{"id":379648,"date":"2025-08-28T11:54:09","date_gmt":"2025-08-28T11:54:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379648\/"},"modified":"2025-08-28T11:54:09","modified_gmt":"2025-08-28T11:54:09","slug":"grossbritannien-als-vorbild-erstmals-abgelehnte-us-asylbewerber-in-ruanda-gelandet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379648\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien als Vorbild: Erstmals abgelehnte US-Asylbewerber in Ruanda gelandet"},"content":{"rendered":"<p>                    Gro\u00dfbritannien als Vorbild<br \/>\n                Erstmals abgelehnte US-Asylbewerber in Ruanda gelandet<\/p>\n<p>\t\t\t\t              28.08.2025, 13:35 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die US-Regierung will Migranten nach Ruanda abschieben. Das ostafrikanische Land hat nun die ersten Menschen aufgenommen. W\u00e4hrend Menschenrechtsorganisationen scharfe Kritik \u00fcben, betont die Regierung in Kigali deren Hilfsbereitschaft.<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen eines Migrationsabkommens sind die ersten abgelehnten Asylbewerber aus den USA in Ruanda gelandet. Ihr Land habe Mitte August sieben Menschen aufgenommen, teilte die ruandische Regierungssprecherin Yolande Makolo mit. &#8222;Drei von ihnen haben den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckzukehren, w\u00e4hrend vier in Ruanda bleiben und hier ein Leben aufbauen m\u00f6chten&#8220;, erkl\u00e4rte sie.<\/p>\n<p>Das ostafrikanische Ruanda hatte Anfang August angek\u00fcndigt, im Rahmen eines Abkommens mit der US-Regierung bis zu 250 abgelehnte Asylbewerber aufnehmen zu wollen. Was das Land als Gegenleistung aus Washington erh\u00e4lt, ist nicht bekannt. Die Regierung in Kigali kann die ankommenden Menschen nach eigenen Angaben pr\u00fcfen und auch ablehnen.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Ruanda bereits ein \u00e4hnliches Abkommen mit Gro\u00dfbritannien geschlossen, das nach einem Regierungswechsel in London im vergangenen Jahr allerdings gekippt wurde. Die vorige konservative Regierung wollte ohne g\u00fcltige Papiere eingereiste Migranten nach Ruanda abschieben. Aufgrund hoher Kosten wurden innerhalb von zwei Jahren jedoch nur vier Menschen aus Gro\u00dfbritannien nach Ruanda abgeschoben.<\/p>\n<p>Die nun aufgenommenen Menschen aus den USA werden nach Makolos Worten von &#8222;einer internationalen Organisation untergebracht&#8220; und erhalten Unterst\u00fctzung durch das UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk UNHCR und die Sozialhilfe vor Ort. Sie sollen demnach eine Ausbildung, medizinische Versorgung und eine Unterkunft bekommen. Die ruandische Regierungssprecherin machte keine Angaben dazu, woher die sieben Betroffenen stammten.<\/p>\n<p>Menschenrechtler kritisieren Abschiebepraxis <\/p>\n<p>Ruanda ist eines von inzwischen vier afrikanischen L\u00e4ndern, mit denen die US-Regierung ein solches Migrationsabkommen geschlossen hat. Darunter sind der von bewaffneten Konflikten zerr\u00fcttete S\u00fcdsudan, Ruandas Nachbarstaat Uganda sowie das kleine s\u00fcdafrikanische K\u00f6nigreich Eswatini. Anfang Juli schoben die USA bereits acht Menschen in den S\u00fcdsudan ab.<\/p>\n<p>UN-Experten und Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Abschiebungen in Drittl\u00e4nder scharf. Gem\u00e4\u00df dem V\u00f6lkerrecht d\u00fcrfe niemand ohne ein vorheriges juristisches Verfahren in L\u00e4nder abgeschoben werden, in denen die Betroffenen bef\u00fcrchten m\u00fcssten, gefoltert zu werden, zu verschwinden oder willk\u00fcrlich get\u00f6tet zu werden.<\/p>\n<p>Das kleine Ruanda mit seinen rund 13 Millionen Einwohnern gilt als politisch relativ stabil, ist in den vergangenen Jahren aber zunehmend wegen m\u00f6glicher Menschenrechtsverletzungen in die Kritik geraten. UN-Experten zufolge unterst\u00fctzt Ruanda au\u00dferdem den gewaltsamen Einmarsch der M23-Miliz in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo und wird daf\u00fcr international kritisiert.<\/p>\n<p>Auch EU erw\u00e4gt Abschiebungen in Drittstaaten<\/p>\n<p>Bislang m\u00fcssen EU-Mitgliedsl\u00e4nder daf\u00fcr nachweisen, dass der abgelehnte Asylbewerber einen Bezug zum betreffenden Drittland hat, etwa Familienmitglieder oder einen fr\u00fcheren Wohnsitz. Diese Vorgabe will die EU-Kommission abschaffen &#8211; und bekommt daf\u00fcr Zuspruch vom deutschen Innenminister Alexander Dobrindt.<\/p>\n<p>Das EU-Land D\u00e4nemark hatte vor rund zwei Jahren bereits eine Zusammenarbeit mit Ruanda geplant. Kopenhagen strebte damals an, dort Asylantr\u00e4ge zu bearbeiten und die Antragsteller bis zu einer Genehmigung dort unterzubringen. Diese Pl\u00e4ne liegen auf Eis. D\u00e4nemark bem\u00fcht sich stattdessen um ein EU-weit einheitliches Vorgehen, was auch Bundesinnenminister Dobrindt anstrebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien als Vorbild Erstmals abgelehnte US-Asylbewerber in Ruanda gelandet 28.08.2025, 13:35 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379649,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,5249,551,13,382,14,15,16,8633,12,3992,28920,3993,3994,64,3995,3996,3997,1531],"class_list":{"0":"post-379648","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-fluechtlinge","11":"tag-grossbritannien","12":"tag-headlines","13":"tag-migration","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-ruanda","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-uk","20":"tag-unhcr","21":"tag-united-kingdom","22":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","23":"tag-usa","24":"tag-vereinigtes-koenigreich","25":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","26":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland","27":"tag-zuwanderung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115106261484399319","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379648\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}