{"id":382318,"date":"2025-08-29T17:02:11","date_gmt":"2025-08-29T17:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382318\/"},"modified":"2025-08-29T17:02:11","modified_gmt":"2025-08-29T17:02:11","slug":"wie-es-die-wuppertaler-intendantin-rebekah-rota-gerne-haette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382318\/","title":{"rendered":"Wie es die Wuppertaler Intendantin Rebekah Rota gerne h\u00e4tte"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir wollen heute \u00fcber die Rolle der Oper in Wuppertal sprechen. Wie sieht es da aus, Frau Rota?\u201c, will WZ-Kulturredakteurin Monika Werner von ihrer Gespr\u00e4chspartnerin Rebekah Rota wissen. Sie ist Intendantin der Wuppertaler Oper und zu Gast im WZ-Podcast \u201eWie ich\u2019s gern h\u00e4tte\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch w\u00fcrde gerne damit anfangen, wie ich die Rolle der Oper \u00fcberhaupt sehe\u201c, antwortet Rota. \u201eDaf\u00fcr m\u00fcssen wir uns fragen, warum es Oper \u00fcberhaupt gibt. Wir Menschen tragen starke Emotionen in uns und m\u00fcssen diesen Ausdruck verleihen. Es ist ein Erlebnis, bei dem sich Menschen daran besinnen sollen, was es hei\u00dft, Mensch zu sein\u201c, sagt sie. \u201eDas Erhabene ist das Gef\u00fchl, das wir versuchen,  dem Publikum in der Oper als Geschenk zu geben \u2013 dass sie nach diesem Erlebnis befreit herausgehen. Sich verbunden f\u00fchlen, das Gef\u00fchl haben, etwas Gr\u00f6\u00dferes erlebt zu haben. Die Hoffnung ist, dass das zur Gesundheit unserer Gesellschaft beitr\u00e4gt. Denn vielleicht f\u00fchlt man sich dann mehr als Mensch als vorher.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEin gro\u00dfer Anspruch\u201c, stellt Werner fest. \u201eInwieweit spielt er im Alltag eine Rolle?\u201c Rota sagt, es sei Teil ihrer Aufgabe, sich \u201est\u00e4ndig daran zu erinnern und es als Orientierungspunkt zu nutzen\u201c. \u201eDas ist der Standard, nach dem ich meine Entscheidungen treffe: Kommen wir n\u00e4her an das Ziel heran oder entfernen wir uns?\u201c Diese Aufgabe sei aber nicht einfach \u2013 als Intendantin wird man \u201et\u00e4glich mit so vielem konfrontiert\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNun gibt es Zw\u00e4nge finanzieller Natur\u201c, wirft Werner ein. \u201eJedes Jahr die Frage, ob die Zukunft der B\u00fchnen sicher ist. Wie kriegt man das umgesetzt, wenn die Oper so etwas Gro\u00dfes bewirken soll?\u201c Man m\u00fcsse sich nat\u00fcrlich an die finanziellen Vorgaben halten, sagt Rota. \u201eDas ist auch die gro\u00dfe Kunst. Auf der einen Seite ist Oper eine ganz gro\u00dfe Kunstform, die nur mit entsprechenden Ressourcen stattfinden kann: Wir brauchen Orchester, B\u00fchne, Kost\u00fcme, Maske, Chor, Solisten. Das geh\u00f6rt alles dazu, aber wir versuchen, so \u00f6konomisch zu denken wie m\u00f6glich. Auch wir haben das Problem, dass die Fixkosten steigen. Wenn das Budget gleich bleibt, haben wir also weniger Geld zur Verf\u00fcgung \u2013 so wird es von Spielzeit zu Spielzeit weniger. Wir k\u00f6nnen nur im Bereich der Kunst selbst k\u00fcrzen.\u201c<\/p>\n<p>Oper nicht als Kunstform <br \/>der Elite sehen      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch Rota sieht noch weitere Ungewissheiten: \u201eAlle unsere Vertr\u00e4ge gehen nur bis 2028. F\u00fcr mich ist da ein gro\u00dfes Fragezeichen, was danach passiert.\u201c Dazu vermisst die Opern-Intendantin klare Bekenntnisse aus der Politik, statt nur leerer Worte. \u201eWir sind so d\u00fcnn besetzt, wie es nur geht, von vorne bis hinten. Wir k\u00f6nnen eine Sinfonie nicht schneller spielen, um Geld zu sparen. Eine \u201aSalome\u2019 k\u00f6nnen wir nicht mit weniger Menschen besetzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weniger Premieren? Eine Option. Allerdings l\u00e4sst der Bedarf nach, wenn man anf\u00e4ngt, abzubauen. Dabei sei es wichtig, Menschen mit der Oper zu erreichen. \u201eDas ist f\u00fcr mich das Wunderbare. Wir sprechen etwas Existenzielles und Zeitloses an. Es muss aber in einem Rahmen stattfinden, der den Menschen mit seinen heutigen Bed\u00fcrfnissen und Sorgen anspricht\u201c, sagt Rota. \u201eEs ist wichtig, dass wir wegkommen vom Verst\u00e4ndnis der Oper als Kunstform der Elite.\u201c Denn das bedeute, dass Menschen ausgeschlossen werden. Die Oper sei vielmehr eine \u201eanspruchsvolle\u201c, aber f\u00fcr jeden zug\u00e4ngliche Kunstform, bei der man sich etwas bem\u00fchen m\u00fcsse. Nicht in allen Kulturkreisen ist die Kunstform Oper so bekannt, merkt die Redakteurin an. \u201eDeshalb bieten wir verschiedene Formate mit niedrigschwelligem Zugang an\u201c, erkl\u00e4rt Rota, etwa Musicals. Auch ein St\u00fcck zum Elefanten Tuffi ist in Arbeit, auf dessen Premiere sie sich freut.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Werner schwenkt noch einmal zur Politik \u00fcber. Was genau w\u00fcnscht sich die Intendantin? \u201eVertrauen \u2013 in uns und die Kunstform, die wir betreuen. Was mich frustriert, ist dieses langsame Aussterben, statt eine starke Position einzunehmen und zu sagen: \u201aWir sind am Ende, wir k\u00f6nnen uns das nicht mehr leisten.\u2018\u201c Dazu w\u00fcnscht sich Rota mehr offene Gespr\u00e4che. \u201eWenn man nie in den Dialog kommt, k\u00f6nnen Vermutungen und \u00c4ngste wachsen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nun steht erst einmal die neue Spielzeit an, in die Rota \u201evoller Freude\u201c reingeht. Los geht\u2019s am morgigen Sonntag,  um 20 Uhr mit einem Opernkonzert auf dem Laurentiusplatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir wollen heute \u00fcber die Rolle der Oper in Wuppertal sprechen. Wie sieht es da aus, Frau Rota?\u201c,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382319,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,30,8756,2075,28003,103301,1209,97,103303,2043,65397,12373,65396,9789,103302,4418],"class_list":{"0":"post-382318","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-intendantin","12":"tag-kunst","13":"tag-kunstform","14":"tag-monika-werner","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-oper","17":"tag-opernkonzert","18":"tag-podcast","19":"tag-rebekah","20":"tag-rolle","21":"tag-rota","22":"tag-spielzeit","23":"tag-ungewissheiten","24":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115113134964478157","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382318"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382318\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}