{"id":375854,"date":"2025-08-27T00:50:12","date_gmt":"2025-08-27T00:50:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375854\/"},"modified":"2025-08-27T00:50:12","modified_gmt":"2025-08-27T00:50:12","slug":"365-km-auf-dem-moselsteig-fuer-kopf-hals-mund-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375854\/","title":{"rendered":"365 km auf dem Moselsteig f\u00fcr Kopf-Hals-Mund-Krebs"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            <b>Koblenz.<\/b> Anfang 2010 erhielt Gunthard Kissinger aus Koblenz seien erste Krebsdiagnose. Ein Tumor im Rachen. Erst ein kleiner Pickel unter der Zunge brachte die \u00c4rzte dazu, dass mit einer gr\u00fcndlichen Abkl\u00e4rung erkannt wurde, dass hier schon ein gr\u00f6\u00dferer Tumor im Unterzungenbereich in den Rachen hinein gewachsen war. Eine gro\u00dfe OP, Strahlenbehandlung mit Chemotherapie waren die Schritte der Erstbehandlung, die notwendig waren, um ihn zu retten. Noch immer sterben fast 50 % der Betroffenen in den ersten 5 Jahren. <\/p>\n<p>\u201eWie mir geht es leider vielen Mitbetroffenen, dass die Tumore im Mund und Halsbereich erst sp\u00e4t entdeckt werden\u201c sagt Kissinger, der seit 2011 stark in der Selbsthilfe aktiv ist. So f\u00fchrte der ehemalige Sozialarbeiter im Ehrenamt schon sehr viele Gespr\u00e4ch mit \u00e4hnlich Betroffenen. Durch sein bundesweites Engagement hat er auch eine gute \u00dcbersicht ob und wieweit das Thema Kopf-Hals-Tumore in der Gesellschaft bekannt ist. <\/p>\n<p>Er stellt mit Bedauern fest, dass hier gro\u00dfe Unwissenheit vorherrscht und seiner Meinung nach auch nicht gen\u00fcgend f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung getan wird. Ein Vorsorgeprogramm fehlt und auch im Bereich der Fr\u00fcherkennung wird nicht allzu viel getan. Obwohl allj\u00e4hrlich ca. 14.500 Menschen , laut Robert-Koch-Institut, in Deutschland neu an Kopf-Hals-Tumoren erkranken, scheint das nicht ausreichend zu sein, damit mehr in Forschung und Entwicklung gesteckt wird. <\/p>\n<p>Den n\u00e4chsten Schock erlebte Kissinger dann bei seiner Abschlussuntersuchung im Rahmen der regul\u00e4ren Nachsorge. Nach f\u00fcnf Jahren und vier Monaten stellte sich heraus, dass er beidseits Lungenmetastasen hatte. Der Versuch mit einer weiteren Chemotherapie, im Rahmen der palliativen Versorgung, erneut zu helfen scheiterte. Nach einem Jahr wurde entschieden, dass doch Operationen durchgef\u00fchrt werden. Bei der pathologischen Begutachtung zeigte sich, ein Lungenfl\u00fcgel hatte vermutlich Metastasen vom Halstumor. Der andere Lungenfl\u00fcgel war jedoch ein eigenst\u00e4ndiger neuer Lungenkrebs. Eine dritte OP lehnte Kissinger ab und lebt seitdem im Beobachtungsstadium. <\/p>\n<p>Vor einem Jahr wurden dann in der Speiser\u00f6hre Zellen entdeckt, die dort nicht hingeh\u00f6ren. Sie gelten als Vorl\u00e4ufer f\u00fcr m\u00f6gliche Krebsentwicklungen und werden jetzt mit einer endoskopischen Behandlung soweit m\u00f6glich vernichtet. <\/p>\n<p>F\u00fcr Kissinger, der auch fr\u00fcher schon sportlich unterwegs war, galt in seiner gesamten Krankheitsphase, so viel wie m\u00f6glich aktiv zu sein. Fahrrad fahren, Walken und Wandern sind ihm wichtig. Dar\u00fcber hinaus mit Menschen im Gespr\u00e4ch sein und stets daran arbeiten, dass die Welt ein klein wenig besser wird. Er sieht, dass viele Menschen mit Kopf-Hals-Tumoren sich zur\u00fcckziehen und sich immer weiter isolieren. \u201eEinsamkeit macht depressiv und das ist bei dieser t\u00fcckischen Krankheit extrem schlimm\u201c sagt er und erz\u00e4hlt von seinem Projekt \u201eUta-unterwegs trotz alledem\u201c, dass er entwickelt hat und \u00fcber das Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-Mund-Krebs e.V. jetzt drei Jahre leitete. Urspr\u00fcnglich wollten wir Ideen entwickeln, damit Betroffene sportlich aktiv werden und gemeinsam mit anderen etwas tun. Das sollte die Gesundheit f\u00f6rdern und der Inklusion dienen. Gleichzeitig wollten wir Nichtbetroffene informieren. \u00dcber die Projektphase geht es jetzt kompakt gesagt um: Vermeidung, fr\u00fchere Erkennung und bessere Bew\u00e4ltigung im Falle der Erkrankung. <\/p>\n<p>Die dreij\u00e4hrige Projektentwicklungsphase l\u00e4uft Ende des Jahres aus und Kissinger hofft auf Weiterf\u00fchrung des Programms durch das Selbsthilfenetzwerk. Er selbst wird sich zur\u00fcckziehen da er sich verst\u00e4rkt um seine kranke Frau k\u00fcmmern muss. In Koblenz wird er jedoch in der Selbsthilfegruppe Mund-Kiefer Gesichtstumore weiter aktiv sein. <\/p>\n<p>Mit seiner Spenden-Sammel-Aktion \u201e365 km auf dem Moselsteig\u201c will er seine Leidenschaft Wandern mit seiner Leidenschaft Selbsthilfe verbinden und hofft auf viele Spenden f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des Uta-Projektes. Er l\u00e4dt ein gemeinsam mit ihm unterwegs zu sein auf den Wanderetappen um ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Die Abschluss Etappe am 2.11. endet am Deutschen Eck, dort wird ein Info Zelt sein und es gibt zwei Cremesuppen f\u00fcr die Wanderer und interessierten G\u00e4ste. Diese Suppen sind ein gutes Beispiel f\u00fcr die bleibenden Essprobleme die viel Menschen mit Kopf-Hals-Tumoren lebenslang haben. <\/p>\n<p>Gerne kommt Kissinger auch in die Gemeinden auf dem Weg, um bei Veranstaltungen zu Kopf-Hals-Tumoren zu informieren. Und er kann Infomaterial gegen Erstattung der Portokosten und gerne dar\u00fcber hinaus eine kleine Spende zusenden. Er ist per E-Mail unter info@unterwegs-trotz-alledem.de erreichbar. Weitere Informationen stehen auf der Homepage www.unterwegs-trotz-alledem.de. Spenden bitte \u00fcber www.betterplace.org\/p158438 <\/p>\n<p>Um auch k\u00fcnftig einen Monat mit Betroffenen in einem Bundesland zu informieren ben\u00f6tigt das Projekt ca. 50.000 Euro pro Jahr. Teile werden \u00fcber Stiftungen und sonstige Geldgeber geleistet. Dennoch muss ein gro\u00dfer Anteil zwischen 20 und 40% \u00fcber Spenden gesammelt werden. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.blick-aktuell.de\/Berichte\/Die-Freiwillige-Feuerwehr-Bell-wird-100-637436.html?StoryId=637552\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n                  <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive WebStoryLink-Image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Die-Freiwillige-Feuerwehr-Bell-wird-100-637436t.jpg\" alt=\"Die Freiwillige Feuerwehr Bell wird 100\"\/>&#13;<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.blick-aktuell.de\/Berichte\/Ruewwenacher-Dorffest-anlaesslich-1250-jaehrigem-Bestehen-des-Koblenzer-Stadtteils-Ruebenach-637268.html?StoryId=637552\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n                  <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive WebStoryLink-Image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Ruewwenacher-Dorffest-anlaesslich-1250-jaehrigem-Bestehen-des-Koblenzer-Stadtteils-Ruebenach-637268t.jpeg\" alt=\"R\u00fcwwenacher Dorffest anl\u00e4sslich 1250-j\u00e4hrigem Bestehen des Koblenzer Stadtteils R\u00fcbenach\"\/>&#13;<br \/>\n                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Koblenz. 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