{"id":38158,"date":"2025-04-17T03:34:16","date_gmt":"2025-04-17T03:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38158\/"},"modified":"2025-04-17T03:34:16","modified_gmt":"2025-04-17T03:34:16","slug":"konrad-lenzinger-ist-neuer-dombaumeister-am-hohen-dom-zu-mainz-der-steinmetz-und-architekt-arbeitete-schon-am-roemischen-theater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38158\/","title":{"rendered":"Konrad Lenzinger ist neuer Dombaumeister am Hohen Dom zu Mainz: Der Steinmetz und Architekt arbeitete schon am R\u00f6mischen Theater"},"content":{"rendered":"<p>Der Hohe Dom zu Mainz hat nach Jahren der Vakanz endlich wieder einen Dombaumeister: Konrad Lenzinger trat seine Stelle bereits zum 1. April 2025 an, nun hat ihn das Bistum auch offiziell vorgestellt. Der mehr als 1.000 Jahre alte Dom St. Martin geh\u00f6rt zu den bedeutendsten Kirchenbauwerken Deutschlands \u2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe geh\u00f6rt der Bau kurioserweise aber bis heute nicht. Daf\u00fcr wurde die Dombauh\u00fctte zu Mainz gemeinsam mit 17 weiteren Dombauh\u00fctten im Dezember 2020 Weltkulturerbe, nun hat sie einen neuen Leiter: Architekt und Steinmetz Konrad Lenzinger.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-55236\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Neuer-Dombaumeister-Konrad-Lenzinger-kleiner-Foto-Bistum-Mainz-300x220.jpg\" alt=\"Der neue Dombaumeister zu Mainz: Architekt und Steinmetz Konrad Lenzinger. - Foto: Bistum Mainz\" width=\"380\" height=\"278\"  \/>Der neue Dombaumeister zu Mainz: Architekt und Steinmetz Konrad Lenzinger. \u2013 Foto: Bistum Mainz<\/p>\n<p>Lenzinger stammt urspr\u00fcnglich aus Karlsruhe, Mainz ist dennoch f\u00fcr ihn keine Unbekannte: W\u00e4hrend seiner Ausbildung zum Steinmetz absolvierte er den \u00fcberbetrieblichen Teil gemeinsam mit anderen Steinmetzlehrlingen aus Rheinland-Pfalz, Baden-W\u00fcrttemberg und dem Saarland in Mainz, und wohnt ein dieser Zeit im Mainzer Kolpinghaus. Und Lenzinger hat auch einen engen Bezug zum R\u00f6mischen Erbe von Mainz: Von 2000 bis 2003 arbeitete er am R\u00f6mischen B\u00fchnentheater am S\u00fcdbahnhof mit.<\/p>\n<p>Zum Dombaumeister pr\u00e4destiniert den 58-J\u00e4hrigen aber vor allem seine Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer sowie sp\u00e4ter als Architekt \u2013 und seine Lehrzeit in K\u00f6ln: Von 1989 bis 1993 arbeitet Lenzinger als Steinmetz zwei Jahre lang im Lehrbetrieb der Dombauh\u00fctte zu K\u00f6ln sowie in einem Steinmetzbetrieb in Weingarten-Werrabronn. Nach seinem Studium der Architektur von 1993 bis 1997 an der Fachhochschule Karlsruhe arbeitet er von 1998 bis 2024 als Architekt in verschiedenen Architekturb\u00fcros, sowie gelegentlich als Steinmetz bei Bildhauerin Antje Bessau in freier Mitarbeit.<\/p>\n<p>&#8211; Werbung &#8211; <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/werben-auf-mainzund\/\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Banner-Tulpen-Text-neu-1068.jpg\" alt=\"Werben auf Mainz&amp;\" width=\"468\" height=\"60\"\/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Dauerbaustelle Willigis-Dom: Mehr als 1.000 Jahre alt<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich, dass wir mit Herrn Lenzinger einen Architekten mit umfassender und weitreichender Erfahrung gewinnen konnten, der zugleich ausgebildeter Steinmetz ist\u201c, sagte Domdekan Henning Priesel: \u201eDas ist f\u00fcr uns ein Gl\u00fccksfall, da die Aufgabe des Dombaumeisters ebenso umfangreich ist. Er ist der Leiter des Dombauamtes und Fachvorgesetze der Mitarbeitenden und tr\u00e4gt Verantwortung f\u00fcr alle Arbeiten am Dom und den dazugeh\u00f6rigen Liegenschaften.\u201c Er freue sich auf eine enge kollegiale Zusammenarbeit, \u201edie nach der langen Zeit der Vakanz der Stelle uns allen<br \/>guttut\u201c, sagte Priesel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-55237\" src=\"https:\/\/mainzund.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Mainzer-Dom-Fruehjahr-2025-kleiner-300x225.jpg\" alt=\"Der 1.000 Jahre alte Willigis-Dom in Mainz: Irgendein Ger\u00fcst ist immer. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"285\"  \/>Der 1.000 Jahre alte Willigis-Dom in Mainz: Irgendein Ger\u00fcst ist immer. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Zu tun gibt es an einem Geb\u00e4ude wie dem Dom immer genug: Mit dem Bau der Bischofskathedrale wurde kurz vor der Wende zum Jahr 1000 vom legend\u00e4ren Erzbischof Willigis begonnen, fertig war sie eigentlich im Jahr 2009 \u2013 doch in der Nacht vor ihrer Weihe brannte die romanische Kathedrale erst einmal ab. Erst 1036 konnte das gewaltige Bauwerk fertiggestellt und schlie\u00dflich geweiht werden. F\u00fcr den Erhalt des Doms ist die Mainzer Dombauh\u00fctte zust\u00e4ndig, deren Urspr\u00fcnge nach Angaben des Bistums Mainz bis ins Mittelalter zur\u00fcckreichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ab 1950 der Betrieb erneut, die offizielle Neugr\u00fcndung erfolgte allerdings erst 1963.<\/p>\n<p>Im Dezember 2020 wurde die Mainzer Dombauh\u00fctte gemeinsam mit 17 weiteren Dombauh\u00fctten in Europa Teil des UNESCO-Weltkulturerbes der Menschheit \u2013 wegen des unsch\u00e4tzbaren Wissens, das in den Dombauh\u00fctten existiert und weiter gepflegt wird. \u201eSeit Jahrhunderten bewahren Dom- und M\u00fcnsterbauh\u00fctten tradiertes Wissen und Br\u00e4uche \u00fcber Bau und Erhalt von Gro\u00dfkirchen\u201c, <a href=\"https:\/\/www.unesco.de\/kultur-und-natur\/immaterielles-kulturerbe\/immaterielles-kulturerbe-deutschland\/bauhuettenwesen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">w\u00fcrdigte die Deutschen Unesco-Kommission<\/a> die Ehrung 2020. Der \u201eErfolgsfaktor des Modells\u201c seien vor allem die Mitarbeiter der Bauh\u00fctten, die mit ihrem speziellen Wissen und ihren Fertigkeiten oft eine starke Bindung zu \u201eihrem\u201c Dom oder M\u00fcnster h\u00e4tten, und die traditionellen Handwerkstechniken mit hohem K\u00f6nnen bewahrten.<\/p>\n<p>Mainzer Dombauh\u00fctte seit 2020 Teil des Welterbes der Menschheit<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00f6chte daf\u00fcr sorgen, dass die Mainzer Dombauh\u00fctte ihren Status als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO beh\u00e4lt und sich so entwickelt, dass sie diesen Status auch f\u00fcr meinen Nachfolger hat\u201c, sagte Lenzinger denn auch nun in einem Gespr\u00e4ch mit der Pressestelle des Mainzer Bistums \u00fcber seine Ziele. Den Wissensschatz zu erhalten und weiterzugeben, sei ihm wichtig, ebenso die Expertise aller Mitarbeitenden: \u201eWenn ich zum Beispiel mit einem Auszubildenden bespreche, was als n\u00e4chstes zu tun ist, dann bin ich hoffentlich klug genug zu erkennen, wenn er eine bessere Idee hat, als ich\u201c, sagte Lenzinger.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36808\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Mitarbeiter-Mainzer-Dombauhuette-kleiner-Foto-Bistum-Mainz-Blum-300x168.jpg\" alt=\"Die Mitarbeiter der Mainzer Dombauh\u00fctte im Jahr 2020: Ihr seid Weltkulturerbe! \u2013 Foto: Bistum Mainz\/ Blum\" width=\"380\" height=\"213\"  \/>Die Mitarbeiter der Mainzer Dombauh\u00fctte im Jahr 2020: Ihr seid Weltkulturerbe! \u2013 Foto: Bistum Mainz\/ Blum<\/p>\n<p>Seine Erfahrung in der Dombauh\u00fctte in K\u00f6ln ist dabei besonders wertvoll:\u00a0Dort arbeitete Lenzinger zusammen mit Steinmetzen, die zum Teil noch am Wiederaufbau des Doms nach dem Zeiten Weltkrieg beteiligt waren. \u201eEs war klasse, sie zu beobachten und mit ihnen zu sprechen, und sie haben ihr Wissen auch gern mit uns geteilt. Eine sehr lehrreiche und positive Zeit\u201c, erinnert er sich. Erfahrungen an Denkmalbauten sammelte er ferner an Industriedenkm\u00e4lern, an zwei Burgruinen in der Pfalz und bei Pirmasens, sowie an Kirchen und Kl\u00f6stern.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine neue Arbeitsstelle am Mainzer Dom habe er bereits erste Ideen, verriet Lenzinger weiter, mit dem Zustand der Dombaustelle sei er nach ersten Besichtigungen sehr zufrieden. \u201eJetzt m\u00f6chte ich ausloten, was m\u00f6glich ist, und welche Schwerpunkte gesetzt werden m\u00fcssen\u201c, sagte der neue Chef zu den n\u00e4chsten Schritten. Bei einem ist er sich aber schon sicher: \u201eUns wird die Arbeit nicht ausgehen.\u201c Und wer wei\u00df, vielleicht wird der Mainzer Dom ja doch auch noch mal selbst Weltkulturerbe: Vor Jahren sollten die Dome zu Mainz und Worms eigentlich mal zum Weltkulturerbe des Doms zu Speyer sto\u00dfen, doch aus dem Antrag wurde nie etwas \u2013 2021 wurde stattdessen <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainzer-juedisches-erbe-ist-weltkulturerbe-unesco-nimmt-schum-staetten-ins-erbe-der-menschheit-auf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das j\u00fcdische Erbe der SCHuM-St\u00e4dte ausgezeichnet<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Info&amp; auf Mainz&amp;:<\/strong> Einen ausf\u00fchrlichen Text zur Mainzer Dombauh\u00fctte und ihrer Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainzer-dombauhuette-ist-jetzt-weltkulturerbe-unesco-nimmt-dombauhuetten-in-immaterielles-kulturerbe-auf\/#:~:text=Gro%C3%9Fe%20Ehre%20f%C3%BCr%20die%20Mainzer,darunter%20auch%20die%20Mainzer%20Dombauh%C3%BCtte.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lest ihr hier bei Mainz&amp;<\/a>. Eine Liste der Welterbe-St\u00e4tten in Deutschland <a href=\"https:\/\/www.unesco.de\/orte\/welterbe\/welterbestaetten-in-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">findet Ihr hier im Internet<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Hohe Dom zu Mainz hat nach Jahren der Vakanz endlich wieder einen Dombaumeister: Konrad Lenzinger trat seine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38159,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[19891,3364,29,19892,548,663,3934,30,13,2052,19893,19894,19895,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-38158","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-dauerbaustelle-dom","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dombaumeister","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-hessen","18":"tag-hoher-dom-zu-mainz","19":"tag-konrad-lenzinger","20":"tag-mainzer-dom-st-martin","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114351208213774108","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38158\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}