{"id":378967,"date":"2025-08-28T05:38:11","date_gmt":"2025-08-28T05:38:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378967\/"},"modified":"2025-08-28T05:38:11","modified_gmt":"2025-08-28T05:38:11","slug":"frankfurt-main-oeko-test-kritisiert-suessstoffe-in-baby-zahnungsgel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/378967\/","title":{"rendered":"Frankfurt\/Main | \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb kritisiert S\u00fc\u00dfstoffe in Baby-Zahnungsgel"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (dpa\/tmn) &#8211; Der Nachwuchs weint stundenlang, quengelt, kaut auf allem herum: Wenn die ersten Z\u00e4hnchen durchbrechen, ist das f\u00fcr Familien eine herausfordernde Zeit.<\/p>\n<p>Ist da der Griff zu speziellen Zahnungsgelen, -cremes und -\u00f6len sinnvoll? Eher nicht. Sie bringen nur wenig, ist das Fazit der Zeitschrift \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb (Ausgabe 9\/2025). Mitunter stecken unerw\u00fcnschte Inhaltsstoffe drin.\u00a0<\/p>\n<p>15 Produkte haben sich die Testerinnen und Tester insgesamt angeschaut. Ein Drittel rasselt mit der Note \u00abmangelhaft\u00bb durch, besser als \u00abbefriedigend\u00bb ist keines.\u00a0<\/p>\n<p>Massieren ist gut, Gel muss aber nicht sein<\/p>\n<p>Zehn Produkte im Test sind Gele und \u00d6le, die &#8211; behutsam einmassiert &#8211; das gereizte Zahnfleisch beruhigen sollen. Zwar empfehlen verschiedene Fachgesellschaften sanfte Massagen der Kauleiste, wenn die Z\u00e4hne durchbrechen. Dabei ist aber nicht die Rede davon, dass das mit einem Gel auf Mamas oder Papas Finger geschehen sollte.\u00a0<\/p>\n<p>Die Produkte bringen nach Ansicht von \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb keinen Mehrwert. Im Gegenteil: Sie k\u00f6nnen sogar Risiken bergen &#8211; etwa, wenn sie synthetisch hergestellte S\u00fc\u00dfstoffe enthalten, was bei sechs Produkten der Fall ist. Saccharin, Sucralose und Co. k\u00f6nnen mit ihrer hohen S\u00fc\u00dfkraft dazu beitragen, dass der Nachwuchs fr\u00fch an s\u00fc\u00dfe Lebensmittel gew\u00f6hnt wird. Das wollen Eltern vermeiden.<\/p>\n<p>Sechs Gele bekommen im \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb zudem Abz\u00fcge, weil sie PEG bzw. PEG-Derivate enthalten. Sie machen die Haut durchl\u00e4ssiger &#8211; allerdings auch f\u00fcr unerw\u00fcnschte Stoffe. In Arzneimitteln dienen sie einer besseren Aufnahme von Wirkstoffen. Die Gels und \u00d6le sind allerdings Kosmetika, enthalten also der Definition nach keine Wirkstoffe.<\/p>\n<p>Hat in Kinderprodukten nichts verloren: Alkohol<\/p>\n<p>Apropos: Eines der Produkte in der Auswahl setzt auf einen bet\u00e4ubenden Wirkstoff &#8211; Lidocain &#8211; und ist damit ein Arzneimittel. Die Wirksamkeit von Lidocain an sich ist zwar belegt. Wie gut das Gel wirkt, bleibt aber unklar. Laut \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb konnte der Hersteller keine konkreten Belege daf\u00fcr vorlegen, dass das Lidocain bei all der Speichelproduktion auch lange genug im Babymund bleibt.\u00a0<\/p>\n<p>Dazu kommt: Das Mittel enth\u00e4lt als Konservierungsmittel Alkohol &#8211; wie ein zweites im Test auch. \u00abAlkohol hat in Kinderprodukten nichts zu suchen\u00bb, schreiben die \u00d6ko-Tester.\u00a0<\/p>\n<p>Spezielle \u00d6le f\u00fcr die Wangen m\u00fcssen nicht sein<\/p>\n<p>Neben dem Arzneimittel und den Cremes und Gelen zur Anwendung auf dem Zahnfleisch gibt es noch eine dritte Produktgruppe: \u00d6le, mit denen Eltern die Wangen &#8211; und damit von au\u00dfen die Kauleiste &#8211; des Spr\u00f6sslings massieren k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Doch ein spezielles \u00d6l braucht es daf\u00fcr nicht. Ein normales Baby\u00f6l oder eine Creme funktionieren ebenso gut, so \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb. Immerhin: Eltern m\u00fcssen sich nicht darum sorgen, dass diese Produkte Risiken bergen.\u00a0<\/p>\n<p>Von L\u00f6ffel bis Waschlappen: Was noch hilft<\/p>\n<p>Klar ist: Wenn durchbrechende Z\u00e4hnchen das Kind plagen, ist Trost und Zuwendung der Eltern gefragt. Was dem gereizten Zahnfleisch neben sanften Massagen noch guttut: k\u00fchlen. Hier kann etwa ein Bei\u00dfring oder L\u00f6ffel aus dem K\u00fchlschrank einen guten Job machen &#8211; auch, weil das Baby nun einen starken Drang danach hat, auf allem herumzubei\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch ein nasser Waschlappen zum Kauen ist hilfreich, so das Portal \u00abkindergesundheit-info.de\u00bb des Bundesinstituts f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit. K\u00fchle Lebensmittel zum Kauen und Bernsteinketten empfiehlt die Beh\u00f6rde hingegen nicht &#8211; zu gro\u00df ist die Verletzungs- und Verschluckungsgefahr.<\/p>\n<p>Und was, wenn kein Hausmittel gegen die Schmerzen hilft, das Kind die ganze Nacht lang schreit? Dann raten Kinder\u00e4rzte dazu, dem Kind ein Schmerzz\u00e4pfchen &#8211; etwa mit Paracetamol &#8211; zu geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt\/Main (dpa\/tmn) &#8211; Der Nachwuchs weint stundenlang, quengelt, kaut auf allem herum: Wenn die ersten Z\u00e4hnchen durchbrechen, ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":378968,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[1290,2632,29,553,2050,2051,30,141,2052,624,15368,102634,625,31753,102635],"class_list":{"0":"post-378967","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-baby","9":"tag-brcmj","10":"tag-deutschland","11":"tag-familie","12":"tag-frankfurt","13":"tag-frankfurt-am-main","14":"tag-germany","15":"tag-gesundheit","16":"tag-hessen","17":"tag-ratgeber","18":"tag-schmerzen","19":"tag-tmn8209","20":"tag-verbraucher","21":"tag-zaehne","22":"tag-zahnungsgel"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115104783034981747","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=378967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/378968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=378967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=378967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=378967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}