{"id":382386,"date":"2025-08-29T17:38:10","date_gmt":"2025-08-29T17:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382386\/"},"modified":"2025-08-29T17:38:10","modified_gmt":"2025-08-29T17:38:10","slug":"bundesbank-in-frankfurt-entsteht-ein-wohngebiet-dort-wo-heute-goldreserven-lagern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382386\/","title":{"rendered":"Bundesbank in Frankfurt: Entsteht ein Wohngebiet dort, wo heute Goldreserven lagern?"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Es ist eines der markantesten Geb\u00e4ude der Stadt: Die Zentrale der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutsche Bundesbank\" data-rtr-id=\"3c6cff12c1720cc7fa9faff21d8b1c0b5afa079f\" data-rtr-score=\"799.2033779028853\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/deutsche-bundesbank\" title=\"Deutsche Bundesbank\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschen Bundesbank<\/a> steht auf einer Anh\u00f6he n\u00f6rdlich der Innenstadt und ist deshalb schon von Weitem zu sehen. Der fr\u00fchere Bundesbank-Pr\u00e4sident Jens Weidmann, dessen Namensschild sich immer noch an seinem fr\u00fcheren B\u00fcro in der zw\u00f6lften Etage befindet, bezeichnete die 1972 fertiggestellte Hochhausscheibe einst als \u201eSinnbild f\u00fcr die Stabilit\u00e4tskultur der Bundesrepublik\u201c. Das 54 Meter hohe Haus mit 13 Stockwerken selbst wird wohl noch f\u00fcr einige Jahrzehnte stabil bleiben, es wird gerade aufwendig saniert. Fraglich ist aber, ob es weiterhin von der Bundesbank genutzt wird.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Es wird bereits dar\u00fcber spekuliert, ob auf dem mehr als zehn Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde an der Wilhelm-Epstein-Stra\u00dfe ein Wohngebiet entstehen k\u00f6nnte. \u201eIch kann mir das sehr gut vorstellen\u201c, sagt Albrecht Kochsiek, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtparlament. Auch Makler sprechen von einer hervorragenden Wohnlage.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Noch vor wenigen Jahren plante die Bundesbank dort gro\u00dfe Neubauten, wollte auf ihrem Campus rund 5000 Arbeitspl\u00e4tze zusammenziehen. Doch vor zwei Jahren wurde das \u201eProjekt Campus\u201c rigoros verkleinert. Um 40 Prozent wurde der Fl\u00e4chenbedarf reduziert \u2013 offiziell wegen einer hohen Homeoffice-Quote. Erst k\u00fcrzlich wurde bekannt, dass der Bundesrechnungshof das Projekt auch wegen sehr gro\u00dfz\u00fcgig bemessener B\u00fcror\u00e4ume kritisch bewertet hat. Bis zu 4,6 Milliarden Euro h\u00e4tten die urspr\u00fcnglichen Baupl\u00e4ne laut den Hochrechnungen gekostet \u2013 eine Summe, die kaum zu vermitteln gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wirtschaftlichkeit wird neu gepr\u00fcft<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Zum aktuellen Planungsstand laufe nun eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, teilte die Bundesbank vor wenigen Tagen mit. Wie diese ausgeht, ist offen. Klar ist aber, dass die denkmalgerechte Sanierung des Geb\u00e4udes sehr aufwendig ist. Gleichzeitig lassen sich grundlegende Nachteile wie die exponierte Orientierung nach S\u00fcden mit entsprechender Sonneneinstrahlung oder die wenig zentrale Lage nicht beseitigen.<\/p>\n<p>KI-Artikelchat nutzen<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Registrierung nutzen Sie Vorteile wie den Merkzettel.&#13;<br \/>\n                Dies ist&#13;<br \/>\n                kein Abo und kein Zugang zu FAZ+&#13;<br \/>\n                Artikeln.<\/p>\n<p>Sie haben Zugriff mit Ihrem Digital-Abo.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Registrierung<\/p>\n<p>            <a data-registered-resend=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-loggedin-continue=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-login=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-register=\"\" adobe-track=\"true\"\/><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Gen\u00e4hrt werden die Spekulationen \u00fcber eine Aufgabe des traditionellen Standorts am n\u00f6rdlichen Rand des Stadtteils Bockenheim durch Nachrichten aus der Immobilienbranche. Die Bundesbank k\u00f6nne ins Trianon-Hochhaus an der Mainzer Landstra\u00dfe im Bankenviertel ziehen, hei\u00dft es. Dieser Umzug spr\u00e4che zun\u00e4chst einmal nicht gegen eine Beibehaltung des Traditionsstandorts. Denn die Bundesbank braucht noch f\u00fcr viele Jahre ein \u00dcbergangsquartier, da sich die Sanierung des Campus wohl bis in die Drei\u00dfigerjahre ziehen wird. Derzeit sind die meisten Mitarbeiter im Frankfurter B\u00fcro Center (FBC) untergebracht, nur wenige Meter vom Trianon entfernt. Daneben gibt es Arbeitspl\u00e4tze in der wenig entfernten Hauptverwaltung, der ehemaligen Landeszentralbank, und in Niederrad. Gemietete Fl\u00e4chen im Hochhaus Skyper werden gerade aufgegeben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im FBC l\u00e4uft der Mietvertrag Ende 2028 aus, er k\u00f6nnte aber verl\u00e4ngert werden. Mit dem 40 Stockwerke z\u00e4hlenden Hochhaus ist die Bundesbank dem Vernehmen nach allerdings nicht zufrieden \u2013 obwohl unter anderem die Geb\u00e4udetechnik in den vergangenen Jahren umfassend erneuert wurde. K\u00fcrzlich hat das 1981 fertiggestellte FBC im Zertifizierungssystem BREEAM, mit dem Geb\u00e4ude unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit bewertet werden, die Kategorie \u201esehr gut\u201c erreicht.<\/p>\n<p>Hochhaus als Alternative<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Das Trianon, in dem die Bundesbank schon einige Etagen gemietet hat, ist zw\u00f6lf Jahre j\u00fcnger, m\u00fcsste aber saniert werden. Derzeit steht das Hochhaus mit 45 Etagen zum Verkauf, nachdem die koreanische Eigent\u00fcmergesellschaft in die Insolvenz geraten ist. Auch die Bundesbank ist als K\u00e4uferin im Gespr\u00e4ch \u2013 was Spekulationen n\u00e4hrt, dass sich die Notenbank auf Dauer von ihrem Campus verabschieden k\u00f6nnte. In diesem Fall w\u00fcrde die Hochhausscheibe nach Abschluss der laufenden Schadstoffsanierung mit dem umliegenden Areal wohl verkauft.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Ob es dazu kommt, ist derzeit noch nicht absehbar. Ein Aspekt spricht dagegen: Auf dem Gel\u00e4nde lagern \u2013 auch w\u00e4hrend der laufenden Sanierung \u2013 1710 Tonnen Gold im Wert von derzeit mehr als 160 Milliarden Euro. Diese Reserve an einer anderen Stelle zu lagern, d\u00fcrfte schwierig und teuer sein. In der Frankfurter Innenstadt scheint es v\u00f6llig ausgeschlossen, einen neuen Tresor in dieser Gr\u00f6\u00dfe zu bauen. Allerdings muss die Goldreserve nicht unbedingt in Frankfurt liegen. Erhebliche Best\u00e4nde lagern auch in New York und London.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Ein Sprecher von Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) hob hervor, dass der Stadt \u201ean einer denkmalgerechten Sanierung und Nutzung des markanten Hochhauses der Deutschen Bundesbank und damit an seinem langfristigen Erhalt gelegen ist\u201c. Man stehe hierzu in engem Austausch mit der Bundesbank und unterst\u00fctze die weiteren planerischen und baulichen Entwicklungen. Eine Nutzungs\u00e4nderung w\u00e4re ohne das Einvernehmen der Stadt nicht m\u00f6glich. Der g\u00fcltige Bebauungsplan weist das Areal als Fl\u00e4che f\u00fcr den Gemeinbedarf aus.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eDas Bundesbank-Geb\u00e4ude w\u00e4re f\u00fcr eine andere Beh\u00f6rde geeignet\u201c, meint Daniel Milkus, Leiter der Frankfurter Niederlassung des Maklerunternehmens Aengevelt. Doch momentan ist keine Institution erkennbar, die einen Fl\u00e4chenbedarf f\u00fcr mehr als 2000 Arbeitspl\u00e4tze hat. Ob eine Umwandlung des Hochhauses in Wohnungen m\u00f6glich ist, m\u00fcsste gepr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist eines der markantesten Geb\u00e4ude der Stadt: Die Zentrale der Deutschen Bundesbank steht auf einer Anh\u00f6he n\u00f6rdlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382387,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-382386","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115113276843249575","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}