{"id":379014,"date":"2025-08-28T06:05:22","date_gmt":"2025-08-28T06:05:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379014\/"},"modified":"2025-08-28T06:05:22","modified_gmt":"2025-08-28T06:05:22","slug":"robert-habeck-die-ratlosigkeit-eines-gescheiterten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379014\/","title":{"rendered":"Robert Habeck: Die Ratlosigkeit eines Gescheiterten"},"content":{"rendered":"<p>        TV-Kritik<br \/>\n      Bei &#8222;Markus Lanz&#8220; zeigt sich die gro\u00dfe Ratlosigkeit des Robert Habeck<\/p>\n<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Die Abschiedstournee von Robert Habeck wurde am Mittwochabend im ZDF fortgesetzt. Dabei verfestigt sich der Eindruck, dass der Mann tats\u00e4chlich keinen Plan hat.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg is-initial\">Die Sendung dauert bereits mehr als eine Stunde, es geht in die Endrunde. <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/robert-habeck-4159688.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Robert Habeck<\/a> hat viel geredet und noch mehr gehadert, mit sich, den Parteien, den Medien und dieser verdammt komplizierten Welt. Nun stellt ihm Moderator Markus Lanz eine etwas schwierigere Frage: Ob er daf\u00fcr sei, deutsche Soldaten als Friedenssoldaten in die Ukraine zu entsenden?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Habeck l\u00e4chelt schief, ruckelt in seinem Sessel herum und sagt: &#8222;Ich bin bald nicht mehr Mitglied des Parlaments&#8220;. Er wolle, dass &#8222;diese Debatte richtig gef\u00fchrt&#8220; werde. Es sei ja &#8222;ein Dienst&#8220;, &#8222;ein Opfer&#8220;, &#8222;eine politische Ordnungsgerechtigkeitsfrage&#8220;, die ihm insbesondere als Vater von vier S\u00f6hnen eher schwerfalle.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Eine Antwort ist das nicht. Der Mann, der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden wollte, hat offenkundig keinerlei Idee davon, wie er sich im nationalen Sicherheitsinteresse entscheiden w\u00fcrde. Oder er will sie nicht mitteilen.<\/p>\n<p>    25. August 2025,15:29<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2025-18-fried.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"Montage zeigt Nico Fried vor einem l\u00e4chelnden und einem nachdenklichen Robert Habeck\" title=\"Montage zeigt Nico Fried vor einem l\u00e4chelnden und einem nachdenklichen Robert Habeck\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/robert-habeck--tschuess--es-war-nicht-immer-leicht-35654956.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            FRIED &#8211; BLICK AUS BERLIN<\/p>\n<p>                    Tsch\u00fcss, Herr Habeck \u2013 es war nicht immer leicht<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">So oder so: Wer bedauern sollte, dass Habeck dieses Land nicht regiert, sollte sich die Sendung &#8222;<a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/themen\/markus-lanz-4539908.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Markus Lanz<\/a>&#8220; vom Mittwochabend anschauen. Denn dort ist nicht ein verhinderter Kanzler zu betrachten, sondern ein offenkundig gescheiterter Politiker, der sein Urvertrauen in das politische System Deutschlands verloren zu haben scheint. Der zweifelt und verzweifelt, an sich und dem Politikbetrieb, dessen Teil er \u00fcber zwei Jahrzehnte war. Der orientierungslos wirkt. Und der zumindest vorl\u00e4ufig aufgegeben hat.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image-element__image image\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1754402297_86_gps-visual-widget.png\"  style=\"aspect-ratio: 3;\" alt=\"Gregor Peter Schmitz mit den Buchstaben GPS\" title=\"Gregor Peter Schmitz mit den Buchstaben GPS\"\/><\/p>\n<p>          Wollen Sie nichts mehr vom stern verpassen?<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich, kompetent und unterhaltsam: Chefredakteur Gregor Peter Schmitz sendet Ihnen jeden Mittwoch in einem kostenlosen Newsletter die wichtigsten Inhalte aus der stern-Redaktion und ordnet ein, wor\u00fcber Deutschland spricht. <a target=\"_blank\" class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/service\/gps-newsletter\/?utm_source=stern_digital&amp;utm_medium=infobox&amp;utm_campaign=stern_nl-gps\" rel=\"nofollow noopener\">Hier geht es zur Registrierung.<\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Mit den Strukturen, &#8222;die wir politisch haben&#8220;, lie\u00dfen sich die Probleme nicht l\u00f6sen, die zu l\u00f6sen seien, sagt Habeck. &#8222;Ich bin gelaufen, gelaufen, gelaufen. Jetzt sage ich: Halt! Stopp!&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der verhinderte Kanzler sitzt an diesem Abend im schwarzen Anzug und offenem wei\u00dfen Hemd im Fernsehstudio, um noch einmal zu erkl\u00e4ren, warum er demn\u00e4chst sein Parlamentsmandat abgibt. In einem Instagram-Video hatte er Anfang der Woche in typischer Prosa mitgeteilt: &#8222;Manchmal muss man T\u00fcren schlie\u00dfen, damit neue sich \u00f6ffnen.&#8220; Er schlie\u00dfe jetzt eine T\u00fcr, &#8222;aber ich bin mir sicher, dass sich neue T\u00fcren \u00f6ffnen werden&#8220;.<\/p>\n<p>  Robert Habeck will kein Gespenst sein<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Dazu erschien ein Interview in der &#8222;<a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/taz-verlags--und-vertriebs-4108886.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">taz<\/a>&#8222;. Er wolle, sagte er, nicht als &#8222;h\u00f6hnisch-zynischer Kommentator&#8220; wie &#8222;ein Gespenst&#8220; \u00fcber die Flure laufen. &#8222;Ich will eine neue Geschichte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die neue Geschichte soll vorerst aus Lehr- und Forschungsaufenthalten in D\u00e4nemark und den USA bestehen. Was danach komme, wisse er nicht, sagt Habeck am Mittwochabend. &#8222;In gewissen Sinne ist der Weg auch ausgegangen.&#8220; Es gebe keinen Plan. Vieles sei m\u00f6glich.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Auch eine R\u00fcckkehr in die Politik? Habeck verharrt bei den erwartbaren Nachfragen im Ungef\u00e4hren. Er bleibe ein &#8222;politisches Wesen&#8220;, sagt er. Jedenfalls sei das kein &#8222;taktischer Abschied&#8220;, sondern &#8222;ein klarer Cut&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Habeck wird im September 56, er hat noch ein gutes Lebensjahrzehnt bis zur Rente mit 67. Seine politische Laufbahn begann 2004. Die Stationen: gr\u00fcner Landeschef in Schleswig-Holstein, Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag, Landesumwelt- und Agrarminister. Dann Bundeschef der Gr\u00fcnen, Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler \u2013 und Kanzlerkandidat. Das ging gr\u00fcndlich schief. Die 11,6 Prozent, 3,1 Prozentpunkte weniger als gut drei Jahre zuvor, bedeutet f\u00fcr seine Partei die R\u00fcckkehr in die Opposition. Und f\u00fcr ihn das vorl\u00e4ufige Ende der Karriere.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Nun also der Mandatsverzicht. Doch warum noch einmal genau? Habeck wird in der Sendung mehrfach mit dem Umstand konfrontiert, dass ihn ja viele Menschen gew\u00e4hlt h\u00e4tten und andere fr\u00fchere Minister in Fachaussch\u00fcssen des Parlaments arbeiteten. Sei das nicht der redlichere Umgang mit dem Mandat des Souver\u00e4ns?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Frage sei &#8222;total berechtigt&#8220;, antwortet Habeck, um dann wie in der &#8222;taz&#8220; davon zu reden, dass er f\u00fcr &#8222;eine bestimmte politische Idee&#8220; gew\u00e4hlt worden sei. Er sei ja als &#8222;B\u00fcndniskanzler&#8220; plakatiert worden und nicht als Mitglied des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Robert Habeck, anders l\u00e4sst sich das kaum interpretieren, sieht sich als Ausnahmeerscheinung, auf die sich die tradierten Regeln nicht anwenden lassen: Er habe erkannt, dass er das, was seine Anh\u00e4nger von ihm erwarteten, nur &#8222;au\u00dferhalb des Erwartungsraums&#8220; erreichen k\u00f6nne.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Je l\u00e4nger Habeck redet, umso st\u00e4rker wird der Eindruck, dass er genau das ist, was er nach seinem Bekunden ausdr\u00fccklich nicht sein will: gekr\u00e4nkt. Dazu passt, dass er in dem &#8222;taz&#8220;-Interview die CDU-Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner als &#8222;Fehlbesetzung&#8220; bezeichnete und ihr vorwarf, die Gesellschaft zu spalten, &#8222;ob mutwillig oder aus D\u00e4mlichkeit&#8220;. Und dass er \u00fcber den bayerischen CSU-Regierungschef sagte: &#8222;Dieses fetischhafte Wurstgefresse von Markus S\u00f6der ist ja keine Politik.&#8220;<\/p>\n<p>  Auf der Suche nach sich selbst<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Bei &#8222;Markus Lanz&#8220; gibt sich Habeck gem\u00e4\u00dfigter und beantwortet die unausweichlichen Nachfragen erkennbar unwillig . Zu S\u00f6der sagt er: &#8222;Dass wir uns nicht besonders sch\u00e4tzen, ist ja kein Geheimnis.&#8220; Und zu Kl\u00f6ckner: &#8222;Es f\u00e4llt ihr schwer, die Achtung vor dem Parlament zu verteidigen.&#8220; Die von ihr ausgel\u00f6ste Debatte besch\u00e4dige das Amt der Bundestagspr\u00e4sidentin.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Aber eigentlich will Habeck wirklich nicht mehr dar\u00fcber reden. Lieber spricht er \u00fcber die gro\u00dfe &#8222;Ratlosigkeit, wie ich jetzt weitermachen soll&#8220;, in dieser Welt voller Kriegstreiber und Demokratiever\u00e4chter.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Vielleicht ist es ja so, dass Robert Habeck sich ein wenig orientierungslos f\u00fchlt. Jetzt, da er nicht mehr die Gr\u00fcnen, ein Ministerium oder gar Deutschland f\u00fchren muss, darf er wieder das tun, was er offenbar am besten kann: sich selbst suchen. Selbstverst\u00e4ndlich sehr selbstreflektiert. Aber auch ein bisschen selbstgerecht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TV-Kritik Bei &#8222;Markus Lanz&#8220; zeigt sich die gro\u00dfe Ratlosigkeit des Robert Habeck Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379015,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-379014","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115104889244589187","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379014"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379014\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}