{"id":374739,"date":"2025-08-26T14:41:12","date_gmt":"2025-08-26T14:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374739\/"},"modified":"2025-08-26T14:41:12","modified_gmt":"2025-08-26T14:41:12","slug":"gehirn-fitness-wie-songs-laengst-vergessene-erinnerungen-neu-zum-leben-erwecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/374739\/","title":{"rendered":"Gehirn-Fitness: Wie Songs l\u00e4ngst vergessene Erinnerungen neu zum Leben erwecken"},"content":{"rendered":"<p>Musik l\u00f6st nicht nur Gef\u00fchle aus \u2013 sie wecken auch alte Erinnerungen, gleich einer Anfrage an eine Bibliothek, wie eine neue Studie zeigt. Demnach k\u00f6nnen wir sie sogar aktiv nutzen, um unseren Schatz an wichtigen Erlebnissen neu zu beleben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Sie sitzen im Auto und pl\u00f6tzlich str\u00f6men Tr\u00e4nen \u00fcber Ihr Gesicht \u2013 denn im Radio spielt eine Ballade, die Sie und Ihre Freunde in der Jugend liebten. Oder das Herz rast j\u00e4h im schnellen Takt eines Schlagers. Schon die ersten Takte eines Songs k\u00f6nnen wunderbare Erinnerungen hervorrufen. <\/p>\n<p>Einer Studie zufolge kommen pers\u00f6nliche Ereignisse voller Freude und Aufregung bei energiegeladenen Liedern eher zur\u00fcck ins Ged\u00e4chtnis, w\u00e4hrend weniger kraftvolle, st\u00e4rker akustische Songs tendenziell ruhige, romantische und traurige Erinnerungen ausl\u00f6sen, hei\u00dft es in der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0329072&amp;utm_source=pr&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=plos006\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0329072&amp;utm_source=pr&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=plos006&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Fachzeitschrift \u201ePLOS One\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Fr\u00fchere Forschungen belegten bereits, dass Musik lebhafte Erinnerungen hervorrufen kann. Nun haben Safiyyah Nawaz und Diana Omigie von der Goldsmiths University in London in einer Online-Umfrage 233 Teilnehmern im Altern von 18 bis 76 unter anderem mit zehn Musikst\u00fccken konfrontiert. Diese waren in ihrer Kindheit und Jugend im Alter von neun bis 19 Jahren beliebt \u2013 je ein Song aus einem Lebensjahr. <\/p>\n<p>Die Probanden sollten dadurch hervorgerufene Erinnerungen teilen und kategorisieren. Und sie konnte selbst Songs einreichen, die ihr Ged\u00e4chtnis reizen.<\/p>\n<p>So zeigte sich, dass etwa Erinnerungen durch ruhige Songs wie <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GhDnyPsQsB0\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GhDnyPsQsB0&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">\u201ere: stacks\u201c von Bon Iver<\/a> oder das klassische <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CvFH_6DNRCY\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CvFH_6DNRCY&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">\u201eClair de Lune\u201c von Claude Debussy<\/a> eher von Gef\u00fchlen wie Ruhe, Romantik, Traurigkeit und Verehrung gepr\u00e4gt sind. Zudem waren diese Erinnerungen tendenziell von einer weniger sozialen Natur, daf\u00fcr aber umso lebendiger, einzigartiger und f\u00fcr das autobiographische Ich wichtiger, hei\u00dft es in der Studie. Bis die Probanden diese Erinnerungen beim H\u00f6ren der Musik wieder voll vor Augen hatten, brauchte es etwas l\u00e4nger. <\/p>\n<p>Schnelle Songs dagegen, etwa der Rapsong \u201eTrap Queen\u201c von Fetty Wap oder das schnelle \u201eWhen Doves Cry\u201c von Prince, h\u00e4tten Erinnerungen auch schneller ins Ged\u00e4chtnis gerufen. Die damit verbundenen Erlebnisse seien eher voller Aufregung und Vergn\u00fcgen gewesen. <\/p>\n<p>\u201eWir alle kennen das Erlebnis, ein Lied zu h\u00f6ren und in die Vergangenheit zur\u00fcckversetzt zu werden, in eine lebendige Erinnerung, die mit diesem Lied verbunden ist\u201c, erl\u00e4utert Nawaz laut Mitteilung. \u201eWie sich herausstellt, h\u00e4ngen die Eigenschaften der Musik selbst \u2013 Merkmale wie Akustik, Lautst\u00e4rke und Energie \u2013 mit den emotionalen und ph\u00e4nomenologischen Qualit\u00e4ten derselben musikalischen Erinnerungen zusammen.\u201c<\/p>\n<p>Solche Erkenntnis k\u00f6nnen den Forscherinnen zufolge zu Therapien f\u00fcr Menschen mit Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen wie Alzheimer beitragen.<\/p>\n<p>dpa\/lpi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Musik l\u00f6st nicht nur Gef\u00fchle aus \u2013 sie wecken auch alte Erinnerungen, gleich einer Anfrage an eine Bibliothek,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":374740,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[74542,74541,29,214,1050,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-374739","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-alzheimer-ks","9":"tag-demenzen-ks","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-gehirn","13":"tag-germany","14":"tag-music","15":"tag-musik","16":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115095593617827172","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=374739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374739\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/374740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=374739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=374739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=374739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}