{"id":374142,"date":"2025-08-26T09:13:10","date_gmt":"2025-08-26T09:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374142\/"},"modified":"2025-08-26T09:13:10","modified_gmt":"2025-08-26T09:13:10","slug":"raubkunst-ueberm-sofa-wirbel-um-verraeterische-immobilienanzeige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374142\/","title":{"rendered":"Raubkunst \u00fcberm Sofa \u2013 Wirbel um verr\u00e4terische Immobilienanzeige"},"content":{"rendered":"<p>        Argentinien<br \/>\n      Nazi-Raubkunst \u00fcberm Sofa \u2013 Wirbel um verr\u00e4terische Immobilienanzeige<\/p>\n<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>In Argentinien erregt ein Immobilien-Inserat Aufsehen: Nicht wegen des Hauses, das verkauft werden soll. \u00dcber dem Sofa haben Beobachter offenbar Nazi-Raubkunst entdeckt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wer sein Haus m\u00f6glichst gewinnbringend verkaufen will, setzt es mit sch\u00f6nen Fotos in Szene: vielleicht mit Aufnahmen der modernen K\u00fcche, des bl\u00fchenden Gartens oder des gem\u00fctlichen Wohnzimmers.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">In <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/sport\/fussball\/themen\/argentinien-4155006.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Argentinien<\/a> erregt jetzt ein solches Inserat internationale Aufmerksamkeit \u2013 und zwar wegen eines Gem\u00e4ldes auf einem Foto in der Annonce. In dem Haus in der K\u00fcstenstadt Mar del Plata soll \u00fcber einem Sofa ein uraltes, historisches Gem\u00e4lde zu sehen sein, das Beobachter als Nazi-Raubkunst identifiziert haben wollen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Dabei handele es sich um das Bildnis einer italienischen Gr\u00e4fin des Malers Giuseppe Ghislandi (1655-1743), berichtet die niederl\u00e4ndische Zeitung &#8222;Algemeen Dagblad&#8220;, die seit L\u00e4ngerem umfangreich zu Werken aus dem Besitz des niederl\u00e4ndisch-j\u00fcdischen Kunsth\u00e4ndlers Jacques Goudstikker recherchiert.\u00a0<\/p>\n<p>  &#8222;Portrait of a Woman&#8220; z\u00e4hlt zu den verschollenen Werken der Nazi-Raubkunst<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Goudstikker kam 1940 auf der Flucht vor den Nazis ums Leben. Mehr als 780 Werke aus seinem Besitz sollen sich Gr\u00f6\u00dfen des NS-Regimes angeeignet haben, darunter auch das &#8222;Portrait of a Woman&#8220;, das die Gr\u00e4fin Cecilia Colleoni zeigen soll. Der Wert dieses Bildes ist unbekannt. Jedoch sind Werke des K\u00fcnstlers in bedeutenden Museen ausgestellt, darunter im Metropolitan Museum of Art in New York.\u00a0<\/p>\n<p>    30. Januar 2007,19:11<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/video-fallback-image.png\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"stern Logo\" title=\"Raubkunst: stern Logo\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/kunst\/raubkunst--deutschland-ruiniert-sein-ansehen--3360506.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Raubkunst<\/p>\n<p>                    &#8222;Deutschland ruiniert sein Ansehen&#8220;<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der Verbleib von Nazi-<a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/kunst\/themen\/raubkunst-4190002.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Raubkunst<\/a> ist auch heute noch ein aktuelles Thema. In der Zeit zwischen 1933 und 1945 wechselten zehntausende solcher Werke unrechtm\u00e4\u00dfig die Besitzer: Dabei wurden Verfolgte des Nazi-Regimes enteignet, vor allem Juden. Die Kunstwerke wurden dann zu teils absurd niedrigen Preisen an Akteure des Regimes verkauft. Der wohl prominenteste Kunstsammler aus der Zeit war Adolf Hitlers Luftfahrtminister Hermann G\u00f6ring, dessen Sammlung heute im Deutschen Historischen Museum dokumentiert ist.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Im Falle des jetzt m\u00f6glicherweise in S\u00fcdamerika entdeckten Bildes soll es sich um Raubkunst handeln, die Friedrich Kadgien an sich gebracht haben soll, einer der Finanzfachleute im Umkreis von Hitler, der auch f\u00fcr die Verwaltung j\u00fcdischen Verm\u00f6gens zust\u00e4ndig war.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Journalisten des &#8222;Algemeen Dagblad&#8220; vermuteten schon l\u00e4nger, dass das jetzt entdeckte Gem\u00e4lde bei Kadgiens Nachfahren in Argentinien zu finden sein k\u00f6nnte. Ihnen half jetzt \u2013 so die Schilderung \u2013 ein unglaublicher Zufall: Denn sie entdeckten ein &#8222;Zu-verkaufen-Schild&#8220; an einer Villa der Nachfahren und suchten im Internet die entsprechende Immobilen-Annonce. Und dort sei das Gem\u00e4lde zu sehen gewesen \u2013 \u00fcber einem Sofa. Kontaktversuche zu den Bewohnern des Hauses seien gescheitert, berichten die Reporter und inzwischen sei das Foto mit dem Gem\u00e4lde aus dem Netz genommen worden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Doch die Journalisten seien sicher, dass es das gesuchte Bild sei und dass das Foto auch keine Reproduktion zeige. Ein Grund f\u00fcr diese Annahme seien die Ma\u00dfe, die denen des Originals entsprechen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>  Echtheit des Gem\u00e4ldes wird bisher nur vermutet<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ob das stimmt, kann erfahrungsgem\u00e4\u00df jedoch nur eine genaue Analyse von Fachleuten best\u00e4tigen, die dazu verschiedene Kriterien kl\u00e4ren m\u00fcssen \u2013 etwa die genaue Herkunft des Gem\u00e4ldes und aus welchen Materialien es besteht. Dies ist jedoch, wie aus den Pressemeldungen zu dem Fall hervorgeht, noch nicht geschehen. Bislang ist lediglich ein Foto des Gem\u00e4ldes bekannt. Theoretisch ist es sehr wohl m\u00f6glich, eine Reproduktion eines Gem\u00e4ldes in den Ma\u00dfen des Originals anzufertigen.<\/p>\n<blockquote class=\"&quot;twitter-tweet&quot;\" data-width=\"&quot;540&quot;\">\n<p lang=\"&quot;en&quot;\" dir=\"&quot;ltr&quot;\">Story of the Day: The painting Portrait of a Lady by Giuseppe Ghislandi once belonged to Jewish art dealer Jacques Goudstikker. It was seized by the Nazis and acquired by Friedrich Kadgien, a close associate of G\u00f6ring and an SS member. Kadgien later fled to Argentina. Recently,\u2026 <a href=\"&quot;https:\/\/t.co\/n4bEH1HVWT&quot;\">pic.twitter.com\/n4bEH1HVWT<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Arthur Brand (art detective) (@brand_arthur) <a href=\"&quot;https:\/\/twitter.com\/brand_arthur\/status\/1959867201525088284?ref_src=twsrc%5Etfw&quot;\">August 25, 2025<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte von Twitter \/ X integriert.<\/p>\n<p>Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>    Diesen Inhalt einmalig anzeigen<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Kadgien-Nachfahren sollen noch ein weiteres Raubkunst-Gem\u00e4lde besitzen, hei\u00dft es in den Presseberichten: Dabei soll es sich um ein Stillleben des deutsch-niederl\u00e4ndischen Malers Abraham Mignon (1640-1679) handeln, dessen Werke man beispielsweise im St\u00e4del-Museum in Frankfurt bewundern kann.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie es jetzt mit dem Bild weitergeht, das \u00fcber dem Sofa in dem argentinischen Wohnzimmer zu sehen war, ist unklar. Es k\u00f6nnten langwierige juristische Auseinandersetzungen folgen, vermuten die Reporter des &#8222;Algemeen Dagblad&#8220;. In jedem Fall wolle die Familie des Kunsth\u00e4ndlers Jacques Goudstikker darum k\u00e4mpfen, den Besitz ihrer Vorfahren zur\u00fcck zu bekommen.<\/p>\n<p>  <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Argentinien Nazi-Raubkunst \u00fcberm Sofa \u2013 Wirbel um verr\u00e4terische Immobilienanzeige Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":374143,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-374142","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115094303998433645","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=374142"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374142\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/374143"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=374142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=374142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=374142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}