{"id":38312,"date":"2025-04-17T04:57:10","date_gmt":"2025-04-17T04:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38312\/"},"modified":"2025-04-17T04:57:10","modified_gmt":"2025-04-17T04:57:10","slug":"soldatin-scheitert-mit-klage-um-tinder-profil-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38312\/","title":{"rendered":"Soldatin scheitert mit Klage um Tinder-Profil &#8211; Panorama"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Im Streit um die Gestaltung ihres privaten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Tinder\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tinder<\/a>-Profils ist eine <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bundeswehr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeswehr<\/a>-Offizierin am Bundesverfassungsgericht gescheitert. Ihre Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen, wie das Gericht in Karlsruhe mitteilte. Sie hatte sich damit gegen einen disziplinarischen Verweis wehren wollen, der ihr aufgrund des Inhalts ihres Profils auf der Dating-Plattform verh\u00e4ngt worden war.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die damalige Kommandeurin Anastasia Biefang hatte 2019 in ihrem Profil geschrieben: \u201eSpontan, lustvoll, trans*, offene Beziehung und auf der Suche nach Sex. All genders welcome.\u201c Das ging der Bundeswehr zu weit. Ihr Disziplinarvorgesetzter erteilte ihr einen Verweis. Biefang war damals Kommandeurin des Informationstechnikbataillons 381 in Storkow.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Soldatin zog daraufhin vor die Fachgerichte \u2013 allerdings ohne Erfolg. Das Bundesverwaltungsgericht best\u00e4tigte zuletzt im Mai 2022 den Verweis. Zwar werde durch ihr Verhalten nicht gleich das Ansehen der gesamten Bundeswehr besch\u00e4digt. Biefang sei jedoch ihrer Pflicht zur Wahrung des eigenen Ansehens nicht nachgekommen, entschied der 2. Wehrdienstsenat. Sie d\u00fcrfe ihre Worte nicht so w\u00e4hlen, dass ihr Ansehen als Soldatin besch\u00e4digt werde.<\/p>\n<p>Bundesverfassungsgericht bewertet Klage als unzul\u00e4ssig<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Unter anderem gegen diese Entscheidung wandte sich Biefang nach Karlsruhe mit einer Verfassungsbeschwerde. Laut fr\u00fcheren Angaben wurde sie dabei von der Gesellschaft f\u00fcr Freiheitsrechte (GFF) und dem Verein QueerBw unterst\u00fctzt. Ziel war demnach, mit einem Grundsatzurteil \u201edie sexuelle Selbstbestimmung als Auspr\u00e4gung des allgemeinen Pers\u00f6nlichkeitsrechts\u201c zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Doch das Bundesverfassungsgericht bewertete die Klage nun als unzul\u00e4ssig. Denn der Verweis sei bereits vor Einreichung der Verfassungsbeschwerde entsprechend der Wehrdisziplinarordnung getilgt worden. Eine solche Disziplinarma\u00dfnahme ist demnach nach drei Jahren zu tilgen. Das Ziel der Verfassungsbeschwerde habe sich damit wohl erledigt, so die Kammer. Biefang habe nicht in der erforderlichen Weise dargelegt, warum dennoch auch weiterhin ein Rechtsschutzbed\u00fcrfnis bestehen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Streit um die Gestaltung ihres privaten Tinder-Profils ist eine Bundeswehr-Offizierin am Bundesverfassungsgericht gescheitert. 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