{"id":380602,"date":"2025-08-28T23:26:22","date_gmt":"2025-08-28T23:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/380602\/"},"modified":"2025-08-28T23:26:22","modified_gmt":"2025-08-28T23:26:22","slug":"wahlkampf-bizarr-koelner-parteien-sollen-nicht-ueber-fluechtlinge-reden-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/380602\/","title":{"rendered":"Wahlkampf bizarr: K\u00f6lner Parteien sollen nicht \u00fcber Fl\u00fcchtlinge reden | Politik"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln \u2013 <b>Bizarre Maulkorb-Vereinbarung im K\u00f6lner Kommunalwahlkampf! CDU, SPD, Gr\u00fcne, FDP, Linke und Volt haben auf Initiative des Vereins \u201eK\u00f6lner Runder Tisch f\u00fcr Integration\u201c unterschrieben, im Wahlkampf nicht negativ \u00fcber Migration zu sprechen.<\/b><\/p>\n<p>Diese sogenannte \u201eFairness-Vereinbarung\u201c der Parteien (die AfD hatte man gar nicht erst gefragt) legt fest, dass \u201eMigrantinnen, Migranten und Fl\u00fcchtlinge nicht f\u00fcr negative gesellschaftliche Entwicklungen wie die Arbeitslosigkeit oder die Gef\u00e4hrdung der Inneren Sicherheit verantwortlich gemacht werden\u201c d\u00fcrfen. Grunds\u00e4tzlich unterschrieben die Parteien, \u201enicht auf Kosten von unter uns lebenden Menschen mit Migrationshintergrund\u201c Wahlkampf zu machen. <\/p>\n<p><b>Folge: Die einzige relevante Partei im K\u00f6lner Wahlkampf, die negative Aspekte der Einwanderung anspricht, ist die AfD. <\/b><\/p>\n<p>\u201eDass unsere Parteien so dumm sind &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist eine taktische Dummheit, Themen nicht zu besetzen und sie der AfD zu \u00fcberlassen\u201c, sagt Politikwissenschaftler Werner Patzelt zu BILD. Es mache ihn sprachlos \u201edass unsere Parteien so dumm sind, dass sie den taktischen Nachteil nicht sehen und dass sie so schwach auf der Brust sind, dass sie nicht sehen, dass sie selbst unsere Demokratie dadurch besch\u00e4digen, dass wir \u00fcber wichtige Themen nicht reden wollen.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Obwohl auch die CDU sich den Maulkorb freiwillig auferlegt hat, hat auch sie mittlerweile \u00c4rger mit dem Runden Tisch. Vorwurf des Integrations-Vereins: Die CDU habe gegen die Vereinbarung versto\u00dfen, indem sie sich auf Flugbl\u00e4ttern gegen die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Fl\u00fcchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung des Landes <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/nordrhein-westfalen\/home-npIP0qL0giWP1ZFIOHn2\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NRW<\/a> mit bis zu 500 Pl\u00e4tzen aussprach. Der \u201eK\u00f6lner Stadtanzeiger\u201c berichtete zuerst dar\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eFairness-Abkommen grob verletzt\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch sehe durch den Flyer das Fairness-Abkommen der demokratischen Parteien in K\u00f6ln grob verletzt\u201c, sagte Claus-Ulrich Pr\u00f6l\u00df, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des K\u00f6lner Fl\u00fcchtlingsrats, dem \u201eStadtanzeiger\u201c. <\/p>\n<p>Der \u201eRunde Tisch f\u00fcr Integration\u201c geht aber sogar noch weiter, will die Diskussion um die Fl\u00fcchtlingseinrichtung am liebsten komplett verhindern. <\/p>\n<p>\u201eIch bitte die demokratischen Parteien eindringlich darum, die geplante Erstaufnahmeeinrichtung des Landes f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in der ehemaligen Oberfinanzdirektion nicht zum Thema in ihrem Wahlkampf zu machen\u201c, teilte dessen Sprecher Wolfgang Uellenberg van Dawen auf der Vereins-Homepage mit. Immerhin handele es sich \u201eum eine rein landespolitische Entscheidung\u201c, die Stadt habe darauf ohnehin keinen Einfluss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Fl\u00fcchtlinge in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Brandenburg. Um so eine Einrichtung in K\u00f6ln i\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/4d1f004e01902a1e2a8d25c848b748a7,395fdabb\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">H\u00e4lt die Kritik an ihrer Partei f\u00fcr \u201e\u00fcbergriffig\u201c: K\u00f6lns CDU-Chefin und Au\u00dfen-Staatsministerin Serap G\u00fcler (45) <\/p>\n<p>Foto: IMAGO\/Political-Moments<\/p>\n<p>CDU-Chefin G\u00fcler: \u201eKritik ist \u00fcbergriffig\u201c<\/p>\n<p>Diese \u00c4u\u00dferung bringt nun wiederum die CDU auf die Zinne. \u201eDie Kritik ist ein Unding\u201c und sei \u00fcbergriffig\u201c,  sagte die K\u00f6lner CDU-Chefin und Staatsministerin im Au\u00dfenministerium Serap G\u00fcler (45) dem \u201eStadtanzeiger\u201c. Die CDU wolle keine Stimmung gegen Gefl\u00fcchtete machen, so G\u00fcler. \u201eAber an dieser Stelle halten wir eine Einrichtung dieser Gr\u00f6\u00dfe schlicht f\u00fcr falsch.\u201c<\/p>\n<p><b>Werner Patzelt (72)<\/b> z\u00e4hlt zu den renommiertesten Politologen Deutschlands. Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2019 war er Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Politische Systeme und Systemvergleich an der TU Dresden. Zuletzt war er Forschungsdirektor des Mathias Corvinus Collegiums in Br\u00fcssel, einer nationalkonservativen Bildungseinrichtung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln \u2013 Bizarre Maulkorb-Vereinbarung im K\u00f6lner Kommunalwahlkampf! 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