{"id":381043,"date":"2025-08-29T03:32:12","date_gmt":"2025-08-29T03:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381043\/"},"modified":"2025-08-29T03:32:12","modified_gmt":"2025-08-29T03:32:12","slug":"arbeitsmarkt-in-stuttgart-nicht-ganz-dicht-personalexperte-stellt-gehaelter-in-autoindustrie-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381043\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt in Stuttgart: \u201eNicht ganz dicht\u201c \u2013 Personalexperte stellt Geh\u00e4lter in Autoindustrie infrage"},"content":{"rendered":"<p>Viele Arbeitnehmer erleben derzeit, was es hei\u00dft, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.sackgasse-autoindustrie-abruptes-aus-bei-porsche-und-ploetzlich-stehst-du-ohne-job-da.097a8fc0-c643-4d98-b736-7a359dac26c3.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nicht mehr bei einem Gro\u00dfkonzern<\/a> wie <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Mercedes-Benz\" title=\"Mercedes-Benz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mercedes-Benz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Porsche\" title=\"Porsche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche<\/a>, Mahle oder <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Bosch\" title=\"Bosch\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bosch<\/a> besch\u00e4ftigt zu sein. F\u00fcr Alexander Stanek, Gesch\u00e4ftsstellenleiter beim Personaldienstleister Epos in Stuttgart, zeigt sich das vor allem an einem Punkt: dem Gehalt.<\/p>\n<p>Stanek arbeitet seit mehr als zehn Jahren in der Leiharbeitsbranche. Aktuell betreut er 18 Fachkr\u00e4fte im kaufm\u00e4nnischen Bereich. Nach eigenen Angaben werden rund 90 Prozent der Menschen, die er vermittelt, sp\u00e4ter vom Einsatzunternehmen \u00fcbernommen. Doch nicht alle, die sich bei ihm bewerben, kommen mit den<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.unsicherheit-in-der-autoindustrie-wie-beschaeftigte-mit-der-dauerkrise-umgehen-koennen.93d71c32-e417-48c4-8a4b-c4767f41033b.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Bedingungen der neuen Arbeitswelt<\/a> zurecht.<\/p>\n<p>Lieber Arbeitslosengeld als zu niedriges Gehalt  <\/p>\n<p>\u201eVor kurzem kam ein Mann zu mir, der als Vertriebler bei einem bekannten Autozulieferer gearbeitet hatte\u201c, erz\u00e4hlt Stanek. 98.000 Euro Jahresgehalt bei einer 35-Stunden-Woche \u2013 das war sein letzter Vertrag. Und genau diese Summe stellte er sich auch f\u00fcr seinen n\u00e4chsten Job vor. Stanek musste ihm sagen: \u201eDas zahlt bei einer Neuanstellung derzeit keiner mehr.\u201c Der Mann entschied sich daraufhin, lieber erst einmal Arbeitslosengeld zu beziehen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.912dbfc9-91ba-4ccc-81cc-36ef737e89fb.original1024.media.jpeg\"\/>     Alexander Stanek arbeitet seit zehn Jahren bei dem Personalvermittler Epos in Stuttgart. Er vermittelt kaufm\u00e4nnische Fachkr\u00e4fte als Leiharbeiter an andere Unternehmen.    Foto: Epos GmbH    <\/p>\n<p>Solche F\u00e4lle seien keine Seltenheit, sagt Stanek. \u201eViele, die lange bei Bosch, ZF oder Mahle waren, sind riesige Geh\u00e4lter gewohnt \u2013 bei kurzer Arbeitszeit. Die begreifen nicht, dass das nicht mehr der Realit\u00e4t entspricht.\u201c Ein h\u00e4ufiges Argument l\u00e4sst er dabei nicht gelten: Wer fr\u00fcher ein hohes Gehalt hatte, hat daraus keinen Anspruch auf \u00e4hnliche Summen im n\u00e4chsten Job. \u201eDer neue Arbeitgeber ist nicht daf\u00fcr verantwortlich, wenn das Gehalt nicht mehr reicht, um die gr\u00f6\u00dfere Wohnung zu bezahlen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Personaldienstleister: Porsche und Co. haben den Markt durch zu hohe Geh\u00e4lter verzerrt <\/p>\n<p>Auch die Unternehmen h\u00e4tten seiner Ansicht nach fr\u00fcher mit teils absurden Angeboten den Markt verzerrt. Stanek erinnert sich an eine Controlling-Stelle bei Porsche: 75.000 bis 80.000 Euro f\u00fcr eine 34-j\u00e4hrige Frau. \u201eIch habe dem Personaler gesagt: Sie sind ja nicht ganz dicht.\u201c Denn: \u201eGeh\u00e4lter steigen ja \u00fcber die Berufsjahre hinweg. Man muss sich mal ausmalen, was die Frau dann in zehn Jahren verdient.\u201c<\/p>\n<p>Heute seien die Erwartungen an Arbeitgeber insgesamt gestiegen \u2013 nicht nur beim Gehalt. \u201eObstkorb, kostenloser Kaffee, Kantine \u2013 das ist f\u00fcr viele selbstverst\u00e4ndlich\u201c, sagt Stanek. Im Gespr\u00e4ch betone er dann gern: \u201eIm Grundgesetz steht davon nichts.\u201c<\/p>\n<p> Gute Jobs \u2013 auch jenseits von Mercedes, Porsche oder Bosch   <\/p>\n<p>Doch es gibt auch andere Geschichten. Etwa die eines 58-j\u00e4hrigen Teamleiters, der einst sechsstellig verdiente. Stanek vermittelte ihn an ein Unternehmen, das ihm rund 60 Prozent seines fr\u00fcheren Gehalts zahlte. Der Mann nahm den Job an. \u201eEr war realistisch. Das Haus war abbezahlt, und die neue Arbeit machte ihm Freude.\u201c <\/p>\n<p>Stanek versucht seinen Bewerbern klarzumachen, dass es<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.job-muss-instagrammable-sein-trotz-krise-porsche-mercedes-co-bleiben-karriere-traum-fuer-studierende.875e817e-0f8c-45af-90ac-3c3fc50a8817.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> jenseits von Porsche, Mercedes und Bosch viele gute Arbeitgeber<\/a> gibt. \u201eIch sage immer: Nicht nur Porsche ist relevant.\u201c Doch der Mythos h\u00e4lt sich. \u201eViele wollen einfach unbedingt da hin. Wer dort arbeitet, ist abgesichert \u2013 so die landl\u00e4ufige Meinung.\u201c Die Realit\u00e4t sei aber: \u201eDie k\u00f6nnen nicht alle besch\u00e4ftigen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Arbeitnehmer erleben derzeit, was es hei\u00dft, nicht mehr bei einem Gro\u00dfkonzern wie Mercedes-Benz, Porsche, Mahle oder Bosch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":381044,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[103076,4694,1634,2909,3364,29,30,377,33327,14056,1441,56717],"class_list":{"0":"post-381043","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-arbeitnehmerueberlassung","9":"tag-automobile","10":"tag-baden-wuerttemberg","11":"tag-bosch","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-mercedes-benz","16":"tag-personaldienstleister","17":"tag-porsche","18":"tag-stuttgart","19":"tag-zf"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115109950282056227","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=381043"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381043\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/381044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=381043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=381043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=381043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}