{"id":382338,"date":"2025-08-29T17:13:11","date_gmt":"2025-08-29T17:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382338\/"},"modified":"2025-08-29T17:13:11","modified_gmt":"2025-08-29T17:13:11","slug":"nach-tod-von-16-jaehriger-in-friedland-31-jaehriger-festgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382338\/","title":{"rendered":"Nach Tod von 16-J\u00e4hriger in Friedland: 31-J\u00e4hriger festgenommen"},"content":{"rendered":"<p>\n            Stand: 29.08.2025 19:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Nach dem Tod einer 16-J\u00e4hrigen am Bahnhof von Friedland hat die Polizei G\u00f6ttingen einen Mann festgenommen. Er wird verd\u00e4chtigt, die Jugendliche gegen einen G\u00fcterzug gesto\u00dfen zu haben. Behrens fordert genaue Aufarbeitung.<\/p>\n<p class=\"\">\nWie die Staatsanwaltschaft G\u00f6ttingen am Freitag mitteilte, wurde ein Unterbringungsbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag gegen den 31-J\u00e4hrigen erlassen. Der Mann mit irakischer Staatsangeh\u00f6rigkeit sei nun in einer Psychiatrie untergebracht. Es bestehe Fluchtgefahr. Zuvor hie\u00df es, er befinde sich in Untersuchungshaft. Der Staatsanwaltschaft zufolge sind durch Untersuchungen eindeutige DNA-Spuren des 31-J\u00e4hrigen an der rechten Schulter der Get\u00f6teten entdeckt worden. Man k\u00f6nne davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht nur um eine leichte Ber\u00fchrung gehandelt habe, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick dem NDR Niedersachsen. Der Beschuldigte m\u00fcsse schon &#8222;etwas kr\u00e4ftiger zugegriffen haben, um eine solche Spur zu verursachen&#8220;, so Buick. Laut Staatsanwaltschaft gebe es keine Verbindung zwischen dem Tatverd\u00e4chtigen und dem Opfer. Der 31-J\u00e4hrige schweigt nach Angaben der Ermittler bisher.<\/p>\n<p>                    Nennung von Nationalit\u00e4ten: Das gilt f\u00fcr Medien<\/p>\n<ul>\n<li>Grunds\u00e4tzlich bekennen sich die deutschen Print- und Onlinemedien mit <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/lueneburg_heide_unterelbe\/pressekodex106~splash.html\" title=\"Ethische Standards f\u00fcr den Journalismus\" data-url=\"https:\/\/www.presserat.de\/pressekodex.html?file=files\/presserat\/dokumente\/pressekodex\/Presse-kodex_Leitsaetze_RL12.1.pdf\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ziffer 12 des Pressekodex<\/a> zu einem Diskriminierungsverbot. Bei der Berichterstattung \u00fcber Straftaten soll die Zugeh\u00f6rigkeit der T\u00e4ter oder T\u00e4terinnen zu ethnischen, religi\u00f6sen oder anderen Gruppen daher in der Regel nicht erw\u00e4hnt werden &#8211; es sei denn, es besteht ein begr\u00fcndetes \u00f6ffentliches Interesse.<\/li>\n<li>In jedem einzelnen Fall ist daher abzuw\u00e4gen, ob f\u00fcr die Nennung einer Gruppenzugeh\u00f6rigkeit ein begr\u00fcndetes \u00f6ffentliches Interesse besteht oder die Gefahr der diskriminierenden Verallgemeinerung \u00fcberwiegt. Ein begr\u00fcndetes \u00f6ffentliches Interesse liegt unter anderem vor, wenn es sich um eine besonders schwere oder au\u00dfergew\u00f6hnliche Straftat handelt, die Biografie eines Verd\u00e4chtigen f\u00fcr die Straftat von Bedeutung ist oder sie von einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe mit einem gro\u00dfen Anteil gemeinsamer Merkmale begangen wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<p>    Verd\u00e4chtiger randalierte am Bahnhof<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Vorfall hatte sich am <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/von-gueterzug-touchiert-16-jaehrige-stirbt-auf-bahnsteig-friedland,friedland-106.html\" title=\"Bahnhof Friedland: 16-J\u00e4hrige von Zug erfasst und gestorben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">11. August<\/a> gegen 16 Uhr ereignet. Die Polizei hatte zun\u00e4chst von einem Unfall gesprochen. Neuen Informationen der Staatsanwaltschaft zufolge war die Polizei kurz vor der Tat zum Bahnhof gerufen worden, weil der 31-J\u00e4hrige dort randaliert haben soll. Nach Ankunft der Beamten h\u00e4tte der Mann sie zum Bahnsteig gef\u00fchrt, wo die Leiche der 16-J\u00e4hrigen lag. Gegen\u00fcber der Polizei habe der Mann die Tat bestritten und behauptet, die Tote auf dem Bahnsteig gefunden zu haben. Ein freiwilliger Alkoholtest habe 1,35 Promille ergeben.\u00a0Da die Beweismittel zur damaligen Zeit nicht ausreichten, war der 31-J\u00e4hrige am Tattag aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.<\/p>\n<p>    Schuldf\u00e4higkeit des Verd\u00e4chtigen wird gepr\u00fcft<\/p>\n<p class=\"\">\nAllerdings verhielt sich der 31-J\u00e4hrige nach Angaben der Staatsanwaltschaft kurz nach seiner Entlassung aggressiv in seiner Unterkunft f\u00fcr Gefl\u00fcchtete in Friedland (Landkreis G\u00f6ttingen). Gegen 18.40 Uhr sei die Polizei zur Unterkunft gerufen worden. Anschlie\u00dfend sei der Mann bis Freitag in einer Klinik untergebracht worden. Der Beh\u00f6rde zufolge wurde bei dem 31-J\u00e4hrigen in der Vergangenheit eine &#8222;paranoide Schizophrenie&#8220; diagnostiziert. Seine Schuldf\u00e4higkeit werde derzeit gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>                    Was bedeutet Unterbringungsbefehl?<\/p>\n<p>Eine Unterbringung nach \u00a7 126 a StPO bedeutet die einstweilige Unterbringung einer Person in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt, wenn dringende Gr\u00fcnde vorliegen, dass sie eine Straftat im Zustand der Schuldunf\u00e4higkeit oder verminderten Schuldf\u00e4higkeit begangen hat. Au\u00dferdem muss eine dauerhafte Unterbringung zu erwarten sein und die \u00f6ffentliche Sicherheit diese erfordern. Es handelt sich um eine vorl\u00e4ufige Ma\u00dfnahme. Sofern sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens herausstellt, dass eine nach \u00a7 126 a StPO untergebrachte Person voll schuldf\u00e4hig ist, wird der Unterbringungsbefehl in einen Haftbefehl umgewandelt und die Person in eine Haftanstalt verlegt. <\/p>\n<p>    Abschiebung des Verd\u00e4chtigen seit M\u00e4rz 2025 m\u00f6glich<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Mann ist laut Staatsanwaltschaft im Sommer 2022 in Braunschweig erstmals von der Bundespolizei kontrolliert worden &#8211; er habe dabei sein Asylbegehren ge\u00e4u\u00dfert. Den Angaben zufolge wurde der Asylantrag des 31-j\u00e4hrigen Irakers im Dezember 2022 abgelehnt. Seine Abschiebung nach Litauen ist seit M\u00e4rz 2025 m\u00f6glich, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt habe, verb\u00fc\u00dfte der Mann Anfang Juli 2025 eine 20-t\u00e4gige Ersatzfreiheitsstrafe.<\/p>\n<p>    Amtsgericht Hannover: Antrag auf Abschiebehaft wurde nicht nachgebessert<\/p>\n<p class=\"\">\nEin Antrag auf Abschiebehaft durch die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde sei im Juli vom Amtsgericht Hannover abgelehnt worden. Nach Angaben des Amtsgericht Hannover ist es nicht m\u00f6glich gewesen, die Abschiebehaft zu verh\u00e4ngen. Ein Gerichtssprecher verwies auf hohe rechtliche H\u00fcrden. Die Landesaufnahmebeh\u00f6rde habe dem Betroffenen im Vorfeld zudem keine Frist zur Ausreise gesetzt. Im Antrag auf Anordnung der Abschiebehaft sei die Fluchtgefahr nicht ausreichend begr\u00fcndet worden, erkl\u00e4rte der Sprecher auf Anfrage von NDR Niedersachsen. Die Landesaufnahmebeh\u00f6rde h\u00e4tte aber die M\u00f6glichkeit gehabt, den Antrag nachzubessern &#8211; das sei nicht geschehen.\u00a0Daraufhin h\u00e4tte sich der 31-J\u00e4hrige Ende Juli erneut als Asylsuchender in Friedland gemeldet. Zu einer Vorladung sei er nicht erschienen.<\/p>\n<p>    Behrens: Fall darf nicht missbraucht werden<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Fall zeige einmal mehr die massiven Probleme des sogenannten Dublin-Verfahrens, sagte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) am Freitag. Im Dublin-Verfahren ist die Verteilung von Asylsuchenden in Europa geregelt. Der 31-J\u00e4hrige h\u00e4tte somit nicht mehr in Deutschland, sondern in Litauen seien sollen. &#8222;Es ist den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern nicht vermittelbar, dass sich Personen jahrelang in Deutschland aufhalten, obwohl ein ganz anderer EU-Staat f\u00fcr sie zust\u00e4ndig ist&#8220;, so die SPD-Politikerin. Behrens forderte, genau aufzuarbeiten, warum der Verd\u00e4chtige nicht nach Litauen \u00fcberstellt wurde. Die Ministerin warnte aber davor, den Fall zu missbrauchen, um Hass zu s\u00e4en.<\/p>\n<p>    Polizei warnte vor Falschmeldungen<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Familie der Auszubildenden aus dem th\u00fcringischen Heilbad Heiligenstadt (Landkreis Eichsfeld) hatte sich nach Polizeiangaben an mehrere politische Parteien gewandt, um Unterst\u00fctzung bei der Aufkl\u00e4rung zu bekommen. Zuletzt hatten laut Polizei <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/tod-von-16-jaehriger-polizei-warnt-vor-geruechten-im-netz,friedland-108.html\" title=\"Friedland: Polizei warnt nach Tod von 16-J\u00e4hriger vor Ger\u00fcchten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ger\u00fcchte<\/a> zu dem Fall in den sozialen Medien kursiert. Die Beamten hatten daher um Besonnenheit gebeten und vor Falschmeldungen gewarnt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/polizeiabsperrung114.webp\" alt=\"Flatterband mit der Aufschrift: &quot;Polizeibasperrung&quot;.\" title=\"Flatterband mit der Aufschrift: &quot;Polizeibasperrung&quot;. | fotolia, VRD\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Unfall hat sich laut Polizei im Bahnhof von Friedland (Landkreis G\u00f6ttingen) ereignet. Der genaue Hergang sei noch unklar. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.08.2025 19:00 Uhr Nach dem Tod einer 16-J\u00e4hrigen am Bahnhof von Friedland hat die Polizei G\u00f6ttingen einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382339,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13659,331,332,2037,3364,29,103304,30,25890,13,14,15,1411,121,12,1997,978,32113],"class_list":{"0":"post-382338","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-16-jaehrige","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-bahnhof","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-friedland","15":"tag-germany","16":"tag-goettingen","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-niedersachsen","21":"tag-polizei","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-staatsanwaltschaft","24":"tag-tot","25":"tag-verdaechtiger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115113178427189031","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382338"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382338\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}