{"id":377444,"date":"2025-08-27T15:37:17","date_gmt":"2025-08-27T15:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377444\/"},"modified":"2025-08-27T15:37:17","modified_gmt":"2025-08-27T15:37:17","slug":"wuerde-china-friedenstruppen-in-die-ukraine-schicken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377444\/","title":{"rendered":"W\u00fcrde China Friedenstruppen in die Ukraine schicken?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 27.08.2025 16:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Immer wieder hei\u00dft es, auch China k\u00f6nnte nach einem Waffenstillstand Friedenstruppen in die Ukraine schicken. Klar ist: Peking hat gro\u00dfes Interesse an einer Beteiligung am Wiederaufbau. In Europa bereitet die Idee Sorgen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/benjamin-eyssel-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Benjamin Eyssel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/benjamin-eyssel-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPressekonferenz am Montag in Peking: Der Sprecher des Au\u00dfenministeriums, Guo Jiakun, weist kurz und knapp einen Zeitungsbericht zur\u00fcck, wonach Chinas kommunistische F\u00fchrung bereit sei, Friedenstruppen in die Ukraine zu schicken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Diskussion um die Zukunft der Ukraine nach einem m\u00f6glichen Ende des Krieges sind Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine ein zentraler Punkt. Doch wer soll Friedenstruppen schicken? Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch die Volksrepublik China genannt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerschiedene Medien hatten dieses Thema bereits mehrfach aufgegriffen. Doch wer bei der Staatsf\u00fchrung nachfragt, bekommt stets dieselbe Antwort: Die Berichte seien falsch.<\/p>\n<p>    &#8222;L\u00e4nder wie China oder Indien k\u00f6nnten Beitrag leisten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBereits im Februar gab Zhou Bo am Rande der Sicherheitskonferenz in M\u00fcnchen der Deutschen Welle ein Interview. Der pensionierte Oberst des chinesischen Milit\u00e4rs ist einer von wenigen in der Volksrepublik, die sich in Milit\u00e4rfragen auch gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Medien \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZhou brachte damals schon chinesische Friedenstruppen in der Ukraine ins Spiel. Sollten sich die Kriegsparteien darauf einigen, k\u00f6nnten L\u00e4nder wie China oder Indien einen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>    Ein politisch n\u00fctzliches Thema?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn Chinas F\u00fchrung dies offiziell zur\u00fcckweist: \u00c4u\u00dferungen, wie die des Ex-Milit\u00e4rs zeigten, dass die Regierung in Peking generell ein Interesse daran habe, an einer UN-Friedensmission beteiligt zu sein, sagt Justyna Szczudlik, China-Analystin beim staatlichen Thinktank Polnisches Institut f\u00fcr Internationale Angelegenheiten in Warschau. Chinas F\u00fchrung k\u00f6nne sich so als Akteur pr\u00e4sentieren, der Verantwortung \u00fcbernimmt und Kritik entkr\u00e4ften, dass China Russland unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFalls aber Frankreich, die USA oder das Vereinigte K\u00f6nigreich im UN-Sicherheitsrat ein Mandat f\u00fcr eine derartige Mission verhinderten, k\u00f6nnte China laut Szczudlik argumentieren: &#8222;Der Westen ist nicht an einem Waffenstillstand und einem Friedensprozess interessiert, sondern m\u00f6chte den Krieg fortsetzen. Wir Chinesen haben alles versucht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sei politisch sehr n\u00fctzlich f\u00fcr China, \u00fcber Friedenssicherung in der Ukraine sprechen zu wollen egal, was am Ende dabei herauskomme, so die China-Expertin.<\/p>\n<p>    Keine Friedenstruppen ohne Waffenstillstand<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit mehr als zwei Millionen aktiven Soldatinnen und Soldaten hat die Volksrepublik das Milit\u00e4r mit der weltweit gr\u00f6\u00dften Truppenst\u00e4rke. Chinas F\u00fchrung stellt regelm\u00e4\u00dfig Personal f\u00fcr UN-Friedensmissionen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerzeit sei man aber noch weit davon entfernt, Friedenstruppen in die Ukraine zu senden, so Alexander Gabuev, Direktor des Carnegie Russia Eurasia Center in Berlin. Zun\u00e4chst m\u00fcssten sich Russland und die Ukraine auf einen Waffenstillstand einigen, au\u00dferdem ben\u00f6tige die Ukraine Sicherheitsgarantien. &#8222;Ohne einen solchen Rahmen ist es unwahrscheinlich, dass China sich freiwillig in einen Friedensprozess einbringt und entsprechende Vorschl\u00e4ge unterbreitet&#8220;, meint Gabuev.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollte China aber von den beiden Konfliktparteien oder vom Westen darum gebeten werden und die Vereinten Nationen einigten sich darauf, einen Friedenseinsatz zu schaffen, dann k\u00f6nnte Peking seiner Ansicht nach innerhalb einer solchen UN-Mission Friedenstruppen entsenden.<\/p>\n<p>    &#8222;Klare wirtschaftliche Interessen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben den politischen Interessen habe China auch ganz klare wirtschaftliche Interessen, meint Justyna Szczudlik. Friedenstruppen k\u00f6nnten Vorarbeit leisten f\u00fcr ein chinesisches Engagement im Wiederaufbau der Ukraine. China k\u00f6nnte vor Ort sein und dabei herausfinden, was die Ukraine genau brauche &#8211; und sich so lukrative Auftr\u00e4ge sichern, so Szczudlik.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Stellen Sie sich vor, China w\u00fcrde Friedenstruppen in der Ukraine stationieren und sich dann am Wiederaufbau beteiligen. Und wir als Europ\u00e4er realisieren, dass China pl\u00f6tzlich vor den Toren der Europ\u00e4ischen Union steht.&#8220; F\u00fcr Europa w\u00e4re das eine enorme Herausforderung, ist sich Szczudlik sicher. Auch deswegen werden chinesische Friedenstruppen von Europa kritisch gesehen.<\/p>\n<p>    Sorge vor Chinas N\u00e4he zu Russland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie gr\u00f6\u00dfte Sorge ist dabei jedoch Chinas N\u00e4he zu Russland. Die beiden L\u00e4nder haben ihre wirtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen seit Russlands Einmarsch in der Ukraine massiv ausgebaut.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Wochenende wird der russische Staatschef Wladimir Putin in China auf einem internationalen Gipfel erwartet. Kommende Woche ist Putin dann bei der gro\u00dfen Milit\u00e4rparade in Peking pers\u00f6nlicher Gast von Staats- und Parteichef Xi Jinping. Chinas F\u00fchrung will mit der Parade an das Ende des zweiten Weltkriegs in Asien vor 80 Jahren erinnern &#8211; und da soll dessen &#8222;bester Freund&#8220; nicht fehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 27.08.2025 16:59 Uhr Immer wieder hei\u00dft es, auch China k\u00f6nnte nach einem Waffenstillstand Friedenstruppen in die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377445,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,227,8340,13,14,15,4043,4044,850,307,12,317],"class_list":{"0":"post-377444","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-friedenstruppen","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russia","16":"tag-russian-federation","17":"tag-russische-foederation","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115101476106968693","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377444","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377444"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377444\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377444"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377444"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377444"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}