{"id":377074,"date":"2025-08-27T12:20:13","date_gmt":"2025-08-27T12:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377074\/"},"modified":"2025-08-27T12:20:13","modified_gmt":"2025-08-27T12:20:13","slug":"drug-checking-in-berlin-fast-jede-zweite-drogen-probe-ist-auffaellig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377074\/","title":{"rendered":"Drug-Checking in Berlin: Fast jede zweite Drogen-Probe ist auff\u00e4llig"},"content":{"rendered":"<p>Seit gut zwei Jahren k\u00f6nnen Konsumenten in Berlin ihre Drogen testen lassen &#8211; etwa auf Dosierung oder sch\u00e4dliche Inhaltstoffe. Nun hat der Senat ausf\u00fchrlich Bilanz gezogen und die Bedeutung des Projekts betont.<\/p>\n<p>Seit dem Start des Berliner <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2023\/11\/berlin-senat-hohe-nachfrage-kostenloses-drug-checking-drogentests.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drug-Checking-Angebots<\/a> sind innerhalb von rund zwei Jahren insgesamt 3.596 Proben untersucht worden. F\u00fcr rund die H\u00e4lfte (48,3 Prozent) der Proben wurde eine Warnung auf der Internetseite des Drug-Checkings ver\u00f6ffentlicht. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit auf eine Anfrage des Gr\u00fcnen-Abgeordneten Vasili Franco hervor.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten wurde MDMA (806 Proben) untersucht, aber auch Ketamin (804 Proben) oder Kokain (728 Proben) wurden h\u00e4ufig unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>Bei 1.736 untersuchten Proben und damit bei gut der H\u00e4lfte der untersuchten Substanzen wurde eine Warnung auf der <a href=\"https:\/\/drugchecking.berlin\/aktuelle-warnungen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Internetseite des Projekts [drugchecking.berlin.de]<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Die h\u00e4ufigsten Ursachen waren demnach hochdosierte Proben (310), Falschdeklarationen (583) oder Verunreinigungen (588).<\/p>\n<p>Auch einige pers\u00f6nliche Eckdaten wurden im Rahmen der Evaluation bei den Nutzenden des Drug-Checkings abgefragt.<\/p>\n<p>Demnach sind \u00fcber 75 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer des Drug-Checkings zwischen 18 und 39 Jahren alt. Rund 71 Prozent sind m\u00e4nnlich. 80 Prozent der Nutzenden, die durch das Projekt erreicht werden, sind durch das Drug-Checking zum allerersten Mal in Kontakt mit der Suchthilfe getreten.<\/p>\n<p>Aus der Antwort der Senatsverwaltung lassen sich auch einige R\u00fcckschl\u00fcsse zu pr\u00e4ventiven Effekten ziehen. Die Antwort auf die parlamentarische Anfrage bezieht sich dabei auf die Evaluation des Projektes f\u00fcr das Jahr 2024, das unter anderem durch die Charit\u00e9 durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Den Angaben zufolge h\u00e4tten 73 Prozent der befragten Nutzenden ihr Konsumverhalten nach der Test-R\u00fcckmeldung und begleitenden Beratung \u00fcberdacht. 27 Prozent der befragten Nutzer gaben an, \u00fcber einen Konsumverzicht nachzudenken. Knapp 28 Prozent gaben an, k\u00fcnftig kleinere Mengen einnehmen zu wollen. &#8222;Das Projekt (\u2026) erreicht eine Zielgruppe, die das Land Berlin mit anderen Angeboten der Drogen- und Suchthilfe bisher nicht erreicht hat&#8220;, schreibt die Senatsverwaltung.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Senats unterstreichen diese Befunde die Relevanz des Projekts f\u00fcr Pr\u00e4vention und Gesundheitsschutz. Der Senat finanziert das Projekt mit rund 200.000 Euro pro Jahr. Wie aus der Antwort auf die parlamentarische Anfrage hervorgeht, unterst\u00fctzt die Senatsverwaltung eine Verl\u00e4ngerung \u2013 eine konkrete Zusage f\u00fcr die Jahre ab 2026 kann jedoch nicht getroffen werden, da der Doppelhaushalt 26\/27 noch nicht verabschiedet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit gut zwei Jahren k\u00f6nnen Konsumenten in Berlin ihre Drogen testen lassen &#8211; etwa auf Dosierung oder sch\u00e4dliche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377075,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-377074","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115100701493912143","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377074"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377074\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}