{"id":377049,"date":"2025-08-27T12:06:15","date_gmt":"2025-08-27T12:06:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377049\/"},"modified":"2025-08-27T12:06:15","modified_gmt":"2025-08-27T12:06:15","slug":"wangen-eine-neue-trockenmauer-mit-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377049\/","title":{"rendered":"Wangen: Eine neue Trockenmauer mit Panorama"},"content":{"rendered":"<p id=\"ilunu\">Hoch \u00fcber Wangen, wo der Holzweg in den B\u00fcrgerwaldpfad \u00fcbergeht, setzen Andreas Knauf, Anton Janz und Linus Kummer Stein f\u00fcr Stein sorgf\u00e4ltig und pr\u00e4zise aufeinander. Erst pr\u00fcfen sie, welcher der vielen Natursteine m\u00f6glichst genau an die richtige Stelle passen k\u00f6nnte. Manchmal m\u00fcssen sie die Steine mit Hammer und Mei\u00dfel noch ein bisschen nachformen, schlie\u00dflich soll die Trockenmauer dort oben richtig stabil sein und lange halten. Manchmal muss auch der kleine Presslufthammer helfen.\u00a0<\/p>\n<p id=\"imorg\">Die drei &#8211; Knauf ist der Chef des Stuttgarter Gartenbaubetriebs, Janz sein Sohn, Kummer Praktikant vor dem Studium &#8211; werden voraussichtlich noch bis Oktober Tag f\u00fcr Tag am Wangener Panoramaweg besch\u00e4ftigt sein. Etwa 35 Meter lang wird die Trockenmauer, die sie ganz ohne Beton dorthin stellen, in traditioneller Bauweise, leicht nach hinten zum Hang hin geneigt. Eine schwei\u00dftreibende Arbeit bei den hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage. Richtig sch\u00fctten darf es aber auch nicht, dann ist dort oben kein sicheres Arbeiten mehr m\u00f6glich. Und dann dauert es eben etwas l\u00e4nger, bis das neue Schmuckst\u00fcck des Panoramawegs fertig ist.\u00a0<\/p>\n<p id=\"isd5k\">Der Wangener Panoramaweg ist die j\u00fcngste Wegstrecke unter den vielen Wandeln und Wegen, die sich kreuz und quer \u00fcber die Wangener H\u00f6he ziehen. Initiator des Mitte 2022 er\u00f6ffneten Wegs und auch jetzt der neuen Trockenmauer ist der Wangener Ortshistoriker Martin Dolde. Auf dem Weg kann man sozusagen mitten in der Gro\u00dfstadt fast schon abenteuerlich wandeln.<\/p>\n<p id=\"iph5s\"><b>Abenteuer gleich hinter der Kirche<\/b> <br \/>Das Abenteuer f\u00e4ngt gleich hinter der Michaelskirche im Stuttgarter Stadtbezirk Wangen an. Die Kirche selbst ist schon sehenswert, ist sie doch eine der \u00e4ltesten Kirchen der Landeshauptstadt, urspr\u00fcnglich einmal um 1250 als kleine Wehrkirche gebaut. Direkt dahinter geht es erst die vielen Stufen der Faultannenfurche hinauf und dann schon ziemlich weit oben scharf rechts in den wirklich schmalen Holzweg. Schon ist man mitten in der Idylle der Wangener Wandelwege, mal mit Aussicht, mal fast be\u00e4ngstigend steil, mit sonnenhei\u00dfen Abschnitten und angenehm k\u00fchlen schattig-dunklen Stellen. Wer diese Wandelwege sicher genie\u00dfen will, sollte sich feste Schuhe anziehen, genug zu trinken einpacken, wenigstens ein kleines bisschen Kondition mitbringen und halbwegs trittsicher sein.\u00a0<\/p>\n<p id=\"i74ip\">Auf dem um 1540 erstmals erw\u00e4hnten Holzweg wurde einst tats\u00e4chlich Holz aus dem B\u00fcrgerwald abtransportiert. Angesichts des oft schmalen Wegs ist das heute kaum vorstellbar. Der B\u00fcrgerwaldpfad wiederum verbindet den Holzweg mit dem steilen Spittelberg-Treppenweg, der aus der Zeit um 1800 stammt. Seit der Er\u00f6ffnung des Panoramawegs vor drei Jahren hat sich an der anfangs stellenweise herausfordernden Wegstrecke viel getan. Am Treppenweg und auch an anderen Stellen wurden Stufen erneuert, damit sicher hinauf- oder hinabgestiegen werden kann. Etliche Seilhandl\u00e4ufe geben den Wanderern und Spazierg\u00e4ngern jetzt einen sichereren Halt an besonders schmalen oder unwegsamen Stellen. Und einige Sitzb\u00e4nke laden nicht nur zur zwischendurch notwendigen Rast ein, sondern auch dazu, die Aussicht und die vielf\u00e4ltige Natur zu genie\u00dfen. Schlie\u00dflich sind die Wandelwege auch ein Paradies f\u00fcr V\u00f6gel, Schmetterlinge, Insekten aller Art.\u00a0<\/p>\n<p id=\"ir5vi\"><b>Fortsetzung des Wandelprojekts<\/b> <br \/>Der Panoramaweg ist die Fortsetzung des Wandelprojekts, in dem \u00fcber Jahre hinweg in zum Teil m\u00fchevoller Arbeit Wege wieder freigeschnitten, Trockenmauern und Staffeln restauriert, Strecken beschildert wurden. Das Projekt wurde gemeinsam von der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Verband Region Stuttgart und der Stiftung Naturschutzfonds beim damaligen Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz in den Jahren 2008 bis 2014 finanziert und umgesetzt.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756296373_178_img-001.png\" alt=\"Mit Hammer und Mei\u00dfel werden die Steine bei Bedarf noch in Form gebracht. Das Schnurger\u00fcst hilft, dass die Mauer richtig geneigt ist und gerade wird.\" class=\"gallery-item\"\/>Mit Hammer und Mei\u00dfel werden die Steine bei Bedarf noch in Form gebracht. Das Schnurger\u00fcst hilft, dass die Mauer richtig geneigt ist und gerade wird.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756296375_532_img-002.png\" alt=\"Per Schr\u00e4gaufzug hoch \u00fcber Wangen kommen die Steine hinunter zum Bauort am Panoramaweg.\" class=\"gallery-item\"\/>Per Schr\u00e4gaufzug hoch \u00fcber Wangen kommen die Steine hinunter zum Bauort am Panoramaweg.<\/p>\n<p id=\"i1u66\">&#8222;Dadurch ist ein reizvolles Labyrinth aus Wegen und Staffeln kreuz und quer durch (ehemalige) Weinberge und Schreberg\u00e4rten wiederauferstanden &#8211; mit teils kunstvollen Pflasterbel\u00e4gen, Grenzsteinen und Trockenmauern, mit Spannb\u00f6gen, Fischgr\u00e4tmustern und Aussichtspunkten, die einen Blick aufs D\u00fcrrbach- und Neckartal bieten&#8220;, hei\u00dft es auf der Internetseite des Verbands Region Stuttgart \u00fcber das Projekt. Nach wie vor werden jedes Jahr 75 000 Euro f\u00fcr die Instandhaltung der Wege von der Stadt bereitgestellt.\u00a0<\/p>\n<p id=\"iurfg\"><b>M\u00fchsamer Stein-Transport<\/b> <br \/>Auch die gerade entstehende m\u00e4chtige neue Trockenmauer ist zum Teil ein st\u00e4dtisches Projekt, zum Teil finanziert aber auch Martin Dolde ein St\u00fcck der Mauer. Die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen dabei f\u00fcr Andreas Knauf und seine beiden Mitarbeiter fangen schon bei der Anlieferung der schweren Natursteine an, schlie\u00dflich f\u00fchrt keine Stra\u00dfe zum B\u00fcrgerwaldpfad oder Holzweg. Knauf bringt die Steine mit dem Lastwagen \u00fcber den Wangener H\u00f6henweg so nahe wie m\u00f6glich an eine Stelle oberhalb des Panoramawegs. Mit Hilfe eines sogenannten Raupendumpers mit Kippmulde transportiert er sie dann einen schon relativ steilen Weg hinunter zu einem Gartengrundst\u00fcck direkt \u00fcber dem Panoramaweg. Von dort wiederum m\u00fcssen die Steine zum Teil von Hand bis zum auf dem Hang montierten Schr\u00e4gaufzug geschafft werden, mit dessen Hilfe sie dann endlich dort ankommen, wo sie verbaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p id=\"ia8wj\">\u00a0Knauf sch\u00e4tzt, dass sie f\u00fcr die Mauer etwa 50 Tonnen Steine verbauen werden. Damit angefangen haben sie im Juli. Erst musste ein Graben f\u00fcr das Fundament ausgehoben werden, den f\u00fcllten und verdichteten sie mit Schotter, darauf wird jetzt die Mauer gesetzt. Ein Schnurger\u00fcst hilft ihnen, eine Neigung von etwa 13 Prozent zum Hang hin einzuhalten. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden setzen sie sogenannte Bindersteine, die nach hinten in die Hintermauerung ragen, wie kleine Anker wirken und die Mauer so stabilisieren. Die Hintermauerung ist so gestaltet, dass einerseits keine Erde hineinfallen und bei Starkregen wieder abgetragen werden kann, andererseits aber auch genug Freir\u00e4ume beispielsweise f\u00fcr Eidechsen bleiben. Beim Knauf-Team hoch \u00fcber Wangen schaut regelm\u00e4\u00dfig die Bauleiterin, eine Landschaftsarchitektin vorbei, auch im Auftrag der Denkmalbeh\u00f6rde. Und Martin Dolde ist ohnehin immer wieder dort oben unterwegs. <\/p>\n<p>\u2192 Mehr \u00fcber die Wangener Wandelwege ist unter anderem auf der Webseite der Landeshauptstadt zu erfahren: <b draggable=\"true\"><a href=\"https:\/\/www.stuttgart.de\/medien\/ibs\/erholungvor-der-haustuer.pdf\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\" id=\"c8373\" draggable=\"true\">https:\/\/www.stuttgart.de\/medien\/ibs\/erholungvor-der-haustuer.pdf <\/a><\/b><\/p>\n<p>Von J\u00fcrgen Brand<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hoch \u00fcber Wangen, wo der Holzweg in den B\u00fcrgerwaldpfad \u00fcbergeht, setzen Andreas Knauf, Anton Janz und Linus Kummer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377050,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,30,5831,1441],"class_list":{"0":"post-377049","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-sonderthemen","13":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115100646548405709","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377049\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}