{"id":378679,"date":"2025-08-28T03:01:45","date_gmt":"2025-08-28T03:01:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378679\/"},"modified":"2025-08-28T03:01:45","modified_gmt":"2025-08-28T03:01:45","slug":"roter-amerikanischer-sumpfkrebs-breitet-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378679\/","title":{"rendered":"Roter Amerikanischer Sumpfkrebs breitet sich aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Er ist gekommen, um zu bleiben: In Hamburg breitet sich der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) aus. Wie die Umweltbeh\u00f6rde best\u00e4tigt, hat sich die nicht heimische Art inzwischen in vier Gew\u00e4ssern im Norden der Hansestadt angesiedelt.\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der Naturschutzbund (Nabu) stuft den Sumpfkrebs als \u201eproblematischen Neozoen\u201c (invasive Tierart) ein. In der EU steht der Allesfresser auf der Liste \u201einvasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung\u201c \u2013 hei\u00dft: Es m\u00fcssen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um die weitere Verbreitung zu verhindern. Das bis zu 15 Zentimeter gro\u00dfe Krabbeltier \u2013 auch als Louisianakrebs bekannt \u2013 verdr\u00e4ngt einheimische Arten, ist Tr\u00e4ger eines gef\u00e4hrlichen Pilzes und unterh\u00f6hlt ganze Uferbereiche.\n            <\/p>\n<p>            Massenwanderung auf Berliner Stra\u00dfen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Berlin, Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg haben solche negativen Erfahrungen bereits gemacht. 2017 alarmierte eine Massenwanderung der Exoten \u00fcber Stra\u00dfen im Bereich Berlin-Tiergarten die \u00d6ffentlichkeit. In der Hauptstadt wurden seither Hunderttausende Exemplare eingefangen \u2013 ausrotten lie\u00df sich der Zuwanderer allerdings nicht.\n            <\/p>\n<p>\n                                Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs wird zu 15 Zentimeter lang.<br \/>\n                            Foto: imago stock&amp;people<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/imago84091238.jpg\" title=\"Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs wird zu 15 Zentimeter lang. \" alt=\"Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs wird zu 15 Zentimeter lang. \" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"249\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    In Hamburg ist der Sumpfkrebs, der urspr\u00fcnglich aus dem S\u00fcdosten der USA stammt, erstmals 2012 im Hummelsee im Stadtteil Hummelsb\u00fcttel festgestellt worden \u2013 nur rund einen Kilometer von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein entfernt. Mittlerweile gibt es Vorkommen auch in drei benachbarten Gew\u00e4ssern in Hummelsb\u00fcttel, wie der Senat auf eine CDU-Anfrage mitteilt.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Wie viele Louisianakrebse durch Hamburg krabbeln, ist den Beh\u00f6rden aber unbekannt. Der Umfang der Best\u00e4nde lasse sich \u201enicht seri\u00f6s sch\u00e4tzen\u201c. Gefangen wurden in den betroffenen Gew\u00e4ssern bislang knapp 2000 der Tiere.\n            <\/p>\n<p>\n                                CDU-Umweltpolitiker Sandro Kappe.<br \/>\n                            Foto: CDU-Fraktion Hamburgische B\u00fcrgerschaft<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/14-sandro-kappe-cdu-fraktion.jpg\" title=\"CDU-Umweltpolitiker Sandro Kappe. \" alt=\"CDU-Umweltpolitiker Sandro Kappe. \" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"375\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    CDU-Umweltexperte Sandro Kappe verfolgt die Entwicklung mit Sorge. Sollte der Neuling in weitere Hamburger Gew\u00e4sser vordringen, seien \u201eerhebliche \u00f6kologische und wirtschaftliche Sch\u00e4den\u201c zu erwarten. Kappe verweist darauf, dass der Rote Sumpfkrebs in anderen Bundesl\u00e4ndern gro\u00dfe Mengen heimischer Flusskrebse vernichtet habe. Der Eindringling fresse Laich und Jungfische, was am Oberrhein lokale Fischbest\u00e4nde stark reduziert habe.\n            <\/p>\n<p>\n                                In solchen Erdl\u00f6chern verkriecht sich der Amerikanische Sumpfkrebs. In anderen L\u00e4ndern haben die Tiere ganze Uferbereiche unterh\u00f6hlt.<br \/>\n                            Foto: imago stock&amp;people<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/imago63977695.jpg\" title=\"In solchen Erdl\u00f6chern verkriecht sich der Amerikanische Sumpfkrebs. In anderen L\u00e4ndern haben die Tiere ganze Uferbereiche unterh\u00f6hlt.\" alt=\"In solchen Erdl\u00f6chern verkriecht sich der Amerikanische Sumpfkrebs. In anderen L\u00e4ndern haben die Tiere ganze Uferbereiche unterh\u00f6hlt.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"249\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Obendrein destabilisierten die Tiere Uferbereiche, weil sie dort G\u00e4nge graben. Und schlie\u00dflich: Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs \u00fcbertrage einen Pilz, der die sogenannte Krebspest ausl\u00f6se \u2013 die f\u00fcr europ\u00e4ische Krebsarten t\u00f6dlich verl\u00e4uft.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Verantwortlichen in der Hansestadt m\u00fcssten aktiver gegen die Ausbreitung der fremden Spezies vorgehen, dr\u00e4ngt Kappe. Allein das Z\u00e4hlen und vereinzelte Abfischen reiche nicht: \u201eDiese Zur\u00fcckhaltung ist riskant: Einmal gro\u00dffl\u00e4chig etabliert, l\u00e4sst sich der Sumpfkrebs praktisch nicht mehr ausrotten.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.shz.de\/deutschland-welt\/hamburg\/artikel\/invasive-arten-ein-problem-in-hamburg-und-schleswig-holstein-48909612\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Diese invasiven Arten sind in Hamburg und Schleswig-Holstein ein Problem<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Umweltbeh\u00f6rde nimmt den Eindringling \u201esehr ernst\u201c, wie Sprecher Alexander Fricke versichert. Seit 2023 bestehe ein Kooperationsprojekt mit der Universit\u00e4t Hamburg, um die Best\u00e4nde in zwei Angelgew\u00e4ssern zu verringern.\u00a0Dort w\u00fcrden monatlich f\u00fcr ein bis zwei N\u00e4chte etwa 70 Reusen gestellt, um Tiere abzufangen. Ergebnisse zum Erfolg der Ma\u00dfnahme l\u00e4gen allerdings nicht vor.\n            <\/p>\n<p>            Beliebtester Speisekrebs weltweit<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Krebspest und die Vernichtung anderer Krebse durch den Neub\u00fcrger spielten in der Hansestadt dagegen eine \u201euntergeordnete Rolle\u201c, beruhigt der Sprecher. Denn: \u201eEs gibt in Hamburg keine anderen Flusskrebsarten.\u201c\u00a0Immerhin erw\u00e4gt die Stadt mittlerweile \u2013 nach dem Vorbild Bremens \u2013 eine weitergehende Abwehrma\u00dfnahme. Fachleute pr\u00fcfen, in einem der betroffenen Gr\u00e4ben dauerhaft eine Fangreuse aufzustellen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    F\u00fcr den Menschen stellt der Rote Amerikanische Sumpfkrebs keine Gefahr dar. Im Gegenteil: Procambarus clarkii ist essbar und der mit Abstand meist gez\u00fcchtete S\u00fc\u00dfwasserkrebs der Welt. Und so hat sich ein Berliner Restaurant-Betreiber die Invasion auf seine Weise zunutze gemacht: Er fing die Eindringlinge ein und setzte sie auf die Speisekarte.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er ist gekommen, um zu bleiben: In Hamburg breitet sich der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) aus. 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