{"id":377932,"date":"2025-08-27T20:03:30","date_gmt":"2025-08-27T20:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377932\/"},"modified":"2025-08-27T20:03:30","modified_gmt":"2025-08-27T20:03:30","slug":"torwart-patrick-drewes-aus-delmenhorst-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/377932\/","title":{"rendered":"Torwart Patrick Drewes aus Delmenhorst im Interview"},"content":{"rendered":"<p>                Zur Person<\/p>\n<p>\n        Patrick Drewes (32)<br \/>\n        <br \/>kommt aus Delmenhorst und hat in der Jugend f\u00fcr den TuS Heidkrug gespielt. Von seinem Heimatverein wechselte der Torh\u00fcter in die Jugend des VfL Wolfsburg. Im Profibereich hat Drewes schon f\u00fcr den FC Wil, Preu\u00dfen M\u00fcnster, W\u00fcrzburger Kickers, SV Sandhausen, Karlsruher SC sowie f\u00fcr den VfL Bochum gespielt. Ende Juni schloss sich Drewes dem Reviernachbarn Borussia Dortmund an.\n    <\/p>\n<p>Herr Drewes, sind Sie eigentlich ein Freund von Statistiken?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">\n<p>    <strong>Patrick Drewes:<\/strong> (lacht) Kommt darauf an, ob sie gut sind oder nicht. Aber eigentlich eher nicht.\n<\/p>\n<p>Es gibt da n\u00e4mlich eine Statistik, in der Sie bei Ihrem neuen Verein Borussia Dortmund vor Ihren Torh\u00fcter-Konkurrenten Gregor Kobel und Alexander Meyer stehen. Sie sind der einzige der drei Keeper, der noch kein Gegentor kassiert hat, wenn man alle Spiele ab Vorbereitungsbeginn nimmt. Bei Ihrem BVB-Deb\u00fct im Testspiel gegen die Sportfreunde Siegen haben Sie 45 Minuten lang den Kasten sauber gehalten.<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">An sich ist das eine Aussage (lacht). Die hinkt aber nat\u00fcrlich, weil die Spielzeit miteinberechnet werden muss, auch die Qualit\u00e4t der Gegner. Deswegen ist das vielleicht eine Statistik, die zwar f\u00fcr mich spricht, aber am Ende nichts aussagt.<\/p>\n<p>Wie sind denn Ihre ersten Wochen in Dortmund gelaufen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Sehr gut. Ich f\u00fchle mich echt wohl und bin sehr gut aufgenommen worden von den Jungs. Es war einfach, in die Mannschaft reinzukommen. Das sind alles gute Jungs, mit denen ich zusammen sein kann. Grunds\u00e4tzlich nimmt man eine kurze Vorbereitung als Fu\u00dfballer gerne, weil es dann schnell wieder losgeht und um Punkte geht. Vom Training und allem Drumherum passt es gut.<\/p>\n<p>Das Dortmunder Stadion durften Sie bereits als Gegner kennenlernen. Bei der Saisoner\u00f6ffnung Anfang August waren Sie das erste Mal als BVB-Spieler im Signal Iduna Park. Was war das f\u00fcr ein Gef\u00fchl, vor \u00fcber 80.000 Zuschauern dort einzulaufen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Es war Wahnsinn, was an dem Tag los war. Wir hatten vorher schon im Trainingslager ein \u00f6ffentliches Training. Da war ich auch schon beeindruckt, wie viele Fans den Weg nach \u00d6sterreich auf sich genommen haben. Es ist schon beeindruckend, was um den Verein herum passiert. Was da an Zuspruch und an Fanaufkommen los ist, das ist enorm.<\/p>\n<p>Es ist wahrscheinlich noch mal eine Nummer gr\u00f6\u00dfer als bei Ihren vorherigen Vereinen, oder?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Ja, deutlich gr\u00f6\u00dfer. Ich hatte in den letzten Jahren immer tolle Vereine, wo es einen gro\u00dfen Fanzuspruch gab. In Sandhausen war es vielleicht ein bisschen weniger. Das hat sich in Karlsruhe gesteigert und war vergleichbar mit dem, was ich in Bochum erlebt habe. Aber der Sprung nach Dortmund ist noch mal eine andere Hausnummer.<\/p>\n<p>F\u00fcr den BVB stand jetzt das erste Pflichtspiel mit der Erstrundenpartie im DFB-Pokal bei Rot-Wei\u00df Essen an. Ihre Teamkollegen m\u00fchten sich lange und gewannen am Ende knapp mit 1:0. Sie selbst waren nicht im Kader. Wie haben Sie das Spiel von au\u00dfen wahrgenommen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">F\u00fcr ein erstes Pflichtspiel war es von unserer Seite aus ordentlich. Ich glaube, das Pokal-Wochenende hat allgemein gezeigt, dass es kein Selbstl\u00e4ufer ist, egal gegen wen es geht. Wir hatten mit Essen einen guten Gegner, gegen den du dann auch erst mal weiterkommen musst. Klar h\u00f6rt sich ein 1:0 am Ende nach wenig an, aber schlussendlich ist das Pokal-Motto ja auch &#8222;Gewinner bleibt&#8220;. Es geht darum weiterzukommen. Und unsere Kugel ist weiterhin im Topf.<\/p>\n<p>Einer dieser Vereine, der es dem Favoriten sehr schwer gemacht hat, ist der SV Atlas Delmenhorst. Der Oberligist glich zweimal gegen den Bundesligisten Borussia M\u00f6nchengladbach aus und unterlag am Ende nur knapp mit 2:3. Haben Sie als geb\u00fcrtiger Delmenhorster die Partie des SV Atlas verfolgt?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Ich habe es zeitweise in der Konferenz verfolgt. Ich war da mit meiner Familie zusammen und habe immer wieder ein Auge drauf gehabt. Ich war zeitweise \u00fcberrascht, weil ich ein paar Minuten verpasst hatte und es dann noch mal so knapp war. Von dem, was ich gesehen habe, hat sich Atlas sehr teuer verkauft und hat da ein sehr gutes Bild abgegeben. Wenn man so nah dran ist, ist es fast schon \u00e4rgerlich, dass es nicht noch weiter in die Verl\u00e4ngerung oder gar ins Elfmeterschie\u00dfen ging.<\/p>\n<p>Ihren Wechsel nach Dortmund hatte nicht unbedingt jeder auf dem Zettel. Mit Gregor Kobel als Nummer eins und Alexander Meyer als Stellvertreter ist der BVB auf der Torh\u00fcter-Position gut besetzt. Die Chancen auf Einsatzzeiten sind dementsprechend gering. Warum haben Sie sich trotzdem f\u00fcr einen Wechsel entschieden?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Unmittelbar nach Saisonende kam der Kontakt mit Dortmund zustande. Bei den ersten Gespr\u00e4chen hat mir der Verein gesagt, wie sie sich die Rollenverteilungen in Zukunft vorstellen. Ich habe das dann f\u00fcr mich mitgenommen und \u00fcberlegt, ob das was f\u00fcr mich sein kann. Im ersten Moment war ich recht positiv angetan, weil der BVB ein riesengro\u00dfer Verein ist, der nicht jeden Tag anruft. Ich kann dort noch mal Erfahrungen sammeln, die ich so bisher in meiner Karriere noch nicht hatte. Ich habe dann weitere Gespr\u00e4che mit den Verantwortlichen gef\u00fchrt und das hat mich dazu bewogen, den Schritt zu machen. Es war ein inneres Gef\u00fchl, wo ich gesagt habe: Das kann etwas Gutes werden, da habe ich Bock drauf.<\/p>\n<p>Trotzdem werden Sie als Nummer drei vermutlich nicht oft spielen. Juckt es nicht automatisch in den Fingern, wenn man vorher regelm\u00e4\u00dfig gespielt hat?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Klar, das waren nat\u00fcrlich Gedanken, die ich in der Zeit hatte, als ich entscheiden musste, wie es weitergeht. Ich habe mich dann gefragt: Was gebe ich daf\u00fcr ein St\u00fcck weit auf und was bekomme ich? Das war so die Abw\u00e4gung. Der Verein und die Erfahrung, die ich dort sammeln kann auf einem Trainingsniveau, was ich bisher nicht hatte, waren die ausschlaggebenden Punkte, dass ich mich daf\u00fcr entschieden habe.<\/p>\n<p>Wie ist denn das Verh\u00e4ltnis zu Ihren Torh\u00fcter-Kontrahenten Gregor Kobel und Alexander Meyer?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Sehr gut. Wir gehen im Torwartteam gut miteinander um und sind alle positiv zueinander. Die Rollen sind klar verteilt. Von daher geht es darum, uns gegenseitig zu pushen und dar\u00fcber dann der Mannschaft zu helfen.<\/p>\n<p>Und wie erleben Sie Niko Kovac als Trainer?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Er ist f\u00fcr mich ein sehr, sehr guter Trainer, der seine Prinzipien vorlebt, die er hat. Die dreieinhalb Wochen, die ich jetzt mit ihm arbeiten darf, sind durchweg positiv.<\/p>\n<p>Sie haben es schon angerissen. Neben Bochum haben Sie f\u00fcr andere Vereine im Profifu\u00dfball gespielt. Sie haben f\u00fcr die W\u00fcrzburger Kickers, den SV Sandhausen, den Karlsruher SC und den VfL Bochum regelm\u00e4\u00dfig gespielt. Wie blicken Sie auf Ihre bisherige Zeit im Profifu\u00dfball zur\u00fcck?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Das ist eine gute Frage, weil sie viel umfasst. Wenn ich jetzt mal mit Wolfsburg anfange aus der vierten Liga \u00fcber W\u00fcrzburg in der dritten Liga, dann Sandhausen und Karlsruhe zweite Liga und schlie\u00dflich Bochum und jetzt Dortmund in der ersten Liga: Ich glaube, dass ich einen echt coolen Weg genommen habe, den ich mir \u00fcber Jahre erarbeitet habe und auf den ich auch ein St\u00fcck weit stolz bin.<\/p>\n<p>Beim BVB haben Sie f\u00fcr zwei Jahre unterschrieben. Was m\u00f6chten Sie in der Zeit sowohl pers\u00f6nlich als auch mit der Mannschaft erreichen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Ich glaube, dass vom Verein immer der Anspruch ist, ganz oben mitzuspielen und sich auch mal den einen oder anderen Titel zu holen. Inwieweit das m\u00f6glich ist, wird die Saison zeigen. Aber ich finde den Anspruch gut und dass die Ambitionen da sind, Titel einzufahren. Das ist ja ein St\u00fcck weit auch noch mal ein anderes Mindset, als ich es in den vergangenen Jahren in den anderen Vereinen erlebt habe. Dieses Streben nach Erfolg einfach. Ich pers\u00f6nlich habe mir im Sommer Gedanken gemacht, wie ich die Rolle als Nummer drei ausf\u00fcllen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Wie wollen Sie diese Rolle denn ausf\u00fcllen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Ich m\u00f6chte das so gut wie m\u00f6glich angehen, mich im Training zeigen und f\u00fcr mich und die Mannschaft das Trainingsniveau hochhalten, um im Zweifel bereit zu sein, wieder spielen zu k\u00f6nnen. Ansonsten m\u00f6chte ich f\u00fcr die Truppe da sein und sie so gut es geht unterst\u00fctzen und wenn man gebraucht wird, einfach da zu sein. Man wei\u00df ja nie, wie so eine Saison verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Nach Vertragsende beim BVB w\u00e4ren Sie 34 Jahre alt. Denken Sie schon \u00fcber ein Karriereende nach oder wollen Sie danach noch weiterspielen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Wenn K\u00f6rper und Geist mitmachen, ist es f\u00fcr mich noch kein Alter, in dem ich schon aufh\u00f6ren m\u00f6chte. Mein Ziel ist es schon noch, ein paar Jahre dann weiterzuspielen. Ich arbeite tagt\u00e4glich daf\u00fcr, dass ich gesund und fit bleibe. Auch wenn ich jetzt keine 20 mehr bin, glaube ich, dass ich mich gerade bei so einem Verein wie Borussia Dortmund \u00fcber das t\u00e4gliche Training sehr, sehr gut weiterentwickeln kann, sodass es in zwei Jahren noch weitergeht.<\/p>\n<p>W\u00e4re denn irgendwann noch mal eine R\u00fcckkehr zu Ihrem Jugendverein TuS Heidkrug, in was f\u00fcr einer Rolle auch immer, eine Option zum Ende der Karriere oder nach der Karriere?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Gute Frage. Ich w\u00fcrde es nicht ausschlie\u00dfen, habe mir dar\u00fcber jetzt aber noch nicht wirklich gro\u00dfe Gedanken gemacht. Ich verfolge nach wie vor, wie es dem Verein geht und was da so passiert. Ob es irgendwann mal eine R\u00fcckkehr geben wird oder nicht, das wei\u00df ich aber jetzt noch nicht.<\/p>\n<p>Soll es denn irgendwann wieder in Ihre Heimatstadt Delmenhorst zur\u00fcckgehen?<\/p>\n<p class=\"Interview_Antwort\">Ob es genau nach Delmenhorst zur\u00fcckgeht, das wei\u00df ich noch nicht. Aber in die Region zur\u00fcck ist schon gut m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Maurice Reding.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc820m905s1cgwz4xpiqg\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/sport\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zur Person Patrick Drewes (32) kommt aus Delmenhorst und hat in der Jugend f\u00fcr den TuS Heidkrug gespielt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":377933,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1833],"tags":[3364,29,217,30,1209],"class_list":{"0":"post-377932","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dortmund","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dortmund","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115102522141662862","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377932\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/377933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}