{"id":382368,"date":"2025-08-29T17:29:18","date_gmt":"2025-08-29T17:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382368\/"},"modified":"2025-08-29T17:29:18","modified_gmt":"2025-08-29T17:29:18","slug":"dortmunder-wohlfahrtsverbaende-diskutieren-mit-ob-kandidatinnen-ueber-soziale-themen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382368\/","title":{"rendered":"Dortmunder Wohlfahrtsverb\u00e4nde diskutieren mit OB-Kandidat:innen \u00fcber soziale Themen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-02.jp-g.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-344387 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-02.jp-g.jpg\" alt=\"Blick in die vollbesetze Werkhalle\" width=\"999\" height=\"613\"  \/><\/a>Rund 200 G\u00e4ste nahmen an der Podiumsdiskussion der Dortmunder Wohlfahrtsverb\u00e4nde in der Werkhalle des Union Gewerbehofs teil. Foto: Cocu<\/p>\n<p>Auf Wahlplakaten werben sie f\u00fcr bezahlbare Wohnungen, bessere Kinderbetreuung, aber auch f\u00fcr Sicherheit und Ordnung. Welche sozialpolitischen Projekte die Dortmunder Kandidat:innen f\u00fcr das Amt des Oberb\u00fcrgermeisters angehen wollen, offenbarte eine sozialpolitische Podiumsdiskussion. Knapp drei Wochen vor der Kommunalwahl stellten sich Dortmunds amtierender Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal (SPD), Katrin L\u00f6gering (Die Gr\u00fcnen), Alexander Kalouti (CDU), Fatma Karacakurtoglu (Die Linke) und Martin Cremer (parteilos) im Union-Gewerbehof den Fragen der Dortmunder Wohlfahrtsverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Wohnungslosigkeit als gemeinsames Anliegen<\/p>\n<p>Vor knapp 200 G\u00e4sten kommentierten die Kandidat:innen die Themen Obdachlosigkeit, Wohnungsnot sowie Chancengerechtigkeit am Beispiel OGS sowie Beteiligung und Mitbestimmung. Fachkr\u00e4fte der Verb\u00e4nde trugen echte Dortmunder Fallballspiele vor, das Podium reagierte darauf. Ein echter Diskurs kam nicht so recht in Gang, schlie\u00dflich waren sich die demokratischen Parteien weitgehend einig: Der Kampf gegen Wohnungslosigkeit etwa, stehe ganz oben auf der Agenda.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nordstadtblogger.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-03.jp-g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-344390 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-03.jp-g-300x188.jpg\" alt=\"Teilnehmende der Podiumsdisskusion\" width=\"300\" height=\"188\"  \/><\/a>Knapp drei Wochen vor der Kommunalwahl stellten sich die Kandidat:innen f\u00fcr das Amt des Oberb\u00fcrgermeisters den Fragen der Wohlfahrtsverb\u00e4nde. Foto: Cocu<\/p>\n<p>F\u00fcr den amtierenden Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal (SPD), der auf f\u00fcnf Jahre gute Zusammenarbeit mit den Verb\u00e4nden zur\u00fcckblicken k\u00f6nne, sprechen die j\u00fcngsten Ma\u00dfnahmen f\u00fcr sich: \u201eDie Infrastruktur f\u00fcr Menschen auf der Stra\u00dfe wurde zuletzt immer weiter ausgebaut, mit den geplanten Containern auf der Treibstra\u00dfe bieten wir vor dem Winter eine deutliche Verbesserung der \u00dcbernachtungssituation.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Kandidatin der Linken, Fatma Karacakurtoglu, diese Planungen nicht reichten, richtete Alexander Kalouti den Fokus auf die restliche Bev\u00f6lkerung: \u201eVerlieren wir nicht den Blick derer, die nicht obdachlos sind, die in der Stadt leben, hier arbeiten und sich eben auch hier aufhalten. Auch hier hat die Lebensqualit\u00e4t zuletzt sehr gelitten.\u201c Der CDU-Kandidat sprach sich als einziger auch f\u00fcr ordnungspolitische L\u00f6sungsans\u00e4tze aus und stellte sich dem Gegenwind: \u201eWir leben alle hier in diesem Raum. Betteln zementiert Armut, das d\u00fcrfen wir nicht isoliert betrachten.\u201c<\/p>\n<p>Katrin L\u00f6gering, Kandidatin der Gr\u00fcnen, erinnerte die Gruppe an das selbstgesteckte Ziel, beim Thema Wohnungslosigkeit bis 2030 ein gro\u00dfes St\u00fcck weiterzukommen: \u201eWir m\u00fcssen hier endlich richtig loslegen.\u201c Der parteilose Kandidat Martin Cremer machte direkt einen Vorsto\u00df mit Blick auf die Toilettensituation in der Innenstadt: \u201eFr\u00fcher ging man am Alten Markt eine Treppe runter und fand dort eine \u00f6ffentliche Toilette, das gibt es schon lange nicht mehr. Es muss zug\u00e4ngliche Hygieneorte f\u00fcr alle geben, auch um die Verwahrlosung der Innenstadt in den Griff zu kriegen.\u201c<\/p>\n<p>Wohnen trotz Schufa \u2013 ein Vorschlag mit Zustimmung<\/p>\n<p>Einigkeit \u2013 nur die Ans\u00e4tze sind unterschiedlich. Diakonie-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Niels Back, der die Schilderungen der Kandidat:innen im Namen aller Verb\u00e4nde auf Zuruf von Moderatorin Christiane Poertgen (u.a. WDR) einordnete, war verbl\u00fcfft: \u201eDiese Einigkeit in der Erkenntnis, dass Wohnungslosigkeit in Dortmund in den Fokus geh\u00f6rt, h\u00e4tte es vor zehn Jahren noch nicht gegeben.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nordstadtblogger.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-01.jp-g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-344392 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/podium-ob-kandidaten-agv-wohlfahrtsverbaende-01.jp-g-300x203.jpg\" alt=\"Teilnehmende der Podiumsdisskusion\" width=\"300\" height=\"203\"  \/><\/a>In der Podiumsdiskussion ging es um Themen wie Obdachlosigkeit, Wohnungsnot und Chancengerechtigkeit. Foto: Cocu<\/p>\n<p>Gunther Niermann, Kreisgruppengesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Dortmund, bekr\u00e4ftigte: \u201eDie Stadt geh\u00f6rt allen, die hier leben. Auch Bettlern und Obdachlosen.\u201c Der Vorschlag von Niels Back, dass die kommunale Wohnungsbaugesellschaft DOGEWO21 ein Kontingent ihrer \u00fcber 16.000 Wohnungen in Dortmund Menschen trotz negativem Schufa-Eintrag zur Verf\u00fcgung stellt, w\u00e4re da eine greifbare Ma\u00dfnahme \u2013 die \u00fcberraschenderweise alle Kandidat:innen unterst\u00fctzten. \u201eNach ersten Gespr\u00e4chen mit der neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bin ich sehr optimistisch\u201c, so Thomas Westphal.<\/p>\n<p>Nicht immer muss man einen negativen Schufa-Eintrag haben, um vom engen Dortmunder Wohnungsmarkt ausgeschlossen zu werden: So wurde eindr\u00fccklich dargestellt, dass ein ausl\u00e4ndisch klingender Nachname eines Bewerbers ausreichte, um ihn gar nicht zu Wohnungsbesichtigung einzuladen oder ihm mitzuteilen, dass diese Wohnung schon vergeben sei.<\/p>\n<p>Ob es sich wirklich um eine Diskriminierung aufgrund seines Nachnamens handelte, wollte der Bewerber nachgehen und hat sich um dieselbe Wohnung mit dem Namen Michael M\u00fcller beworben und wurde prompt zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen. Fatma Karacakurtoglu von der Linken und auch Alexander Kalouti von der CDU schilderten pers\u00f6nliche Diskriminierungserfahrungen.<\/p>\n<p>OGS: Betreuung statt F\u00f6rderung reicht nicht aus<\/p>\n<p>Beim Thema Ganztagsbetreuung wurde anhand der Schilderung eines OGS-Tr\u00e4gers deutlich, dass individuelle F\u00f6rderbedarfe in einem rein auf Betreuung fu\u00dfenden System nicht angemessen aufgefangen werden. Chancengleichheit k\u00f6nne nur entstehen, wenn auf unterschiedliche Bedarfe auch individuell reagiert werden k\u00f6nne. Katrin L\u00f6gering von den Gr\u00fcnen forderte: \u201eWir brauchen mehr und bessere Ganztagsangebote an den Schulen. Es darf nicht bei der Hausaufgabenbetreuung aufh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>In der Arbeitsgemeinschaft der Verb\u00e4nde der freien Wohlfahrtspflege Dortmund setzen sich Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Der Parit\u00e4tische und die J\u00fcdische Kultusgemeinde mit ihren insgesamt 18.000 Mitarbeitenden allein in unserer Stadt gemeinsam f\u00fcr ein soziales Dortmund ein. Am 14. September 2025 entscheiden die Kommunalwahlen \u00fcber die neue Zusammensetzung des Rates der Stadt Dortmund sowie die Besetzung des \u00dcberb\u00fcrgermeisteramtes.<\/p>\n<blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/nordstadtblogger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-110646\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/steady-mod.png\" alt=\"Unterst\u00fctze uns auf Steady\" width=\"300\"\/><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>                    <a href=\"#\" rel=\"nofollow\" onclick=\"window.print(); return false;\" title=\"Printer Friendly, PDF &amp; Email\"><br \/>\n                    <img decoding=\"async\" class=\"pf-button-img\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/printfriendly-pdf-email-button-md.png\" alt=\"Print Friendly, PDF &amp; Email\" style=\"width: 194px;height: 30px;\"\/><br \/>\n                    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 200 G\u00e4ste nahmen an der Podiumsdiskussion der Dortmunder Wohlfahrtsverb\u00e4nde in der Werkhalle des Union Gewerbehofs teil. 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