{"id":376201,"date":"2025-08-27T04:10:11","date_gmt":"2025-08-27T04:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376201\/"},"modified":"2025-08-27T04:10:11","modified_gmt":"2025-08-27T04:10:11","slug":"berlin-gefluechtete-fuehlen-sich-immer-weniger-willkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376201\/","title":{"rendered":"Berlin | Gefl\u00fcchtete f\u00fchlen sich immer weniger willkommen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Das Gef\u00fchl, willkommen zu sein, hat bei in Deutschland lebenden Gefl\u00fcchteten laut einer Langzeitstudie kontinuierlich abgenommen. Das zeigt eine Analyse des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Forscher hatten den Gefl\u00fcchteten f\u00fcr ihre Untersuchung die Frage gestellt: \u00abF\u00fchlen Sie sich heute in Deutschland willkommen?\u00bb W\u00e4hrend dies im Jahr 2017 noch 84 Prozent der Befragten ganz oder \u00fcberwiegend bejahten, lag der Anteil im Jahr 2020 nur noch bei 78 Prozent. Im Jahr 2023 f\u00fchlten sich laut Studie nur noch 65 Prozent der Gefl\u00fcchteten willkommen.<\/p>\n<p>Langzeitstudie nimmt alle Schutzsuchenden in den Blick<\/p>\n<p>Aussagen von Fl\u00fcchtlingen aus der Ukraine und der T\u00fcrkei wurden bei der Analyse nach Angaben des DIW nicht ber\u00fccksichtigt. Im Rahmen der Studie wurden zwischen 2017 und 2023 j\u00e4hrlich Menschen befragt, die von 2013 bis einschlie\u00dflich September 2022 in Deutschland einen Antrag auf Asyl oder vor\u00fcbergehenden Schutz gestellt haben, unabh\u00e4ngig davon, ob ihr Antrag erfolgreich war.<\/p>\n<p>Die Autorinnen und Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen der \u00f6ffentlichen Debatte um restriktive migrationspolitische Ma\u00dfnahmen \u2013 etwa zur Erleichterung von R\u00fcckf\u00fchrungen \u2013 und dem gesunkenen Willkommensgef\u00fchl. \u00abZudem zeigte sich 2023 wie heute ein hohes Niveau gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und eine verst\u00e4rkte Sichtbarkeit migrationskritischer Positionen im politischen Diskurs\u00bb, hei\u00dft es in der Analyse.<\/p>\n<p>Wie aus den Ergebnissen der Studie weiter hervorgeht, machen sich viele Menschen, die als Schutzsuchende nach Deutschland gekommen sind, inzwischen Sorgen \u00fcber das gesellschaftliche Klima. Als das DIW in den Jahren 2016 und 2017 die Frage gestellt hatte: \u00abMachen Sie sich Sorgen um Ausl\u00e4nderfeindlichkeit und Fremdenhass in Deutschland?\u00bb, berichteten 32 Prozent beziehungsweise 29 Prozent der Gefl\u00fcchteten von solchen Sorgen. 2023 waren es laut Studie schon mehr als die H\u00e4lfte der gefl\u00fcchteten Menschen (54 Prozent).<\/p>\n<p>Gesundheit von Kindern Zugewanderter<\/p>\n<p>Untersucht hat das DIW auch, ob sich in Deutschland geborene Kinder von Gefl\u00fcchteten, was ihre Entwicklung angeht, von anderen Kindern unterscheiden. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Kinder Gefl\u00fcchteter bei Sprache, sozialen Beziehungen und motorischen F\u00e4higkeiten im Alter von zwei bis vier Jahren schlechter abschneiden als Kinder von anderen M\u00fcttern \u2013 mit und ohne Migrationsgeschichte.<\/p>\n<p>Grund daf\u00fcr seien Faktoren wie die mentale Gesundheit der Mutter, ihr Bildungsstand sowie ihre Erwerbst\u00e4tigkeit. Bei den Alltagsf\u00e4higkeiten schnitten die Kinder von M\u00fcttern mit Migrationsgeschichte demnach insgesamt besser ab \u2013 wom\u00f6glich das Ergebnis einer ausgepr\u00e4gteren Selbstst\u00e4ndigkeit der Kinder im Alltag, etwa bei einfachen Haushaltsaufgaben wie Tischdecken oder Aufr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Das Gef\u00fchl, willkommen zu sein, hat bei in Deutschland lebenden Gefl\u00fcchteten laut einer Langzeitstudie kontinuierlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":376202,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,3919,30,382,1940,1938],"class_list":{"0":"post-376201","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-fluechtling","14":"tag-germany","15":"tag-migration","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115098774580880297","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=376201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/376202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=376201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=376201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=376201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}