{"id":374017,"date":"2025-08-26T08:01:17","date_gmt":"2025-08-26T08:01:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374017\/"},"modified":"2025-08-26T08:01:17","modified_gmt":"2025-08-26T08:01:17","slug":"krise-in-der-deutschen-autoindustrie-ueber-50-000-jobs-sind-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374017\/","title":{"rendered":"Krise in der deutschen Autoindustrie: \u00dcber 50.000 Jobs sind weg"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.08.2025 09:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die deutsche Autoindustrie baut in der Krise massiv Stellen ab. Laut einer Studie sind in einem Jahr mehr als 50.000 Jobs verloren gegangen &#8211; so viele wie in keiner anderen Branche.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie deutsche Industrie steckt tief in der Krise &#8211; und besonders hart trifft es die Autobranche. Innerhalb eines Jahres sind dort rund 51.500 Stellen verloren gegangen, das entspricht fast sieben Prozent der Arbeitspl\u00e4tze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY, die auf Daten des Statistischen Bundesamts basiert. Keine andere Branche hat so viele Jobs abgebaut.<\/p>\n<p>    Sinkende Ums\u00e4tze &#8211; nicht nur in der Autobranche<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsgesamt waren zum 30. Juni rund 5,42 Millionen Menschen in der deutschen Industrie besch\u00e4ftigt &#8211; 114.000 weniger als vor einem Jahr. Binnen zw\u00f6lf Monaten wurden damit 2,1 Prozent der Jobs gestrichen. Seit 2019, also dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, sind sogar etwa 245.000 Jobs verschwunden. Das entspricht einem R\u00fcckgang von 4,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Stellenstreichungen spiegeln die schwierigen Gesch\u00e4ftsbedingungen wider: Im zweiten Quartal schrumpften die Ums\u00e4tze in der Industrie um 2,1 Prozent &#8211; es war das achte Minus in Folge. Bis auf die Elektroindustrie verbuchten alle Branchen R\u00fcckg\u00e4nge, wie EY feststellte.<\/p>\n<p>    &#8222;Massive Gewinneinbr\u00fcche&#8220; und Sparprogramme<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Autobranche belief sich das Umsatzminus auf 1,6 Prozent. Die Autobauer leiden unter Absatzflauten, starker Konkurrenz aus China und dem teuren Umstieg auf Elektromobilit\u00e4t. Hinzu kommen hohe Energiepreise, B\u00fcrokratie und der Zollstreit mit den USA, der deutsche Exporte verteuert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHersteller wie Mercedes-Benz, VW oder Zulieferer wie Bosch und Continental haben bereits Sparprogramme angek\u00fcndigt. Porsche will seine Batterietochter Cellforce weitgehend einstellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Massive Gewinneinbr\u00fcche, \u00dcberkapazit\u00e4ten und schw\u00e4chelnde Auslandsm\u00e4rkte machen einen deutlichen Stellenabbau unumg\u00e4nglich &#8211; gerade in Deutschland, wo Management-, Verwaltungs- und F&amp;E-Funktionen angesiedelt sind&#8220;, sagt EY-Experte Jan Brorhilker. F&amp;E steht f\u00fcr Forschung und Entwicklung.<\/p>\n<p>    Kommt es zur &#8222;Deindustrialisierung&#8220; Deutschlands?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei sind auch andere Industriezweige von Stellenstreichungen betroffen: Im Maschinenbau fielen mehr als 17.000 Stellen weg, in der Metallerzeugung gut 12.000. Kaum Jobs gingen dagegen in der Chemie- und Pharmabranche verloren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterm Strich leidet die deutsche Industrie unter teurer Energie, B\u00fcrokratie und einer schwachen Binnennachfrage. Zuletzt kam noch der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/us-zoelle-108.html\" title=\"Wie Autohersteller auf Trumps Z\u00f6lle reagieren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zollstreit mit den USA als Belastungsfakto<\/a>r hinzu. &#8222;Der massive R\u00fcckgang der Exporte in Richtung USA hat die deutsche Industrie zuletzt empfindlich getroffen&#8220;, so Brorhilker.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese Entwicklungen werfen eine grunds\u00e4tzliche Standortfrage auf. Kritiker sprechen bereits von einer &#8222;Deindustrialisierung&#8220; Deutschlands. Dabei ist die Besch\u00e4ftigung in der Industrie in einer l\u00e4ngeren Betrachtung sogar noch gewachsen: Ende 2024 lag sie laut Statistischem Bundesamt um 3,5 Prozent oder 185.000 Menschen h\u00f6her als 2014.<\/p>\n<p>    Harte Zeiten f\u00fcr Ingenieure<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBrorhilker erwartet, dass sich der Abw\u00e4rtstrend bei den Industriejobs fortsetzt, da sich Sparprogramme verz\u00f6gert in der Statistik zeigen. Das seien schlechte Nachrichten f\u00fcr Schul- oder Hochschulabsolventen. &#8222;Die Automobilindustrie und der Maschinenbau stellen heute deutlich weniger junge Menschen ein als in den vergangenen Jahren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Arbeitsmarkt etwa f\u00fcr junge Ingenieure werde ungem\u00fctlich, viele d\u00fcrften sich neu orientieren m\u00fcssen. &#8222;Wir werden eine steigende Arbeitslosigkeit bei Hochschulabsolventen sehen &#8211; etwas, was es in Deutschland lange nicht gab.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.08.2025 09:14 Uhr Die deutsche Autoindustrie baut in der Krise massiv Stellen ab. Laut einer Studie sind&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":374018,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[620,743,175,170,169,29,30,54,3586,171,174,100472,173,172],"class_list":{"0":"post-374017","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-arbeitsmarkt","9":"tag-autobranche","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-industrie","16":"tag-jobs","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-stellenstreichungen","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115094020958831552","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=374017"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374017\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/374018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=374017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=374017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=374017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}