{"id":374606,"date":"2025-08-26T13:27:10","date_gmt":"2025-08-26T13:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374606\/"},"modified":"2025-08-26T13:27:10","modified_gmt":"2025-08-26T13:27:10","slug":"experten-kritisieren-deutsche-industriefoerderung-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374606\/","title":{"rendered":"Experten kritisieren deutsche Industrief\u00f6rderung | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.08.2025 13:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Deutschland f\u00f6rdert Unternehmen &#8211; laut dem wissenschaftlichen Beirat des Wirtschaftsministeriums aber nicht richtig. Zu viele Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass die Industrie sich st\u00e4rker an der Politik ausrichte und weniger am Markt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nStaatliche F\u00f6rderung f\u00fcr Unternehmen, aber anders als bislang: Das empfiehlt der wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums. Subventionen d\u00fcrften nicht ausufern, sondern sollten gezielter angelegt werden, sagen die Experten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDurch zu viele Ma\u00dfnahmen und Ziele bestehe die Gefahr, dass die Wirtschaftsf\u00f6rderung zu einem &#8222;Sammelsurium von Subventionen&#8220; ohne Kompass verkomme, teilte der Beirat bei der Vorstellung eines neuen Gutachtens mit. Das k\u00f6nne sch\u00e4dliche Folgen haben, weil Unternehmen ihre Investitionen st\u00e4rker an den Entwicklungen der Politik und weniger an Marktchancen ausrichteten.<\/p>\n<p>    Wirtschaftsbelebung an anderer Stelle vernachl\u00e4ssigt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem bestehe die Gefahr, dass bei einer Fokussierung auf F\u00f6rderma\u00dfnahmen wesentliche Schritte zur Wirtschaftsbelebung an anderer Stelle vernachl\u00e4ssigt werden. Besser sei daher die &#8222;R\u00fccknahme exzessiver Regulierung&#8220; und eine &#8222;konsequente Entb\u00fcrokratisierung&#8220;, sagte der Beirats-Vorsitzende Eckhard Janeba.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gebe aber auch gerechtfertigte Eingriffe, etwa wenn wichtige gesellschaftliche Ziele nicht \u00fcber den Markt erreichbar seien, erl\u00e4uterte der Experte Achim Wambach &#8211; zum Beispiel die neuen weltpolitischen Herausforderungen und der Wandel der Wirtschaft hin zur Klimaneutralit\u00e4t.<\/p>\n<p>    Das Ziel sei Vollbesch\u00e4ftigung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Experten empfehlen zudem, bei staatlichen Eingriffen f\u00fcr eine geringere Krisenanf\u00e4lligkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, warum Firmen nicht eigenst\u00e4ndig f\u00fcr Lieferkettensicherheit sorgen und wo konkrete Schutzl\u00fccken bestehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Beirat \u00e4u\u00dferte sich auch kritisch zum Argument einer europ\u00e4ischen Produktion f\u00fcr den Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen: In einer sozialen Marktwirtschaft ziele die Wirtschaftspolitik auf Vollbesch\u00e4ftigung ab, nicht auf den Erhalt von Besch\u00e4ftigung in bestimmten Sektoren.<\/p>\n<p>    DIHK fordert mehr Reformen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Unternehmen selbst erwarten von der Bundesregierung mehr Tempo bei Reformen. &#8222;Dieser Herbst 2025 muss der Herbst der Reformen werden&#8220;, sagte die Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Helena Melnikov. Die deutsche Wirtschaft stecke nach den zuletzt schwachen Konjunkturdaten &#8222;tiefer in der Krise, als viele wahrhaben wollen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSinkende Investitionen, schrumpfende Exporte und die anhaltende Bauflaute hatten das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal schrumpfen lassen. Das ist deutlich mehr als zun\u00e4chst erwartet worden war.<\/p>\n<p>    Aufw\u00e4rmphase f\u00fcr Schwarz-Rot sei vorbei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMelnikov sagte, die schwarz-rote Bundesregierung sei mit gro\u00dfen Versprechen gestartet, entsprechend gro\u00df seien die Hoffnungen auf Reformen gewesen. Die Aufw\u00e4rmphase sei nun vorbei. &#8222;Jetzt braucht es entschlossene Taten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPositiv seien die Investitionspakete sowie Impulse f\u00fcr Infrastruktur und Sicherheit. Doch das reiche nicht, so Melnikov. &#8222;Sp\u00e4testens seit dem Stromsteuer-Debakel schwindet das Vertrauen vieler Unternehmen erneut.&#8220; Die Abgabenlast m\u00fcsse dringend sinken, die Verwaltung modernisiert und der Fachkr\u00e4ftemangel entschlossen angegangen werden.<\/p>\n<p>    Steuererh\u00f6hungen? Falsches Signal<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Entscheidend ist, dass Produktivit\u00e4t und Wirtschaftskraft schneller wachsen als die Sozialausgaben&#8220;, erg\u00e4nzte Melnikov. Dies gelinge nicht mit Steuererh\u00f6hungen, sondern nur mit Strukturreformen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesfinanzminister Lars Klingbeil hatte Steuererh\u00f6hungen ins Spiel gebracht, um die riesigen L\u00f6cher im Haushalt 2027 zu stopfen &#8211; f\u00fcr Melnikov das falsche Signal. &#8222;Schon die Diskussion dar\u00fcber sorgt f\u00fcr einen erheblichen Vertrauensverlust in der Wirtschaft.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.08.2025 13:57 Uhr Deutschland f\u00f6rdert Unternehmen &#8211; laut dem wissenschaftlichen Beirat des Wirtschaftsministeriums aber nicht richtig. 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