{"id":381147,"date":"2025-08-29T04:29:20","date_gmt":"2025-08-29T04:29:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381147\/"},"modified":"2025-08-29T04:29:20","modified_gmt":"2025-08-29T04:29:20","slug":"was-koennen-die-europaeer-fuer-die-sicherheit-der-ukraine-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381147\/","title":{"rendered":"Was k\u00f6nnen die Europ\u00e4er f\u00fcr die Sicherheit der Ukraine tun?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.08.2025 08:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Zehn Tage nach den Gipfeln in Anchorage und Washington beraten Europas Verteidigungs- und Au\u00dfenminister in Kopenhagen. Dabei d\u00fcrfte es darum gehen, was Europa konkret f\u00fcr den Schutz der Ukraine tun kann.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/helga-schmidt-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Helga Schmidt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/helga-schmidt-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Europ\u00e4er ist es ein st\u00e4ndiges Auf und Ab. Mal werden sie an den Rand gedr\u00e4ngt und gar nicht erst gefragt, wenn US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin verhandelt. Und dann stehen sie pl\u00f6tzlich im Mittelpunkt, weil der angebliche Deal milit\u00e4risch abgesichert werden soll &#8211; und zwar durch Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine, sogar mit Bodentruppen nicht weit von den ukrainischen Schlachtfeldern entfernt. Weitgehend ohne US-R\u00fcckendeckung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllenfalls etwas Unterst\u00fctzung aus der Luft kann Trump sich vorstellen &#8211; was auch immer solche in die Debatte geworfenen Ideen im Krisenfall bedeuten m\u00f6gen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit den Gipfeltreffen in <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/alaska-putin-trump-100.html\" title=\"Kein Deal in Anchorage: F\u00fcnf Erkenntnisse aus dem Alaska-Gipfel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anchorage<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/ukraine-gipfel-analyse-100.html\" title=\"Ukraine-Gipfel in Washington: Ein Schritt in Richtung Frieden?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Washington<\/a> vor zehn Tagen wird unabl\u00e4ssig \u00fcber Sicherheitsgarantien spekuliert, obwohl von dem Waffenstillstand, den sie garantieren sollen, bisher keine Rede sein kann. Er ist nicht einmal in Sicht. Trotzdem werden Europas Verteidigungs- und Au\u00dfenminister sich bei ihrem Treffen in Kopenhagen mit dem brisanten Thema besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Zu lange haben die EU-Spitzen eingefordert, geh\u00f6rt zu werden &#8211; da k\u00f6nnen sie jetzt nicht auf andere zeigen.<\/p>\n<p>    Kallas fordert &#8222;glaubw\u00fcrdige und robuste&#8220; Garantien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie solche Sicherheitsgarantien genau aussehen sollen, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/faq-sicherheitsgarantien-ukraine-100.html\" title=\"Wie k\u00f6nnte ein Frieden in der Ukraine abgesichert werden?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dar\u00fcber kursieren noch sehr unterschiedliche Ideen<\/a>. &#8222;Glaubw\u00fcrdig und robust&#8220; m\u00fcssen sie sein, forderte die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas kurz vor dem Ministertreffen in Kopenhagen. Westliche Friedenstruppen m\u00fcssten &#8222;in der Lage sein, sich verteidigen zu k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings verf\u00fcgt EU-Kommissarin Kallas nicht \u00fcber eigene Truppen, sie ist also frei vom Druck, im Ernstfall Verantwortung \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen. Bei den Verteidigungsministern sieht das anders aus. In deren Ministerien gibt es nicht wenige, die sich fragen, wie so eine europ\u00e4ische Selbstverteidigung eigentlich aussehen soll, wenn auf der anderen Seite eine Atommacht steht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllein schon wegen der atomaren Abschreckung w\u00e4re eine amerikanische R\u00fcckendeckung wichtig, dar\u00fcber herrscht Einigkeit. Frankreich und Gro\u00dfbritannien sind die beiden L\u00e4nder, die am weitesten mit den \u00dcberlegungen gegangen sind, sogar eigene Soldaten auf dem Boden der Ukraine einzusetzen. Aber selbst Emmanuel Macron und Keir Starmer haben solche Zusagen immer von einer amerikanischen Beteiligung abh\u00e4ngig gemacht.<\/p>\n<p>    Welche Strategie verfolgt Trump?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDanach sieht es allerdings nicht aus. \u00dcberhaupt fragen sich selbst intime Washington-Kenner, welche Interessen der amerikanische Pr\u00e4sident in der Ukraine verfolgt. Was will Donald Trump mit seinen weitgehend unvorbereiteten Gipfeln und Telefonaten erreichen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGanz leicht zu identifizieren ist das nicht. Mal beschuldigt er die Ukraine, im Grunde der Aggressor in dem dreieinhalb Jahre w\u00e4hrenden Krieg zu sein. Dann wieder erkl\u00e4rt er Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin zum Problem &#8211; zu einem, der &#8222;Bullshit&#8220; verbreite und etwas ganz anderes mache, als er gerade noch im Telefonat versichert hatte. Wer h\u00e4tte das von Putin gedacht?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Europ\u00e4er und ihre Risiko-Absch\u00e4tzung ist Trumps Strategie von entscheidender Bedeutung. &#8222;Das Interesse von Trump im Ukraine-Krieg ist die Neuordnung der Welt&#8220;, sagt Thomas Kleine-Brockhoff, Direktor der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik (DGAP), dem ARD-Studio Br\u00fcssel. Es gehe dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten um eine Wiederann\u00e4herung an Russland mit dem Ziel einer Gro\u00dfm\u00e4chteordnung, &#8222;in der die Gro\u00dfen entscheiden und die Kleinen sich f\u00fcgen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump schwebe eine Welt der Einflusszonen vor, &#8222;in der jeder in seinen Einflusszonen schalten und walten kann&#8220;. Kleine-Brockhoff sieht darin den Grund daf\u00fcr, dass Trumps eigene L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge immer zu Lasten der Ukraine gingen. Ein schnelles Kriegsende habe f\u00fcr ihn Priorit\u00e4t, &#8222;damit er diese Ordnung mit Putin und Xi Jinping herstellen kann&#8220;.<\/p>\n<p>    Wie die Ukraine unmittelbar sch\u00fctzen &#8211; und woher das Geld nehmen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch dringender als die Debatte \u00fcber Schutzmechanismen f\u00fcr einen noch ziemlich theoretischen Waffenstillstand d\u00fcrfte in Kopenhagen die sehr konkrete Frage diskutiert werden, wie die Europ\u00e4er die Ukraine jetzt sofort besser sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Die St\u00e4rkung der ukrainischen Armee gilt als die wichtigste Sicherheitsgarantie f\u00fcr das Land &#8211; jedenfalls im Moment und so lange Putin keine Anstalten macht, die milit\u00e4rischen Angriffe auf Milit\u00e4rstellungen und Zivilbev\u00f6lkerung auch nur zu reduzieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es ist nun hinreichend klargeworden, dass Putin auf Zeit spielt&#8220;, erkl\u00e4rt DGAP-Direktor Kleine-Brockhoff. Die Europ\u00e4er m\u00fcssten deshalb Putins Kriegslinie durchkreuzen. Dabei gehe es vor allem um den Aufbau von F\u00e4higkeiten der ukrainischen Verteidigungsindustrie und Verteidigungskooperation, aber auch um neue Finanzierungsquellen &#8211; etwa um die Frage, &#8222;wie das russische Verm\u00f6gen besser als heute zum Einsatz gebracht werden kann.&#8220;<\/p>\n<p>    Die immer noch offene Frage nach russischen Verm\u00f6genswerten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Thema steht in der zweiten H\u00e4lfte des Ministertreffens am Samstag auf der Tagesordnung, wenn die Au\u00dfenminister nach Kopenhagen kommen. Einige von ihnen wollen die in Europa angelegten russischen Verm\u00f6genswerte beschlagnahmen und f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine einsetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBisher sind diese auf weit \u00fcber 200 Milliarden Euro gesch\u00e4tzten russischen Anlagen nur eingefroren. Die Europ\u00e4er sch\u00f6pfen zwar die Zinsen ab und lassen sie in die Ukraine-Hilfe einflie\u00dfen. Aber gegen weitergehende Schritte gibt es in mehreren europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten Bedenken, auch in Berlin. Man f\u00fcrchtet Einbu\u00dfen an Vertrauensw\u00fcrdigkeit &#8211; andere autorit\u00e4r regierte Staaten in Europa k\u00f6nnten ins Gr\u00fcbeln kommen und ihre Werte abziehen. Das wollen mehrere L\u00e4nder verhindern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass das Thema in Kopenhagen trotzdem auf die Tagesordnung kommt, k\u00f6nnte auf das Interesse der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kallas zur\u00fcckgehen, in diesem Punkt endlich Fortschritte zu machen. Ob es die geben wird, ist allerdings ungewiss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.08.2025 08:54 Uhr Zehn Tage nach den Gipfeln in Anchorage und Washington beraten Europas Verteidigungs- und Au\u00dfenminister&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":381148,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,103091,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-381147","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-ministertreffen","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115110174214609606","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=381147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381147\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/381148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=381147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=381147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=381147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}