{"id":374449,"date":"2025-08-26T12:04:10","date_gmt":"2025-08-26T12:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374449\/"},"modified":"2025-08-26T12:04:10","modified_gmt":"2025-08-26T12:04:10","slug":"google-stellt-das-smartphone-vor-das-apple-bauen-muesste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374449\/","title":{"rendered":"Google stellt das Smartphone vor, das Apple bauen m\u00fcsste"},"content":{"rendered":"<p>Google hat die neue Pixel-Generation vorgestellt: Der einstige Suchmaschinen-Konzern beweist mit seinen Smartphones, dass er l\u00e4ngst auch bei der Hardware mit Apple mithalten kann. Und Google liefert beim Pixel 10 die KI-Funktionen, die Apple bislang immer nur verspricht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Suchmaschinen-Konzern Google beweist einmal mehr, wie gut er inzwischen auch Hardware beherrscht. Gleich ein halbes Dutzend neue Mobilger\u00e4te aus seiner Pixel-Baureihe stellte Google in der Nacht zum Donnerstag vor. Neben neuen Pixel-Smartphones geh\u00f6rten auch innovative magnetische Ladeger\u00e4te, eine neue Smartwatch mit Satellitenkommunikation sowie ein neues faltbares Tablet-Telefon und Kopfh\u00f6rer dazu.  <\/p>\n<p>Zusammen formen sie ein eigenes Hardware-\u00d6kosystem, vom Smartphone \u00fcber sogenannte Wearables wie Uhren und Kopfh\u00f6rer bis zum Ladezubeh\u00f6r. Alle Ger\u00e4te basieren bereits jetzt auf Android Version 16, das einen besonderen Schwerpunkt auf k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) setzt. Alle haben zudem Googles neuen Mobilchip Tensor G5 an Bord, der die Berechnung von KI-Modellen auf dem Ger\u00e4t unterst\u00fctzt und so besonders datensparsam arbeiten soll. <\/p>\n<p>Bis auf das Falt-Tablet kommen die Ger\u00e4te bereits ab Ende August auf den Markt, Hardware und Software sind anders als im Vorjahr rechtzeitig fertig geworden. Zudem gelingt es Google, eine eigenst\u00e4ndige Designsprache in Hard- und Software zu entwickeln. Das Pixel 10 wirkt frisch, der angehobene Kamerabalken ist zum Markenzeichen der Ger\u00e4te geworden. Die runde Smartwatch setzt sich merklich vom eckigen Apple-Design ab, zeigt sich im Alltag mehr wie eine Uhr als ein weiterer Mini-Computer. <\/p>\n<p>Material auf Augenh\u00f6he mit Apple<\/p>\n<p>Auch Schw\u00e4chen bei der Auswahl der Materialien leistet sich Google nicht:  Die Qualit\u00e4t der Geh\u00e4use aus Gorilla-Glas von Corning ist auf Apples Augenh\u00f6he, die Bauqualit\u00e4t belegt den Premiumanspruch der Google-Ger\u00e4te. Kurz: Google zeigt das Portfolio aus Hard- und Software, das Apple  gerne zeigen w\u00fcrde. Google-Manager Rick Osterloh verk\u00fcndete selbstbewusst: \u201eWir haben die besten KI-Modelle, den besten Assistenten.\u201c <\/p>\n<p>Denn insbesondere im Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz auf den Ger\u00e4ten ist Google aktuell weit vor dem Smartphone-Marktf\u00fchrer Apple. Apple musste die dringend notwendige Neuauflage des KI-Assistenten Siri ins kommende Jahr verschieben, viele bereits lange angek\u00fcndigte KI-Innovationen unter dem Namen \u201eApple Intelligence\u201c fehlen seit Monaten. W\u00e4hrend Apple laut ersten Prognosen Anfang September mit der Vorstellung des kommenden iPhone 17 erwartbare Innovationen der Vorjahre weitertreibt \u2013 neue Farben, einen schnelleren Chip, eine bessere Kamera \u2013 will Google mit dem Pixel 10 das KI-Telefon der Zukunft definieren.  <\/p>\n<p>Der Konzern verliert keine langen Worte \u00fcber das Tempo seiner neuen G5-Chips oder die Megapixel-Zahl seiner Kameras, sondern definiert seine Innovationsf\u00fchrerschaft \u00fcber KI-Funktionen, die dem Nutzer echten Mehrwert bieten sollen. Schon im Pixel-Jahrgang Nummer 9 des Vorjahres integrierte Google Dutzende KI-Helfer, nun legt man mit der Pixel-10-Serie noch eine Schippe drauf.  <\/p>\n<p>\u201eMagic Cue\u201c etwa ist ein neuer Assistent, der dem Nutzer kontextbezogen Informationen zuspielt, ohne dass er sie aktiv anfordern muss. Fragt die Reisepartnerin per Chat nach der Fluginformation, schl\u00e4gt Magic Cue automatisch die  passenden Flugdaten aus Gmail vor. Ruft man bei einer Fluggesellschaft an, blendet das Pixel von selbst die Buchungsnummer ein. Wichtig dabei: Diese Funktionen sollen nur auf den Ger\u00e4ten ausgef\u00fchrt werden, nicht in einem Google-Rechenzentrum, es werden also keine Daten \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>Daf\u00fcr ben\u00f6tigt die Software den neuen G5-Chip sowie Googles neues KI-Modell Gemini Nano auf dem Ger\u00e4t, sie sollen so datensparsam und sicher arbeiten. Magic Cue ist vorerst exklusiv nur auf Pixel-Ger\u00e4ten verf\u00fcgbar \u2013 allerdings zun\u00e4chst nicht in Europa. Apple hatte \u00e4hnliche F\u00e4higkeiten zur Datenanalyse auf dem Ger\u00e4t f\u00fcr Siri angek\u00fcndigt, schaffte bislang aber die Umsetzung nicht.  <\/p>\n<p>Beim Faltger\u00e4t muss Apple bislang passen<\/p>\n<p>Auch die Kamera-App profitiert von der neuen KI auf dem Ger\u00e4t: Ein \u201eKamera-Trainer\u201c gibt in Echtzeit Tipps f\u00fcr den besten Blickwinkel, Bildausschnitt oder Beleuchtung. Gruppenfotos verbessert das Pixel auf Wunsch automatisch, indem es aus mehreren Bildern ein Foto zusammensetzt, auf dem alle in die Kamera schauen. Sogar die Person hinter der Kamera l\u00e4sst sich im Nachhinein einf\u00fcgen \u2013 einmal mehr verschwimmen bei Google damit die Grenzen der Definition von authentischer Fotografie. <\/p>\n<p>Nicht zuletzt kann das Pixel in den USA in Echtzeit Telefonate in der Stimme des Nutzers \u00fcbersetzen \u2013 eine Funktion, die bei Apple bislang undenkbar ist, allerdings auch bei Google in Europa vorerst nicht aktiv ist. <\/p>\n<p>Mit dem \u201ePixel 10 Fold\u201c zeigt Google zudem ein Faltger\u00e4t mit knickbarem Zwanzig-Zentimeter-Bildschirm, f\u00fcr das es im Apple-\u00d6kosystem bislang nichts Vergleichbares gibt. Erst 2026 wird Apple voraussichtlich ein eigenes Faltger\u00e4t herausbringen. Google dagegen hatte bereits eine Ger\u00e4tegeneration lang Zeit, die Hardware zu optimieren, insbesondere das empfindliche Scharnier. <\/p>\n<p>Das Fold ist \u2013 anders als vergleichbare Ger\u00e4te der Konkurrenz \u2013 wasser- und staubdicht nach dem IP68 Standard, soll robust genug f\u00fcr zehn Jahre Dauergebrauch sein. Dazu passt, dass Google auch bei der Software-Unterst\u00fctzung f\u00fchrend ist: Die neuen Pixel-Ger\u00e4te bekommen bis zum Jahr 2032 regelm\u00e4\u00dfig Updates, verspricht der Konzern. <\/p>\n<p>Nicht zuletzt unterst\u00fctzen Googles neue Ger\u00e4te allesamt den Ladestandard Qi2 f\u00fcr kabelloses Laden. Hier kopiert Google das einzige Mal Apple, die Pixel-Telefone haben daf\u00fcr Magnete im R\u00fccken wie Apples iPhones. Damit k\u00f6nnen sich iPhone und Pixel dieselben Ladeger\u00e4te und Magnet-Halterungen teilen. Ein geschickter Zug von Google, der Konzern wirbt aktiv um Neukunden aus dem Apple-\u00d6kosystem, hat auch auf der Software-Ebene alles getan, um den Umstieg auf Android so einfach wie m\u00f6glich zu machen. <\/p>\n<p>Mit der Pixel-10-Serie beweist Google, wie man die Rolle als \u201ebesseres Apple\u201c ausf\u00fcllen m\u00f6chte. Apple ist zwar weiter Marktf\u00fchrer im Bereich Datenschutz, das d\u00fcrfte vor allem europ\u00e4ische Nutzer ansprechen. Doch in anderen Bereichen, in denen Apple sich traditionell hervortut, zieht Google gleich oder geht einen Schritt weiter mit langer Software-Unterst\u00fctzung, Materialanmutung, Integration von Hardware und Software und einem mittlerweile breiten Produkt-\u00d6kosystem. Vor allem aber wagt Google zurzeit mit KI und Falt-Hardware  mehr. Die neuen Pixel erscheinen als die Smartphones, die Apple eigentlich bauen m\u00fcsste, w\u00fcrde der iPhone-Konzern seinen eigenen Anspr\u00fcchen an Innovation gerecht werden. Google demonstriert, wohin die Entwicklung bei den Smartphones geht.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Business Insider<\/b><\/a><b> erstellt.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/benedikt-fuest\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/benedikt-fuest\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Benedikt Fuest<\/b><\/a><b> ist Wirtschaftskorrespondent f\u00fcr Innovation, Netzwelt, IT und R\u00fcstungstechnologie.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Google hat die neue Pixel-Generation vorgestellt: Der einstige Suchmaschinen-Konzern beweist mit seinen Smartphones, dass er l\u00e4ngst auch bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362706,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[231,29,43302,30,4149,59183,190,189,62008,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-374449","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-apple","9":"tag-deutschland","10":"tag-fuest-benedikt","11":"tag-germany","12":"tag-google","13":"tag-kc_makro","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-smartphones-ks","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115094976354207638","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=374449"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374449\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=374449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=374449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=374449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}