{"id":382925,"date":"2025-08-29T22:38:10","date_gmt":"2025-08-29T22:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382925\/"},"modified":"2025-08-29T22:38:10","modified_gmt":"2025-08-29T22:38:10","slug":"europaeische-staatschefs-erwaegen-wohl-pufferzone-zwischen-ukraine-und-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/382925\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Staatschefs erw\u00e4gen wohl Pufferzone zwischen Ukraine und Russland"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAOg2\">Um die Bem\u00fchungen um ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine voranzutreiben, erw\u00e4gen europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs offenbar die <strong>Einrichtung einer 40 Kilometer breiten Pufferzone<\/strong> zwischen den Frontlinien beider Kriegsparteien. Das berichtet die <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/08\/28\/europe-buffer-zone-ukraine-russia-peace-deal-00534483\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">US-amerikanische Tageszeitung \u201ePolitico\u201c<\/a> unter Berufung auf Angaben von\u00a0f\u00fcnf europ\u00e4ischen Diplomaten.<\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Demnach sei die Einrichtung der Pufferzone einer von mehreren Vorschl\u00e4gen, der aktuell im Falle m\u00f6glicher Waffenstillstands- oder Nachkriegsszenarien diskutiert werde, hei\u00dft es weiter. Dem Bericht zufolge sind<strong> US-Vertreter ma\u00dfgeblich an der Debatte beteiligt.<\/strong> <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\"><strong>Wie gro\u00df die Pufferzone tats\u00e4chlich ausfallen<\/strong> soll und ob Kiew die Einrichtung eines solchen neutralen Gebiets in Anbetracht der M\u00f6glichkeit territorialer Zugest\u00e4ndnisse zustimmen w\u00fcrde, ist aktuell nicht bekannt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/oger-vor-unseren-toren-kreml-beklagt-vulgare-beleidigung-russlands-durch-macron-14248718.html?icid=single-topic_14245715___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCMoe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eOger vor unseren Toren\u201c Kreml beklagt \u201evulg\u00e4re Beleidigung Russlands\u201c durch Macron <\/a><\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Allerdings zeige allein die Diskussion um eine solche Pufferzone, wie verzweifelt die Nato-Partner auf der Suche nach einer L\u00f6sung f\u00fcr ein Kriegsende und einen fragilen Frieden seien, hei\u00dft es in dem Bericht. Der ehemalige Pentagon- und Nato-Offizier Jim Townsend best\u00e4tigt \u201ePolitico\u201c, dass die diplomatischen Debatten um ein Kriegsende aktuell mit h\u00f6chster Dringlichkeit gef\u00fchrt werden. <strong>\u201eSie greifen nach jedem Strohhalm\u201c<\/strong>, betont der Analyst, der seinerzeit unter Obama f\u00fcr die Europapolitik zust\u00e4ndig war.<\/p>\n<p> Pufferzone und Teilung: Deutschland als Vorbild?  <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Dem \u201ePolitico\u201c-Bericht zufolge haben es die europ\u00e4ischen Diplomaten in den Debatten um eine Pufferzone bislang vermieden, den Vergleich mit der streng bewachten Grenze zwischen Nord- und S\u00fcdkorea anzustellen. Das Bild sei zu negativ konnotiert, hei\u00dft es \u2013 zumal sich beide Parteien immer noch technisch gesehen im Kriegszustand befinden. Die Pufferzone soll demnach eher mit der ehemaligen Teilung Deutschlands zu Zeiten des Kalten Krieges verglichen werden. <\/p>\n<p> Noch viele Fragen offen zu m\u00f6glicher Pufferzone <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Gegenstand der Diskussionen soll demnach auch die <strong>Gr\u00f6\u00dfe der Friedenstruppen<\/strong> sein, die in der geplanten Pufferzone patrouillieren sollen. Die f\u00fcnf Insiderquellen berichten, dass europ\u00e4ische Verantwortliche derzeit eine Truppenst\u00e4rke von 4000 bis etwa 60.000 Soldaten erw\u00e4gen. Die Einheiten sollen demnach nicht nur in der entmilitarisierten Zone patrouillieren, sondern dar\u00fcber hinaus auch ukrainische Soldaten ausbilden. <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\"><strong>Woher die Truppenst\u00e4rke allerdings kommen soll, bleibt indes fraglich. <\/strong>Immerhin h\u00e4tten Nato-Staaten bereits jetzt Schwierigkeiten, eine Eingreiftruppe von 300.000 Soldaten aufzubauen, um die Ostflanke des B\u00fcndnisses vor einem m\u00f6glichen Angriff Russlands zu sch\u00fctzen, hei\u00dft es weiter. <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Weiterhin sei noch ungekl\u00e4rt, welchen  konkreten Einsatzregeln die Nato-Truppen in der entmilitarisierten Zone zu folgen h\u00e4tten. <strong>Wie sollen die Friedenstruppen verfahren, wenn Russland sich nicht an die Regeln h\u00e4lt? <\/strong>Sollten Drittstaaten mit der \u00dcberwachung des Gebiets beauftragt werden? Und wie kann man dem Kreml die Einrichtung einer Pufferzone schmackhaft machen? All das seien weiterhin offene Fragen, berichten die Insiderquellen. <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Die <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/66ec25a0-4af8-467f-9fbe-cf42de890a7e\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">\u201eFinancial Times\u201c<\/a> berichtet unter Berufung auf Insiderquellen aus diplomatischen Kreisen von <strong>konkreteren Pl\u00e4nen f\u00fcr die entmilitarisierte Zone. <\/strong>Demnach sollen in der Pufferzone Streitkr\u00e4fte von neutralen Drittstaaten patrouillieren. In Richtung des ukrainischen Territoriums sollen dann in einer zweiten Verteidigungslinie ukrainische Soldaten stationiert werden, die von Nato-Einheiten ausgebildet wurden. Als dritte Verteidigungslinie dahinter sollen wiederum europ\u00e4ische Einheiten auf dem ukrainischen Territorium patrouillieren.<\/p>\n<p> Nach Ukrainekrieg: Welche Rollen \u00fcbernehmen die einzelnen Staaten? <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Zwei Diplomaten berichteten \u201ePolitico\u201c von konkreteren Pl\u00e4nen bez\u00fcglich der Friedenstruppen. Demnach sollen in der entmilitarisierten Zone vorrangig <strong>franz\u00f6sische und britische Streitkr\u00e4fte patrouillieren.<\/strong> Es \u00fcbten derzeit sowohl London als auch Paris in den laufenden Diskussionen Druck auf andere Nato-Staaten aus, damit diese weitere milit\u00e4rische Mittel zur Verf\u00fcgung stellen. <\/p>\n<blockquote class=\"tspCNok\">\n<p>Die US-Entscheidungstr\u00e4ger lassen zuerst die Europ\u00e4er ihre Karten offenlegen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCNol\"><strong>Insiderquelle<\/strong> gegen\u00fcber \u201ePolitico\u201c<\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Polnische Vertreter h\u00e4tten allerdings Bedenken ge\u00e4u\u00dfert, da sie eine Schw\u00e4chung der Nato-Ostflanke und damit eine Destabiliserung der eigenen Verteidigung bef\u00fcrchten. <strong>Polen sowie auch Deutschland<\/strong> haben demnach bei den laufenden Duiskussionen kein Interesse gezeigt, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Estland h\u00e4tte hingegen eine kleine Truppengr\u00f6\u00dfe zugesagt. <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\"><strong>Und die USA? <\/strong>Den Quellen zufolge habe das Pentagon bislang kein Geheimnis daraus gemacht, dass es beim Thema Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine nur eine geringe Rolle \u00fcbernehmen wolle. Diese Linie werde auch in den anhaltenden Debatten gefahren, hei\u00dft es im \u201ePolitico\u201c-Bericht. <\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">Die \u201eFinancial Times\u201c berichtet hingegen, dass <strong>Washington durchaus Bereitschaft signalisiert habe<\/strong>, sich an\u00a0Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine\u00a0nach einem Kriegsende zu beteiligen.\u00a0Dazu geh\u00f6re nicht nur die \u00dcberwachung des Gefechtsfelds, sondern auch die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen. Auch an einem Luftabwehrschirm unter einem europ\u00e4ischen Kommando wolle man sich beteiligen. <\/p>\n<p> Mehr zum Thema <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/sie-wissen-genau-welche-export-routen-genutzt-werden-russische-drohnen-sollen-ostdeutschland-observieren-14239865.html?icid=topic-list_14245715___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCMoe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSie wissen genau, welche Export-Routen genutzt werden\u201c Russische Drohnen sollen Ostdeutschland observieren <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/falls-der-donbass-an-putin-fallt-russland-konnte-ungehindert-richtung-westen-vorstossen-14231225.html?icid=topic-list_14245715___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCMoe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Falls der Donbass an Putin f\u00e4llt \u201eRussland k\u00f6nnte ungehindert Richtung Westen vorsto\u00dfen\u201c <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/wenn-es-zu-einer-schrecklichen-tragodie-kommt-jd-vance-zeigt-sich-zur-sofortigen-ubernahme-der-us-prasidentschaft-bereit-14244440.html?icid=topic-list_14245715___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCMoe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWenn es zu einer schrecklichen Trag\u00f6die kommt\u201c JD Vance zeigt sich zur sofortigen \u00dcbernahme der US-Pr\u00e4sidentschaft bereit <\/a><\/p>\n<p class=\"tspAOg2\">F\u00fcr eine m\u00f6gliche \u00dcberwachung einer Pufferzone verf\u00fcgen allein die USA \u00fcber gen\u00fcgend Satelliten, um die territorialen Verh\u00e4ltnisse und Grenzeinhaltungen zu beaufsichtigen. Eine der Insiderquellen berichtete \u201ePolitico\u201c: \u201eAlle warten darauf, dass die Entscheidungstr\u00e4ger des US-Verteidigungsministeriums zeigen, inwieweit sie bereit sind, sich zu engagieren. Sie lassen zuerst die Europ\u00e4er ihre Karten offenlegen\u201c. Die Quelle betont: <strong>\u201eEs ist also ein bisschen wie ein Tanz.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um die Bem\u00fchungen um ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine voranzutreiben, erw\u00e4gen europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs offenbar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":381730,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,106,548,663,158,8651,3934,3935,13,1435,14,1159,15,3917,307,12,317,312,64],"class_list":{"0":"post-382925","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europapolitik","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-krieg-in-der-ukraine","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nato","21":"tag-news","22":"tag-polen","23":"tag-russland","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-ukraine","26":"tag-ukrainekrieg","27":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115114456101706698","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382925\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/381730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}