{"id":375292,"date":"2025-08-26T19:39:10","date_gmt":"2025-08-26T19:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375292\/"},"modified":"2025-08-26T19:39:10","modified_gmt":"2025-08-26T19:39:10","slug":"leipzig-zeitgeschichtliches-forum-ueberrascht-mit-digedags-schau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375292\/","title":{"rendered":"Leipzig: Zeitgeschichtliches Forum \u00fcberrascht mit Digedags-Schau"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nVon Zeit zu Zeit wird ein Bruchteil davon gezeigt. So auch jetzt und das aus gutem Grund, sagt Anne Martin. Sie ist eine der Kuratorinnen der Ausstellung &#8222;Mythos Mosaik&#8220; erkl\u00e4rt, dass in diesem Jahr ein doppeltes Jubil\u00e4um ansteht: der 70. Geburtstag der Digedags und der 100. Geburtstag ihres Sch\u00f6pfers <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/alltag\/reisen-freizeit\/digedags-erfinder-hannes-hegen-mosaik-interview-100.html\" title=\"Hannes Hegen - der Sch\u00f6pfer der Digedags - im Interview von 2012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hannes Hegen<\/a>.\n<\/p>\n<p><a name=\"Erstmals\">Schau<\/a> zeigt einige Digedags-St\u00fccke erstmals<\/p>\n<p class=\"text\">\nIn diesem Zusammenhang k\u00f6nne man einige neue Akzente setzen, sagt Martin: &#8222;Wir haben einige Objekte, die wir in vorhergehenden Ausstellungen noch nicht zeigen konnten. Zum Beispiel die Urkunde der Johannes-Hegenbarth-Schule in Leipzig.&#8220; Zu sehen sei au\u00dferdem, ein Stra\u00dfenschild aus Berlin, vom Digedags-Platz, und einige &#8222;wirklich zauberhafte Objekte von Fans&#8220;, die an die Jubil\u00e4en 2025 erinnerten.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir haben einige Objekte, die wir in vorhergehenden Ausstellungen noch nicht zeigen konnten.<\/p>\n<p>Kuratorin Anne Martin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nDa gibt es zum Beispiel einen liebevoll detailverliebten Nachbau der Burg von Ritter Runkel, dem legend\u00e4ren R\u00fcbenstein. Man kann eintauchen in die Welt der Fanzines, die sich vor allem in Mitteldeutschland auftut, aber auch Ableger im Brandenburger und noch n\u00f6rdlicherem Raum hat. Das am l\u00e4ngsten existierende Fanzine namens &#8222;Mosaiker&#8220; kommt aus Erfurt.\n<\/p>\n<p>Mosaik-Comics als &#8222;B\u00fcckware&#8220; in der DDR<\/p>\n<p class=\"text\">\nHerausgeber des Fanzines ist Michael Hebestreit, der auch diese Ausstellung mit kuratiert hat. Kein Wunder, ist er doch schon seit seiner Kindheit vom Virus infiziert: &#8222;Meine Oma hatte in Erfurt einen <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/chemnitz\/chemnitz-stollberg\/kulturhauptstadt-veranstaltung-kiosk-des-unwissens-kultur-news-100.html\" title=\"Chemnitz: Der &quot;Kiosk des Unwissens&quot; l\u00e4dt ins ehemalige Heckert-Gebiet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zeitungskiosk<\/a> und so habe ich auch ein bisschen die DDR-Marktwirtschaft kennen gelernt&#8220;, erinnert sich Hebestreit. Dort habe er gelernt, warum seine Oma so freiz\u00fcgig Pralinenschachteln vergeben habe, weil viele B\u00fcckwaren damals &#8222;unterst\u00fctzend&#8220; am Kiosk erworben worden seien.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir m\u00f6chten ein St\u00fcck DDR-Geschichte vermitteln f\u00fcr Menschen, die sich insgesamt f\u00fcr das Thema interessieren.<\/p>\n<p>Kuratorin Anne Martin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nUnd B\u00fcckware war das Mosaik, solange die Digedags auf Abenteuertour waren &#8211; die ging bekanntlich 1975 zu Ende, als sich ihr Erfinder und Rechteinhaber mit dem FDJ-Verlag Junge Welt \u00fcberwarf und ins Private zur\u00fcckzog. Auch diese Geschichte kann man in der Ausstellung noch einmal nachvollziehen. Sie widmet sich auch dem Thema der bis heute veranstalteten Tausch- und Verkaufsb\u00f6rsen, bei der \u2013 wie man so h\u00f6rt \u2013 f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen-anhalt\/stendal\/salzwedel\/comic-mosaik-digedags-sammlung-hegen-100.html\" title=\"Faszination Digedags und Abrafaxe: Pfarrer aus der Altmark ist &quot;Mosaik&quot;-Experte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gut erhaltene Exemplare<\/a> aus den Anfangsjahren exorbitante Summen aufgerufen werden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDa verdreht sogar ein Mann die Augen, der die Grundlagen der Marktwirtschaft am Zeitungskiosk seiner Oma kennen gelernt hat: &#8222;Also um diese Preise k\u00fcmmere ich mich nicht. Da hat jetzt die richtige Marktwirtschaft zugeschlagen&#8220;, sagt Kurator Michael Hebestreit und f\u00fcgt mit Blick auf die Preise hinzu: &#8222;Das sind nicht nur ein paar Tausend Euro, sondern wesentlich mehr.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDa wundert es uns nicht, dass auch in der Galerie Eigen und Art schon mal eine Mosaik-Ausstellung stattfand: vom 30. M\u00e4rz bis zum 25. April 1990. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/alltag\/reisen-freizeit\/mosaik-digedags-ddr-comic100.html\" title=\"Mosaik-Comic: Mit den Digedags auf Reisen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digedags<\/a> \u2013 ein Mythos&#8220; hie\u00df es damals in der Fritz-Austel-Stra\u00dfe, kann man auf dem Plakat lesen, das in der aktuellen Ausstellung des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/jubilaeum-zeitgesschichtliches-forum-kultur-news-100.html\" title=\"Zeitgeschichtliches Forum Leipzig feiert 25. Jubil\u00e4um\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zeitgeschichtlichen Forums<\/a> zu sehen ist.\n<\/p>\n<p><a name=\"Publikum\">Schau<\/a> will nicht nur Digedags-Fans ansprechen<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf einer Sprechblase vor dem Eingang wird die gerade mit dem Gutenberg-Preis ausgezeichnete Leipziger Comic-K\u00fcnstlerin Anna Haifisch zitiert: &#8222;Die Amerika-Reihe habe ich als Kind furchtbar gerne betrachtet. Wegen der Wimmelbilder.&#8220; Die Geschichten dazu h\u00e4tten sie leider weniger interessiert, so Haifisch weiter.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnd auch die Kuratorin der Ausstellung &#8222;Mythos Mosaik&#8220; scheint schon zu ahnen, wer sie sehen werden will: &#8222;Wir gehen davon aus, dass die meisten unserer Besucher altgediente Mosaik-Fans sein werden&#8220;, sagt Anne Martin und f\u00fcgt an: Man wolle mit der Schau auch ein St\u00fcck <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/christoph-hein-buch-narrenschiff-rezension-kultur-news-100.html\" title=\"Neuer Roman von Christoph Hein: Panorama der DDR-Gesellschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DDR-Geschichte<\/a> vermitteln f\u00fcr Menschen, die sich insgesamt f\u00fcr das Thema interessieren. Sie richte sich nicht nur an die Fans.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von Zeit zu Zeit wird ein Bruchteil davon gezeigt. 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