{"id":375814,"date":"2025-08-27T00:26:18","date_gmt":"2025-08-27T00:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375814\/"},"modified":"2025-08-27T00:26:18","modified_gmt":"2025-08-27T00:26:18","slug":"trotz-millionenverlust-eberle-will-2026-wieder-gewinn-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375814\/","title":{"rendered":"Trotz Millionenverlust \u2013 Eberle will 2026 wieder Gewinn machen"},"content":{"rendered":"<p> Das Traditionsunternehmen Eberle, Tochter der Greiffenberger AG, hat seine Zahlen f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 vorgestellt. Foto: Angelina M\u00e4rkl \/ B4BSCHWABEN.de <\/p>\n<p class=\"fw-bold lead text-muted\">Eberle aus Augsburg steckt in der Krise: 2024 hat Eberle einen Millionenverlust gemacht, den Umzug nach Lechhausen kann sich das Unternehmen aktuell nicht leisten. Der Konzern gr\u00fcndet aber zwei neue Tochterunternehmen.<\/p>\n<p>Wie schon 2023 war auch das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 f\u00fcr das Augsburger Traditionsunternehmen J.N. Eberle &amp; Cie. GmbH schwierig. Die 100-prozentige Tochter der Greiffenberger AG schreibt auch 2024 rote Zahlen \u2013 das zeigte die Bilanz des Gesch\u00e4ftsjahres 2024 bei der Hauptversammlung der Aktion\u00e4re. Mit Restrukturierungsma\u00dfnahmen will der Konzern aber bereits 2026 wieder Gewinn machen. \u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass wir einen erfolgreichen Turnaround sehen werden\u201c, sagte Gernot Egretzberger, Vorstand der Greiffenberger AG und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Eberle.<\/p>\n<p>Greiffenberger AG: Mehr Umsatz, mehr Verlust<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.b4bschwaben.de\/b4b-nachrichten\/augsburg_artikel,-wie-eberle-in-augsburg-den-turnaround-schaffen-will-_arid,271810.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Der Umsatz der Greiffenberger AG ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent leicht gestiegen<\/a> \u2013 von 63 Millionen auf 64,4 Millionen Euro. Das EBIT lag 2024 bei -3,9 Millionen Euro (2023: 0,4 Millionen Euro), die Marge ist damit von 0,71 Prozent auf -6,04 Prozent gesunken. Das EBITDA lag bei -1,4 Millionen Euro. <\/p>\n<p>Trotz des leicht gestiegenen Umsatzes hat die Greiffenberger AG 2024 mit 7,1 Millionen Euro deutlich mehr Verlust gemacht als im Vorjahr. Das Eigenkapital ist dadurch von 14,1 auf 7,8 Millionen Euro gesunken, die Eigenkapitalquote lag zum 31.12.2024 bei 58,7 Prozent. <\/p>\n<p>Die Greiffenberger AG bezeichnet in ihrem Lagebericht das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 als \u201enicht zufriedenstellend\u201c. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die hohen Verluste nannte Stefan Greiffenberger, Vorsitzender des Aufsichtsrats, die weiter gestiegenen Kosten f\u00fcr Energie, Sozialabgaben und B\u00fcrokratie in Deutschland.<a href=\"https:\/\/www.b4bschwaben.de\/b4b-nachrichten\/augsburg_artikel,-konjunkturumfrage-der-bayme-vbm-wir-brauchen-einen-echten-uturn-_arid,272828.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\"> \u201eDiese Belastungen sind nicht mehr dauerhaft tragbar\u201c, sagte Greiffenberger.<\/a><\/p>\n<p>Bis der Umzug nach Lechhausen abgeschlossen und der Gesch\u00e4ftsbetrieb dort etabliert ist, will die Greiffenberger AG Gewinne einbehalten und den Aktion\u00e4ren keine Dividenden zahlen.<\/p>\n<p>Umzug von Eberle nach Lechhausen mit Fragezeichen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.b4bschwaben.de\/b4b-nachrichten\/augsburg_artikel,-eberle-zieht-von-pfersee-nach-lechhausen-_arid,271404.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Der Umzug von Eberle nach Lechhausen<\/a> sowie die Produktionsverlagerung nach Polen stellen den Konzern allerdings vor Herausforderungen. Wegen der hohen Verluste kann sich die Greiffenberger AG den Umzug von Eberle nach Lechhausen aktuell nicht leisten. <a href=\"https:\/\/www.b4bschwaben.de\/b4b-nachrichten\/augsburg_artikel,-bis-2027-augsburger-traditionsunternehmen-eberle-will-umziehen-_arid,269235.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Deshalb soll der Umzug statt 2027 erst 2029 stattfinden.<\/a><\/p>\n<p>Daf\u00fcr hat das Unternehmen bei seinem Vermieter eine Verl\u00e4ngerung des Mietvertrages in Pfersee angefragt. Dieser hat die Verl\u00e4ngerung laut Egretzberger bisher noch nicht best\u00e4tigt. \u201eAber auch noch nicht abgelehnt, was f\u00fcr mich ein gutes Zeichen ist\u201c, sagte Egretzberger. <\/p>\n<p>Sollte der Vermieter in Pfersee den Mietvertrag nicht verl\u00e4ngern, steht Eberle vor ganz anderen Problemen: Dann m\u00fcsste das Unternehmen ein alternatives Geb\u00e4ude finden und bis Oktober 2027 umziehen. Damit w\u00e4re der Standort Lechhausen raus. Die Greiffenberger AG bezeichnet dieses Szenario als \u201ebestandsgef\u00e4hrdendes Risiko, jedoch mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit\u201c.<\/p>\n<p>Umzug nach Polen<\/p>\n<p>Anders als urspr\u00fcnglich geplant, werden aber nur die Zentrale sowie die Produktion von Bimetallen als Vorprodukt f\u00fcr S\u00e4gen und C-Stahl f\u00fcr Sto\u00dfd\u00e4mpfer nach Lechhausen umziehen. Die Produktion von Bimetalls\u00e4gen verlagert Eberle wegen der geringeren Standortkosten nach Polen. In diesem Jahr sollen bereits erste Teile verlagert werden, 2026 soll der Umzug nach Polen fertig sein. <\/p>\n<p>Eberle will 2026 wieder Gewinn machen<\/p>\n<p>Bereits ab dem kommenden Jahr will die Greiffenberger AG wieder schwarze Zahlen schreiben. Daf\u00fcr hat Egretzberger den Aktion\u00e4ren einen\u00a0f\u00fcnf-Punkte-PLan\u00a0vorgestellt. Demnach hat die AG f\u00fcr mehr Expertise das F\u00fchrungsteam um einen Chief Operating Officer einen Chief Financial Officer und einen Project Manager Office erweitert. Durch Nachverhandlungen im Einkauf, erh\u00f6hte Verkaufspreise und <a href=\"https:\/\/www.b4bschwaben.de\/b4b-nachrichten\/augsburg_artikel,-strategiewechsel-eberle-kuendigt-stellenabbau-in-augsburg-an-_arid,272595.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">dem Abbau von bisher 45 Stellen will der Konzern seine Ertr\u00e4ge um f\u00fcnf Millionen Euro erh\u00f6hen.<\/a> Dies sei bereits im ersten Halbjahr 2025 gelungen. Weiter wurden die Lagerbest\u00e4nde abgebaut und damit mehrere Millionen Euro freigesetzt. Mitarbeitende von Eberle haben tempor\u00e4r auf Gehalt verzichtet und somit 200.000 Euro zur \u00dcberbr\u00fcckung bereitgestellt. <\/p>\n<p>Um neue Umsatzpotenziale zu erschlie\u00dfen, hat die Greiffenberger AG zwei neue Tochtergesellschaften gegr\u00fcndet \u2013 Eberle Korea Ltd. und Eberle Sp. z.o.o. in Polen. Der Fokus von Eberle Korea liegt auf C-Stahl und soll mehr regionalen Vertrieb zun\u00e4chst in S\u00fcdkorea und dann in Asien erm\u00f6glichen. \u201eIch bin mir \u00fcber die schwierige Lage bewusst, aber auch stolz und froh \u00fcber die umgesetzten Meilensteine\u201c, sagte Egretzberger bei der Aktion\u00e4rsversammlung. <\/p>\n<p>So lief bei Eberle das erste Halbjahr 2025<\/p>\n<p>Der Umsatz der Greiffenberger AG liegt im ersten Halbjahr 2025 bei 29,8 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent gesunken. Das liegt laut dem Konzern auch daran, dass Lagerbest\u00e4nde abgebaut wurden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das EBIT im ersten Halbjahr mit -3,1 Millionen Euro um 1,6 Millionen weiter verschlechtert. Allerdings ist das EBIT laut der Greiffenberger AG von Einmaleffekten wie Abfindungen oder Beratungskosten wegen der Restrukturierung gepr\u00e4gt. <\/p>\n<p>F\u00fcr Z\u00f6lle musste die Greiffenberger AG im ersten Halbjahr 454.000 Euro bezahlen \u2013 rund 400.000 Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. <\/p>\n<p>Im zweiten Halbjahr 2025 will Eberle seinen Fokus auf die Umsatzsteigerung legen, erwartet jedoch, dass der Umsatz f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 unter die 64,4 Millionen Euro von 2024 sinken wird. Egretzberger sieht den Konzern auf dem richtigen Weg, der aber anstrengend sein wird. Denn: \u201eIch sehe nichts, gar nichts, von einer Entlastung in Deutschland und all das m\u00fcssen wir ausgleichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Traditionsunternehmen Eberle, Tochter der Greiffenberger AG, hat seine Zahlen f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 vorgestellt. Foto: Angelina M\u00e4rkl&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":375815,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-375814","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115097893828603532","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/375814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=375814"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/375814\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/375815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=375814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=375814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=375814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}