{"id":376628,"date":"2025-08-27T08:18:14","date_gmt":"2025-08-27T08:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376628\/"},"modified":"2025-08-27T08:18:14","modified_gmt":"2025-08-27T08:18:14","slug":"scanningcenter-in-berlin-der-herr-der-dokumenten-schaetze-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/376628\/","title":{"rendered":"Scanningcenter in Berlin: Der Herr der Dokumenten-Sch\u00e4tze | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Eine riesige Lagerhalle, meterhohe Regale und unz\u00e4hlige Kisten: Hier lagert ein gro\u00dfer Teil der sensibelsten Verwaltungsakten Berlins \u2013 und gleichzeitig beginnt genau hier der digitale Wandel der Hauptstadt.<\/b><\/p>\n<p>Berlin m\u00f6chte digitaler werden! Was nach Digitalisierung klingt, endet oft im Aktenschrank \u2013 wegen gesetzlicher Aufbewahrungsfristen von bis zu 30 Jahren.<\/p>\n<p>Wohin mit all dem Papier?<\/p>\n<p>Im Scanningscenter Iron Mountain am Trachenbergring in Steglitz-Zehlendorf wird genau daran gearbeitet. Hier werden monatlich zwischen 500.000 und 700.000 Seiten digitalisiert, was zwei Archivboxen mit jeweils 2000 Seiten pro Minute entspricht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Bis zu 700.000 Seiten werden pro Monat digitalisiert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/f278dd76cd58d964138b9b015cfd7ca2,f716fb6e\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Bis zu 700.000 Seiten werden pro Monat digitalisiert<\/p>\n<p>Foto:  Christian Lohse\/Bild<\/p>\n<p><b>Insgesamt lagern in <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Berlin<\/b><\/a><b> rund 400 Kilometer Akten, die meisten davon stammen aus \u00f6ffentlichen Stellen.<\/b><\/p>\n<p><b>Das grundlegende Ziel:<\/b> Die kilometerlangen Dokumente in ein digitales Format umwandeln, das langfristig zug\u00e4nglich und durchsuchbar ist.<\/p>\n<p>Dokumente oft nicht auffindbar<\/p>\n<p>\u201eDie meisten Strafen f\u00fchren darauf zur\u00fcck, dass die Dokumente nicht auffindbar sind und nicht ordentlich klassifiziert sind. Deswegen wird alles bei uns ausgelagert\u201c, sagt Martin Ha, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr die Standorte in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"In Berlin liegen 400 Kilometer Papier sorgf\u00e4ltig abgepackt, die alle gescannt werden\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/a57a244e27cbdd829edad72e41a2680b,9380781\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">In Berlin liegen 400 Kilometer Papier sorgf\u00e4ltig abgepackt, die alle gescannt werden<\/p>\n<p>Foto: Privat<\/p>\n<p><b>Au\u00dferdem: Viele Beh\u00f6rden und Unternehmen schaffen es nicht mehr, die steigenden Anforderungen an Dokumentation, Datenschutz und Nachweispflichten zu erf\u00fcllen.<\/b><\/p>\n<p>Was wird gescannt?<\/p>\n<p>Gescannt werden vor allem sensible Verwaltungsunterlagen. Dazu z\u00e4hlen Baupl\u00e4ne \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude, Ausl\u00e4nderakten, Justiz- und Strafakten sowie Dokumente aus Prozessen wie Eheschlie\u00dfung, Scheidung, Geburt oder Elterngeld.<\/p>\n<p>Auch das Gesundheitswesen ist betroffen: Krankenhausentlassungspapiere oder Corona-Testunterlagen m\u00fcssen archiviert werden. Martin Ha: \u201eDas sind etliche Prozesse, die bis 2029 eigentlich fl\u00e4chendeckend digitalisiert sein sollen.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>\u201eMan beginnt immer zuerst mit den Altakten, also mit dem Papier\u201c, sagt Ha weiter. Denn: Bevor digitale Prozesse wie B\u00fcrgerportale, Online-Antr\u00e4ge oder automatisierte Abl\u00e4ufe funktionieren k\u00f6nnen, m\u00fcssen Millionen Seiten Papier aus Jahrzehnten Verwaltungsarbeit gesichtet, klassifiziert und eingescannt werden.<\/p>\n<p><b>Die Besonderheit:<\/b> Iron Mountain geh\u00f6rt zu den wenigen Unternehmen in Deutschland, die nach dem zertifizierten Verfahren TR-Resi arbeiten d\u00fcrfen \u2013 einer technischen Richtlinie des Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum \u201eersetzenden Scannen\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Carolina (28) ist seit 2019 Teamleiterin und f\u00fcr die Qualit\u00e4tspr\u00fcfung der gescannten Dokumente zust\u00e4ndig\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/4746e3eb55443b627484d9b7d4d62374,f549d5da\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Carolina (28) ist seit 2019 Teamleiterin und f\u00fcr die Qualit\u00e4tspr\u00fcfung der gescannten Dokumente zust\u00e4ndig<\/p>\n<p>Foto:  Christian Lohse\/Bild<\/p>\n<p><b>Ha sagt: \u201eDas beschreibt ein spezielles Verfahren, mit dem man das Original vernichten darf, nach dem das Papier digitalisiert wurde.\u201c Der fertige Scan ist rechtlich anerkannt und kann beispielsweise auch vor <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/gerichte\/news-fotos-videos-17024270.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Gericht<\/b><\/a><b> verwendet werden.<\/b><\/p>\n<p>Das Verfahren ist komplex, aufwendig und unterliegt regelm\u00e4\u00dfiger Pr\u00fcfung. \u201eDas ist alles nicht so einfach, wie es sich anh\u00f6rt. Es ist wirklich ein langer Prozess\u201c, so Ha.<\/p>\n<p><b>In Berlin beginnt der digitale Wandel deshalb nicht am Bildschirm, sondern im Archiv \u2013 mit ganz viel Papier.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Eine riesige Lagerhalle, meterhohe Regale und unz\u00e4hlige Kisten: Hier lagert ein gro\u00dfer Teil der sensibelsten Verwaltungsakten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":376629,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,10235,1098,29,1081,30,692,45,12031],"class_list":{"0":"post-376628","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bundesagentur-fuer-arbeit","10":"tag-buerokratie","11":"tag-deutschland","12":"tag-digitalisierung","13":"tag-germany","14":"tag-hamburg","15":"tag-texttospeech","16":"tag-umweltschutz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115099750279874092","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=376628"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376628\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/376629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=376628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=376628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=376628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}