{"id":375899,"date":"2025-08-27T01:14:10","date_gmt":"2025-08-27T01:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375899\/"},"modified":"2025-08-27T01:14:10","modified_gmt":"2025-08-27T01:14:10","slug":"koeln-menschen-mit-behinderung-stellen-ob-kandidaten-zur-rede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/375899\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln: Menschen mit Behinderung stellen OB-Kandidaten zur Rede"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Was f\u00fcr die einen \u00e4rgerlich ist, stellt f\u00fcr andere ein gro\u00dfes Hindernis dar. So wie die Br\u00fccke an der Haltestelle \u201eMichaelshoven\u201c in <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/koeln\/rodenkirchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rodenkirchen<\/a>. \u201eDie Br\u00fccke ist sehr steil und glatt\u201c, schildert Volker Schmitz. Er lebt in einer besonderen Wohnform f\u00fcr Menschen mit Behinderung im K\u00f6lner S\u00fcden. \u201eAu\u00dferdem hat sie viele Bausch\u00e4den, weswegen manche Leute schon gest\u00fcrzt sind.\u201c Schmitz wendet sich an Timon Marland (SPD) von der Bezirksvertretung Rodenkirchen und fragt: \u201eWann wird die Br\u00fccke umgebaut?\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/roesrath-bundesgesundheitsministerin-nina-warken-cdu-trifft-diakonie-michaelshoven-und-cdu-roesrath-1081534\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diakonie Michaelshoven<\/a> hat im Rahmen des Wahlkampfs die <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/dpa-nrw\/offene-drogenszene-zentrales-wahlkampfthema-in-koeln-1090959\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">OB-Kandidaten<\/a> Markus Greitemann (CDU) und Hans M\u00f6rtter (parteilos) sowie die Parteivertreter Floris Rudolph (Gr\u00fcne) und Timon Marland (SPD) eingeladen. Diese haben mit Menschen mit Behinderung gesprochen, die in verschiedenen Einrichtungen im K\u00f6lner S\u00fcden wohnen. Vor allem haben die Themen Barrierefreiheit und Inklusionsbetriebe in K\u00f6ln eine Rolle gespielt.<\/p>\n<p>In Rodenkirchen soll neue Br\u00fccke gebaut<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eWir haben uns durchgesetzt, eine neue Br\u00fccke hinzubauen\u201c, antwortet Marland, Bezirksvertreter in Rodenkirchen, auf Schmitz&#8216; Frage. \u201eDas ist ein Erfolg von allen Parteien.\u201c Die Br\u00fccke werde abgerissen, hin komme ein ebenerdiger Bahn\u00fcbergang. Die Menschen m\u00fcssen sich nur etwas gedulden: \u201eEin Umbau kann erst 2030 umgesetzt werden\u201c, so Marland.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ein weiteres Problem sei die Verst\u00e4ndlichkeit der Fahrpl\u00e4ne. Es gebe zu viel kleingedruckten Text. Die Bewohnenden w\u00fcnschen sich einen Knopf, der ihnen vereinfacht die Informationen vorliest. Auch Greitemann findet die Idee gut. Der 65-J\u00e4hrige habe selbst Schwierigkeiten, den Text zu lesen. \u201eAndere St\u00e4dte haben bereits so ein Angebot, wo das funktioniert\u201c, sagt Greitemann. Er weist auf die Dringlichkeit der Digitalisierung hin: \u201eWenn Br\u00fccken erst 2030 umgebaut werden k\u00f6nnen, dann m\u00fcssen wir uns damit noch l\u00e4nger gedulden.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Auch Rudolph orientiert sich an den Angeboten anderer St\u00e4dte: \u201eWir sind im Gespr\u00e4ch mit Organisationen wie der Lebenshilfe. Wir hatten die Idee, dass jede Linie ihre eigene Farbe bekommt, an der sich Menschen orientieren k\u00f6nnen.\u201c St\u00e4dte wie Hamburg oder Paris haben dieses System bereits eingef\u00fchrt.<\/p>\n<blockquote class=\"dm-blockquote__quote-text\" data-v-3a231a3f=\"\"><p>Es sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, dass Menschen mit Behinderung dazu geh\u00f6ren. Das gilt auch f\u00fcr das Arbeitsleben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hans M\u00f6rtter, Parteiloser OB-Kandidat<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Sonja Kirz ist Rollstuhlfahrerin und weist auf die Haltestellen Barbarossaplatz und Chlodwigplatz hin. Die Bahnen fahren dort eine Treppe zum Aussteigen aus. Eine Rampe gibt es nicht. \u201eDie Haltestellen sind nicht barrierefrei. Wir Rollstuhlfahrer kommen nicht aus den Bahnen raus\u201c, so Kirz. Zudem sei die Situation auch f\u00fcr Personen mit Kinderwagen oder \u00e4ltere Menschen schwierig.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Thomas Wenzel arbeitet bei den Gemeinn\u00fctzigen Werkst\u00e4tten K\u00f6ln (GWK). Er fordert mehr Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Menschen mit Behinderung im S\u00fcden der Stadt. \u201eWir haben zum Teil sehr lange Pendelwege, weil viele Standorte im Norden sind\u201c, schildert der S\u00fcrther. \u201eWir brauchen mehr Struktur und dementsprechend mehr Geld f\u00fcr Inklusion\u201c, sagt M\u00f6rtter. Der Kandidat macht auf die Akzeptanz in der Gesellschaft aufmerksam: \u201eEs sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, dass Menschen mit Behinderung dazu geh\u00f6ren. Das gilt auch f\u00fcr das Arbeitsleben.\u201c<\/p>\n<p>Mehr Inklusionsbetriebe in K\u00f6ln<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Rudolph und Marland sprechen sich f\u00fcr mehr Inklusionsbetriebe in K\u00f6ln aus. Das sind Unternehmen, in denen Menschen mit oder ohne Behinderung zusammen arbeiten. \u201eWir sehen Werkst\u00e4tte f\u00fcr behinderte Menschen kritisch\u201c, so Rudolph. \u201eMenschen mit Behinderung sollten in regul\u00e4ren Berufen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen.\u201c Die Inklusionsquote im allgemeinen Arbeitsmarkt in K\u00f6ln sei gut, aber es gebe noch Luft nach oben. Marland ist derselben Meinung: \u201eWir wollen nicht ausgrenzen, sondern inklusiv denken.\u201c Die Etablierung von Inklusionsbetrieben w\u00fcrde laut Rudolph gegen Diskriminierung und niedrige L\u00f6hne in Werkst\u00e4tten helfen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr M\u00f6rtter und Greitemann geh\u00f6ren Werkst\u00e4tte f\u00fcr behinderte Menschen sowie Inklusionsbetriebe gleicherma\u00dfen auf den Arbeitsmarkt. \u201eNicht alle Menschen k\u00f6nnen in regul\u00e4ren Berufen t\u00e4tig sein\u201c, so Greitemann. Der Kandidat nennt ein Beispiel aus seiner Familie: \u201eMein Cousin hat Down-Syndrom und w\u00e4re im allgemeinen Arbeitsmarkt untergegangen. Er hat in einer Werkstatt f\u00fcr behinderte Menschen gearbeitet und ist darin aufgebl\u00fcht.\u201c Man solle den Menschen die Wahl lassen, wo sie arbeiten m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was f\u00fcr die einen \u00e4rgerlich ist, stellt f\u00fcr andere ein gro\u00dfes Hindernis dar. 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