{"id":374655,"date":"2025-08-26T13:55:11","date_gmt":"2025-08-26T13:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374655\/"},"modified":"2025-08-26T13:55:11","modified_gmt":"2025-08-26T13:55:11","slug":"wie-trump-eu-staaten-unter-druck-setzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374655\/","title":{"rendered":"Wie Trump EU-Staaten unter Druck setzt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Das Handelsabkommen bringt der EU nur eine kurze Verschnaufpause. Nun verlangen die USA eine bessere Behandlung ihrer Technologiefirmen.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Die USA seien nicht der \u00abFussabtreter\u00bb der Welt: Daher will Donald Trump die \u00abphantastischen\u00bb amerikanischen Technologiefirmen besser verteidigen.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"5370\" height=\"3580\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/6e43c5b4-fdf9-4051-9caa-991ebdec224c.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Die USA seien nicht der \u00abFussabtreter\u00bb der Welt: Daher will Donald Trump die \u00abphantastischen\u00bb amerikanischen Technologiefirmen besser verteidigen. <\/p>\n<p>Al Drago \/ Abaca \/ Imago<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3ikaof32\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Margrethe Vestager galt bei den amerikanischen Tech-Giganten vor kurzem noch als eine gef\u00fcrchtete Pers\u00f6nlichkeit. Das \u00abTime-Magazine\u00bb bezeichnete die EU-Kommissarin f\u00fcr Wettbewerb als \u00abGoogles schlimmsten Albtraum\u00bb. W\u00e4hrend Vestagers Amtszeit, die 2024 endete, musste allein Google wegen kartellrechtlicher Verst\u00f6sse \u00fcber 8 Milliarden Euro Bussgelder an die Europ\u00e4ische Union entrichten. Auch Apple, Amazon oder Meta erhielten hohe Strafzahlungen aufgebrummt.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706ri0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Inzwischen ist die selbstbewusste Haltung der EU gegen\u00fcber den US-Techfirmen verschwunden. Sei es beim Thema der Marktdominanz, dem Schutz von Benutzerdaten oder der Besteuerung der Digitalfirmen: Die f\u00fchrenden EU-Politiker befinden sich auf Tauchstation.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706ro0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Daf\u00fcr geht US-Pr\u00e4sident Donald Trump umso vehementer in die Offensive. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social k\u00fcndigt Trump \u00aberhebliche\u00bb neue Z\u00f6lle sowie Exportbeschr\u00e4nkungen als Vergeltung f\u00fcr Digitalsteuern an: \u00abAls Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten werde ich mich gegen L\u00e4nder zur Wehr setzen, die unsere phantastischen amerikanischen Technologieunternehmen angreifen.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706rq0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Alle sch\u00e4dlichen Regulierungen in diesen L\u00e4ndern m\u00fcssten unverz\u00fcglich gestoppt werden, fordert Trump: \u00abAmerika ist weder das \u2039Sparschwein\u203a noch der \u2039Fussabtreter\u203a der Welt.\u00bb Nebst Z\u00f6llen droht er damit, die Ausfuhr von Spitzentechnologien und Hochleistungschips zu verbieten.<\/p>\n<p>Frankreich ist besonders exponiert<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706rr0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Trumps Vorstoss richtet sich in erster Linie gegen die Europ\u00e4ische Union \u2013 welche erst gerade ein Handelsabkommen mit den USA abgeschlossen hat. Darin konnte die EU-Kommission zwar durchsetzen, dass die digitalen Vorschriften nicht angetastet werden. Die Verordnungen zur Marktmacht digitaler Plattformen sowie zum Datenschutz blieben in Kraft, heisst es in einem Faktenblatt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706rt0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Doch ob die EU-L\u00e4nder dem erneuten Druck aus den USA effektiv standhalten k\u00f6nnen, muss sich erst noch weisen. Der wichtigste Streitpunkt ist die Digitalsteuer, welche Trump schon l\u00e4nger ins Visier genommen hat. Als Vorreiter hat sich insbesondere Frankreich exponiert. Seit 2019 erhebt das Land einen Steuersatz von 3 Prozent auf digitalen Leistungen wie Online-Werbung, Online-Marktpl\u00e4tzen sowie auf dem Verkauf von Nutzerdaten. Betroffen sind Anbieter mit einem globalen Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro. J\u00fcngst hat die Steuer dem Staat Einnahmen von 785 Millionen Euro eingebracht.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706ru0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Weitere L\u00e4nder wie Italien, \u00d6sterreich und Spanien haben das Modell ebenfalls \u00fcbernommen. Die Bef\u00fcrworter argumentieren nebst den Steuerertr\u00e4gen mit der hohen, oft monopolartigen Marktkonzentration der US-Anbieter. Anl\u00e4ufe, das Instrument auf EU-Ebene einzuf\u00fchren, verliefen allerdings im Sand.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706rv0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Daneben w\u00e4lzte die EU-Kommission diverse Pl\u00e4ne, um den Ausbau der digitalen Infrastruktur zu finanzieren. Zum Beispiel k\u00f6nnten die grossen Techfirmen mit einer Netzgeb\u00fchr belastet werden, da sie auch einen erheblichen Teil des Datenverkehrs verursachen. Solche Ideen d\u00fcrften nun f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in den Schubladen verschwinden.<\/p>\n<p>Kanada vollzog eine Kehrtwende<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706s00\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Denn die Erfahrung zeigt, dass Trumps Drohkulisse durchaus wirkt. So hat Kanada diesen Sommer die geplante Einf\u00fchrung einer Digitalsteuer von 3 Prozent in letzter Minute gestoppt. Das Land hatte kaum eine andere Wahl, weil die US-Regierung andernfalls die Handelsgespr\u00e4che auf Eis gelegt h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706s10\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nur kurz nachdem die EU-Kommission eine Einigung mit den USA erzielt hat, steigt die Unsicherheit also bereits wieder. Einzelne EU-L\u00e4nder wie Frankreich k\u00f6nnten wegen ihrer Digitalsteuer nun bilateral unter Druck kommen. Ebenso schw\u00e4cht Trumps Powerplay die Position der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Sie steht ohnehin in der Kritik, sie habe zu wenig hart verhandelt und vor Trump einen Kniefall begangen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706s30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der Deal sei zwar nicht perfekt, aber durchaus stark, verteidigte sich von der Leyen. Man habe sich bewusst f\u00fcr \u00abStabilit\u00e4t und Berechenbarkeit\u00bb entschieden. Doch Trumps j\u00fcngste Eskalation l\u00e4sst an dieser Darstellung zweifeln. Dasselbe gilt f\u00fcr die soeben angedrohten neuen Z\u00f6lle auf importierten M\u00f6beln \u2013 so wie der US-Pr\u00e4sident auch andere Sektoren wie Stahl, Halbleiter oder Automobile gezielt vor ausl\u00e4ndischer Konkurrenz sch\u00fctzen will.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3j706s40\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Zwar kann die EU, im Gegensatz zur Schweiz, wenigstens einen Zoll-Deal vorweisen. Die j\u00fcngsten \u00c4usserungen Trumps zeigen aber, dass selbst ein solches Abkommen keine weiteren Angriffe verhindern kann. Die Zeiten, als EU-Politiker wie Vestager den USA den Tarif durchgaben, sind definitiv vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Handelsabkommen bringt der EU nur eine kurze Verschnaufpause. 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