{"id":381532,"date":"2025-08-29T09:59:12","date_gmt":"2025-08-29T09:59:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381532\/"},"modified":"2025-08-29T09:59:12","modified_gmt":"2025-08-29T09:59:12","slug":"jagdstrecke-2024-25-ueber-80-000-stueck-schalenwild-erlegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381532\/","title":{"rendered":"Jagdstrecke 2024\/25: \u00dcber 80.000 St\u00fcck Schalenwild erlegt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/reh5-678x381.jpg\" alt=\"Reh\" title=\"reh5\"\/><br \/>\n\u00a9 H@llAnzeiger<\/p>\n<p>Halle. LVwA. Insgesamt wurden im Jagdjahr 2024\/25 84.739 St\u00fcck Schalenwild (Paarhufer, deren Klauen Schalen hei\u00dfen) erlegt, das entspricht 3.157 St\u00fccken mehr als im Vorjahr. Trotz Streckenzuwachs bleiben Schalenwildstrecken unter dem langj\u00e4hrigen Mittel (2004 \u2013 2024).\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Der Streckenzuwachs begr\u00fcndet sich haupts\u00e4chlich an der gestiegenen Wildschweinstrecke. Im Gegensatz dazu sind die Streckenergebnisse bei Rot- und Muffelwild nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Ein zahlenm\u00e4\u00dfiger R\u00fcckgang ist bei Dam- und Rehwild zu verzeichnen.\u00a0Das Landesverwaltungsamt ist u.a. f\u00fcr die landesweite Erfassung der j\u00e4hrlichen Streckenergebnisse zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Ergebnisse<\/p>\n<p><strong>Rotwild<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Die Jagdstrecke des Rotwildes mit 4.218 St\u00fccken befindet sich leicht unter dem Wert des letzten Jahres (4.390) und folgt weiter dem negativen Trend der letzten Jahre. Die meisten Streckenverluste sind zahlenm\u00e4\u00dfig beim weiblichen- sowie beim Jungwild festzustellen. Hier sind R\u00fcckg\u00e4nge zwischen 6,2 %, bei weiblichen Rotwildk\u00e4lbern und 9,16 % bei Alttieren zu verzeichnen. Ein leicht positiver Trend ist bei den Abschussergebnissen mittelalter (122 St\u00fcck) und alter Hirsche (80 St\u00fcck) zu beobachten. Diese Werte liegen jeweils rund 8% h\u00f6her als im letzten Jahr. Die Anzahl der Verkehrsopfer liegt mit 62 St\u00fccken um 3 St\u00fcck h\u00f6her als im Jahr zuvor. Betrachtete man die Ergebnisse der letzten 20 Jahre, ergibt sich ein noch positiver Entwicklungstrend der Rotwildstrecke mit weiter abflachender Kurve.<\/p>\n<p><strong>Damwild<\/strong><\/p>\n<p>Mit 3.887 wurden 304 St\u00fccken weniger erlegt als im Vorjahr. Dieser Wert liegt unter dem langj\u00e4hrigen Mittel und spiegelt den negativen Trend der Damwildstrecke der letzten vier Jagdjahre. Mit diesem Ergebnis ist ein neuer Tiefstwert der letzten 20 Jahre erreicht. Das bis dahin geringste Streckenergebnis mit 3.954 St\u00fccken wurde im Jagdjahr 2006\/07 erreicht und ist durch den strengen Winter 2005\/06 zu erkl\u00e4ren. Infolgedessen kam es zu einem Einbruch der Strecke (Winterverluste). Wurden im Jagdjahr 2005\/06 noch 4.568 St\u00fccken erlegt, waren es im Jagdjahr 2006\/07 614 St\u00fccken weniger. Dieser Einfluss des extremen Winters ist bei allen in Sachsen-Anhalt vorkommenden Schalenwildarten im Jagdjahr 2006\/07 zu beobachten.<\/p>\n<p>Welche Ursachen f\u00fcr das geringe Streckenergebnisse des letzten Jagdjahres in Frage kommen muss hier unbeantwortet bleiben. Klimatische Einfl\u00fcsse wie extreme Winter kommen nicht in Betracht. Einfl\u00fcsse des Wolfes auf die Populationsdichte k\u00f6nnten eine Ursache sein.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Muffelwild<\/strong><\/p>\n<p>Mit 228 St\u00fcck ist die Talfahrt der Jagdstrecke beim Muffelwild vorerst beendet. Dieses Ergebnis liegt mit 12 St\u00fccken \u00fcber dem des Vorjahres aber weiterhin auf tiefstem Niveau. Ob sich die Strecke weiter verringern wird beliebt abzuwarten. Folgt man dem Trend der letzten Jahre, muss von einer weiteren Abnahme ausgegangen werden. Die negativen Einfl\u00fcsse von Wolf und Luchs auf die Populationsdichte sind hier als Ursachen zu nennen. \u00a0<\/p>\n<p><strong>Rehwild<\/strong><\/p>\n<p>1.064 St\u00fccke Rehwild weniger kamen im Vergleich zum letzten Jagdjahr zur Strecke. Mit 42.071 St\u00fccken liegt das Streckenergebnis deutliche unter dem des Vorjahres (43.135). Streckenverluste sind in allen Altersklassen beider Geschlechter zu verzeichnen. \u00c4hnlich wie beim Damwild stellt diese Streckenergebnis das niedrigste der letzten 20 Jahre dar. Die bisher, geringsten Ergebnisse sind in den Jagdjahren 2006\/07 (Extremwinter) mit 42.861 St\u00fccken sowie 2021\/22 mit 42.656 St\u00fccken zu beobachten. Das h\u00f6chste Streckenergebnis mit 51.686 St\u00fcck konnte im Jagdjahr 2012\/13 erzielt werden. Trotz des landesweiten, niedrigen Ergebnisses kommt Rehwild regional in hohen Dichten vor. Diese hohen Best\u00e4nde weisen oft geringe Wildgewichte und k\u00fcmmernden Wuchs auf. Weiterhin ist meist die Vitalit\u00e4t der einzelnen Tiere gering. Ziele der Bejagung sind unter anderem einen angepassten, artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten. Diese Ziele sind im Bundesjagdgesetz sowie in der Hegerichtlinie, zur Hege und Bejagung des Schalenwildes im Land Sachsen-Anhalt genannt. Die Aus\u00fcbung der Jagd hat sich danach auszurichten.<\/p>\n<p>Ursachen f\u00fcr das niedrige Streckenergebnis k\u00f6nnen nicht genannt werden. Ob sich der Einfluss des Wolfs in den Streckenergebnissen widerspiegeln, kann nur vermutet werden.<\/p>\n<p><strong>Schwarzwild<\/strong><\/p>\n<p>Das Streckenergebnis von 34.335 St\u00fcck liegt mit 4.685 St\u00fccken \u00fcber dem des vorangegangenen Jagdjahres. Zuw\u00e4chse sind allen Altersklassen zu registrieren. Gegen\u00fcber dem davor liegenden Jagdjahr bedeutet das ein Streckenzuwachs von 15,80 %. Davon entfallen 45 % auf die Frischlingsklasse (AK 0), 27% auf \u00dcberl\u00e4ufer Bachen (AK 1), 8 % auf Bachen (AK 2), 15 % auf \u00dcberl\u00e4ufer Keiler (AK 1) und 5 % auf Keiler (AK 2). Unter g\u00fcnstigen Bedingungen kann der Zuwachs bis zu 300 %, bemessen am zum 1.April vorhanden Gesamtbestand betragen. Die Faktoren, welche den Schwarzwildbestand haupts\u00e4chlich beeinflussen sind Klima, Landwirtschaft und Bejagung. Insbesondere die letzten zwei Sommer (Niederschlag!) haben sich g\u00fcnstig auf die Frischlingsentwicklung ausgewirkt. Milde Winter und damit bessere Verf\u00fcgbarkeit von Fra\u00df und einer damit verbundenen geringeren Sterblichkeit bei Frischlingen, im Zusammenhang mit einer hohen Anbaufl\u00e4che von Mais und Raps tun ihr \u00dcbriges. In diesem Zusammenhang muss auch eine unangepasste Bejagung benannt werden. Der Anteil der Frischlinge mit 15.003 St\u00fccken an der Gesamtstrecke betr\u00e4gt nur 44 %. Der Angestrebte Zielwert liegt bei 60 % (Hegerichtlinie Sachsen-Anhalt). Ebenso werden mehr m\u00e4nnliche als weibliche Sauen gestreckt. Das Abschussgeschlechterverh\u00e4ltnis (m\u00e4nnlich zu weiblich) bel\u00e4uft sich auf 55 : 45!<\/p>\n<p>Jagdrecht in Deutschland<\/p>\n<p>Das Jagdrecht ist in Deutschland mit der Pflicht zur Hege verbunden.\u00a0Das Ziel besteht darin, einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten, der an den landschaftlichen und landeskulturellen Verh\u00e4ltnissen angepasst ist. Die Lebensgrundlagen des Wildbestandes sollen gepflegt und gesichert werden. Die Beeintr\u00e4chtigungen einer ordnungsgem\u00e4\u00dfen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildsch\u00e4den, sind dabei m\u00f6glichst zu vermeiden.<\/p>\n<p>Regulierung der Wildbest\u00e4nde<\/p>\n<p>Wesentliches Instrument f\u00fcr die Regulierung der Wildbest\u00e4nde ist die Abschussplanung. Der Abschuss des Wildes ist so zu regulieren, dass die berechtigten Anspr\u00fcche der Land- und Forstwirtschaft auf Schutz gegen Wildsch\u00e4den voll gewahrt bleiben sowie die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege ber\u00fccksichtigt werden.\u00a0Die nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung des Waldes sowie die Entwicklung der typischen Bodenvegetation sollen ohne Zaunschutz gegen Wildsch\u00e4den m\u00f6glich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a9 H@llAnzeiger Halle. LVwA. 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