{"id":377414,"date":"2025-08-27T15:22:11","date_gmt":"2025-08-27T15:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377414\/"},"modified":"2025-08-27T15:22:11","modified_gmt":"2025-08-27T15:22:11","slug":"energiedialog-der-ihk-zwischen-energiewende-und-zukunftstechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377414\/","title":{"rendered":"Energiedialog der IHK: Zwischen Energiewende und Zukunftstechnologie"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als die Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/niederrhein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niederrhein<\/a> im gro\u00dfen Konferenzraum am Nordwall in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/krefeld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krefeld<\/a> startet, ist der Saal bis zum letzten Platz gef\u00fcllt. \u201eDass diese Veranstaltung bereits vor drei Wochen ausgebucht war und wir eine Warteliste er\u00f6ffnen mussten, trotz Urlaubszeit und Grillwetter, zeigt, wie sehr das Thema unter den N\u00e4geln brennt\u201c, betonte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz zur Begr\u00fc\u00dfung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Besagtes Thema ist das der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/energiewende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energiewende<\/a> und der Strompreise in Deutschland insgesamt \u2013 und damit auch in der Region. Die Verantwortlichen wollen einen \u00dcberblick dar\u00fcber geben, was zum Thema Strom und Energie aktuell zu erwarten ist. Neben dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der sehr energieintensiven Simpelkamp-Gie\u00dferei, Georg Geier, sind unter anderem NRW-Wirtschaftsministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mona-neubaur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mona Neubaur<\/a> (Gr\u00fcne), der Obmann des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft und Energie im Bundestag, CDU-Mann Klaus Wiener, sowie der Zukunftsforscher Oliver Leisse mit dabei.<\/p>\n<p>Spannender Impulsvortrag zu KI      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als erstes steht ein Impulsvortrag auf dem Programm: Oliver Leisse spricht zuerst nicht \u00fcber Energie \u2013 sondern nimmt K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) in den Fokus. Was der Forscher sagt, ist durchaus beeindruckend, streckenweise be\u00e4ngstigend, an anderen Stellen aber auch utopistisch. KI, so betont er, sei eine dauerhafte Ver\u00e4nderung der gesamten Welt, vom Kleinen bis zu gro\u00dfen Wirtschaftsunternehmen. Und, kurz gesagt, Deutschland und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> h\u00e4tten in der Frage den Anschluss vollst\u00e4ndig verpasst. \u201eIn den USA, die gern mit klaren Formulierungen die Dinge \u00fcberspitzen, gibt es aktuell das gefl\u00fcgelte Wort \u201aAI or die\u2018, also nutze KI oder stirb. Das ist sicher eine leichte \u00dcberspitzung, zeigt aber die Wichtigkeit\u201c, sagt Leisse. So werde im Silicon Valley l\u00e4ngst nicht mehr daran gezweifelt, dass die K\u00fcnstliche Intelligenz alles, was wir kennen, \u00fcber den Haufen werfen werde.<\/p>\n<p>KI verschlingt gro\u00dfe Mengen Strom      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie jeweils neuste Version von \u201aChatGPT\u2018 und Elon Musks KI \u201aGrok\u2018 reklamieren, dass sie in jedem Themenbereich mindestens PhD-Level erreichen. Also das eines promovierten Experten. Mittlerweile gibt es auch hochstehende Medizinexperten, die sich mit den KIs austauschen, um auf Augenh\u00f6he zu diskutieren\u201c, betont Leisse. Dann spannt er den Bogen zum Hauptthema des Abends, spricht \u00fcber den gigantischen Energiebedarf von Gro\u00dfrechenanlagen f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz. \u201eDie bereits geplante n\u00e4chste Generation von \u201aGrok\u2018 soll bis zu 1,96 Gigawatt an Strom verbrauchen, das ist so viel wie eine Gro\u00dfstadt\u201c, sagt der Forscher.<\/p>\n<p>Strom als wichtigste strategische Ressource      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Damit habe die KI direkte Auswirkung auf die Energiewende. Strom sei die wichtigste strategische Ressource der Zukunft, betont Leisse. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/china\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> zum Beispiel habe bereits eine 100-prozentige Redundanz, also eine doppelt so gro\u00dfe Kapazit\u00e4t zur Stromerzeugung, wie aktuell notwendig. Davon sei Deutschland meilenweit entfernt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Panel geht es dann mehr um die Gegenwart: um Strompreise und die Ausgestaltung der Energiewende. W\u00e4hrend NRW-Ministerin Mona Neubaur stets die F\u00fchrungsrolle des Bundeslandes in dieser Frage betont, k\u00fcrzere Genehmigungsverfahren f\u00fcr Windr\u00e4der und eine starke Fokussierung auf das Thema hervorhebt, ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Wiener vor allem darauf bedacht, den Fokus von erneuerbaren Energien wegzulenken. So verweist er darauf, dass die L\u00f6sung \u201eall electric\u201c aus seiner Sicht unerf\u00fcllbar sei. \u201eWir haben zwar aktuell rund 60 Prozent unserer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen realisiert, aber unser Prim\u00e4renergiebedarf ist rund sechsmal so hoch. Das bedeutet, dass wir aktuell nur zehn bis zw\u00f6lf Prozent unserer Prim\u00e4renergie aus Erneuerbaren beziehen\u201c, betont er. Au\u00dferdem pl\u00e4diert er f\u00fcr \u201eneue Generationen von Atomkraftwerken\u201c, beschw\u00f6rt \u201eTechnologieoffenheit\u201c und damit auch eine weitere Nutzung fossiler Energietr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Hohe Strompreise bedrohen die Wirtschaft      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach der Diskussion richtet Georg Geier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Siempelkamp Maschinenfabrik, einen deutlichen Appell an die Politik. Bei allen Prozessen m\u00fcsse die Wirtschaftlichkeit von Unwurternehmen im Blick behalten werden. \u201eWir haben Transformationsprozesse zu leisten und wollen das auch. Wir wollen Prozesse umstellen, aber das kostet Geld. Geld, das wir nicht haben, wenn wir f\u00fcr Energie so viel zahlen\u201c, betont er. \u201eIn Unternehmen wie dem unseren arbeiten aber 100.000 Menschen in Deutschland. Die zahlen zwischen drei und 3,5 Milliarden Euro Steuern und Sozialabgaben. Verl\u00f6ren sie ihre Jobs, w\u00fcrden sie 1,5 Milliarden Transferleistungen kosten. F\u00fcr das Delta von f\u00fcnf Milliarden lie\u00dfen sich viele Energiezusch\u00fcsse zahlen \u2013 und die braucht es im Moment, um die Unternehmen in die Lage zu versetzen, die n\u00f6tigen Prozesse zu stemmen\u201c, sagt Geier und liefert damit ein Schlusswort, das den gr\u00f6\u00dften Applaus des Abends erh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als die Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein im gro\u00dfen Konferenzraum am Nordwall in Krefeld startet,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377415,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1849],"tags":[102398,590,56386,3364,29,8737,1149,102399,30318,102395,14563,2187,1520,102397,548,663,3934,30,13,5665,4455,14,65833,15,1209,85806,102394,102400,102396,12,2185,17208,1526,65523,39146,53049,55,33661,8030,102401],"class_list":{"0":"post-377414","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-moenchengladbach","8":"tag-20betont","9":"tag-aktuell","10":"tag-betont","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-diskussion","14":"tag-energie","15":"tag-energieaufwendig","16":"tag-energiebedarf","17":"tag-energieintensiven","18":"tag-energiepreise","19":"tag-energietraeger","20":"tag-energiewende","21":"tag-energiezuschuesse","22":"tag-eu","23":"tag-europa","24":"tag-europe","25":"tag-germany","26":"tag-headlines","27":"tag-ihk","28":"tag-moenchengladbach","29":"tag-nachrichten","30":"tag-neubaur","31":"tag-news","32":"tag-nordrhein-westfalen","33":"tag-panel","34":"tag-paneldiskussion","35":"tag-primaerenergie","36":"tag-primaerenergiebedarf","37":"tag-schlagzeilen","38":"tag-strom","39":"tag-stromerzeugung","40":"tag-strompreise","41":"tag-stromproduktion","42":"tag-thema","43":"tag-thematisiert","44":"tag-wirtschaft","45":"tag-wirtschaftlichkeit","46":"tag-wirtschaftsministerin","47":"tag-wirtschaftsunternehmen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}