{"id":379407,"date":"2025-08-28T09:44:15","date_gmt":"2025-08-28T09:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379407\/"},"modified":"2025-08-28T09:44:15","modified_gmt":"2025-08-28T09:44:15","slug":"erneut-aerger-um-salsa-abende-am-aachener-weiher-das-sagen-anwohner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379407\/","title":{"rendered":"Erneut \u00c4rger um Salsa-Abende am Aachener Weiher \u2013 Das sagen Anwohner"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Rund ein Jahr nach dem Streit um <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koeln-museum-duldet-tanzpartys-nicht-mehr-salsa-szene-fuerchtet-aus-851950\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Salsa-Partys am Aachener Weiher<\/a> kommt in der Sache wieder Unruhe auf. Grund sind B\u00fcrgerbeschwerden und Unstimmigkeiten innerhalb der Salsa-Szene. Zum Ende der Saison im vergangenen <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/trotz-bedenken-happy-end-fuer-salsa-szene-am-aachener-weiher-museumschefin-will-mal-mittanzen-867347\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jahr sah es zun\u00e4chst nach einem Happy End<\/a> aus: Die Direktorin des Museums f\u00fcr Ostasiatische Kunst, Shao-Lan Hertel, Kulturdezernent Stefan Charles und Vertreter der Salsa-Szene einigten sich im September. Zuvor es hatte wochenlange Diskussionen dar\u00fcber gegeben, ob in den Schlie\u00dfzeiten des Museums auf dessen Platz mehrmals die Woche bis teilweise nach 22 Uhr um die 150 Menschen Salsa tanzen d\u00fcrfen. L\u00e4rmbeschwerden hatten die Diskussion ins Rollen gebracht, es folgten Treffen zwischen Amtsvertretern und Salsa-Szene.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dann schaltete sich die Museumsleitung ein und verk\u00fcndete f\u00fcr die T\u00e4nzer recht \u00fcberraschend, Salsa <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koelner-innenstadt\/ostasiatisches-museum-salsa-tanz-szene-droht-das-aus-852211\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">st\u00f6re das architektonische Gesamtbild des Geb\u00e4udes<\/a> mit dem Teich. Die Stadt nannte weiterhin die Schw\u00e4ne als Grund sowie Sicherheitsbedenken. Die <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koelner-politiker-kritisieren-umgang-mit-salsa-partys-am-aachener-weiher-853950\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00f6lner Ratsfraktionen<\/a> sprachen sich f\u00fcr die lebendige Salsa-Szene aus und zeigten sich teilweise emp\u00f6rt. Nach der Einigung schien erstmal alles wieder gut. Auf Anfrage teilt ein Stadtsprecher nun mit, dass es in diesem Jahr bisher drei Eins\u00e4tze des Ordnungsamts bei den Salsa-Treffs wegen Anwohnerbeschwerden gab. Die Einsatzkr\u00e4fte gingen dabei nach M\u00f6glichkeit auch in die Wohnung von Anwohnern, um sich ein Bild von der L\u00e4rmsituation zu machen.<\/p>\n<p>Salsa-Partys am Aachener Weiher: Anwohner beschwerte sich beim Ordnungsamt, Mitarbeiter gingen in seine Wohnung<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden m\u00f6chte, lie\u00df den \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c an seinem Mailverkehr mit dem Ordnungsamt teilhaben. Der 61-J\u00e4hrige wohnt seit mehreren Jahrzehnten in der Gottfried-Keller-Stra\u00dfe. Er empfindet die Salsa-Abende als Zumutung. Bis vor ein paar Jahren seien es ein bis zwei Abende pro Woche gewesen, freitags h\u00e4ufig bis weit nach Mitternacht, so der Anwohner. Seit der Debatte h\u00f6rten die Partys zwar relativ p\u00fcnktlich um 22.15 Uhr auf, doch seit letztem Jahr finden laut Anwohner deutlich mehr Veranstaltungen statt. Es handle sich um eine \u201eregelm\u00e4\u00dfige und sehr oft unertr\u00e4gliche L\u00e4rmbel\u00e4stigung, die Anwohner wie ich von April bis Oktober mitunter jeden Abend ertragen m\u00fcssen, zus\u00e4tzlich zum ohnehin schon sehr belastenden Verkehrsl\u00e4rm\u201c. Die Veranstaltungen starteten gegen 19 Uhr, er habe teilweise bis zu 250 Teilnehmern gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Besonders die Bassfrequenzen st\u00f6rten ihn bei der Musik, \u201ealso die T\u00f6ne um 100 Hertz, die \u00fcber die Luft weitergetragen werden und ihre volle Wirkung erst weit entfernt entfalten.\u201c Nach eigener Aussage k\u00f6nne er vor 22.15 Uhr abends nicht am Balkon sitzen. Der L\u00e4rm st\u00f6re sein \u201eWohlbefinden so stark, dass er mittlerweile gesundheitsgef\u00e4hrdend ist\u201c.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Der Anwohner fordert ein Verbot oder eine Begrenzung der Veranstaltungen auf eine pro Woche, und maximal zw\u00f6lf pro Jahr. Eine generelle Begrenzung sei eine der Optionen, die aktuell gepr\u00fcft werden, so der Stadtsprecher. Maximal drei Abende pro Woche seien ein guter Kompromiss, findet ein weiterer Anwohner, den der \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c am Mittwoch vor Ort antrifft.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eIm Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Situation definitiv verbessert, sonntags zum Beispiel ist meistens Ruhe, was vor einem Jahr nicht so war\u201c, r\u00e4umt er ein. Dennoch geh\u00f6re er zu den Beschwerdef\u00fchrern: \u201eIch arbeite im Schichtdienst und es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn man wenigstens zwei bis drei Mal die Woche fr\u00fch schlafen k\u00f6nnte.\u201c Seine Hauptkritik: auch die Anzahl der Abende.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Er wohne seit November 2022 hier, da war die Saison gerade schon vorbei. \u201eIch bin ja nicht gegen\u00fcber einer Partylocation eingezogen, sondern einem Museum.\u201c Eine Rentnerin aus demselben Haus st\u00f6rt sich hingegen nicht sehr an den Salsa-Abenden, auch sie habe eine Verbesserung zum letzten Jahr festgestellt. \u201eIch trage aber auch mittlerweile ein H\u00f6rger\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2667\" alt=\"26.08.2024, K\u00f6ln: Das Museum f\u00fcr Ostasiatische Kunst st\u00f6rt sich wohl pl\u00f6tzlich an den seit Jahren schon stattfindenden Open-Air-Salsa-Tanzpartys vor dem Museum, die gro\u00dfe Tanzszene f\u00fcrchtet nun das Aus. Foto: Arton Krasniqi\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/0958c86f-b51e-4924-b8ef-5a192c2e0ca2.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Anwalt und Salsa-Party-Organisator Christoph Ebert zwischen den Tanzenden. Er will dem Anwohner entgegenkommen und die Basst\u00f6ne herunterdrehen.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Arton Krasniqi<\/p>\n<p>Salsa-Organisator kommt Anwohner entgegen und dreht Musik leiser<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Christoph Ebert, Organisator von Salsa-Abenden, best\u00e4tigt, dass es mehr Open-Air-Partys gegeben habe als noch vor einem Jahr. \u201eDienstags und mittwochs sind Veranstalter dazugesto\u00dfen, die gar nicht beim Gespr\u00e4ch mit Frau Hertel und Herrn Charles dabei waren\u201c, sagt Ebert. Von anderen Salsa-Teilnehmenden wei\u00df Ebert, dass diese Durchsagen per Mikrofon gemacht h\u00e4tten, die gewerblichen Charakter hatten. Das ist verboten. Die Abende sind eigentlich ein lockerer, unverbindlicher Treff, ohne Eintritt. Jetzt herrsche Unmut innerhalb der Szene, der sich in den einschl\u00e4gigen Chatgruppen niederschl\u00e4gt. \u201eDie Mitveranstalter f\u00fchlen sich benachteiligt und werfen uns vor, wir w\u00fcrden gegen sie hetzen\u201c, sagt Ebert.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Er habe k\u00fcrzlich mit der Museumsdirektorin besprochen, dass diejenigen, die gegen Regeln versto\u00dfen, nicht mehr auf den Museumsplatz kommen sollen. Nicht immer h\u00e4tten sich die Dienstags- und Mittwochsveranstalter aber daran gehalten, so Ebert. Den Unmut des ersten Anwohners k\u00f6nne er nur bedingt nachvollziehen. \u201eWir machen um 22 Uhr Schluss, und dazwischen liegt eine vierspurige Stra\u00dfe.\u201c Doch er m\u00f6chte den Anwohnern entgegenkommen: \u201eWir drehen die Basst\u00f6ne und Frequenzen raus und benutzen ab sofort zwei Boxen statt einer. Das klingt erstmal nach mehr, aber wir reduzieren die Lautst\u00e4rke um die H\u00e4lfte und verteilen den Ton daf\u00fcr fl\u00e4chendeckender.\u201c Auch in der Verwaltung besch\u00e4ftigt man sich derzeit, wie m\u00f6gliche L\u00f6sungen des Konflikts aussehen k\u00f6nnten, ein Ortstermin habe bereits stattgefunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund ein Jahr nach dem Streit um Salsa-Partys am Aachener Weiher kommt in der Sache wieder Unruhe auf.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379408,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-379407","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115105750508137237","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379407"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379407\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}