{"id":382432,"date":"2025-08-29T18:01:19","date_gmt":"2025-08-29T18:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382432\/"},"modified":"2025-08-29T18:01:19","modified_gmt":"2025-08-29T18:01:19","slug":"kostet-der-ausbau-der-energienetze-in-deutschland-12-billionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382432\/","title":{"rendered":"Kostet der Ausbau der Energienetze in Deutschland 1,2 Billionen Euro?"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Es geht um eine Zahl mit elf Nullen: Auf 1,2 Billionen Euro drohen sich die Kosten f\u00fcr die Stromnetze und andere Energienetze in Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts zu summieren, wenn das Land seine bisherige Energiepolitik fortsetzt. Das ist jedenfalls nach Informationen der F.A.S. das Ergebnis einer brisanten neuen Kalkulation im Auftrag des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"DIHK\" data-rtr-id=\"47c134aa4b8eaf62fa30fb795d7f3626c90767d8\" data-rtr-score=\"166.05771673547156\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/dihk\" title=\"DIHK\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DIHK<\/a>). Die Horrorzahl ist Teil einer umfassenden Studie zur Energiewende, die der DIHK n\u00e4chste Woche vorstellt. Der Verband vertritt die Interessen rund vier Millionen deutscher Firmen vom Kiosk bis zum Dax-Konzern.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Analyse der Beratungsgesellschaft Frontier Economics zeigt zudem, dass rund die H\u00e4lfte der Kosten f\u00fcr die Energienetze \u2013 also rund 600 Milliarden Euro \u2013 bereits in den kommenden zehn Jahren anfallen. Seit 2010 h\u00e4tten sich die Kosten f\u00fcr den Ausbau und Betrieb der Energienetze in Deutschland bereits verdoppelt. Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, m\u00fcssten die Investitionen in die deutschen Energienetze bis 2035 gegen\u00fcber heute abermals verdoppelt werden, so die Studienautoren.<\/p>\n<p>\u201eAlle Einsparpotentiale nutzen\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">DIHK-Pr\u00e4sident Peter Adrian schl\u00e4gt angesichts der neuen Kostensch\u00e4tzung Alarm. Er fordert ein Umsteuern in der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Energiewende\" data-rtr-id=\"b68ff8ef5802a8d52b33f2f02eecca7d04094e75\" data-rtr-score=\"47.06494125119085\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/energiewende\" title=\"Energiewende\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Energiewende<\/a>: \u201eWir m\u00fcssen alle Einsparpotentiale jetzt nutzen\u201c, sagte Adrian, im Hauptberuf Chef eines Immobilienunternehmens in Trier, der F.AS. \u201eDie Unternehmen leiden bereits heute unter extrem hohen Energiepreisen\u201c, beklagt der DIHK-Pr\u00e4sident. Sechs von zehn gro\u00dfen Industrieunternehmen h\u00e4tten konkrete Pl\u00e4ne, ihre Produktion in Deutschland einzuschr\u00e4nken, oder h\u00e4tten dies bereits getan. \u201eWenn die Netzkosten und damit auch die Energiepreise weiter steigen, ist die Belastungsgrenze endg\u00fcltig erreicht\u201c, bef\u00fcrchtet Adrian.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Kosten f\u00fcr den Bau und Betrieb der Netze sind \u00fcber die Netzentgelte Teil der Strom- und Gasrechnung von privaten Haushalten und Unternehmen. Im Durchschnitt machen die Netzentgelte laut DIHK aktuell bereits knapp ein Drittel der Stromkosten von Unternehmen aus. Geplante Zusch\u00fcsse der Bundesregierung zu den Netzentgelten br\u00e4chten kurzfristig Entlastung, seien aber keine dauerhafte L\u00f6sung, sagt Adrian.<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Ausbaubedarf<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Strom- und Gasnetze m\u00fcssen f\u00fcr die Energiewende grundlegend um- und ausgebaut werden. Vor allem das Stromnetz muss verst\u00e4rkt werden, weil die klimasch\u00e4dlichen fossilen Brennstoffe \u00d6l und Gas durch erneuerbaren Strom ersetzt werden, etwa f\u00fcr den Betrieb von W\u00e4rmepumpen und Elektroautos.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Bundeswirtschaftsministerin <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Katherina Reiche\" data-rtr-id=\"10e777030f7e0c175344c15dd00614c25db94400\" data-rtr-score=\"46.586217846935526\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/katherina-reiche\" title=\"Katherina Reiche\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Katherina Reiche<\/a> will die Energiewende billiger machen. Die CDU-Politikerin hat ebenfalls ein Gutachten in Auftrag gegeben, das demn\u00e4chst vorliegen soll. \u201eWir m\u00fcssen die Stromsystemkosten deutlich absenken. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit m\u00fcssen ein gemeinsames Ziel sein\u201c, sagte Reiche im Juli.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Es gibt aber auch Bef\u00fcrchtungen, dass die Wirtschaftsministerin mit ihrem Sparkurs den Klimaschutz gef\u00e4hrdet. Nina Scheer, Energie-Fraktionssprecherin des Berliner Koalitionspartners SPD, warf Reiche vor, sie wolle die erneuerbaren Energien \u201eausbremsen\u201c. Bedenken gibt es auch in der Energiewirtschaft. Zwar seien gro\u00dfe Kostensenkungen m\u00f6glich, aber Deutschland m\u00fcsse in der Energiewende weiter Tempo machen, mahnt Stefan Dohler, Pr\u00e4sident des Verbands der Energie- und Wasserwirtschaft. \u201eJetzt auf die Bremse zu treten, w\u00e4re ganz schlecht\u201c, sagte er vergangene Woche der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"FAS\" data-rtr-id=\"dd40e5be3ba94a247e6216e071a78e5add85e4ee\" data-rtr-score=\"57.26579866624325\" data-rtr-etype=\"product\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/thema\/fas\" title=\"FAS\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F.A.S<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr importierter Wasserstoff?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die neue Studie des DIHK d\u00fcrfte die Debatte nun weiter anheizen. Die billionenschwere Kostensch\u00e4tzung f\u00fcr die Energienetze von Frontier Economics erscheint viel h\u00f6her als andere Prognosen. So kalkuliert zum Beispiel der Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur aktuell mit Investitionen in die Strom\u00fcbertragungs- und Verteilnetze von knapp 530 Milliarden Euro bis 2045. Auf die Stromnetze entf\u00e4llt der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Teil der Kosten f\u00fcr die Energienetze.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die viel h\u00f6here Kostensch\u00e4tzung von 1,2 Billionen Euro in der neuen DIHK-Studie erkl\u00e4rt sich allerdings auch dadurch, dass die Autoren nicht nur Investitionen, sondern auch Betriebskosten der Netze einrechnen. Und Letztere fallen laut Frontier Economics stark ins Gewicht: Bis Mitte des Jahrhunderts entfielen auf den Betrieb der Energienetze insgesamt rund 40 Prozent der Gesamtkosten \u2013 also knapp eine halbe Billion Euro, wenn die Politik nicht umsteuere. Denn die Stromnetze, auf denen die Energiewende gro\u00dfteils aufbaue, seien technisch komplexer als Gasnetze, Betrieb und Wartung seien deshalb teurer.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Und was schl\u00e4gt der DIHK vor, um die bef\u00fcrchtete Kostenexplosion einzud\u00e4mmen? \u201eEin zentraler Hebel ist die Weiternutzung bestehender Infrastruktur\u201c, sagt Pr\u00e4sident Adrian. Er wirbt daf\u00fcr, au\u00dfer auf Strom st\u00e4rker als bisher vorgesehen auf klimaschonenden Wasserstoff zu setzen, der \u201ein vorhandenen Erdgasnetzen\u201c transportiert werden k\u00f6nne. Auch ein st\u00e4rkerer Import von Wasserstoff aus dem Ausland d\u00e4mpfe den Ausbaubedarf. Neue Stromleitungen sollten zudem st\u00e4rker \u00fcber- statt unterirdisch verlegt werden. Insgesamt lie\u00dfen sich die Stromnetzinvestitionen um 135 Milliarden Euro senken, sch\u00e4tzen die Autoren der Studie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"DSGVO Platzhalter\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/gdpr-layer.webp.webp\" loading=\"lazy\" class=\"absolute w-full\"\/> Externe Inhalte aktivieren <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es geht um eine Zahl mit elf Nullen: Auf 1,2 Billionen Euro drohen sich die Kosten f\u00fcr die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382433,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-382432","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-unternehmen","16":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115113367130878317","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382432"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382432\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382432"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382432"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}