{"id":381936,"date":"2025-08-29T13:38:10","date_gmt":"2025-08-29T13:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381936\/"},"modified":"2025-08-29T13:38:10","modified_gmt":"2025-08-29T13:38:10","slug":"teilnehmerin-erinnert-sich-an-vigil-des-weltjugendtags-vor-20-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/381936\/","title":{"rendered":"Teilnehmerin erinnert sich an Vigil des Weltjugendtags vor 20 Jahren"},"content":{"rendered":"<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Das Marienfeld liegt au\u00dferhalb von K\u00f6ln in Kerpen. Trotz einer Busverbindung war das ein ziemlicher Fu\u00dfmarsch, oder?<\/p>\n<p><strong>Marianne Bauer (Leiterin des Fachbereichs Geistliches Leben, Bibel und Liturgie im Erzbistum K\u00f6ln): <\/strong>Ja, es war wirklich ein sehr langer Weg. Das Marienfeld grenzt nicht direkt an eine Stra\u00dfe, sondern man musste noch ein gro\u00dfes St\u00fcck \u00fcber Feldwege gehen. Wir waren eine ganze Weile unterwegs.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Erinnern Sie sich noch an das Gef\u00fchl, als Sie 2005 als junge Erwachsene auf dem Marienfeld standen?<\/p>\n<p><strong>Bauer: <\/strong>Es war schon gigantisch, allein die Ausma\u00dfe von diesem Feld. Man muss bedenken, dass die Woche davor schon sehr intensiv war, weil viele G\u00e4ste in all unseren Pfarrgemeinden waren. W\u00e4hrend der Woche selber hat man wenig mitbekommen, weil man st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt war, zu organisieren.\u00a0<\/p>\n<p>Dieses Wochenende dann selber als Teilnehmerin oder Teilnehmer erleben zu d\u00fcrfen, war ein sehr bewegendes Gef\u00fchl. Es war ein Riesenausma\u00df von Gruppen, die kamen und von allen Seiten dazu str\u00f6mten. Das war ein kr\u00f6nender Abschluss.<\/p>\n<p>        Marianne Bauer<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ein Gef\u00fchl, das kann man kaum in Worte fassen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Samstagabend war die Vigil mit eucharistischer Anbetung und Lichterprozession. War das mit der Masse an Menschen m\u00f6glich? War es still?<\/p>\n<p><strong>Bauer: <\/strong>Ich habe mehrere Weltjugendtage erlebt und die Vigil ist immer der beeindruckendste H\u00f6hepunkt der Weltjugendtage. Wenn man das selber nicht erlebt hat, glaubt man kaum, wie and\u00e4chtig, still und ber\u00fchrend gerade diese Vigilfeier sein kann.\u00a0<\/p>\n<p>Eine Million Menschen waren zusammen und haben sich letztlich versenkt in der Anwesenheit des Herrn. Dann brennen nur die Kerzen und es ist dunkel. Man sieht die Monstranz leuchten, beziehungsweise die Altarb\u00fchne auf dem Marienfeld. Alles ist total konzentriert. Das ist ein Gef\u00fchl, das kann man kaum in Worte fassen.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Was hat Sie mehr ber\u00fchrt, die vielen Jugendlichen in Stille oder der neue deutsche Papst, der oben auf dem H\u00fcgel stand?<\/p>\n<p><strong>Bauer: <\/strong>Es war schon beides. Ich habe mehrere Weltjugendtage erlebt, insofern war die Vigil keine neue Erfahrung f\u00fcr mich, aber es ist immer wieder beeindruckend.\u00a0<\/p>\n<p>Es war aber auch eine Riesenwelle der Begeisterung, wenn man bedenkt, dass Papst Benedikt erst kurz vorher zum Papst gew\u00e4hlt worden war.\u00a0<\/p>\n<p>Ich wei\u00df gar nicht genau, wer es war, aber ich glaube, Kardinal Meisner war es, der sagte, es sei ein Weltjugendtag mit zwei P\u00e4psten. Einer, der eingeladen hat und der vom Himmel zuschaut. Der andere ist hier bei uns auf der Erde. Ich kann mich erinnern, dass es eine gro\u00dfe Welle war, sowohl als er in K\u00f6ln mit dem Schiff ankam als auch auf dem Marienfeld. Es war der deutsche Papst bei einem deutschen Weltjugendtag.<\/p>\n<p>        Marianne Bauer<\/p>\n<p>&#8222;Die Leute waren hungrig, den Leuten war kalt, die Nacht war kurz, und trotzdem hat der Glaube hindurch getragen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Die Vigil ging bis Mitternacht und die Jugendlichen schliefen auf dem Feld. Am Sonntagmorgen um 10 Uhr war die Abschlussmesse. Wie anstrengend war die Messe nach dieser kurzen Nacht?<\/p>\n<p><strong>Bauer: <\/strong>Die war sehr anstrengend, zumal die Nacht nicht nur kurz, sondern auch sehr kalt war. Das ist etwas, woran sich viele erinnern. Mitten im August hatte man mit anderen Wetterverh\u00e4ltnissen gerechnet.\u00a0<\/p>\n<p>Die Leute waren hungrig, den Leuten war kalt, die Nacht war kurz, und trotzdem hat der Glaube hindurch getragen. Das ist schon faszinierend.<\/p>\n<p>        Marianne Bauer<\/p>\n<p>&#8222;Auch die Dankbarkeit, die Fr\u00f6hlichkeit der G\u00e4ste und die Unkompliziertheit des Glaubens bleibt in Erinnerung.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Erinnern Sie sich gerne an diese Erlebnisse auf dem Marienfeld?<\/p>\n<p><strong>Bauer: <\/strong>Absolut. Es ist eine Sache, mit einer Gruppe in ein anderes Land zu fahren, um den Weltjugendtag zu erleben. Es ist eine andere Dimension, selber dabei zu sein, mitzudenken, mitzuplanen, mitzuorganisieren, Gastgeber zu sein und dann so einen Abschluss zu erleben.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Dankbarkeit, die Fr\u00f6hlichkeit der G\u00e4ste und die Unkompliziertheit des Glaubens bleiben in Erinnerung. Es ist nichts passiert, sowohl w\u00e4hrend der Woche als auch im Marienfeld. Au\u00dfer, dass die Leute m\u00fcde waren und die Wege lang. Der R\u00fcckweg war gef\u00fchlt noch mal viel l\u00e4nger. Das ist etwas, glaube ich, das kaum ein anderes Gro\u00dfereignis dieser Welt von sich behaupten kann.<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Tobias Fricke.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/glossar\/weltjugendtag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>      Weltjugendtag<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Der Weltjugendtag (WJT) wird von der katholischen Kirche ausgerichtet und geht auf eine Initiative des heiligen Johannes Paul II. (1978-2005) zur\u00fcck. Seit 1985 l\u00e4dt das katholische Kirchenoberhaupt j\u00e4hrlich junge Christen aller Erdteile zu einem Treffen unter einem bestimmten Motto ein. Der erste offizielle Weltjugendtag fand in Rom statt.\u00a0<\/p>\n<p>Ziel des internationalen Gro\u00dftreffens ist es, jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, das &#8222;junge und aktuelle Geheimnis der Kirche im gemeinschaftlichen Erlebnis von Pilgerfahrt, Gebet, Meditation und Gottesdienst zu entdecken&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"DOMRADIO.DE: Das Marienfeld liegt au\u00dferhalb von K\u00f6ln in Kerpen. 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