streiks einschr\u00e4nkungsfrei bestellen k\u00f6nnen.\u00a0\u201eDie mit Abstand meisten Lieferando-Bestellungen werden von Restaurants selbst ausgeliefert, mittels ihrer eigenen Fahrer. Unabh\u00e4ngig davon haben wir unsere Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die betroffenen Schichten erh\u00f6ht\u201c, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Er rechne damit, dass dem Aufruf der Gewerkschaft nur wenige folgen werden. \u201eDie meisten sch\u00e4tzen ihre im Markt einzigartig abgesicherten Arbeitsbedingungen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"3000\" alt=\"Marc Kissinger ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten f\u00fcr die Region K\u00f6ln.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/11e55f71-5ac0-449b-93d4-b6356dee1482.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Marc Kissinger ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten f\u00fcr die Region K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Janne Ahrenhold<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Lieferando ist der \u00e4lteste und bekannteste Lieferdienst auf dem deutschen Markt. Die Firma wurde 2009 gegr\u00fcndet und geh\u00f6rt seit 2014 zur Mutterfirma \u201eJust Eat Takeaway\u201c aus den Niederlanden, die 2019 Delivery Hero (hierzulande Lieferheld) und die dazugeh\u00f6rigen Marken Foodora und Pizza.de gekauft hat.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Branche steht unter Druck: Zu Zeiten der Pandemie erlebten Lieferdienste wie Lieferando und Delivery Hero einen regelrechten Boom. Seitdem die Kundschaft aber wieder uneingeschr\u00e4nkt ins Restaurant gehen darf, streiten sich die Anbieter um Marktanteile.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Lieferdienste Getir und Gorillas haben den deutschen Markt l\u00e4ngst verlassen, und auch die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway k\u00f6nnte bald gekauft werden. Im Februar wurde bekannt, dass sich der Delivery-Hero-Gro\u00dfaktion\u00e4r Prosus die Lieferando-Mutter in einem Milliardendeal einverleiben will. Insgesamt w\u00fcrde die \u00dcbernahme Prosus 4,1 Milliarden Euro kosten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Wo liegt das Problem?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Immer wieder gibt es Berichte \u00fcber schlechte Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten, etwa wegen fragw\u00fcrdiger \u00dcberwachung, undurchsichtiger Bonus-Systeme oder dubioser Bargeld\u00fcbergaben. Vor allem Subunternehmer stehen in der Kritik: Ihnen werden mitunter lange Arbeitszeiten und geringe L\u00f6hne f\u00fcr Besch\u00e4ftigte vorgeworfen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die EU versucht mit der Plattformrichtlinie gegenzusteuern: Demnach sollen Plattformunternehmen wie eben Lieferando f\u00fcr Nachunternehmer haften und Besch\u00e4ftigte automatisch als fest angestellt gelten, wenn bestimmte Kriterien erf\u00fcllt sind. Bis 2026 soll die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"9\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">W\u00e4hrend Lieferando in einem Statement die Richtlinie als einen wichtigen Schritt zur Kl\u00e4rung des Besch\u00e4ftigungsstatus sowie angeglichenen Wettbewerbsbedingungen begr\u00fc\u00dft, vermutet die Gewerkschaft\u00a0NGG, dass Lieferando mit seinem Vorgehen der EU-Plattformrichtlinie ausweichen will. Lieferando hat n\u00e4mlich j\u00fcngst bekanntgegeben, einen Teil der Auftr\u00e4ge an Drittanbieter zu verlagern und infolgedessen rund 2000 Festangestellte zu entlassen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Warum hat die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die NGG\u00a0k\u00e4mpft bereits seit l\u00e4ngerem f\u00fcr Tarifvertr\u00e4ge und einen Mindestlohn von 15 Euro pro Stunde f\u00fcr Lieferando-Besch\u00e4ftigte. Derzeit verdienen die Festangestellten, rund 9000 sind das in ganz Deutschland, den Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Hinzu kommen Bonuszahlungen: 25 Cent extra pro Lieferung bis zur 100. Fahrt im Monat, einen Euro extra bis zur 200. Fahrt und zwei Euro zus\u00e4tzlich ab der 200. Fahrt. \u201eDa kommen schonmal 200 bis 400 Euro im Monat zusammen, je nach Auftragslage\u201c, berichtet eine langj\u00e4hrige Mitarbeiterin. Damit planen k\u00f6nnen allerdings nur Voll- und Teilzeitkr\u00e4fte. Minijobber h\u00e4tten kaum eine Chance auf solche Extra-Zahlungen. Au\u00dferdem sorge das Anreizsystem f\u00fcr Gefahren im Verkehr: Kuriere, die zu schnell unterwegs sind oder rote Ampeln \u00fcberfahren. Autokuriere m\u00fcssten deshalb bereits darauf verzichten.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Auch, um faire Bedingungen zu schaffen, fordert die Gewerkschaft eine Gehaltserh\u00f6hung. Hinzu sollen unter anderem Nacht- und Kilometerzuschl\u00e4ge und ein Versicherungsschutz kommen.\u00a0\u201eWir brauchen diese Tarifvertr\u00e4ge, damit der Wettbewerb nicht auf Basis schlechtester Arbeitsbedingungen basiert und die Mindeststandards erf\u00fcllt werden\u201c, so der NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer aus K\u00f6ln. Lieferando allerdings lehne Gespr\u00e4che mit der Gewerkschaft kategorisch ab, wirft Kissinger dem Unternehmen vor.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"3000\" alt=\"Fabian Schmitz tr\u00e4gt eine orange Weste von Lieferando und l\u00e4chelt in die Kamera.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ae048ed0-9987-4ea6-baa2-6fd38417ab4c.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Fabian Schmitz war selbst Fahrer bei Lieferando und sitzt nun in der Tarifkommission.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Janne Ahrenhold<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Der Lieferdienst hingegen verweist darauf, dass er Direkteinstellungen etabliert habe und so bereits eine Ausnahmestellung in der Branche einnehme. Bei Wolt und Uber etwa arbeiten die Fahrerinnen und Fahrer laut Kissinger auf selbstst\u00e4ndiger Basis. \u201eEin Insel-Tarifvertrag w\u00fcrde die ohnehin schon grundlegenden Wettbewerbsunterschiede weiter versch\u00e4rfen\u201c und sei\u201eim gegebenen Marktumfeld unrealistischer denn je\u201c, best\u00e4tigt Lieferando seine\u00a0Haltung gegen\u00fcber Verhandlungen mit der NGG.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Gibt es weitere Forderungen?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"17\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Mit dem Streik protestieren die Besch\u00e4ftigten auch gegen die bundesweite Reduzierung der Flotte um 20 Prozent. Zugunsten einer Auftragsverlagerung d\u00fcrften \u201eab Ende des Jahres in diesem Zuge bis zu 2000 Fahrer entlassen werden\u201c, schreibt Lieferando. Bei der Auslieferung wolle man st\u00e4rker mit lokalen Drittfirmen zusammenarbeiten.\u00a0Die von Entlassungen betroffenen Fahrer w\u00fcrden \u201emit einem Sozialplan unterst\u00fctzt\u201c, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die NGG hat Lieferando zus\u00e4tzlich zu Verhandlungen \u00fcber einen Sozialtarif aufgefordert. Damit will die Gewerkschaft einen Interessenausgleich zwischen dem Arbeitgeber und Betriebsrat f\u00fcr die von den angek\u00fcndigten Entlassungen betroffenen Besch\u00e4ftigten verhandeln. An vielen Orten fehlen diese Gremien jedoch und damit auch die M\u00f6glichkeit, betriebsinterne Regelungen zum Umgang mit den Entlassungen zu verhandeln, kritisiert die NGG.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eEs hat den Eindruck\u201c, sagt Semih Yalcin, Gesamtbetriebsratsmitglied aus K\u00f6ln, \u201edass die Konzernspitze die Schnauze voll hat von Festangestellten, Betriebsr\u00e4ten und der NGG\u201c.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"3000\" alt=\"Der K\u00f6lner Semih Yalcin ist Gesamtbetreibsratsmitglied bei Lieferando.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/6fd2acd5-34cc-4ac6-a15d-acc4a3f362aa.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Der K\u00f6lner Semih Yalcin ist Gesamtbetreibsratsmitglied bei Lieferando.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Janne Ahrenhold<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"21\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Was bedeutet das f\u00fcr die Region rund um K\u00f6ln und die Besch\u00e4ftigten vor Ort?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"22\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">In K\u00f6ln sind rund 370 Besch\u00e4ftigte fest bei Lieferando angestellt, in Bonn sind es etwa 125, in Leverkusen knapp \u00fcber 20 Mitarbeitende, berichtet Lara Wieland, Mitglied des K\u00f6lner Betriebsrats von Lieferando.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"23\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer genau von den K\u00fcndigungen betroffen sein wird, habe Lieferando noch nicht offiziell kommuniziert. \u201eWir wissen, dass einige Fahrer E-Mails vom Unternehmen erhalten haben\u201c Darin steht: \u201eWir werden das Liefergebiet schlie\u00dfen.\u201c Daraus lasse sich ableiten, dass das Unternehmen wohl seine Mitarbeitenden aus Bonn und Leverkusen abziehen lassen wolle.\u00a0\u201eEs soll weiterhin die M\u00f6glichkeit geben, \u00fcber die Plattform zu bestellen, allerdings wird die Auslieferung dann nicht mehr von einem Besch\u00e4ftigten erfolgen, der einen Arbeitsvertrag mit der Takeaway Express hat\u201c, erkl\u00e4rt Kissinger. Subunternehmer sollen stattdessen die Logistik \u00fcbernehmen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"24\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eIn K\u00f6ln habe ich von solchen Nachrichten an die Besch\u00e4ftigten bislang noch nichts geh\u00f6rt\u201c, sagt Kissinger. Allerdings stehe die Vermutung im Raum, dass das Unternehmen wie in \u00d6sterreich oder Frankreich g\u00e4nzlich ohne angestellte Kuriere plane \u2013 also auch K\u00f6lner Mitarbeitende mittelfristig von einer Umstrukturierung betroffen sein k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"25\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dieser Darstellung widerspricht das Unternehmen auf Anfrage des \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c. \u201eWir erg\u00e4nzen unsere konzerneigene Logistik lediglich punktuell durch ein Netzwerk lokaler Logistikpartner. Auf absehbare Zeit d\u00fcrften diese gerade einmal f\u00fcnf Prozent aller Lieferando-Bestellungen \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"26\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Warum sind Sub-Unternehmen problematisch?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"27\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die NGG warnt im Zusammenhang der Ausweitung von Schattenflotten vor \u201edubiosen Sub- und Sub-Sub-Unternehmen\u201c. Die Kritik: Festangestellte Besch\u00e4ftigte werden gek\u00fcndigt und zu schlechteren Bedingungen wieder angestellt. Es drohe \u201eein System\u00a0aus Scheinselbstst\u00e4ndigkeit, Abh\u00e4ngigkeit und Ausbeutung\u201c, sagt Fabian Schmitz, Mitglied der Tarifkommission und langj\u00e4hriger Kurier aus K\u00f6ln.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"28\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Gewerkschaft fordert deshalb, die Vergabe von Kurierdienstleistungen an Sub-Unternehmen auszusetzen und vorhandene Strukturen zur\u00fcckzubauen. Lieferando verweist im Gegenzug darauf, dass die\u00a0Drittanbieterlogistik l\u00e4ngst Branchenstandard sei und \u201eFlexibilit\u00e4t, Effizienz und Skalierbarkeit unseres Lieferservices\u201c st\u00e4rken w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"29\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Wie verdient Lieferando Geld?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"30\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Anders als der Name vermuten l\u00e4sst, ist nicht das Liefern selbst das Kerngesch\u00e4ft von Lieferando, sondern die Firma verdient Geld, indem sie ihre Plattform f\u00fcr Gastronomiebetriebe bereitstellt. Die profitieren zwar von der Sichtbarkeit und den eingehenden Bestellungen, m\u00fcssen aber daf\u00fcr zahlen, wenn sie den Service nutzen. 14 Prozent pro Gericht fallen an,\u00a0wenn die Restaurants Lieferando als Bestellannahme-Tool nutzen und mit eigenen Kurieren arbeiten, um die 30 Prozent, wenn sie zus\u00e4tzlich auf Fahrer von Lieferando setzen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"31\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\"><b>Wie sind die Arbeitsbedingungen in der Branche?<\/b><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"32\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wie eine aktuelle Studie des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkts- und Berufsforschung zeigt, gibt es bei Lieferservice-Jobs eine hohe Fluktuation. Ein Lieferkurier ist demnach selten l\u00e4nger als ein Jahr besch\u00e4ftigt, die Mehrheit k\u00fcndigt selbst. 61 Prozent derjenigen, die gek\u00fcndigt haben, geben an, dass der Job nur als vor\u00fcbergehende T\u00e4tigkeit geplant war. Meistens seien die Gr\u00fcnde dar\u00fcber hinaus eine geringe Entlohnung (44 Prozent) und unangenehme Arbeitsbedingungen (41 Prozent).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/freizeit\/restaurants\/lieferdienste-koeln-restaurants-zahlen-hohe-gebuehren-an-lieferando-wolt-und-uber-eats-687776\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" aria-label=\"\" tabindex=\"-1\" data-v-d81621e6=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2667\" alt=\"Ein Fahrer des Lieferdienstes Lieferando.de von hinten auf der Stra\u00dfe\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2028dca2-5f82-404b-a6d4-8ef6734adaf1.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"34\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Betriebsratsmitglied Semih Yalcin weist auf ein anderes Merkmal hin: Ihm zufolge werden gezielt migrantische Arbeitskr\u00e4fte angestellt. \u201eIn Deutschland sind das 90 Prozent der Besch\u00e4ftigten. Diese Leute kennen ihre Rechte nicht. Die wissen nicht, was hier abgeht und jetzt sind sie betroffen von Massenentlassungen und Schlie\u00dfungen des Standorts.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer am Mittwoch oder Donnerstag \u00fcber den Lieferdienst Lieferando Essen nach Hause bestellen will, k\u00f6nnte l\u00e4nger warten als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":373696,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-373695","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115093281579675478","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=373695"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373695\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/373696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=373695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=373695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=373695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}