{"id":377455,"date":"2025-08-27T15:43:12","date_gmt":"2025-08-27T15:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377455\/"},"modified":"2025-08-27T15:43:12","modified_gmt":"2025-08-27T15:43:12","slug":"putins-test-in-moldau-bedroht-ganz-europa-merz-alarmiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377455\/","title":{"rendered":"Putins Test in Moldau bedroht ganz Europa \u2013 Merz alarmiert"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Es klingt wie eine Dystopie: Ein kleines Land, das sich mit aller Kraft gegen Putins Gro\u00dfmachtpl\u00e4ne stemmt. Eine fragile Demokratie, die unterh\u00f6hlt wird von prorussischen Kr\u00e4ften. Was in der Republik Moldau bereits Wirklichkeit ist, droht auch anderen L\u00e4ndern, wenn Putin kein entschiedenes Stoppschild hingestellt bekommt. So sehen es viele Experten, so sieht es auch <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/friedrich-merz\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1641296550\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friedrich Merz<\/a>. In vier Wochen entscheidet sich, ob Moldau Putins n\u00e4chste Troph\u00e4e wird.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Es ist hei\u00df an diesem Mittwoch in der moldawischen Hauptstadt Chisinau. Fast 30 Grad am Nachmittag. Aber es herrscht Kalter Krieg. \u201eMoldau ist nicht nur geografisch, sondern auch historisch Teil der europ\u00e4ischen Familie\u201c, sagt der deutsche Kanzler anderthalb Stunden nach seiner Landung im 2,4-Millionen-Einwohner-Land zwischen Rum\u00e4nien und der Ukraine. \u201eWir stehen Ihnen bei, Ihre Freiheit und Ihre Souver\u00e4nit\u00e4t zu bewahren.\u201c Russland arbeite jeden Tag daran, Freiheit, Wohlstand und Frieden zu st\u00f6ren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Dieser Mittwoch ist Tag neun nach dem <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article409790402\/selenskyj-schenkt-trump-golfschlaeger-mit-emotionaler-botschaft.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1755675913\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine-Gipfel<\/a> in Washington. Innerhalb von zwei Wochen, so hatte es Merz nach dem Treffen im Wei\u00dfen Haus noch gehofft, k\u00f6nnte ein Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/wladimir-putin\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1642507179\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putin<\/a> zustande kommen. Am Tag neun ist die Ern\u00fcchterung an einem Tiefpunkt angekommen. Putin spielt auf Zeit und bombt weiter. Trump seinerseits hat ebenfalls keine Eile mehr: Am Freitag gab er Putin nochmal zwei Wochen Zeit \u2013 dann werde er eine Entscheidung treffen. Es k\u00f6nne massive Sanktionen gegen Moskau geben \u2013 oder aber er werde \u201enichts unternehmen\u201c. L\u00e4sst Trump die Europ\u00e4er am Ende allein in ihrem Kampf gegen Putin?<\/p>\n<p>  Putins Angriff: Proteste, Stimmenkauf, Fake News, Hacker-Angriffe<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Merz\u2018 Regierungsflieger ist an diesem Tag eine Art politische Zeitmaschine. In Moldau kann Europa in die eigene Zukunft blicken \u2013 zumindest in die d\u00fcstere Variante dieser Zukunft: Ende September stehen hier Parlamentswahlen an. Bereits jetzt warnen Beobachter davor, dass der Kreml die Wahlen in Moldau zum Testfall f\u00fcr die perfekte Manipulation machen will:<strong>\u00a0<\/strong>Ihr Land sei Ziel einer \u201ebeispiellosen Einmischung\u201c Russlands, sagt die proeurop\u00e4ische Staatspr\u00e4sidentin Maia Sandu. Beobachter werfen <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/russland\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1642506816\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> vor, mit bezahlten \u00f6ffentlichen Protesten, Stimmenkauf, Fake News und gef\u00e4lschtem Content auf Social-Media-Kan\u00e4len sowie Hacker-Angriffen die Wahlen zu beeinflussen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409075649_1756110181_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[1\/1] \" alt=\"206191_1325_206191_cover.jpg\" title=\"206191_1325_206191_cover.jpg\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Deutschland hat Moldau in der Vergangenheit mit rund 200 Millionen Euro unterst\u00fctzt \u2013 f\u00fcr die Verteidigung und die Sicherheit der Energieversorgung. Die Bundesregierung hilft bei der\u00a0Cyberabwehr und im Kampf gegen Desinformationskampagnen. Moldau war bereits 2024 Ziel russischer Manipulationskampagnen: Die Pr\u00e4sidentenwahlen und das Referendum \u00fcber den EU-Beitritt wurden ebenfalls mit zahlreichen Falschbehauptungen begleitet. Sowohl f\u00fcr Sandu als auch f\u00fcr einen EU-Beitritt gab es am Ende jeweils eine knappe Mehrheit.\u00a0Die Wahl im September wird dar\u00fcber entscheiden, ob\u00a0Moldau weiter auf seinem Weg nach Westen oder zur\u00fcck nach Osten geht. Sollte die Allianz aus prorussischen Parteien an die Regierung kommen, h\u00e4tte Putin gesiegt.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Merz ist nicht allein nach Moldau gekommen, auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/emmanuel-macron\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1675251152\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Emmanuel Macron<\/a> und der polnische Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk sind da \u2013 und damit zwei politische Freunde, die Merz gleich am ersten Tag seiner Kanzlerschaft besucht hat. Merz, Macron und Tusk bilden seitdem eine relativ stabile Achse in Europa, wenn auch das Verh\u00e4ltnis zu den Polen durch die versch\u00e4rften Grenzpolitik der Deutschen gleich zu Beginn empfindlich irritiert wurde.<\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409784562_1755606125_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[1\/1] \" alt=\"In this pool photograph distributed by the Russian state agency Sputnik, Russia's President Vladimir Putin attends a meeting with head of Russia's Chukotka Autonomous Region in Anadyr, Chukotka, following his visit to the United States on August 16, 2025. (Photo by SPUTNIK \/ AFP)\" title=\"In this pool photograph distributed by the Russian state agency Sputnik, Russia's President Vladimir Putin attends a meeting with head of Russia's Chukotka Autonomous Region in Anadyr, Chukotka, following his visit to the United States on August 16, 2025. (Photo by SPUTNIK \/ AFP)\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Hier in Moldau ist von Verstimmungen nichts zu sp\u00fcren. Hier tun die Drei das, was sie seit Wochen tun: Sichtbar stellen sie sich an die Seite von L\u00e4ndern, die von Putin bedroht werden. Allen voran die Ukraine, aber l\u00e4ngst auch Moldau. In der moldawischen Region Transnistrien, die seit den 1990er-Jahren von Moldau abtr\u00fcnnig ist, hat Russland einen eigenen Truppenst\u00fctzpunkt, Putin steht hier nicht vor der T\u00fcr, sondern bereits im Raum.<\/p>\n<p>Merz-Besuch f\u00fcr Moldau eine gro\u00dfe Geste<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Konkreter Anlass der Merz-Reise ist der moldauische Unabh\u00e4ngigkeitstag. Die drei westlichen Regierungschefs treffen neben Staatspr\u00e4sidentin Sandu auch Premierminister Dorin Recean und Parlamentspr\u00e4sident Igor Grosu \u2013 Namen, die Deutschland kaum jemand kennt, die aber jetzt im Zentrum von Putins Kaltem Krieg stehen.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">F\u00fcr das kleine Moldau ist der Besuch eine immense politische Geste: Bei der \u00f6ffentlichen Feier auf dem zentralen Platz der Hauptstadt werden an diesem Abend 80.000 Menschen erwartetet, die Reden von Merz, Macron und Tusk sollen im Fernsehen \u00fcbertragen werden. \u201eMoldau ist auf der Karte der Welt gelandet\u201c, sagt Sandu. \u201eIhre Anwesenheit hier zeigt nicht nur die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Moldau, sondern, dass das europ\u00e4ische Projekt fortgesetzt wird.\u201c<\/p>\n<p>   Hauptstadt Inside von J\u00f6rg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hinter den Kulissen der Politik &#8211; meinungsstark, exklusiv, relevant.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Der Kanzler\u00a0fliegt noch am Abend zur\u00fcck nach Deutschland \u2013 aber nicht nach Berlin. Merz ist in dieser Woche ununterbrochen unterwegs: An diesem Donnerstag besucht er ein Marineman\u00f6ver an der Ostseek\u00fcste. Sp\u00e4ter fliegt Merz mit einigen Kabinettsmitgliedern nach Frankreich \u2013 w\u00e4hrend die beiden Regierungsfraktionen von Union und SPD in W\u00fcrzburg das Klima in der Koalition retten wollen. Am Wochenende geht es f\u00fcr Merz nach NRW \u2013 in sein Heimatbundesland \u2013 aber eben auch in das Land von Hendrik W\u00fcst, seinem ewigen Widersacher. Im Landesverband ist die Stimmung alles andere als gut. Die schlechten Umfragen, die Kommunalwahl Mitte September: der Druck auf die CDU im Westen ist hoch. Merz wird das zu sp\u00fcren bekommen. Noch so eine offene Kanzler-Baustelle.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es klingt wie eine Dystopie: Ein kleines Land, das sich mit aller Kraft gegen Putins Gro\u00dfmachtpl\u00e4ne stemmt. Eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377456,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-377455","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115101499690385407","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377455\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}