{"id":378045,"date":"2025-08-27T21:05:13","date_gmt":"2025-08-27T21:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378045\/"},"modified":"2025-08-27T21:05:13","modified_gmt":"2025-08-27T21:05:13","slug":"merz-in-moldau-pro-europaeer-staerken-russland-die-stirn-bieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378045\/","title":{"rendered":"Merz in Moldau: Pro-Europ\u00e4er st\u00e4rken, Russland die Stirn bieten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.08.2025 21:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Kanzler Merz war auf Kurzbesuch in Moldau &#8211; wo Russlands Machtanspruch und Aggressionen mit H\u00e4nden zu greifen sind. Merz&#8216; Botschaft: Moldau kann sich der europ\u00e4ischen Unterst\u00fctzung sicher sein. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sambale-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Markus Sambale, WDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/martin-sambale-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir stehen an Ihrer Seite, jetzt und in Zukunft!&#8220;, ruft Bundeskanzler Friedrich Merz auf Englisch von einer B\u00fchne der Menschenmenge zu, die sich an diesem milden Sommerabend versammelt hat. Es sind Zehntausende, die zu den offiziellen Feierlichkeiten auf dem zentralen Platz in der moldauischen Hauptstadt Chisinau gekommen sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGerade haben vor allem junge Moldauer und Moldauerinnen ihren Musik-Stars zugejubelt, lautstark mitgesungen, getanzt zu wummernden B\u00e4ssen und ihre Smartphone-Taschenlampen geschwenkt. Und dann spricht pl\u00f6tzlich der deutsche Kanzler. Der Applaus ist nicht so gigantisch wie bei den Musikern, aber mehr als nur h\u00f6flich.<\/p>\n<p>    Pro-europ\u00e4isches Zeichen setzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZusammen mit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron und dem polnischen Regierungschef Donald Tusk will Merz ein Zeichen setzen: Die EU-Politiker unterst\u00fctzen den pro-europ\u00e4ischen Kurs von Staatspr\u00e4sidentin Maia Sandu und ihrer Regierungspartei. Und sie stemmen sich gegen massive Einflussnahme aus Moskau. Alle vier stehen daf\u00fcr nun gemeinsam auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie kleine Republik in Osteuropa feiert ihre vor 34 Jahren gewonnene Unabh\u00e4ngigkeit. Am Regierungsgeb\u00e4ude h\u00e4ngen die moldauische und die EU-Flagge in riesiger Gr\u00f6\u00dfe \u00fcber viele Stockwerke hinweg. Doch viele hier sorgen sich um die eigene Unabh\u00e4ngigkeit und den Europa-Kurs &#8211; vor allem wegen Russland.<\/p>\n<p>    Zerrissen zwischen pro-europ\u00e4ischen und pro-russischen Kr\u00e4ften<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin paar Stunden zuvor, im Regierungsflieger, machte schon ein Blick auf den Karten-Bildschirm klar, wie heikel die Situation f\u00fcr Moldau ist. Die Republik ist gelegen zwischen Rum\u00e4nien und der Ukraine &#8211; also zwischen Europ\u00e4ischer Union und dem Land, gegen das Russland seit dreieinhalb Jahren einen brutalen Krieg f\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nViele Moldauer f\u00fcrchten, dass der Krieg auf ihr Land \u00fcbergreifen k\u00f6nnte. Moldau ist mit seinen rund zweieinhalb Millionen Einwohnern selbst zerrissen zwischen pro-europ\u00e4ischen und pro-russischen Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n1991 hat sich Moldau, einst Teil der Sowjetunion, f\u00fcr unabh\u00e4ngig erkl\u00e4rt. Es l\u00f6ste sich formal vom Moskauer Machtzentrum, doch der russische Einfluss blieb. Am sichtbarsten ist das in Transnistrien: In der abtr\u00fcnnigen Region, einem Landstreifen im Osten der Republik, sind seit den 1990er-Jahren russische Soldaten stationiert.<\/p>\n<p>    Wahlen in vier Wochen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKurz vor der anstehenden Parlamentswahl in vier Wochen sind nun viele nerv\u00f6s. Der pro-europ\u00e4ischen Regierungspartei drohen Verluste. Die wirtschaftliche Situation ist schwierig. Vor allem wirft die moldauische Regierung Russland vor, das Land mit Propaganda und Desinformationskampagnen destabilisieren zu wollen. Deutschland, Frankreich und Polen &#8211; die Partner im sogenannten Weimarer Dreieck &#8211; wollen den pro-europ\u00e4ischen Kr\u00e4ften deshalb erst recht den R\u00fccken st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon am Nachmittag wurde Merz zusammen mit Macron und Tusk von Pr\u00e4sidentin Sandu im Pr\u00e4sidentenpalast in Chisinau empfangen, einem bombastischen, wei\u00df verkleideten, Betonbau aus Sowjetzeiten. Die drei EU-Politiker bekamen den Roten Teppich ausgerollt, es gab Fanfaren, Soldaten salutierten. Die Pr\u00e4sidentin freute sich \u00fcber die Unterst\u00fctzung. &#8222;Ohne die EU bleibt Moldau blockiert&#8220;, sagte sie. Jede Bombe im Nachbarland Ukraine zeige: Der Weg nach Europa bringe Frieden.<\/p>\n<p>    Merz&#8216; mit Vorw\u00fcrfen an Russland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bundeskanzler warf Russland vor, jeden Tag beharrlich daran zu arbeiten, Freiheit, Wohlstand und Frieden in Moldau zu st\u00f6ren und in Frage zu stellen. Er versprach der moldauischen Pr\u00e4sidentin gleichzeitig: &#8222;Die T\u00fcr in die Europ\u00e4ische Union ist offen. Sie sind uns von ganzem Herzen willkommen.&#8220; Die Republik Moldau sei nicht nur geographisch, sondern auch historisch Teil der europ\u00e4ischen Familie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSandu treibt die Bindung an die Europ\u00e4ische Union voran. Seit dem vergangenen Jahr <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-beitritt-verhandlungen-ukraine-moldau-100.html\" title=\"EU-Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau: &quot;Ein historischer Moment&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">laufen Beitrittsverhandlungen<\/a>. Die k\u00f6nnten sich zwar \u00fcber Jahre oder gar Jahrzehnte hinziehen, aber die Richtung ist klar.<\/p>\n<p>    Sorge vor Aggression auch in Berlin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Sorge vor Aggressionen aus Moskau zog sich durch den Tag: &#8222;Russland ist und bleibt auf lange Zeit die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr Freiheit, Frieden und Stabilit\u00e4t in Europa&#8220;, hatte Merz am Mittag in Berlin gesagt, nach der Kabinettssitzung, die ausnahmsweise im Verteidigungsministerium stattfand. Da brachte die Bundesregierung den neuen &#8211; zun\u00e4chst &#8211;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/merz-pistorius-wehrdienstgesetz-100.html\" title=\"Pistorius zum Wehrdienst: &quot;Das effektivste Mittel, um Kriege zu verhindern&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> freiwilligen Wehrdienst<\/a> und die<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/nationaler-sicherheitsrat-102.html\" title=\"Kabinett stellt Weichen f\u00fcr Nationalen Sicherheitsrat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Einrichtung eines Nationalen Sicherheitsrats<\/a> auf den Weg. Es sind Signale an die Bev\u00f6lkerung und an die Verb\u00fcndeten in der NATO. &#8222;Die au\u00dfenpolitische und sicherheitspolitische Lage zwingt uns dazu&#8220;, erkl\u00e4rte der Kanzler.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo stand der ganze Tag im Zeichen der angespannten Sicherheitslage. Es war nur Kurztrip nach Moldau &#8211; aber einer mit Symbolkraft. Nach nur sechs Stunden im Land brachte die Regierungsmaschine den Kanzler abends zur\u00fcck nach Deutschland.<\/p>\n<p>    Sicherheitspolitik weiter im Fokus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nN\u00e4chster Zwischenstopp ist Rostock, wo Merz am Donnerstag eine Marine-\u00dcbung in der Ostsee verfolgt. Danach geht es direkt weiter, nach Toulon in S\u00fcdfrankreich zum deutsch-franz\u00f6sischen Ministerrat. Auch dort steht viel Sicherheitspolitik auf der Tagesordnung: gemeinsame R\u00fcstungsprojekte und Russlands Krieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter anderem geht es darum, wie die Europ\u00e4er der Ukraine Sicherheit garantieren, wenn die K\u00e4mpfe eines Tages gestoppt sind. Bei den Sicherheitsgarantien steht dann nicht mehr die Symbolkraft im Mittelpunkt wie in Moldau. Dann geht es um die ganz konkrete Frage, was Deutschland und andere bereit sind zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.08.2025 21:57 Uhr Kanzler Merz war auf Kurzbesuch in Moldau &#8211; wo Russlands Machtanspruch und Aggressionen mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":378046,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,182,845,14,15,12],"class_list":{"0":"post-378045","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-merz","17":"tag-moldau","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115102765811433597","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=378045"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378045\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/378046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=378045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=378045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=378045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}