{"id":376564,"date":"2025-08-27T07:40:17","date_gmt":"2025-08-27T07:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376564\/"},"modified":"2025-08-27T07:40:17","modified_gmt":"2025-08-27T07:40:17","slug":"eu-botschafter-in-bern-migration-ist-preis-des-wohlstands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376564\/","title":{"rendered":"EU-Botschafter in Bern: Migration ist Preis des Wohlstands"},"content":{"rendered":"<p>AboEU-Botschafter im letzten Interview \u2013 <\/p>\n<p>\u00abWenn Sie die Zuwanderung reduzieren wollen, m\u00fcssen Sie Ihre Unternehmen in die USA verlegen\u00bb<\/p>\n<p class=\"ContentHead_lead____SsS link_regular__O0hk0 link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs\">F\u00fcnf Jahre lang war Petros Mavromichalis EU-Botschafter in Bern. Kurz vor seiner Abreise sagt er, weshalb er an ein Ja zu den EU-Vertr\u00e4gen glaubt \u2013 und verr\u00e4t, was ihn an der Schweiz am meisten genervt hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/9YQHOVa0aoF9fJCCgpZQ0d.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Delphine Gasche\" class=\"AuthorImage_root__WCxj_ ContentMetaInfo_authorimage__Mp4LD AuthorImage_-content-head__3qDob\" style=\"background-color:#8B8B8B\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/6yymy4-Q4nI92uh2xeiXvv.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Larissa Rhyn\" class=\"AuthorImage_root__WCxj_ ContentMetaInfo_authorimage__Mp4LD AuthorImage_-content-head__3qDob\" style=\"background-color:#8B8B8B\"\/>Publiziert heute um 05:54 Uhr<img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/066Jmi0CqSS81EWKlBX7LR.jpg\" alt=\"EU-Botschafter Petros Mavromichalis in einem Interview in der EU-Residenz in Bern, im Hintergrund ein Gem\u00e4lde.\" title=\"EU-Botschafter Petros Mavromichalis in einem Interview in der EU-Residenz in Bern, im Hintergrund ein Gem\u00e4lde.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#46412D\"\/><\/p>\n<p>Der EU-Botschafter Petros Mavromichalis sagt, er fahre in der Schweiz auf der Autobahn 120 Kilometer pro Stunde, in Frankreich schneller. \u00abTrotzdem beklage ich mich nicht, dass Sie mir Ihre Regeln aufzwingen.\u00bb<\/p>\n<p>Foto: Adrian Moser<\/p>\n<p>Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.<a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"BottalkPaywall_bottalklink__KDtuf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BotTalk<\/a><\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Petros Mavromichalis\u2019 letzter Sommer in Bern war der ereignisreichste in f\u00fcnf Jahren: Der Bundesrat pr\u00e4sentierte das Resultat der Verhandlungen mit der EU, und Donald Trump verh\u00e4ngte seine Strafz\u00f6lle \u2013 wobei die EU deutlich besser wegkam als die Schweiz. Wie sieht der EU-Botschafter unser Land und dessen Zukunft?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Donald Trump hat der EU 15 Prozent Z\u00f6lle aufgebrummt, der Schweiz 39 Prozent. Ist das der Preis f\u00fcr den Schweizer Isolationismus?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Man sollte dieser Differenz keine allzu grosse Bedeutung beimessen. 15 oder 39 Prozent: Das kann sich von einem Tag auf den anderen wieder \u00e4ndern. Klar ist jedoch, dass man als Kleinstaat, der auf sich allein gestellt ist, weniger Verhandlungsmacht hat.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Links-Gr\u00fcn kritisiert, die Schweiz h\u00e4tte sich bei den Verhandlungen mit Trump besser an die EU angeh\u00e4ngt. W\u00e4re das \u00fcberhaupt m\u00f6glich gewesen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Es hilft sicher, sich zwischen Partnern auszutauschen. Aber weil die Schweiz nicht Teil der EU und unserer Zollunion ist, verhandelt jeder f\u00fcr sich. Ich w\u00fcrde also nicht sagen, dass der Bundesrat hier einen Fehler gemacht hat.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Die EU-L\u00e4nder zahlen f\u00fcr die 15 Prozent Z\u00f6lle einen hohen Preis: Sie kaufen Fl\u00fcssiggas f\u00fcr 600 Milliarden Euro, obwohl das ihrer Energie- und Klimastrategie widerspricht. Ist es das wert?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Es ist das am wenigsten schlechte Zollabkommen, das wir in der aktuellen Situation erzielen konnten. Es verschafft uns hoffentlich eine gewisse Stabilit\u00e4t und Vorhersehbarkeit. Ich denke, wir k\u00f6nnen beruhigt sein, ohne zu triumphieren.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Glauben Sie, dass Donald Trumps Strafzoll einige Schweizer Skeptiker von den neuen EU-Vertr\u00e4gen \u00fcberzeugt?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ich denke, wir haben einmal mehr den Beweis, dass die EU die zuverl\u00e4ssigste Partnerin und beste Freundin der Schweiz ist. Unsere Beziehung ist wichtiger denn je.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Es gibt viel Kritik am neuen Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU, insbesondere an der dynamischen Rechts\u00ad\u00fcbernahme. Letztendlich verh\u00e4lt sich die EU ein wenig wie Trump: Sie nutzt ihre Macht, um der Schweiz ihren Willen aufzuzwingen\u202f\u2026<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Nein, \u00fcberhaupt nicht. Es geht bei diesen Vertr\u00e4gen darum, dass die Schweiz am EU-Binnenmarkt teilnehmen m\u00f6chte.<\/p>\n<blockquote class=\"QuoteElement_root__cF_s5 ArticleContainer_content-width__FRl7F ArticleElement_article-element__q93eL\">\n<p class=\"HtmlText_root__A1OSq QuoteElement_quote__jjXto\">\u00abDie Geschichte wartet nicht auf die Schweiz. Die Ereignisse \u00fcberschlagen sich.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Die Schweiz konnte auch bis anhin am Binnenmarkt teilnehmen, ohne dynamische Rechts\u00fcbernahme.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">In der Schweiz fahre ich auf der Autobahn 120 Kilometer pro Stunde. In Frankreich 130, und in Deutschland gibt es auf gewissen Strecken keine Begrenzung. Trotzdem beklage ich mich nicht, dass Sie mir Ihre Regeln aufzwingen. Wenn Sie auf unserem Markt zu den gleichen Bedingungen wie unsere Unternehmen pr\u00e4sent sein wollen, m\u00fcssen Sie unsere Regeln respektieren. Das ist doch das Mindeste. Daf\u00fcr wird die Schweiz k\u00fcnftig schon w\u00e4hrend des Gesetzgebungsprozesses konsultiert und kann sich Geh\u00f6r verschaffen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Gleichzeitig verlangen Sie von uns eine Eintrittsgeb\u00fchr f\u00fcr Ihren Markt: zu Beginn 130 Millionen Franken f\u00fcr den Zusammenhalt, danach 350 Millionen pro Jahr.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">In einem Binnenmarkt konzentriert sich das Wachstum tendenziell in den dynamischsten Regionen. Deshalb braucht es einen Ausgleich. Man muss auch die Relationen sehen: Der Schweizer Beitrag betr\u00e4gt etwa 14 Schweizer Franken pro Einwohner und Jahr. Die Vorteile der Teilnahme am Binnenmarkt belaufen sich gem\u00e4ss einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auf etwa 3000 Franken pro Jahr. Das ist kein schlechtes Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Europa profitiert auch von der Markt\u00adteilnahme der Schweiz \u2013 und bezahlt nicht daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ja, beide Seiten profitieren. Aber weil die Schweiz eine sehr starke Wirtschaft hat, profitiert sie \u00fcberdurchschnittlich. Aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden gibt es in der Schweiz den Finanzausgleich zwischen den Kantonen. Der Schweizer Koh\u00e4sionsbeitrag an die weniger entwickelten L\u00e4nder Europas hilft auch, den Migrationsdruck zu mindern, weil er dort bessere Lebensbedingungen und Arbeitspl\u00e4tze schafft.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Apropos Migration: Mit den neuen Vertr\u00e4gen erhalten EU-B\u00fcrger das Dauer\u00adaufenthalts\u00adrecht schneller, und der Familien\u00adnachzug wird leichter. Die Migration nimmt also zu.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die Schweiz hat in diesem Bereich zahlreiche Ausnahmen ausgehandelt, etwa striktere Voraussetzungen f\u00fcr die Niederlassung oder leichtere Ausweisungen f\u00fcr verurteilte EU-B\u00fcrger. Aber Zuwanderung ist nicht das Ergebnis der Personenfreiz\u00fcgigkeit, sondern des Wirtschaftswachstums. Das zeigt das Beispiel Grossbritannien: Nach dem Brexit hat die Zuwanderung sogar zugenommen. Statt aus Polen oder Italien kommen die Menschen nun einfach aus Asien und Afrika. Wenn die Wirtschaft Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigt, findet sie diese. Wenn Sie die Zuwanderung reduzieren wollen, m\u00fcssen Sie Ihre Unternehmen in die USA verlegen, wie es sich der amerikanische Pr\u00e4sident w\u00fcnscht. Dann ben\u00f6tigen Sie keine ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4fte mehr.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was war das gr\u00f6sste Zugest\u00e4ndnis, das die EU zugunsten der Schweiz gemacht hat?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Sicherlich die einseitig aktivierbare Schutzklausel. Keiner unserer Mitgliedsstaaten oder unserer Partner im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum hat eine solche Klausel. Es ist eine massgeschneiderte L\u00f6sung f\u00fcr die Schweiz.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Weshalb haben Sie zugestimmt, obwohl Sie immer betonen, es m\u00fcssten f\u00fcr alle Marktteilnehmer dieselben Regeln gelten?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Weil uns gesagt wurde, dass dies f\u00fcr die Schweizer B\u00fcrger unerl\u00e4sslich sei. Und wir unseren Partnern zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/9-eI-o9c4vz8tF1vQa4Z1Q.jpg\" alt=\"EU-Botschafter Petros Mavromichalis im Gespr\u00e4ch in der EU-Residenz in Bern.\" title=\"EU-Botschafter Petros Mavromichalis im Gespr\u00e4ch in der EU-Residenz in Bern.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#B4A794\"\/><\/p>\n<p>Botschafter Petros Mavromichalis in der EU-Residenz in Bern.<\/p>\n<p>Foto: Adrian Moser<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Die Schutzklausel erm\u00f6glicht es, die Migration bei schwer\u00adwiegenden wirtschaftlichen oder sozialen Problemen zu regulieren. Aber in solchen Situationen k\u00e4men wahrscheinlich ohnehin weniger Europ\u00e4er in die Schweiz. Was also n\u00fctzt die Klausel?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Sie wollen die Personenfreiz\u00fcgigkeit ja hoffentlich nur im Falle schwerwiegender Probleme einschr\u00e4nken. Dies grundlos zu tun, w\u00e4re reine Schikane.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Woher kommt Ihrer Meinung nach die Skepsis vieler Schweizerinnen und Schweizer gegen\u00fcber der EU?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die Schweizer h\u00e4ngen an ihren Gewohnheiten, Traditionen und ihrer Stabilit\u00e4t. Sie ver\u00e4ndern nur dann etwas, wenn sie davon \u00fcberzeugt sind, dass es wirklich notwendig ist. Aber ich stelle manchmal die Gegenfrage: Wenn Sie mit einem Zauberstab die Schweiz an einen anderen Ort versetzen k\u00f6nnten: Welche Nachbarn h\u00e4tten Sie lieber als die EU? Niemand hatte darauf bisher eine Antwort parat.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Rechnen Sie mit einem Ja zu den Vertr\u00e4gen in der Volksabstimmung?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Bis 2027 oder 2028 kann noch viel passieren. Aber ich sp\u00fcre eine starke Unterst\u00fctzung in der Wirtschaft, in der Politik und auch im Bundesrat. Daher mache ich mir derzeit keine Sorgen.<\/p>\n<blockquote class=\"QuoteElement_root__cF_s5 ArticleContainer_content-width__FRl7F ArticleElement_article-element__q93eL\">\n<p class=\"HtmlText_root__A1OSq QuoteElement_quote__jjXto\">\u00abDie Zuwanderung ist der Preis des Wohlstands.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">W\u00e4re es akzeptabel, wenn die Schweiz erst 2028 \u00fcber das Vertragspaket entscheiden w\u00fcrde?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Wir haben nie \u00fcber ein Datum gesprochen und respektieren die Schweizer Prozesse. Der Entscheid liegt beim Schweizer Parlament. Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde sagen: Die Geschichte wartet nicht auf die Schweiz. Die Ereignisse \u00fcberschlagen sich. Und Ihr Land ist in der Lage, schnell zu entscheiden, wenn die Umst\u00e4nde es erfordern.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was hat Sie w\u00e4hrend Ihrer Zeit in der Schweiz am meisten gepr\u00e4gt?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ich habe mir beim Skifahren die B\u00e4nder gerissen, das war ein Schock. (lacht) Sonst w\u00fcrde ich sagen: Die Besuche in allen 26 Kantonen, die vielen Treffen mit jungen Menschen in den Schulen und Universit\u00e4ten, der freundliche Empfang \u00fcberall.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was hat Sie am meisten genervt?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Immer wieder dieselben Fragen beantworten zu m\u00fcssen zur dynamischen Rechts\u00fcbernahme sowie zur \u00dcberbev\u00f6lkerung, die angeblich durch die Personenfreiz\u00fcgigkeit verursacht werde.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Hatten Sie nie den Eindruck, dass die Schweiz \u00fcberbev\u00f6lkert ist, beispielsweise in den Z\u00fcgen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ich verstehe die Besorgnis \u00fcber volle Z\u00fcge und Staus auf der Autobahn. Aber daf\u00fcr ist nicht die Personenfreiz\u00fcgigkeit verantwortlich.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Sondern?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ich mache einen Vergleich mit meiner Heimat, einer griechischen Insel. Dort nimmt die Zahl der Touristen stetig zu. Am Strand sind alle Sonnenschirme besetzt. Neu muss ich schon fr\u00fch einen Tisch im Restaurant reservieren. Aber ist das die Schuld der Touristen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Sagen Sie es uns.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Griechenland lebt vom Tourismus. Wenn man Hotels baut, kommen die Leute. In der Schweiz ist es \u00e4hnlich: Erfolgreiche Unternehmen schaffen Arbeitspl\u00e4tze. Und es gibt nun mal keine M\u00f6glichkeit, den deutschen Arzt, der auf Kosten der deutschen Steuerzahler ausgebildet wurde und in einem Z\u00fcrcher Spital arbeitet, um 17 Uhr nach Baden-W\u00fcrttemberg zu beamen. Die Zuwanderung ist der Preis des Wohlstands.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Und jetzt \u2013 was machen Sie als N\u00e4chstes?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ich gehe nach Lateinamerika. Nach Uruguay, ein Land, das man die Schweiz S\u00fcdamerikas nennt. Ich werde die Berge und Seen gegen Str\u00e4nde, das Meer und die Pampa eintauschen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Eine Schweiz am Meer, die auch noch g\u00fcnstiger ist\u00a0\u2026<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">\u2026\u00a0die Diplomaten vor Ort, die ich kenne, sagen mir: Vorsicht, es ist sehr teuer hier. Dann antworte ich: Ich komme aus der Schweiz, es kann kaum noch teurer sein als hier. (lacht)<\/p>\n<p class=\"DynamicTeaser_boxtitle__B6piN\">Die EU-Vertr\u00e4ge \u2013 und wie sie in Br\u00fcssel und Bern gesehen werden<\/p>\n<p>Newsletter<\/p>\n<p>Der Morgen<\/p>\n<p>Der perfekte Start in den Tag mit News und Geschichten aus der Schweiz und der Welt.<\/p>\n<p><a class=\"NewsletterBox_more__FNemz link_underlinelink__K5Zr0\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/newsletter-uebersicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Newsletter<\/a><\/p>\n<p>Einloggen<strong>Larissa Rhyn<\/strong> ist Leiterin der Bundeshausredaktion und stellvertretende Ressortleiterin Politik &amp; Wirtschaft.<a class=\"ArticleAuthorBio_moreinfo__cqyvz link_underlinelink__K5Zr0\" rel=\"author noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/author\/19478725\/larissa-rhyn\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/larissa_rhyn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@larissa_rhyn<\/a><strong>Delphine Gasche<\/strong> est correspondante parlementaire \u00e0 Berne depuis mai 2023. Sp\u00e9cialis\u00e9e en politique, elle couvre avant tout l&#8217;actualit\u00e9 f\u00e9d\u00e9rale. Auparavant, elle a travaill\u00e9 pendant sept ans pour l&#8217;agence de presse nationale (Keystone-ATS) au sein des rubriques internationale, nationale et politique.<a class=\"ArticleAuthorBio_moreinfo__cqyvz link_underlinelink__K5Zr0\" rel=\"author noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/author\/62377911\/delphine-gasche\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p class=\"Feedback_root__fr_Mi ArticleContainer_content-width__FRl7F\">Fehler gefunden?<a href=\"mailto:tagesleitung.korrektorat@tamedia.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20Larissa%20Rhyn%20%7C%20%C2%ABWenn%20Sie%20die%20Zuwanderung%20reduzieren%20wollen%2C%20m%C3%BCssen%20Sie%20Ihre%20Unternehmen%20in%20die%20USA%20verlegen%C2%BB&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.tagesanzeiger.ch%2Feu-botschafter-in-bern-migration-ist-preis-des-wohlstands-800101321599\" class=\"Feedback_feedbacklink__VyDCi link_underlinelink__K5Zr0\">Jetzt melden.<\/a><\/p>\n<p>10 Kommentare<\/p>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AboEU-Botschafter im letzten Interview \u2013 \u00abWenn Sie die Zuwanderung reduzieren wollen, m\u00fcssen Sie Ihre Unternehmen in die USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":376565,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-376564","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115099600688793741","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=376564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/376565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=376564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=376564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=376564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}