{"id":382583,"date":"2025-08-29T19:23:10","date_gmt":"2025-08-29T19:23:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382583\/"},"modified":"2025-08-29T19:23:10","modified_gmt":"2025-08-29T19:23:10","slug":"arbeitsmarkt-wo-jobs-wegfallen-und-wo-neue-entstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382583\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt: Wo Jobs wegfallen &#8211; und wo neue entstehen"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>hintergrund<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.08.2025 20:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Viele Stellen sind bei deutschen Firmen zuletzt gestrichen worden &#8211; aber l\u00e4ngst nicht \u00fcberall. Aktuelle Lage und Aussichten sind je nach Wirtschaftszweig sehr unterschiedlich. Ein \u00dcberblick. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBesonders schwierig ist in der deutschen Wirtschaft derzeit die Lage der Industrie &#8211; und das hat verschiedene Gr\u00fcnde. Der wichtige Kunde China entwickelt sich mehr und mehr zu einem Konkurrenten auf den Weltm\u00e4rkten, etwa bei Elektroautos und Maschinen. Die Exporte in die Volksrepublik sind im ersten Halbjahr um rund 14 Prozent eingebrochen, die Importe aus der Volksrepublik dagegen um fast elf Prozent gestiegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDazu kommt der Zollkonflikt mit den USA, dem wichtigsten Abnehmer von Waren &#8222;Made In Germany&#8220;. Die Folge: Im ersten Halbjahr fielen die deutschen US-Exporte um fast vier Prozent. Die nun geltenden Z\u00f6lle von 15 Prozent d\u00fcrften das US-Gesch\u00e4ft auch k\u00fcnftig bremsen.<\/p>\n<p>    Industrierezession: Keine Besserung in Sicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Angesichts der anhaltenden Industrierezession beschleunigt sich der Stellenabbau in der deutschen Industrie&#8220;, hei\u00dft es in einer Studie des Beratungsunternehmens EY. Zur Jahresmitte wurden demnach etwa 114.000 Stellen abgebaut, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Seit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 gingen sogar fast 250.000 Jobs verloren &#8211; ein R\u00fcckgang um 4,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine schnelle Besserung ist nicht in Sicht, zeigt die August-Umfrage des M\u00fcnchner ifo-Instituts unter F\u00fchrungskr\u00e4ften. &#8222;In allen zentralen Industriebranchen gab es mehr Entlassungen als Neueinstellungen&#8220;, hei\u00dft es dazu.<\/p>\n<p>    Lichtblicke auf dem Bau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf dem Bau gibt es hingegen Hoffnungszeichen: Die Zahl der im Bauhauptgewerbe t\u00e4tigen Personen nahm in der ersten Jahresh\u00e4lfte um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. 2024 insgesamt hatte es einen Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang von 0,4 Prozent gegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie deutsche Baubranche hat im ersten Halbjahr nach langer Flaute deutlich mehr Auftr\u00e4ge erhalten. Die Bestellungen im Bauhauptgewerbe wuchsen binnen Jahresfrist um 9,4 Prozent. Inflationsbereinigt bleibt davon ein reales Plus von 7,3 Prozent \u00fcbrig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nExperten bewerten die Aussichten als ganz gut, nicht zuletzt wegen der geplanten Milliardenausgaben der Bundesregierung. Diese will f\u00fcr einen Schub sorgen bei Investitionen in Infrastruktur. Viel Geld d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Jahren etwa in die Autobahn-, Br\u00fccken- und Tunnelsanierung flie\u00dfen, aber auch in den Ausbau des Stromnetzes. Schon im Fr\u00fchjahr haben laut der Jobseite Indeed die Stellenanzeigen im Bauwesen um mehr als f\u00fcnf Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>    Einzelh\u00e4ndler mit Schwierigkeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie neuesten Umsatzzahlen zeigen: Die Einzelh\u00e4ndler haben <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/umsatzminus-einzelhandel-aber-realloehne-steigen-100.html\" title=\"Einzelhandelsumsatz sinkt trotz steigender L\u00f6hne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nach wie vor zu k\u00e4mpfen<\/a>. Im Juli sanken die Ums\u00e4tze preisbereingt um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Analysten rechnen nicht mit einer Besserung. Die Verbraucherlaune ist angeschlagen, die Menschen sparen mehr. Und die Konkurrenz durch Online-H\u00e4ndler wie Amazon belastet die L\u00e4den in den St\u00e4dten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Branchenverband HDE bef\u00fcrchtet, dass in diesem Jahr insgesamt etwa 4500 Gesch\u00e4fte aufgeben werden. 2024 waren es sogar 5000. Die Besch\u00e4ftigung sank im vergangenen Jahr nach Angaben des Kompetenzzentrums Fachkr\u00e4ftesicherung (KOFA) um 1,5 Prozent, nachdem sie bis 2022 stetig gestiegen sei. Zugleich blieben aber auch mehr als 100.000 offene Stellen unbesetzt &#8211; auch weil immer mehr Mitarbeitende aus geburtenstarken Jahrg\u00e4ngen in Rente gehen und wenig Nachwuchs nachr\u00fcckt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Lage im Handel d\u00fcrfte laut Experten angespannt bleiben: &#8222;Im Handel wird weiter Personal abgebaut, jedoch weniger stark als noch zuletzt&#8220;, fand das ifo-Institut im August heraus. Die Kauflaune der Deutschen hat sich zuletzt drei Monate in Folge eingetr\u00fcbt &#8211; nicht zuletzt wegen der wachsender Sorgen vieler Menschen, den Arbeitsplatz zu verlieren. &#8222;Es braucht ein Sofortprogramm f\u00fcr die Binnenwirtschaft&#8220;, schrieb HDE-Pr\u00e4sident Alexander von Preen auch deshalb diese Woche an Bundeskanzler Friedrich Merz. &#8222;Schnelles Handeln ist gefragt.&#8220;<\/p>\n<p>    Mehr Besch\u00e4ftigung bei Dienstleistern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGegen den negativen Gesamttrend verzeichnet der Bereich Dienstleistung in Deutschland mehr Erwerbst\u00e4tige. Im zweiten Quartal stieg ihre Zahl um um 178.000 zum Vorjahreszeitraum, w\u00e4hrend sie in allen anderen Sektoren um 168.000 sank.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings geht das Wachstum vor allem auf den Bereich \u00d6ffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit zur\u00fcck: Dort gab es ein Plus von 225.000 Personen. In vielen anderen Bereichen wurden hingegen Stellen abgebaut &#8211; von Information und Kommunikation (minus 4000) bis hin zu Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Vermittlung und \u00dcberlassung von Arbeitskr\u00e4ften geh\u00f6rt (minus 56.000 Personen).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo bleiben die Aussichten gemischt: &#8222;W\u00e4hrend die Leiharbeitsfirmen mit einer Nachfrageflaute k\u00e4mpfen, wird im Tourismussektor flei\u00dfig eingestellt&#8220;, so das ifo-Institut. Unterm Strich hat sich dem Finanzdienstleister S&amp;P Global zufolge im August der seit Jahresbeginn anhaltende Personalaufbau des Wirtschaftszweigs Dienstleistungen fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"hintergrund Stand: 29.08.2025 20:25 Uhr Viele Stellen sind bei deutschen Firmen zuletzt gestrichen worden &#8211; aber l\u00e4ngst nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382584,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[11690,620,103356,76253,103357,28219,175,170,169,29,24180,30,3986,54,10347,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-382583","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-arbeitslose","9":"tag-arbeitsmarkt","10":"tag-arbeitssuchende","11":"tag-aussicht","12":"tag-bau-gastgewerbe","13":"tag-branchen","14":"tag-business","15":"tag-companies","16":"tag-companies-markets","17":"tag-deutschland","18":"tag-dienstleister","19":"tag-germany","20":"tag-handel","21":"tag-industrie","22":"tag-lage","23":"tag-markets","24":"tag-maerkte","25":"tag-unternehmen","26":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382583\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}