{"id":379737,"date":"2025-08-28T12:44:11","date_gmt":"2025-08-28T12:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379737\/"},"modified":"2025-08-28T12:44:11","modified_gmt":"2025-08-28T12:44:11","slug":"innovationsausschuss-foerdert-ueberarbeitung-der-s3-leitlinie-therapie-und-praevention-der-adipositas-im-kindes-und-jugendalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/379737\/","title":{"rendered":"Innovationsausschuss f\u00f6rdert \u00dcberarbeitung der S3-Leitlinie \u201eTherapie und Pr\u00e4vention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Universit\u00e4tsklinikum Ulm (UKU) erzielt einen wichtigen Erfolg in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas: Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat die F\u00f6rderung f\u00fcr die Aktualisierung der S3-Leitlinie \u201eTherapie und Pr\u00e4vention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter\u201c bewilligt. Das Projekt wird \u00fcber 18 Monate gef\u00f6rdert und ist damit ein entscheidender Schritt, um den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen und die Versorgung betroffener Kinder und Jugendlicher nachhaltig zu verbessern.<\/p>\n<p>Mit der Bewilligung des Antrags, den Prof. Dr. Martin Wabitsch, Leiter der Sektion P\u00e4diatrische Endokrinologie und Diabetologie an der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am UKU, gemeinsam mit Dr. Stephanie Brandt-Heunemann vom Deutschen Zentrum f\u00fcr Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) eingereicht hat, \u00fcbernimmt Ulm eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung dieser wichtigen Leitlinie. Prof. Wabitsch war zuvor von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG e.V.) als Leitlinienbeauftragter benannt worden.<\/p>\n<p>\u201eEine aktuelle S3-Leitlinie ist essenziell, um den komplexen Herausforderungen der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Stephanie Brandt-Heunemann. Prof. Dr. Wabitsch erg\u00e4nzt: \u201eDie \u00dcberarbeitung erm\u00f6glicht es uns, neue wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis zu \u00fcbertragen und so eine qualitativ hochwertige und einheitliche Behandlung sicherzustellen.\u201c<\/p>\n<p>Die S3-Leitlinie zur Therapie und Pr\u00e4vention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter gilt als h\u00f6chste Qualit\u00e4tsstufe medizinischer Leitlinien. Sie basiert auf einer systematischen Auswertung internationaler Studien und b\u00fcndelt die daraus abgeleiteten evidenzbasierten Empfehlungen. Diese werden in einem strukturierten Konsensverfahren mit Expertinnen und Experten aus 21 Fachgesellschaften sowie Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe abgestimmt. Die Leitlinie bildet damit eine zentrale Grundlage f\u00fcr die klinische Praxis, aber auch f\u00fcr gesundheitspolitische Entscheidungen.<\/p>\n<p>Die aktuelle Version der Leitlinie stammt aus dem Jahr 2019. Bis zur geplanten Ver\u00f6ffentlichung der \u00fcberarbeiteten Fassung im Januar 2027 bleibt sie g\u00fcltig. Mit der nun bewilligten F\u00f6rderung kann das Ulmer Team gemeinsam mit der Leitliniengruppe sicherstellen, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in die medizinische Versorgung einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Adipositas im Kindes- und Jugendalter stellt eine chronische Erkrankung dar, die h\u00e4ufig bis ins Erwachsenenalter fortbesteht und das Risiko f\u00fcr Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Stoffwechselst\u00f6rungen und psychosoziale Belastungen erheblich erh\u00f6ht. Vor diesem Hintergrund kommt der aktualisierten Leitlinie eine besondere Bedeutung zu: Sie soll \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weiteren Fachkr\u00e4ften Orientierung bieten, um Betroffene bestm\u00f6glich zu behandeln.<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG e.V.)<\/strong> ist die federf\u00fchrende Fachgesellschaft f\u00fcr die Erstellung der Leitlinie. Sie vereint Expertinnen und Experten aus Forschung, Klinik und Praxis und verfolgt das Ziel, die Pr\u00e4vention und Behandlung der Adipositas zu f\u00f6rdern sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild voranzutreiben.<\/p>\n<p>Der <strong>Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)<\/strong> unterst\u00fctzt seit 2016 Projekte, die die medizinische Versorgung in Deutschland verbessern sollen. Dazu z\u00e4hlen auch Leitlinienprojekte mit besonderem Versorgungsbedarf, deren Ergebnisse in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung einflie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/dzkj.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"><strong>Deutsche Zentrum f\u00fcr Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)<\/strong><\/a> ist ein bundesweites Forschungszentrum, das 2024 mit Unterst\u00fctzung des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung gegr\u00fcndet wurde. An sieben Partnerstandorten b\u00fcndelt es die Expertise von Universit\u00e4tskliniken, Hochschulen und au\u00dferuniversit\u00e4ren Einrichtungen. Ziel ist es, durch interdisziplin\u00e4re Forschung die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. Schwerpunkte liegen unter anderem auf seltenen Erkrankungen, Immunit\u00e4t und Infektionen, neurologischer Entwicklung, Stoffwechsel- und psychischen Erkrankungen. Das DZKJ f\u00f6rdert die enge Verzahnung von Wissenschaft und Versorgung, um neue Erkenntnisse schnell in die Praxis zu \u00fcbertragen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Universit\u00e4tsklinikum Ulm (UKU) erzielt einen wichtigen Erfolg in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas: Der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379738,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-379737","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115106458989594284","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379737"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379737\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}