{"id":38055,"date":"2025-04-17T02:41:12","date_gmt":"2025-04-17T02:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38055\/"},"modified":"2025-04-17T02:41:12","modified_gmt":"2025-04-17T02:41:12","slug":"wallensteins-heerlager-vor-nuernberg-gibt-seine-geheimnisse-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38055\/","title":{"rendered":"Wallensteins Heerlager vor N\u00fcrnberg gibt seine Geheimnisse preis"},"content":{"rendered":"<p>50.000 Soldaten lagerten w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs am Rande N\u00fcrnbergs. Wie diese dort lebten, zeigen die Ergebnisse von Grabungen. Ein R\u00e4tsel aber bleibt.<\/p>\n<p>    \t<img decoding=\"async\" data- alt=\"Wochenend-Magazin: Markus Brauer (mb)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.58372b1c-4fa2-423c-a753-8c9f6be7a441.thumbnail.jpeg\"\/>\t    <\/p>\n<p>Arch\u00e4ologische Grabungen haben neue Erkenntnisse \u00fcber das Leben in einem der gr\u00f6\u00dften Heerlager des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges in Stein bei <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/N%C3%BCrnberg\" title=\"N\u00fcrnberg\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">N\u00fcrnberg<\/a> gebracht. Ein Grab gebe der Forschung dagegen weiterhin R\u00e4tsel auf, hat das Bayerische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege in M\u00fcnchen mitgeteilt.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.2e3f0bd0-4efe-4306-9af7-9c91d1eaa1a2.original1024.media.jpeg\"\/>     Einzug Wallensteins in N\u00fcrnberg.    Foto: Imago\/Heritage Images    <\/p>\n<p>\u201eDie erste gro\u00dfe \u00dcberraschung war, bei den Grabungen \u00fcberhaupt mitten im Heerlager Wallensteins zu landen\u201c, erl\u00e4utert Leiterin der Abteilung Bodendenkmalpflege, Stefanie Berg. Die Grabungen waren wegen eines Neubaugebiets im Westen der Stadt n\u00f6tig geworden. Dabei stie\u00dfen die Fachleute auf \u00dcberreste des Lagers. Nun sei klar, dass sich dieses weiter nach S\u00fcden erstreckte als bisher angenommen, sagte Berg.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.0c258414-02a4-49ab-ba8b-3bdee883e2c1.original1024.media.jpeg\"\/>     Einzug des   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Schweden\" title=\"Schweden\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweden<\/a>k\u00f6nigs Gustav II. Adolf in N\u00fcrnberg: Wallensteins Lager war f\u00fcr die seit dem 31. M\u00e4rz 1632 mit K\u00f6nig Gustav Adolf eng verb\u00fcndete Stadt N\u00fcrnberg eine gro\u00dfe Bedrohung,    Foto: Imago\/H. Tschanz-Hofmann      Ein Lager mit gewaltigen Ausma\u00dfen  <\/p>\n<p>F\u00fcr den Kampf gegen die in N\u00fcrnberg verschanzten Schweden hatte der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein demnach 1632 westlich der Rednitz ein gewaltiges Heerlager errichtet, das mit einer Gesamtl\u00e4nge von mehr als 16 Kilometern um die heutigen Orte Zirndorf und Oberasbach im Landkreis F\u00fcrth verlief. Dort lebten etwa 50.000 Soldaten, 15.000 Pferde und 30.000 weiteren Menschen wie Familienangeh\u00f6rige, H\u00e4ndler, Gaukler oder Prostituierte.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.af51f4ba-8727-4252-acfb-1c0a4dd3b8f4.original1024.media.jpeg\"\/>     Bei Grabungen entdeckten Arch\u00e4ologen unter anderem Depots mit Metallteilen. In Stein bei N\u00fcrnberg stand einst das gr\u00f6\u00dfte befestigte Heerlager des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges.    Foto: FA. AST\/Arch\u00e4ologischer Service Tschuch\/dpa    <\/p>\n<p>Von deren Leben zeugen ausgegrabene Alltagsgegenst\u00e4nde wie N\u00e4gel, Scheren, Messer, Nadeln, Textilreste, Silberdraht und ein Fingerhut. Gruben belegen den Fachleuten zufolge, dass Abf\u00e4lle damals schon bewusst gesammelt wurden. Die Fachleute fanden auch Depots f\u00fcr Metallteile wie Radreifen \u2013 entweder um diese sp\u00e4ter weiterzuverwenden oder damit das Metall nach dem Abzug nicht in die H\u00e4nde des Feindes geriet.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.550b7aa2-ffc1-4c45-9d31-8e12b562d080.original1024.media.jpeg\"\/>     Bei Grabungen entdeckten Arch\u00e4ologen unter anderem verschiedene Alltagsgegenst\u00e4nde wie N\u00e4gel, Nadeln, Messer und Scheren.    Foto: FA. AST\/Arch\u00e4ologischer Service Tschuch\/dpa      Wer war die Person in dem Grab? <\/p>\n<p>Einen ungew\u00f6hnlichen Fund machten die Arch\u00e4ologen am Lagerrand. Dort stie\u00dfen sie laut dem Landesamt auf ein Grab, in dem vermutlich eine junge Frau abweichend von der \u00fcblichen christlichen Bestattungssitte beerdigt worden war.<\/p>\n<p>An einem Finger trug die Person demzufolge einen Bronzering, im Grab lag unter anderem eine Kette. Textilreste aus Seide, Silber und Gold lassen die Fachleute vermuten, dass es sich um eine h\u00f6her gestellte Person gehandelt haben muss, die hochwertige Stoffe trug. Wer die Person war und woran diese gestorben sei, lasse sich vermutlich aber nicht mehr kl\u00e4ren, hei\u00dft es seitens der Arch\u00e4ologen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"50.000 Soldaten lagerten w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs am Rande N\u00fcrnbergs. 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