{"id":380451,"date":"2025-08-28T21:37:22","date_gmt":"2025-08-28T21:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/380451\/"},"modified":"2025-08-28T21:37:22","modified_gmt":"2025-08-28T21:37:22","slug":"invasive-arten-verschmutzen-rheinpark-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/380451\/","title":{"rendered":"Invasive Arten verschmutzen Rheinpark &#038; Co."},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcr die Touristen im Rheinpark sind sie ein beliebtes Foto-Motiv: Wenn zig Kanada-G\u00e4nse \u00fcber den Gehweg spazieren, z\u00fccken viele ihr Smarthphone und halten die Szenen fest. Viele K\u00f6lner Parks haben aber tats\u00e4chlich seit Jahren ein Problem: Immer mehr Kanadag\u00e4nse und Nilg\u00e4nse breiten sich an den Weihern und Gr\u00fcnfl\u00e4chen aus. F\u00fcr Spazierg\u00e4ngerinnen und Spazierg\u00e4nger sind sie ein vertrauter Anblick \u2013 gleichzeitig sorgen die Tiere f\u00fcr massive Verschmutzungen. <\/strong><\/p>\n<p>Besonders im Rheinpark und im Volksgarten h\u00e4ufen sich Beschwerden. Nun hat die Stadt auf <a href=\"https:\/\/ratsinformation.stadt-koeln.de\/getfile.asp?id=1063331&amp;type=do\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Anfrage der SPD<\/a> erkl\u00e4rt, wie sie gegensteuern will.<\/p>\n<p>G\u00e4nse in K\u00f6ln: Eingriffe in die Brut<\/p>\n<p>Um die Zahl der Kanadag\u00e4nse einzud\u00e4mmen, setzt die Stadt seit 2023 auf ein sogenanntes Gelegemanagement. Dabei werden in der Brutzeit fast alle Eier entnommen, nur ein Ei bleibt pro Nest erhalten. So k\u00f6nnen die Tiere weiter br\u00fcten, die Zahl der Jungv\u00f6gel wird aber deutlich verringert. Ab 2026 soll auch der Volksgartenweiher in dieses Programm aufgenommen werden. Um zu verhindern, dass die G\u00e4nse neue Eier nachlegen, sollen k\u00fcnftig verst\u00e4rkt Gipseier verwendet werden.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            \u2764\ufe0f K\u00f6lns beliebtesten Newsletter abonnieren &#8211; Stadion-Ausmalbild kostenlos erhalten \u2705        <\/p>\n<p>        <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" class=\"vik_nl-img lazyload\" alt=\"Ausmalbild Stadion quadratisch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756417042_348_ausmalbild-stadion-quadratisch-01-1024x1024.jpg\"  data- data-eio-rwidth=\"1024\" data-eio-rheight=\"1024\"\/>    <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                \u2764\ufe0f K\u00f6lns beliebtesten Newsletter abonnieren &#8211; Stadion-Ausmalbild kostenlos erhalten \u2705            <\/p>\n<p>Im Rheinpark wird diese Methode nicht angewendet \u2013 hier gebe es zwar viele G\u00e4nse, aber zu wenige Nester, um das Vorgehen sinnvoll zu machen.<\/p>\n<p>Reinigung st\u00f6\u00dft an Grenzen<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beseitigung des G\u00e4nsekots ist die AWB zust\u00e4ndig. Zwar wird regelm\u00e4\u00dfig gereinigt, doch da die Tiere in gro\u00dfer Zahl unterwegs sind, verschmutzen Wege und Wiesen innerhalb k\u00fcrzester Zeit erneut. <\/p>\n<p><strong>Eine dauerhaft saubere L\u00f6sung ist so kaum m\u00f6glich \u2013 die Parks leiden unten der G\u00e4nsen und wirklich etwas tun kann man dagegen nicht. <\/strong><\/p>\n<p>Nilg\u00e4nse als neue Herausforderung<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Zahl der Kanadag\u00e4nse durch die Ma\u00dfnahmen weitgehend stabil ist, w\u00e4chst die Population der Nilg\u00e4nse weiter. Der Grund: Sie br\u00fcten nicht am Boden, sondern an erh\u00f6hten Stellen \u2013 ihre Eier lassen sich daher kaum entnehmen.<\/p>\n<p>Die Stadt arbeitet deshalb an einem neuen Konzept. Anfang September beraten sich Fachleute und die Jagdbeh\u00f6rde, ob spezielle Brutpl\u00e4tze f\u00fcr Nilg\u00e4nse aufgestellt werden k\u00f6nnen. Dort k\u00f6nnten anschlie\u00dfend regulierend Eier entfernt werden.<\/p>\n<p>Lebensr\u00e4ume unattraktiv machen<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich denkt die Stadt \u00fcber Ver\u00e4nderungen der Parklandschaften nach, damit sich G\u00e4nse dort weniger wohlf\u00fchlen. Solche Eingriffe sind allerdings heikel: Zum einen d\u00fcrfen sie nicht andere Wasserv\u00f6gel verdr\u00e4ngen, zum anderen steht in vielen Anlagen der Denkmalschutz im Weg.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6ln setzt also auf ein B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen \u2013 von Gelegemanagement bis zu neuen Konzepten f\u00fcr Nilg\u00e4nse. Ob sich damit die Sauberkeit und Aufenthaltsqualit\u00e4t in Parks wie Rheinpark und Volksgarten sp\u00fcrbar verbessert, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.<\/strong><\/p>\n<p>Warum sich Kanadag\u00e4nse in K\u00f6ln wohlf\u00fchlen<\/p>\n<p>Die Kanadagans stammt urspr\u00fcnglich aus Nordamerika und wurde in Europa ab den 1970er-Jahren gezielt ausgesetzt \u2013 unter anderem f\u00fcr Jagdzwecke oder als Ziertier in Parks. Sie hat sich schnell an die hiesigen Bedingungen angepasst: milde Winter, kaum nat\u00fcrliche Feinde und reichlich Futter an den st\u00e4dtischen Weihern. <\/p>\n<p>In K\u00f6ln finden die Tiere ideale Lebensr\u00e4ume mit offenen Rasenfl\u00e4chen und Gew\u00e4ssern, wo sie ungest\u00f6rt br\u00fcten und weiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aus dem Verliebt in K\u00f6ln-Shop: <\/p>\n<p>Auch Nilg\u00e4nse auf dem Vormarsch<\/p>\n<p>Auch die Nilgans ist ein sogenannter Neub\u00fcrger. Urspr\u00fcnglich kommt sie aus Afrika s\u00fcdlich der Sahara und entlang des Nils. In Deutschland breitet sie sich seit den 1980er-Jahren aus, nachdem Tiere aus Gefangenschaft entkommen waren. Anders als Kanadag\u00e4nse nutzen Nilg\u00e4nse nicht nur Wiesen und Wasser, sondern auch erh\u00f6hte Pl\u00e4tze wie B\u00e4ume, D\u00e4cher oder Mauern f\u00fcr ihre Nester. <\/p>\n<p>Das macht sie anpassungsf\u00e4hig \u2013 gerade in einer Gro\u00dfstadt wie K\u00f6ln, wo sie in Parks, am Rhein und sogar in Wohngebieten geeignete Brutpl\u00e4tze finden.<\/p>\n<p>Welche Probleme die G\u00e4nse in K\u00f6ln verursachen<\/p>\n<p>So sch\u00f6n die Tiere f\u00fcr viele Spazierg\u00e4nger wirken \u2013 ihr massenhaftes Auftreten bringt auch Nachteile mit sich. Am sichtbarsten ist der G\u00e4nsekot, der Wege, Wiesen und Uferbereiche verschmutzt und die Nutzung der Parks einschr\u00e4nkt. Besonders f\u00fcr Familien mit Kindern oder Menschen, die Picknickdecken ausbreiten wollen, wird das schnell unangenehm.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass die Tiere gro\u00dfe Mengen Gras abweiden und Uferbereiche stark belasten. Dort, wo sich viele G\u00e4nse aufhalten, werden B\u00f6den kahl und die Vegetation gesch\u00e4digt. Auch die Wasserqualit\u00e4t in Weihern kann durch die hohe Zahl an V\u00f6geln leiden. <\/p>\n<p><strong>Nicht zuletzt f\u00fchlen sich andere Wasserv\u00f6gel verdr\u00e4ngt, weil Kanadag\u00e4nse und Nilg\u00e4nse sehr territorial auftreten und Brutpl\u00e4tze besetzen.<\/strong><\/p>\n<p>Mehr zum Thema: <a href=\"https:\/\/verliebtinkoeln.com\/nutrias-halsband-sittiche-feuer-salamander-7-ungewohnliche-tiere-die-in-koeln-in-freier-wildbahn-vorkommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">6 ungew\u00f6hnliche Tiere, denen man in K\u00f6ln begegnen kann<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die Touristen im Rheinpark sind sie ein beliebtes Foto-Motiv: Wenn zig Kanada-G\u00e4nse \u00fcber den Gehweg spazieren, z\u00fccken&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":380452,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-380451","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115108553873732915","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/380451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=380451"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/380451\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/380452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=380451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=380451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=380451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}