{"id":3740,"date":"2025-04-03T02:33:23","date_gmt":"2025-04-03T02:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3740\/"},"modified":"2025-04-03T02:33:23","modified_gmt":"2025-04-03T02:33:23","slug":"pete-townshend-bewundert-queen-kritisiert-die-rolling-stones","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3740\/","title":{"rendered":"Pete Townshend bewundert Queen, kritisiert die Rolling Stones"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/71c2b03d1e64430fa096b159800d99d5.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Die Kollegen des amerikanischen ROLLING STONE <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/interview-pete-townshend-gibt-sich-noch-zehn-jahre-2943343\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">haben Pete Townshend zum gro\u00dfen Interview getroffen. Der The-Who-Gitarrist sprach mit Andy Greene \u00fcber seine Werkschau \u201eThe Studio Albums\u201c<\/a> und \u00fcber die Geschichte der Who.<\/p>\n<p>\u201eObwohl es sich hier um eine Sammlung von Solosongs handelt, h\u00e4tten sie meiner Meinung nach alle Who-Songs sein k\u00f6nnen\u201c, sagt Pete Townshend \u00fcber die Compilation. \u201eLasst uns nicht in die Falle tappen, dass ich Songs vor den Who zur\u00fcckgehalten h\u00e4tte. Das habe ich nie getan. Ich habe einfach nur Songs geschrieben.\u201c<\/p>\n<p>Es ist ein intensives Gespr\u00e4ch \u00fcber die Geschichte von The Who und den Solojahren Pete Townshends. Dabei geht es nat\u00fcrlich auch um Vers\u00e4umnisse in einer rund 60 Jahre andauernden Karriere.<\/p>\n<p>\u201eThe Who haben den Stadium Rock erfunden. Wir haben ihn weggegeben\u201c<\/p>\n<p>Es klingt ein wenig Entt\u00e4uschung durch, als Pete Townshend auf Stadionbands wie U2 oder Queen zu sprechen kommt. The Who h\u00e4tten \u201edie Vorarbeit\u201c daf\u00fcr geleistet. Aber wurden daf\u00fcr nicht mit entsprechendem Erfolg belohnt.<\/p>\n<p>Andy Greene fragt: \u201eIn den neuen Liner Notes zum Box-Set, die Du geschrieben hast, hei\u00dft es: \u201aIch habe die Stadionb\u00fchne an Queen und U2 und nat\u00fcrlich an Bruce Springsteen abgegeben. Das war nicht schlecht. Aber wir h\u00e4tten Teil dieser Wiederbelebung des Post-Punk-Erbes sein sollen, die diese Acts genossen haben?\u2018 K\u00f6nnen Sie das n\u00e4her erl\u00e4utern?<\/p>\n<p>Pete Townshend holt aus: \u201eThe Who haben den Stadium Rock erfunden. Wir haben ihn weggegeben. Unser Timing war schrecklich. Als wir Live Aid machten, konnten wir kaum spielen. Queen war mitten auf Tour. Ging da raus. Nahm das Ganze und machte daraus eine Werbung f\u00fcr sich selbst.\u201c<\/p>\n<p>Dann sagt Townshend, er h\u00e4tte sich mit der Band von Freddie Mercury und Kollegen nie richtig auseinandergesetzt:<\/p>\n<p>\u201eIch habe nie wirklich gew\u00fcrdigt, worum es bei Queen ging, um ehrlich zu sein. Ich mochte ABBA. Aber ich habe es nicht wirklich mit der unbeschwerten Pop-Vielfalt des Queen-Katalogs in Verbindung gebracht. Ich bin nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer Fan von Bruce und ein gro\u00dfer Fan von U2. Und sehr froh zu sehen, wie sie das Stadion erobert haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe dieses Instrument weggegeben\u201c<\/p>\n<p>Und weiter: \u201eAber mit Songs wie \u201aWon\u2019t Get Fooled Again\u2018 und \u201aBaba O\u2019Riley\u2018 habe ich es verdammt nochmal geschafft. Keine Frage. Und ich habe dieses Instrument weggegeben. Aber es w\u00e4re falsch zu sagen, dass ich es bereue, denn das tue ich nicht. Ich muss zur\u00fcckblicken und sagen: \u201aNun, was ist, ist.\u2018 Aber was uns allen wirklich zu schaffen machte, war die finanzielle Seite. Denn in diesem Moment spielten die gro\u00dfen Acts nicht mehr in Clubs wie dem Fillmore und gelegentlichen Arenen. Sondern in durchweg riesigen Veranstaltungsorten.<\/p>\n<p>Und dennoch seien The Who einer der ersten Acts gewesen, die ein Stadion buchen konnte:<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich waren wir nicht die Einzigen. Wir hatten wirklich gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass wir 1976 in Anaheim unseren ersten gro\u00dfen Stadionauftritt hatten. Das Schockierende war, dass niemand jemals daran gedacht hatte, so etwas mit jemandem zu machen. Man h\u00e4tte es mit Grateful Dead machen k\u00f6nnen. Man h\u00e4tte es mit einer ganzen Reihe anderer Acts machen k\u00f6nnen. Aber niemand kam auf die Idee. Niemand dachte, dass es eine Band gibt, die die Aufmerksamkeit eines Football-, Fu\u00dfball- oder Eishockeystadions auf sich ziehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>ROLLING-STONE-Redakteur Andy Greene bringt dann die Rolling Stones und Led Zeppelin ins Spiel. Beides Bands, die heute einen gr\u00f6\u00dferen Erfolg genie\u00dfen als The Who.<\/p>\n<p>\u201eWarum verleugnen die Rolling Stones manche Alben?\u201c<\/p>\n<p>Greene: \u201eAls ich in den 1990er Jahren ein Teenager war, hatte ich das Gef\u00fchl, dass The Who oft in einem Atemzug mit den Beatles, den Stones und Led Zeppelin genannt wurden. Ich habe das Gef\u00fchl, dass das nicht mehr der Fall ist. Dass junge Leute eure Arbeit nicht mehr so gut kennen wie fr\u00fcher. Stimmt das?\u201c<\/p>\n<p>Townshend sagt, er vermisse die Anerkennung nicht. Aber im Gegensatz zu Musikkollegen stehe er zu allem, was The Who je auf den Markt brachten: \u201eIch glaube, Sie haben recht. Ich glaube, das ist nicht der Fall. Und nein, es ist mir nicht wirklich wichtig. Ich glaube, weil wir es jetzt mit Mythologie zu tun haben, die tats\u00e4chlich von den sozialen Medien und dem Streaming gen\u00e4hrt wird. Es ist eine inhaltsleere Welt. Die Stones helfen sich nicht wirklich selbst, oder? Ich finde, sie haben so viele wirklich interessante Alben gemacht, die sie in gewisser Weise verleugnet haben.<\/p>\n<p>Ich denke, dass es keine gute Idee ist, als legend\u00e4re Band Alben zu verleugnen.Mein Lieblingsalbum der Stones ist immer noch \u201eAftermath\u201c. Brian Jones war noch quicklebendig und hatte Ideen. Es f\u00fchlte sich f\u00fcr mich so an, als w\u00e4ren sie in einem unglaublich interessanten kreativen Raum einer Kunstschule. Ein bisschen hippiem\u00e4\u00dfig. Aber interessant. Die Beatles hielten einfach nicht lange genug durch.<\/p>\n<p>Aber hier beginnen und enden die Mythen<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend bringt Pete Townshend seine Bewunderung f\u00fcr Brian Wilson zum Ausdruck:<\/p>\n<p>\u201eUnd dasselbe passierte mit den Beach Boys. Nachdem die Beach Boys Pet Sounds aufgenommen hatten, konnte man mit Brian Wilson ein Gespr\u00e4ch f\u00fchren: \u201eKomm schon, Brian. Warum hast du kein weiteres Pet Sounds gemacht? Was ist passiert, Mann?\u201c \u201eWas tats\u00e4chlich passiert ist, ist, dass ich verdammt verr\u00fcckt geworden bin, das ist passiert!\u201c<\/p>\n<p>Ich frage mich, ob Kinder, die Jimmy Page f\u00fcr den besten Gitarristen der Welt halten, \u201ePet Sounds\u201c geh\u00f6rt haben? Nicht, dass es etwas mit dem Gitarrenspiel zu tun h\u00e4tte. Aber hier beginnen und enden die Mythen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Die Kollegen des amerikanischen ROLLING STONE haben Pete Townshend zum gro\u00dfen Interview getroffen. 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