{"id":381096,"date":"2025-08-29T04:01:11","date_gmt":"2025-08-29T04:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381096\/"},"modified":"2025-08-29T04:01:11","modified_gmt":"2025-08-29T04:01:11","slug":"10-jahre-wir-schaffen-das-forscher-warnt-vor-migrantisierung-sozialer-fragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381096\/","title":{"rendered":"10 Jahre \u201eWir schaffen das\u201c: Forscher warnt vor \u201eMigrantisierung sozialer Fragen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zehn Jahre nach Merkels \u201eWir schaffen das\u201c warnt Migrationsforscher Hannes Schammann vor einer \u201eMigrantisierung sozialer Fragen\u201c. Migration sei nicht Ursache, sondern Brennglas bestehender Probleme \u2013 und lenke von Verteilungsfragen ab.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vor rund zehn Jahren sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel den ber\u00fchmten Satz \u201eWir schaffen das\u201c in Bezug auf die Aufnahme und Integration von Gefl\u00fcchteten. Vor dem Hintergrund des Jahrestags und der Debatte \u00fcber Sozialstaatsreformen hat der Migrationsforscher Hannes Schamman nun vor der \u201eMigrantisierung sozialer Fragen\u201c gewarnt. \u201eMigration wirkt wie ein Brennglas, unter dem Probleme, die wir als Gesellschaft ohnehin haben, noch gr\u00f6\u00dfer erscheinen. Aber Migration ist nicht urs\u00e4chlich f\u00fcr die Probleme\u201c, sagte Schammann im Interview mit der \u201eNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u201c (NOZ). Letztlich lenke das Thema Migration \u201evon Verteilungsfragen in der Gesellschaft ab\u201c.<\/p>\n<p>Weiter sagte der Politikwissenschaftler, der an der Universit\u00e4t Hildesheim lehrt: \u201eWenn Klassenzimmer \u00fcberf\u00fcllt sind oder Wohnraum fehlt, wird gern Migration als Ursache benannt\u201c. Dabei w\u00fcrde aber verkannt, dass in der Vergangenheit viele politische Fehler gemacht worden seien, die \u00fcberhaupt nichts mit Migration zu tun h\u00e4tten. \u201eWir haben ja nicht die Probleme im Bildungssystem wegen der Zuwanderung. Die Strukturen im Bildungswesen stimmen nicht, da kommt Migration nun noch obendrauf\u201c.<\/p>\n<p>Schammann warnte in der \u201eNOZ\u201c vor dem Irrglauben, allein mit einer sch\u00e4rferen Migrationspolitik die AfD bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. \u201eDie aktuellen Asylzahlen sind r\u00fcckl\u00e4ufig und sie werden vorerst wohl weiter sinken \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob der eingeschlagene Weg einer sch\u00e4rferen Politik wirkt. Deshalb w\u00e4hlen offenbar aber nicht weniger Menschen die AfD, wie wir in Umfragen sehen. Wir haben l\u00e4ngst eine Entkopplung von Migrationsdebatte und Migrationsmanagement\u201c, betonte der Forscher.<\/p>\n<p>An die Adresse der schwarz-roten Koalition sagte Schammann: \u201eWenn wir glauben, wir k\u00f6nnten mit Migrationspolitik die AfD verhindern, dann machen wir zwei entscheidende Fehler. Erstens ignorieren wir, dass es auch andere Gr\u00fcnde gibt, warum Menschen die AfD w\u00e4hlen. Und zweitens ignorieren wir die echten migrationspolitischen Herausforderungen, die mit der Integration der Menschen verbunden sind\u201c.<\/p>\n<p>Der \u201eNOZ\u201c sagte Schammann: \u201eDie Sorgen bei manchen B\u00fcrgern vor \u00dcberfremdung, die ganze identit\u00e4tspolitische Debatte hat Merkel weggewischt; davon wollte sie nichts wissen. Merkel hat verkannt, dass es einen Raum braucht, in dem diese Debatte gef\u00fchrt wird, weil ein gro\u00dfer Teil der deutschen Bev\u00f6lkerung offenbar an einem eher v\u00f6lkisch gepr\u00e4gten Ideal von Zugeh\u00f6rigkeit festh\u00e4lt\u201c. Und das sei Deutschland \u201eauf die F\u00fc\u00dfe gefallen\u201c.<\/p>\n<p>dpa\/pfi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zehn Jahre nach Merkels \u201eWir schaffen das\u201c warnt Migrationsforscher Hannes Schammann vor einer \u201eMigrantisierung sozialer Fragen\u201c. 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