{"id":378103,"date":"2025-08-27T21:39:13","date_gmt":"2025-08-27T21:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378103\/"},"modified":"2025-08-27T21:39:13","modified_gmt":"2025-08-27T21:39:13","slug":"umstrittenes-teilstueck-der-a100-in-berlin-eroeffnet-wirtschaft-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378103\/","title":{"rendered":"Umstrittenes Teilst\u00fcck der A100 in Berlin er\u00f6ffnet &#8211; Wirtschaft weltweit"},"content":{"rendered":"<p>Die Verl\u00e4ngerung der Stadtautobahn A100 ist nach zw\u00f6lf Jahren Bauzeit und Hunderten Millionen Euro in Berlin er\u00f6ffnet worden. Begleitet von Protesten gaben Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (beide CDU) den 3,2 Kilometer langen Abschnitt frei. \u00abInsbesondere diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, werden ab sofort Verbesserungen sp\u00fcren\u00bb, sagte Schnieder. Schlie\u00dflich habe nicht jeder das Gl\u00fcck, direkt neben einer U-Bahn- oder S-Bahn-Station zu leben.<\/p>\n<p>Die ersten Fahrzeuge fuhren am Nachmittag \u00fcber die Strecke &#8211; vorher bildete sich eine Warteschlange. Unter den Ersten war ein Autofahrer, der stundenlang auf den Start gewartet hatte. \u00abIch bin hei\u00df darauf, als Erster \u00fcber die Autobahn zu fahren\u00bb, sagte er dem \u00abTagesspiegel\u00bb. Ein Motorradfahrer sprach von einem \u00abeinmaligen Moment\u00bb. Es gab aber auch Proteste und Kritik.<\/p>\n<p>\u00abTrasse zerschneidet die Stadt\u00bb<\/p>\n<p>Viele \u00fcberzeugen die Argumente f\u00fcr das neue Teilst\u00fcck nicht. \u00abDiese Trasse zerschneidet die Stadt, heizt sie auf &#8211; klimatisch wie sozial\u00bb, teilte Greenpeace-Verkehrsexpertin Lena Donat mit. \u00abStatt jetzt mit dem n\u00e4chsten Abschnitt weitere Milliarden Euro in eine aus der Zeit gefallene Stadtautobahn zu pumpen, auf der Menschen auch k\u00fcnftig im Stau stehen werden, k\u00f6nnte Berlin mit diesem Geld zu einer modernen Gro\u00dfstadt wie Paris werden, mit einer Mobilit\u00e4t f\u00fcr Menschen statt f\u00fcr Autos.\u00bb Paris hat in den vergangenen Monaten und Jahren immer mehr Stra\u00dfen f\u00fcr den Autoverkehr gesperrt. Der Berliner Senat denkt hingegen neben dem Autobahn-Ausbau auch \u00fcber eine Ausweitung von Tempo 50 nach.\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem in Betrieb genommenen 16. Bauabschnitt zwischen dem Dreieck Neuk\u00f6lln und dem Stadtteil Treptow soll der Berliner Osten besser ans Autobahnnetz und insbesondere an den Flughafen BER in Sch\u00f6nefeld angeschlossen werden. Das neue Teilst\u00fcck war zun\u00e4chst noch nicht bei Google Maps zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/5316358_1_detailinline_Landeschef_Wegner_betonte_dass_die_Verlaengerung_der_A100_mit_dem_17._Bauabsc.jpeg\" alt=\"Freigabe des 16. Bauabschnitts der A100\" title=\"Freigabe des 16. Bauabschnitts der A100\" width=\"960\" height=\"640\" class=\"img-fluid\" loading=\"lazy\"\/>Landeschef Wegner betonte, dass die Verl\u00e4ngerung der A100 mit dem 17. Bauabschnitt weitergehen m\u00fcsse. Sebastian Christoph Gollnow\/dpaBauarbeiten begannen 2013<\/p>\n<p>Die Bauma\u00dfnahmen f\u00fcr das Teilst\u00fcck hatten schon 2013 begonnen. Damals wurden Kosten in H\u00f6he von mehr als 450 Millionen Euro veranschlagt, mit der Fertigstellung wurde bereits f\u00fcr 2021\/2022 gerechnet. Inzwischen belaufen sich die Kosten auf mehr 720 Millionen Euro. Auch deshalb sehen viele Menschen die Verl\u00e4ngerung kritisch. Einige sprechen von Deutschlands teuerster Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Verkehrsminister Schnieder verwies zur Begr\u00fcndung auf die technische Komplexit\u00e4t des Projekts, auf Lieferengp\u00e4sse infolge des Kriegs in der Ukraine sowie auf die Folgen der Corona-Pandemie. Zwei Drittel der Trasse verlaufen in einem bis zu sieben Meter tiefen Trog. Der Verlauf der Querstra\u00dfen und der Bahntrassen musste bei dem Bau ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Bund und Land: 17. Bauabschnitt muss folgen<\/p>\n<p>Berlins Landeschef Wegner sagte, die l\u00e4ngere A100 werde den Verkehr aus den angrenzenden Wohngebieten ziehen und auf die Autobahn verlagern. Doch damit dieses Ziel aufgeht, ist aus Sicht der derzeitigen Landes- und Bundesregierung noch eine weitere Verl\u00e4ngerung der A100 in Richtung Norden zwischen Treptower Park und Storkower Stra\u00dfe n\u00f6tig. \u00abDie Stadtautobahn ist seit vielen Jahren die Hauptschlagader der Mobilit\u00e4t in unserer Stadt\u00bb, sagte Wegner dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).<\/p>\n<p>\u00abDer 16. Bauabschnitt macht nur richtig Sinn, wenn man auch den 17. anschlie\u00dft\u00bb, betonte Schnieder. \u00abNur dann kann das gesamte A100-Projekt seinen tats\u00e4chlichen Nutzen voll entfalten.\u00bb Der heutige Meilenstein sei nur ein Zwischenstopp. \u00abDer 17. Bauabschnitt muss folgen.\u00bb Der Ausbau der A100 sei im Bundesverkehrswegeplan fest verankert, hie\u00df es aus dem Verkehrsministerium. Zum 17. Bauabschnitt werde die bundeseigene Autobahn-Gesellschaft bald eine Vorzugsplanung vorschlagen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/5316349_1_detailinline_Rund_250_Gegnerinnen_und_Gegner_der_Verlaengerung_protestierten_gegen_die_Inb.jpeg\" alt=\"Freigabe des 16. Bauabschnitts der A 100\" title=\"Freigabe des 16. Bauabschnitts der A 100\" width=\"960\" height=\"698\" class=\"img-fluid\" loading=\"lazy\"\/>Rund 250 Gegnerinnen und Gegner der Verl\u00e4ngerung protestierten gegen die Inbetriebnahme. Soeren Stache\/dpaUnverst\u00e4ndnis und Emp\u00f6rung bei Gegnern<\/p>\n<p>Bei Kritikern sto\u00dfen solche Aussagen auf Unverst\u00e4ndnis und Emp\u00f6rung. Vor dem Hotel, in dem die Er\u00f6ffnung zelebriert wurde, versammelten sich in der Spitze laut Polizei rund 280 Gegnerinnen und Gegner des Ausbaus und forderten einen sofortigen Stopp der Planungen f\u00fcr den 17. Abschnitt. Das B\u00fcndnis \u00abA100 wegbassen\u00bb entrollte am Vormittag an der Treptower Ausfahrt des neuen Abschnitts ein Banner mit dem Schriftzug \u00abENDE\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Auch der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung sieht das Projekt kritisch. \u00abDie verl\u00e4ngerte A100 wirkt wie ein Staubsauger; die Autobahn zieht den Verkehr an, b\u00fcndelt ihn und spuckt ihn einfach in Treptow und Lichtenberg wieder aus\u00bb, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. \u00abStatt den Verkehr zu beruhigen, spitzt die Autobahn die Verkehrslage k\u00fcnstlich weiter zu.\u00bb Mit Blick auf den geplanten 17. Bauabschnitt f\u00fcgte er hinzu: \u00abDie Autobahn erzeugt Verkehr, den es vorher gar nicht gab und schafft damit erst das Problem, das vorher gar keines war.\u00bb<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:250827-930-962119\/9<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Verl\u00e4ngerung der Stadtautobahn A100 ist nach zw\u00f6lf Jahren Bauzeit und Hunderten Millionen Euro in Berlin er\u00f6ffnet worden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":378104,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[599,1941,1939,5543,582,6399,296,1937,29,30,1940,1938,601,5975,55,2408],"class_list":{"0":"post-378103","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-a100","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","11":"tag-autobahn","12":"tag-automobilindustrie","13":"tag-bau","14":"tag-berlin","15":"tag-berlin-news","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin","20":"tag-verkehr","21":"tag-verlaengerung","22":"tag-wirtschaft","23":"tag-zusammenfassung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115102899707946712","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=378103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378103\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/378104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=378103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=378103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=378103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}