{"id":376511,"date":"2025-08-27T07:11:13","date_gmt":"2025-08-27T07:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376511\/"},"modified":"2025-08-27T07:11:13","modified_gmt":"2025-08-27T07:11:13","slug":"wie-wirtschaftsministerin-reiche-die-energiewende-gestalten-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376511\/","title":{"rendered":"Wie Wirtschaftsministerin Reiche die Energiewende gestalten will"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.08.2025 07:38 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wirtschaftsministerin Reiche strebt eine Neuausrichtung bei der Energiewende an, um die Kosten zu senken. Daf\u00fcr hat sie einen Monitoringbericht in Auftrag gegeben. Umweltgruppen warnen vor einer Verw\u00e4sserung des Klimaschutzes.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/polansky-113.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Polansky\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/polansky-115.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gefragt wird, wof\u00fcr sie das Amt \u00fcbernommen hat, nennt sie in der Regel zwei Anliegen: Um die schw\u00e4chelnde deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen &#8211; und um die Energiewende kosteng\u00fcnstiger zu gestalten. &#8222;Es braucht eine grundlegende Reform des Energiesystems&#8220;, sagte Reiche etwa im Juli im Bundestag. &#8222;Wir m\u00fcssen die Stromsystemkosten deutlich absenken. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit m\u00fcssen ein gemeinsames Ziel sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus Reiches Sicht sind niedrigere Energiekosten eine Grundvoraussetzung f\u00fcr mehr Wachstum. Die CDU-Politikerin l\u00e4sst gerne durchblicken, dass sie die Energiepolitik ihres gr\u00fcnen Amtsvorg\u00e4ngers Robert Habeck zu teuer fand, zu einseitig ausgerichtet auf den Zubau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit seien nicht ausreichend im Fokus der gr\u00fcnen Klimaschutzpolitik gewesen.<\/p>\n<p>    Bef\u00fcrchtungen der SPD<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nReiche hat deshalb einen Monitoringbericht zum Stand der Energiewende in Auftrag gegeben. So war es auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD verabredet. In der Auftragsbeschreibung des Wirtschaftsministeriums ist von einer Neuausrichtung der Energiepolitik die Rede. Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit sollen eine zentrale Leitschnur sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Koalitionspartner SPD gibt es die Bef\u00fcrchtung, dass Reiche beim Klimaschutz Abstriche machen k\u00f6nnte. Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Nina Scheer, stellt zudem in Frage, dass sich Reiche mit der Aufgabenstellung des Monitoringberichts an die Vorgaben des Koalitionsvertrages h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Neuausrichtung der Energiewende ist nicht das Programm des Koalitionsvertrages&#8220;, betont Scheer. &#8222;Darauf haben wird uns nicht verst\u00e4ndigt und darauf h\u00e4tten wir uns nicht verst\u00e4ndigt.&#8220; Es gehe nicht darum, alles in Frage zu stellen, sagt die SPD-Politikerin. Insbesondere nicht den weiteren Ausbau der Erneuerbaren.<\/p>\n<p>    Unterschiedliche Szenarien von Energieexperten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber wo k\u00f6nnten Kosten bei der Energiewende gespart werden? Der Monitoring-Bericht soll beispielsweise den k\u00fcnftigen Strombedarf einsch\u00e4tzen. Je geringer die Kalkulation ausf\u00e4llt, desto g\u00fcnstiger wird es &#8211; weil weniger Erneuerbare und weniger Netze zugebaut werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTats\u00e4chlich gibt es derzeit von Energieexperten sehr unterschiedliche Szenarien &#8211; zumal sich Elektroautos und W\u00e4rmepumpen langsamer durchsetzen, als vor einiger Zeit noch erwartet. Eine gro\u00dfe Unbekannte ist auch, welche Bedeutung Wasserstoff als Energietr\u00e4ger absehbar tats\u00e4chlich erlangen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nReiche macht sich auch daf\u00fcr stark, dass sich neue Wind- und Solaranlagen mehr an den bereits vorhandenen oder geplanten Stromleitungen orientieren sollen. Denn der Netzausbau ist einer der gr\u00f6\u00dften Kostenpunkte der Energiewende. Die Netzbetreiber rechnen mit Ausbaukosten in H\u00f6he von mehr als 500 Milliarden Euro bis 2045.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo m\u00fcssen weitere Stromleitungen Windanlagen auf See anbinden, Windenergie von Nord- nach S\u00fcddeutschland bringen und immer mehr dezentrale Wind- und Solaranlagen so verzahnen, dass die Netze stabil sind und die Versorgung sicher ist &#8211; auch wenn die Stromerzeugung wetterbedingt stark schwankt.<\/p>\n<p>    Reiche will bei der Solarf\u00f6rderung k\u00fcrzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSPD-Politikerin Scheer f\u00fcrchtet auch beim Thema Netzausbau Abstriche bei der Energiewende. &#8222;Wenn ich vom Grundprinzip sage, ich lasse nur noch dort Erneuerbare zu, wo es in die Netze hineinpasst, denn w\u00fcrde ich mir ins eigene Fleisch schneiden, weil ich dann den Ausbau der erneuerbaren Energie letztendlich abw\u00fcrgen w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinsparpotenziale sieht Reiche auch bei der F\u00f6rderung von neuen Solaranlagen. Nach ihrer Einsch\u00e4tzung rechnen sich Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach f\u00fcr Hausbesitzer inzwischen auch ohne Zusch\u00fcsse \u00fcber das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nStrikt gegen K\u00fcrzungen sind Vertreter der Solarbranche, Umweltverb\u00e4nde und auch einige Kommunalpolitiker wie die gr\u00fcne Oberb\u00fcrgermeisterin von Bonn, Katja D\u00f6rner. &#8222;Das w\u00fcrde die Umsetzung der bundesweiten und auch der Bonner Klimaziele gef\u00e4hrden und nat\u00fcrlich auch die Solarbranche sch\u00e4digen&#8220;, ist D\u00f6rner \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Deutsche Umwelthilfe und andere Verb\u00e4nde warnen vor einem Ausbremsen der Dach-Photovoltaik in Deutschland. Mit insgesamt mehr als 18 Milliarden Euro hat der Bund den Ausbau der Erneuerbaren im vergangenen Jahr \u00fcber das EEG gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>    Gaskraftwerke als weiterer Kostenblock<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKlar ist aus Sicht der CDU-Wirtschaftsministerin, dass es Gaskraftwerke braucht, um bei immer mehr erneuerbaren Anlagen steuerbare Kraftwerke zu haben, die Strom produzieren k\u00f6nnen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Unabh\u00e4ngig vom Monitoringbericht verhandelt Reiche gerade mit der EU-Kommission, in welchem Umfang neue Kraftwerke von Br\u00fcssel genehmigt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn Gaskraftwerke verursachen Treibhausgase. Und f\u00fcr den wirtschaftlichen Betrieb von Kraftwerken, die nur gelegentlich laufen, braucht es ein Finanzierungsmodell. Der Zubau von Gaskraftwerken stellt also einen weiteren Kostenblock dar, der in die Gesamtrechnung der Energiewende einkalkuliert werden muss. Reiche spricht von 20 Gigawatt an Kapazit\u00e4t, die hinzukommen sollen, was rund 40 Kraftwerksbl\u00f6cke w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEnde der Woche soll der Monitoringbericht zur Energiewende dem Wirtschaftsministerium vorliegen. Erstellt wird er vom Beratungsunternehmen BET, das sich auf die Transformation der Energiewirtschaft spezialisiert hat, und vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universit\u00e4t K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInteressant wird sein, welche Schlussfolgerungen Wirtschaftsministerin Reiche aus dem Bericht zieht und inwieweit das auf Widerspruch der SPD st\u00f6\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.08.2025 07:38 Uhr Wirtschaftsministerin Reiche strebt eine Neuausrichtung bei der Energiewende an, um die Kosten zu senken.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":376512,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,1520,30,13,14,15,4433,12,10,8,9,11,8030],"class_list":{"0":"post-376511","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-energiewende","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-reiche","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-wirtschaftsministerin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115099486403157895","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=376511"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376511\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/376512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=376511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=376511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=376511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}